Der Segmentierungsansatz der Social Technographics Ladder wurde mittels der Verbraucheranalyse erstmals 2009 für Deutschland adaptiert. Nun liegt das erste Update auf Basis der VA 2010 III vor. Dabei erhielten die vier Web 2.0 Nutzertypen neue Namen. Der Vergleich der Jahre 2009 und 2010 zeigt zudem: Die Internetgemeinde ist deutlich gewachsen und aktiver geworden.
Internetnutzer unterscheiden sich nicht nur in dem Ausmaß ihrer Aktivität – sie nutzen das Social Web auch auf unterschiedliche Weise: So haben 57 Prozent der Blogger kein Profil auf einem online Social Network (➚Verbraucheranalyse, 2009 III).
Marketing und Unternehmenskommunikation sollten für die Entwicklung ihrer Social Web Strategie bzw. Web 2.0 Strategie ihre Zielgruppe nach dem Online-Nutzerverhalten segmentieren, um die richtigen Schwerpunkte bei ihren Online-Projekten zu setzen.
Die Autoren Gerhards, Klingler und Trump differenzieren bei den Internetnutzern zwischen Produzierenden Nutzern, die auf Social Web bzw. Web 2.0 Plattformen mehr als einmal im Monat eigene Beiträge veröffentlichen, Kommunizierenden Nutzern, die mehr als fünfmal im Monat Kommentare oder Diskussionsbeiträge abgeben und Passiv Partizipierenden Nutzern, die seltener oder nie den genannten Aktivitäten nachgehen (vgl. ➚Gerhards/Klingler/Trump, 2008:136).
Am Montag, dem 24. August, ist die Verbraucheranalyse 2009 erschienen. Mit dieser Aktualisierung integriert die von der Axel Springer AG und der Bauer Media Group seit 1982 herausgegebene Markt-Media-Studie erstmals 81 Onlinemedien – zunächst als Zielgruppenmerkmal (Intensiv-Nutzer, Nicht-Nutzer). Ab November 2009 werden auch Reichweiten (Anzahl der Nutzer bzw. Kontakte im Monatsdurchschnitt) zur Verfügung stehen.
Damit wertet die Verbraucheranalyse die Onlinemedien auf und stellt diese neben die klassischen Kanäle Print, Fernsehen, Radio, Kino und Plakat.
Durch die so verfügbaren Daten ist sowohl eine bessere crossmediale Mediaplanung möglich, also auch eine aufschlussreiche differenzierte Analyse von Ziel- bzw. Anspruchsgruppen und ihrem Mediennutzungsverhalten im Internet.