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	<description>Web 2.0 und Kommunikation, PR, Marketing, Wirtschaft und Gesellschaft - Gedanken und Anregungen von Thomas W. Ullrich</description>
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		<title>Klinikmarketing mit Web 2.0 – Social Media Marketing für das Krankenhaus? – Praxisbezogenes Handbuch erschienen</title>
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		<pubDate>Thu, 22 Nov 2012 23:22:01 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Thomas W. Ullrich</dc:creator>
				<category><![CDATA[Management]]></category>
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		<description><![CDATA[Kliniken befinden sich in einem politisch gewollten Wettbewerb. Dabei kommt dem Marketing eine steigende Bedeutung zu. Dies gilt nicht nur in Richtung der Zuweiser sondern in rasch steigendem Ausmaß auch in Richtung der Patienten. Das nun endlich erschienene Handbuch „Klinkmarketing mit Web 2.0“ (Kohlhammer Verlag) liefert hier einen systematischen Überblick und gibt vor allem auch [...]]]></description>
				<content:encoded><![CDATA[<p style="text-align: justify;"><strong><img class="size-full wp-image-1444 alignleft" title="Buchcover_Klinikmarketing mit Web 2.0 (Social Media) Ullrich Brandstädter Härtel" alt="" src="http://www.webosoph.de/wp-content/uploads/2012/11/Buchcover_Klinikmarketing.jpg" width="157" height="129" />Kliniken befinden sich in einem politisch gewollten Wettbewerb. Dabei kommt dem Marketing eine steigende Bedeutung zu. Dies gilt nicht nur in Richtung der Zuweiser sondern in rasch steigendem Ausmaß auch in Richtung der Patienten. Das nun endlich erschienene Handbuch „Klinkmarketing mit Web 2.0“ (Kohlhammer Verlag) liefert hier einen systematischen Überblick und gibt vor allem auch Antworten darauf, ob und welche Rolle Social Media hier spielen können.<span id="more-1430"></span></strong></p>
<h2 style="text-align: justify;">Klinikmarketing wird conditio sine qua non</h2>
<p style="text-align: justify;">Als Antwort auf die Kostenentwicklung im Gesundheitssystem zwingt die Politik die Kliniken in einen gewollten Wettbewerb. Gleichzeitig sind Patienten (vermeintlich) immer besser informiert: Medien und Interessensgruppen veröffentlichen Rankings und thematisieren Erkrankungen, Diagnostik und Therapien. In der Konsequenz wollen Patienten mehr mitreden und mitentscheiden, und sind in steigendem Maße auch bereit für zusätzliche Leistungen (z. B. IGE-Leistungen) zusätzliche Zahlungen zu leisten. Der einst alleinige Kompetenzträger Arzt muss nun also um seine Position, d. h. seine bevorzugte Diagnosemethode und Therapie, werben. Da Patienten in der Regel die freie Wahl haben, zu welchem Arzt bzw. in welche Klinik sie sich begeben wollen, muss dieses Werben dem persönlichen Gespräch vorgelagert sein. Ergo: Marketing wird für Mediziner und Kliniken in rasch steigendem Maße erforderlich. Letztlich bleibt das Klinikmanagement eine Gratwanderung zwischen der staatlich organisierten Medizin und der freien Marktwirtschaft der Medizinleistungen.</p>
<h2 style="text-align: justify;">Social Media für das Klinikmarketing?</h2>
<p style="text-align: justify;">„Mitmachen statt Nachdenken“ scheint im Social Web allzu oft die Devise zu sein: Was viele machen, das kann nicht falsch sein – oder? Überall im Internet gibt es gute Ideen, neue Plattformen, Chancen und Möglichkeiten und alles ist ständig im Umbruch: Von der einst als Killerapplikation gehandelten Plattform „Second Life“ mag kaum noch jemand öffentlich sprechen, heute ist man auf Flickr statt auf Netflix, nutzt Google statt Yahoo und derzeit ist Facebook das größte Social Network … dabei wird über der „Faszination Technik“ allzu oft die „Relevanz Mensch“ vergessen.</p>
<p style="text-align: justify;">In unserem Buch „Klinikmarketing mit Web 2.0“ sagen wir, d. h. die Autoren Dr. Mathias Brandstädter, Thomas W. Ullrich und Alexander Hartel , „nein“ zur Hysterie um das Web 2.0 und Social Media: Setzen Unternehmen bzw. Kliniken allein auf trendige Portale, um die Welle des Hypes mitzureiten, jagen sie oft an der Nutzungsrealität ihrer Zielgruppen vorbei und zudem leicht in ein nicht nur rechtlich bedenkliches Dilemma.</p>
<p style="text-align: justify;">Gerade vor dem Hintergrund, dass sich im Kliniksektor das Feld der Marketingkommunikation gerade erst zu etablieren beginnt und gleichzeitig die emergierende Gesundheitsöffentlichkeit im Web 2.0 Anforderungen an Kliniken stellt, die mit der klassischen Marketingkommunikation allein nicht zu bewältigen sind, war es uns als Autoren wichtig, dieses Buch als Kompass zu konzipieren: Die vorgestellten methodischen Ansätze und grundlegenden Aussagen behalten auch in der sich täglich stark wandelnden Internetlandschaft ihren richtungweisenden Charakter.</p>
<h2 style="text-align: justify;">Die Struktur des Buches</h2>
<p style="text-align: justify;">Entsprechend der im Alltag sehr unterschiedlichen Anforderungen ist das Buch sowohl als prägnantes Lesebuch und gleichzeitig als kompaktes Nachschlagwerk aufbereitet:</p>
<ul style="text-align: justify;">
<li><strong>Kapitel 1 „Klinikmarketing – Warum?“</strong> (<em>Thomas W. Ullrich</em>) leitet die Relevanz des Marketings für Kliniken systematisch her.</li>
<li><strong>Kapitel 2 „Grundfragen des Klinikmarketings“</strong> (<em>Thomas W. Ullrich</em>) liefert – ausgehend von Reflexionen zu einer zeitgemäßen Klinik-Strategie – einen prägnanten Überblick über Grundfragen und Grundlagen des Marketings für Kliniken und eruiert, nach welchen Kriterien Patienten sowie Einweiser eine Klinik auswählen.</li>
<li><strong>Kapitel 3 „Klinikmarketing und Web 2.0“</strong> (<em>Thomas W. Ullrich</em>) bietet zunächst einen Überblick über das Internet und die bereits damit neu geschaffenen Möglichkeiten des Online-Marketings, um dann die vielfältigen Phänomene des Web 2.0 derart zu strukturieren, dass Web 2.0-Neulinge Orientierung gewinnen, aber auch Web-Veteranen neue Einblicke erhalten. Das Kapitel schließt mit der Einführung einerWeb-2.0-Nutzertypologie, die sich leicht auf die bestehenden Zielgruppensegmente, etwa einer Klinik, anwenden lässt und die Ableitung einer nutzergerechten und damit wirkungsvollen Kommunikationsstrategie und eines entsprechenden Maßnahmen-Mix ermöglicht.</li>
<li><strong>Kapitel 4 „Web 2.0 – das Mitmach-Web“</strong> (<em>Mathias Brandstädter</em>) „führt zunächst in die Notwendigkeit und die Mittel eines geeigneten Online-Monitorings ein. Es konkretisiert die in Kapitel 3 gelegten Grundlagen zur Ableitung einer Web 2.0-Strategie und exemplifi ziert die erforderlichen Fragestellungen, Schritte und mögliche Maßnahmen der Marketingkommunikation für jeden einzelnen Web 2.0-Nutzertyp.</li>
<li><strong>Kapitel 5 „Controlling der Web 2.0-Kommunikation“</strong> (<em>Mathias Brandstädter</em>) reflektiert die Grundfragen und Grenzen eines geeigneten Controllings der Aktivitäten im Internet und in Social Media.</li>
<li><strong>Kapitel 6 „Rechtliche Aspekte und Besonderheiten der Online-Kommunikation“</strong> (<em>Alexander Haertel</em>) schließlich bietet einen prägnanten Überblick über die für die Marketingkommunikation in Internet und Web 2.0 relevanten Rechtsgebiete und sensibilisiert anhand von Fallbeispielen für die vielfältigen rechtlichen Fallen und ungeklärten Rechtsfragen.</li>
</ul>
<p style="text-align: justify;">Die einzelnen Kapitel ergänzen sich inhaltlich, lassen sich jedoch auch unabhängig voneinander lesen. Insgesamt war es unser Ziel, den Leser im praktischen Alltag urteils- und entscheidungsfähig zu machen. Darüber hinaus bietet der Literaturanhang zahlreiche, jedoch sorgfältig ausgewählte, Quellen und Literaturhinweise die das Handbuch auch für akademische Kreise zu einer wertvollen Arbeitsgrundlage machen.</p>
<p style="text-align: justify;">Einen ersten Überblick liefert das <a title="Brandstaedter / Ullrich / Haertel (2012): Klinikmarketig mit Web 2.0 - Inhaltsverzeichnis" href="http://www.webosoph.de/docs/Buch_Klinikmarketing/Brandstaedter_Ullrich_Haertel-(2012)-Klinikmarketing_mit_Web_2_0_Kohlhammer_Inhaltsverzeichnis.pdf" target="_blank">➚Inhaltsverzeichnis</a>.</p>
<h2 style="text-align: justify;">Zu den Autoren</h2>
<p style="text-align: justify;"><strong>Dr. Mathias Brandstädter</strong> ist PR-Berater, Pressesprecher und Leiter Kommunikation im Universitätsklinikum Aachen.</p>
<p style="text-align: justify;"><strong>Thomas W. Ullrich</strong> arbeitet als Director Consulting und Strategic Advisor bei der Full-Service-Agentur komm.passion GmbH in Düsseldorf und betreibt u. a. dieses Blog webosoph.de</p>
<p style="text-align: justify;"><strong>Alexander Haertel</strong> arbeitet als Rechtsanwalt in der Kanzlei Preu Bohlig &amp; Partner und ist Spezialist für Medienrecht, Markenrecht und Urheberschutz.</p>
<h2 style="text-align: justify;">Buchbestellung</h2>
<p style="text-align: justify;">Da die Veröffentlichung des Buches erst etwas später, als zunächst geplant, erfolgen konnte, sind einige Vorbestellungen aufgelaufen. Daher sind Buchbestände bei den Händlern aktuell schnell vergriffen, so dass es sich ggf. lohnt, verschiedene Quellen zu prüfen oder direkt beim Verlag Kohlhammer zu bestellen:</p>
<ul>
<li><a title="Brandsätdter / Ullrich /Haertel (2012): Klinikmarketing mit Web 2.0 (Kohlhammer)" href="http://www.amazon.de/gp/product/3170216120/ref=as_li_ss_tl?ie=UTF8&amp;camp=1638&amp;creative=19454&amp;creativeASIN=3170216120&amp;linkCode=as2&amp;tag=webosoph-21" target="_blank">➚Bestellung bei Amazon</a></li>
<li><a title="Brandsätdter / Ullrich /Haertel (2012): Klinikmarketing mit Web 2.0 (Kohlhammer)" href="http://www.kohlhammer.de/wms/instances/KOB/appDE/Krankenhaus/Krankenhausmanagement/Klinikmarketing-mit-Web-20/" target="_blank">➚Bestellung direkt beim Verlag Kohlhammer</a></li>
<li><a title="Brandsätdter / Ullrich /Haertel (2012): Klinikmarketing mit Web 2.0 (Kohlhammer)" href="http://www.buecher.de/shop/kommunikation/klinikmarketing-mit-web-2-0/brandstaedter-mathias-ullrich-thomas-w--haertel-alexander/products_products/detail/prod_id/32652967/session/93a224514400c749de7f76c0246994f9/" target="_blank">➚Bestellung bei buecher.de</a></li>
</ul>
<hr /><small>Copyright &copy; 2008-2012 | Webosoph.de | Thomas W. Ullrich, Düsseldorf<br /> This feed is for personal, non-commercial use only. <br /> The use of this feed on other websites breaches copyright. If this content is not in your news reader, it makes the page you are viewing an infringement of the copyright. (Digital Fingerprint:<br /> e4218ba0a75a197449097af25497492c)</small>]]></content:encoded>
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		<item>
		<title>Kein Enterprise 2.0 – Warum Social Media in Unternehmen nicht funktioniert</title>
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		<pubDate>Wed, 03 Oct 2012 13:29:36 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Thomas W. Ullrich</dc:creator>
				<category><![CDATA[Ökonomie]]></category>
		<category><![CDATA[Social Media]]></category>
		<category><![CDATA[Enterprise 2.0]]></category>
		<category><![CDATA[Ronald H. Coase]]></category>
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		<category><![CDATA[Web 2.0]]></category>

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		<description><![CDATA[Im Social Web helfen Menschen anderen Menschen. Sie entwickeln Innovationen, schaffen Software, Musik und Literatur. Das alles machen sie freiwillig und unentgeltlich. Da liegt es nahe, dass Unternehmen überlegen, wie sie diese Schaffenskraft für die eigene Wertschöpfung nutzen können. Durch die Übertragung der Mechanismen und Phänomene aus dem Social Web auf Unternehmen entstand das Ideal vom [...]]]></description>
				<content:encoded><![CDATA[<div>
<p style="text-align: justify;" align="center"><strong><img class="alignleft size-full wp-image-1410" title="Enterprise_2_0" alt="" src="http://www.webosoph.de/wp-content/uploads/2012/10/Enterprise_2_0.jpg" width="157" height="129" />Im Social Web helfen Menschen anderen Menschen. Sie entwickeln Innovationen, schaffen Software, Musik und Literatur. Das alles machen sie freiwillig und unentgeltlich. Da liegt es nahe, dass Unternehmen überlegen, wie sie diese Schaffenskraft für die eigene Wertschöpfung nutzen können. Durch die Übertragung der Mechanismen und Phänomene aus dem Social Web auf Unternehmen entstand das Ideal vom Enterprise 2.0 – leider nur in der Theorie, denn das Konstrukt Enterprise 2.0 basiert auf falschen Annahmen. Eine Aufklärung.<span id="more-1385"></span></strong><strong><br clear="all" /></strong></p>
</div>
<h2 style="text-align: left;" align="center">Social Web: Mehrere Milliarden Euro geldwerter Vorteil</h2>
<p style="text-align: justify;">Mit der Verbreitung des Internets um 1990 entstanden die ersten Phänomene des Social Webs: das freie Betriebssystem Linux (1991) sowie eine Vielzahl weiterer Computeranwendungen, etwa Office Suiten (z. B. OpenOffice, seit 2001), Programme zur Bearbeitung von Audiofiles (z. B. Audacity, seit 2000), Grafikprogramme (z. B. Gimp, seit 1996), Browser (z. B. Firefox, seit 2002) sowie weitere Programme für nahezu alle denkbaren Anwendungen.</p>
<p style="text-align: justify;">Besonders große Aufmerksamkeit erregte die 2004 gegründete Wikipedia: Allein die deutsche Fassung der Online-Enzyklopädie umfasst mehr als 1,45 Millionen Artikel, die von mehr als 1,48 Millionen registrierten und mehr als 21.500 aktiven Nutzern erstellt, strukturiert und ergänzt werden – freiwillig und ohne Bezahlung (Wikipedia 2012). Im Vergleich sowohl der deutschen Wikipedia mit der Onlineausgabe des Brockhaus (Güntheroth/Schönert 2007) sowie der englischen Wikipedia mit der Encyclopedia Britannica (Giles 2005) hält oder schlägt jeweils die ehrenamtlich von Privatpersonen in Selbstorganisation erstellte Wikipedia die Qualität der kommerziellen Lexika, die durch Professoren und anderen ausgewiesene Experten erstellt werden.</p>
<p style="text-align: justify;">Über Innovationsplattformen wie InnoCentive.com, Yet2.com, Atizo.com oder OpenInnovators.de wird Wertschöpfung aus der anonymen Masse realisiert – zu Kleinstpreisen.</p>
<p style="text-align: center;"> <img class="aligncenter  wp-image-1387" title="Payware-Freeware" alt="" src="http://www.webosoph.de/wp-content/uploads/2012/10/Payware-Freeware.jpg" width="468" height="271" /><br />
<strong>Tab.1:</strong> Kostenpflichtige Software und Dienste sowie Beispiele kostenfreier Pendants</p>
<p style="text-align: justify;">Eine Vielzahl von Hilfsplattformen (z. B. gutefrage.net) sowie privat organisierte Foren zu nahezu allen Themen des Lebens, bieten nicht nur dem Einzelnen Hilfe, sondern sparen vielen Unternehmen teure Callcenter und den Kundendienst.<br />
Zahlreiche Blogs zu allen denkbaren Themen sowie unzählige veröffentlichte Fotos und Videos spiegeln eine unermessliche Menge kreativen Potenzials, schöpferischen Vermögens und Leistungswillens wieder.</p>
<p style="text-align: justify;">Würde man Unternehmen dazu beauftragen, die im Social Web kumulierte Leistung nachzubilden, gingen die Kosten in die Milliarden.</p>
<h2 style="text-align: left;" align="center">Enterprise 2.0: Das unternehmensinterne Social Web</h2>
<p style="text-align: justify;">Betrachtet man aus der Perspektive eines Unternehmens die Schaffenskraft des Social Webs, liegt die Idee nahe, die im Mitmach-Web beobachtete Produktivität auch unternehmensintern zu heben. Social Software soll also innerhalb eines Unternehmens (auch zwischen Unternehmen und ihren Partnern/Kunden) eingesetzt werden, so dass analog zu dem Web 2.0 ein Enterprise 2.0 entsteht.</p>
<p style="text-align: justify;">Der Begriff Enterprise 2.0 wird auf Andrew McAfee (2006) zurückgeführt, der an anderer Stelle verspricht (McAfee 2008:18): „Enterprise 2.0 ist für die Nutzer sehr leicht zu erlernen und zu handhaben, auch die Einführung ist nicht schwierig.“ Dieser Haltung folgend scheint die mit Enterprise 2.0 verbundene Vorstellung vielversprechend: Das Unternehmenswissen soll von allen Mitarbeitern generiert, organisiert und kontinuierlich verbessert werden. Die Mitarbeiter sollen untereinander besser zusammenarbeiten – ebenso wie ganze Abteilungen.</p>
<p style="text-align: justify;">Transparenz, Beteiligung, Dialog und Selbstorganisation sollen die Leitmaxime der neuen Unternehmenskultur sein, in der die Führungskräfte nur noch als Moderatoren tätig sind (vgl. hierzu unter anderem die Aufsätze in dem Sammelband Buhse/Stamer 2008). Nüchtern betrachtet wirken die Argumentationen der Fürsprecher teilweise utopisch, denn die Realität in der Mehrheit deutscher Unternehmen sieht anders aus.</p>
<h2 style="text-align: left;" align="center">Häufig: Die Technik für Enterprise 2.0 fehlt</h2>
<p style="text-align: justify;">Nur 63 Prozent der Beschäftigen in Deutschland nutzen beruflich einen Computer (Statistisches Bundesamt 2011:20) und noch 2008 verfügten lediglich 21 Prozent der Unternehmen, die Computer einsetzen, über ein Intranet (Bauer/Tenz 2009:49). Dabei setzten 2008 nur knapp 80 Prozent der Unternehmen Computer ein, 2009 waren es 85 Prozent (Statistisches Bundesamt 2012).</p>
<p style="text-align: justify;">Dort wo nicht einmal ein Intranet existiert oder gar nicht einmal Computer genutzt werden, ist eine Einführung von Social Media schon technisch alles andere als trivial und vielfach schlicht unsinnig: Briefträger, Taxifahrer, Krankenschwestern, Soldaten, Arbeiter, Handwerker etc. brauchen für ihre Arbeit in der Regel kein Intranet und erst recht kein Social Media.</p>
<p style="text-align: justify;">Das sehen viele Angestellte auch privat so: 48,3 Prozent der Arbeitnehmer in Deutschland nutzen privat keine Social Media - 15,2 Prozent von ihnen nicht einmal das Internet (Verbraucheranalyse 2012 I).</p>
<p style="text-align: center;"><img class="aligncenter  wp-image-1394" title="Verbreitung_von_Intranets_in_Deutschen_Unternehmen" alt="" src="http://www.webosoph.de/wp-content/uploads/2012/10/Verbreitung_von_Intranets_in_Deutschen_Unternehmen.jpg" width="466" height="271" /></p>
<p style="text-align: center;" align="left"><strong>Abb.1:</strong> Aktivitätsverteilung der Nutzer von Web 2.0 Plattformen</p>
<p style="text-align: justify;">Folgelich schrumpft die große Utopie vom Enterprise 2.0 also auf die kleine Fragestellung, die sie einmal war: Kann auf Kollaboration ausgerichtete Technik Wissensarbeitern in Unternehmern die Arbeit erleichtern und hier Innovationen antreiben?</p>
<p style="text-align: justify;">Hierbei wird die Vorstellung vom Wissensarbeiter nach Drucker (1959) als „jemand, der mehr über seine Tätigkeit weiß als jeder andere in der Organisation“, nicht ausreichen. Stattdessen wird man dem Begriff auf all jene Mitarbeitergruppen ausdehnen müssen, die mit nennenswertem wirtschaftlichen Vorteil für das Unternehmen von unternehmensinternen Social Media profitieren würden – sei es durch den Austausch von nötigem (Spezial)Wissen zur Lösung eines (wirtschaftlich) bedeutsamen Problems oder durch den Austausch von Ideen.</p>
<p style="text-align: justify;">Betrachtet man ein klassisches Unternehmensorganigramm dürfte es jenseits der Forschungs- und Entwicklungsabteilung sowie ggf. der Rechtsabteilung schwer werden, entsprechende Bereiche ausfindig zu machen.<br />
Doch selbst dort, wo die Technik vorhanden ist und (meist unter anderen) auch die betreffenden Wissensarbeiter „Zugang“ zu dieser haben, stellt sich die im Social Web beobachtbare Dynamik im Intranet 2.0 in der Regel nicht ein.</p>
<h2 style="text-align: left;" align="center">Auch im Social (Intra)Web: Nur wenige sind wirklich aktiv</h2>
<p style="text-align: justify;">Die geringe Aktivität in Social Intranets lässt sich einerseits durch <strong>soziologische Befunde</strong> und andererseits aus der <strong>Natur von Unternehmen</strong> erklären, die sich eben grundlegend von der Natur des Social Webs unterscheidet.</p>
<p style="text-align: justify;">Aus der <strong>soziologischen Betrachtung</strong> von Social Media ist bekannt: Das Ausmaß mit dem sich die Mitglieder einer sozialen Gruppe engagieren folgt einer exponentiell fallenden Kurve (vgl. Ullrich 2010; siehe Abb.2).</p>
<p style="text-align: center;"><img class="aligncenter" title="Aktivitaet_der_Nutzer_von_Social_Networks" alt="" src="http://www.webosoph.de/wp-content/uploads/2012/10/Aktivitaet_der_Nutzer_von_Social_Networks.jpg" width="467" height="265" /></p>
<p style="text-align: center;" align="left"><strong>Abb.2:</strong> Aktivitätsverteilung der Nutzer von Web 2.0 Plattformen</p>
<p>&nbsp;</p>
<p style="text-align: justify;">Stark vereinfacht lässt sich dies auch mit der 1:9:90-Regel  plakatieren: Von 100 Menschen initiiert einer etwas, neun machen mit und die übrigen 90 schauen zu (vgl. Nielsen 2006). Diese Zusammenhänge sind im Web 2.0 unabhängig von der Social Media Plattform sichtbar. Da jedoch die Größe der sozialen Gruppen auf den populären Podien des Mitmach-Webs in die Millionen geht, sind entsprechend auch mehrere tausend Initiatoren dabei.</p>
<p style="text-align: justify;">Es ist also eine <strong>kritische Masse</strong> notwendig, damit die Phänomene des Social Webs auftreten – im Web 2.0 wie im Enterprise 2.0. Das aber schließt viele kleinere und mittlere Unternehmen aus. Hingegen sollten sich Social Media besser in Großkonzernen, die zum Teil über mehr als hunderttausend Mitarbeiter verfügen, erfolgversprechend einsetzen lassen. Doch auch hier zeigen sich die bisher unternommenen Initiativen mit eher bescheidenem oder bei näherer Betrachtung wenig belastbarem Erfolg.</p>
<h2 style="text-align: left;" align="center">Erfolgsfaktoren des Social Webs: Widerspruch zur Natur der Unternehmung</h2>
<p style="text-align: justify;">Die weiteren Ursachen der geringen Aktivität im Mitmach-Intranet werden deutlich, wenn man die Erfolgsfaktoren des Social Webs mit den Bedingungen in Unternehmen vergleicht. Die Schaffenskraft des <strong>Social Webs</strong> machen vor allem folgende Faktoren aus:</p>
<ul style="text-align: justify;">
<li style="text-align: left;"><strong>Meinungsvielfalt:</strong> Es geht um Inhalte, nicht um Personen,</li>
<li style="text-align: left;"><strong>Unabhängigkeit:</strong> Nutzer sind wirtschaftlich und sozial nicht von anderen Nutzern abhängig,</li>
<li style="text-align: left;"><strong>Dezentralisierung von Entscheidungen:</strong> Jeder kann sich an der Bewertung/Entscheidungsfindung beteiligen, d. h. es herrscht zunächst ein sehr demokratischer Prozess.</li>
</ul>
<p style="text-align: justify;">Vergleicht man diesen Befund mit der Realität in vielen Unternehmen fällt auf, dass in Unternehmen</p>
<ul style="text-align: justify;">
<li style="text-align: left;">die Meinungsvielfalt dadurch behindert wird, dass meist die <strong>Wertschätzung einer Idee an</strong> den <strong>Status </strong>des Ideengebers <strong>gekoppelt</strong> ist,</li>
<li style="text-align: left;">die <strong>Mitarbeiter</strong> mindestens wirtschaftlich vom Unternehmen bzw. ihren Vorgesetzten abhängig sind,</li>
<li style="text-align: left;"><strong>Entscheidungen</strong> auf hierarchische Knotenpunkte <strong>zentralisiert</strong> sind.</li>
</ul>
<p style="text-align: justify;">Zudem werden Akzeptanz und Nutzung von Social Media in Unternehmen behindert durch: (a) <strong>bereichszentrierte Zielvorgaben</strong> (veraltete Bonusstrukturen); (b) starkes <strong>Hierarchiedenken</strong> und <strong>Rücksichtnahme auf Hoheitsgebiete</strong> und <strong>Befindlichkeiten</strong> (Silodenken) sowie (c) <strong>Ängste</strong>, nicht mehr gebraucht zu werden oder die eigene Position zu verschlechtern, wenn man als Experte sein Spezialwissen preisgibt oder auch vor Sanktionen, wenn Mitarbeiter „ihre Finger in die Wunden übergeordneter Hierarchieebenen“ legen.</p>
<p style="text-align: justify;">Bedenkt man zudem, dass aktives Engagement und die Bereitschaft für den eigenen Arbeitgeber konstruktive Risiken einzugehen, vornehmlich nur von denjenigen Mitarbeitern zu erwarten ist, die eine hohe emotionale Bindung zu ihrem Arbeitgeber haben, trüben die Ergebnisse des jährlich erhobenen Engagement Index  das Bild weiter: Nicht einmal ein Fünftel der Angestellten hat eine hohe emotionale Bindung an sein Unternehmen, knapp zwei Drittel haben eine geringe und mehr als ein Fünftel gar keine emotionale Bindung zu dem Unternehmen für das sie arbeiten – mit Tendenz zu immer geringerer Bindung (Gallup 2012).</p>
<p style="text-align: center;"><img class="aligncenter  wp-image-1395" title="Social_Web_und_Unternehmen" alt="" src="http://www.webosoph.de/wp-content/uploads/2012/10/Social_Web_und_Unternehmen.jpg" width="468" height="270" /></p>
<p style="text-align: center;"><strong>Abb.3:</strong> Wo die Realität in Unternehmen den Erfolgsfaktoren des Social Webs entgegensteht</p>
<p style="text-align: justify;">Insgesamt widersprechen die oben genannten Aspekte einer wertschöpfenden Nutzung von Social Software in Unternehmen nachdrücklich. Zudem lassen sich die kritischen Rahmenbedingungen durch die Einführung von Social Software auch nicht verändern: Social Media ist in diesem Sinne kein unternehmensinterner Change Agent.</p>
<p style="text-align: justify;">So bleibt Enterprise 2.0 oft nur die nächste Sau, die durch das „Corporate Dorf“ getrieben wird – nach Innovationsmanagement, Lean Management, Lernenden Organisationen, Wissensmanagement etc.</p>
<h2 style="text-align: left;" align="center">Social Media: Eine Alternative zur Organisationsform „Unternehmen“</h2>
<p style="text-align: justify;">Coase (1937) stellte heraus, dass Unternehmen immer dann entstehen, wenn dadurch die Transaktionskosten niedriger sind, als wenn man die für die Herstellung eines Produktes nötigen Zwischenstufen und Arbeitsschritte einzeln am Markt einkaufen würde: Steht die Infrastruktur zur Leistungserbringung bereit, sind Mitarbeiter gewonnen, die Aufgaben verteilt sowie das Steuerungs- und vor allem das Entlohnungssystem geklärt, kann die gewinnoptimale Wertschöpfung beginnen (vgl. u. a. Ullrich 2009).</p>
<p style="text-align: justify;">Auch Social Media stellen eine Infrastruktur zur Leistungserbringung zur Verfügung. Jeder, der die Idee der Plattform ansprechend findet, kann sich einbringen. Sehr einfache Regeln, die oft auf kollektive Intelligenz und einfache Mehrheitsdemokratie setzen, bilden das Steuerungssystem (vgl. u. a. Sourowiecki 2005; Sunstein 2009).</p>
<p style="text-align: justify;">Am deutlichsten ist jedoch der Unterschied der Organisationsform Social Media zur Organisationsform Unternehmen im Bereich der Entlohnung: Statt finanzieller Abgeltung der auf der Plattform erbrachten Leistung, erfolgt die Entlohnung mittels neuer Währungen: der  Aufmerksamkeit Dritter sowie deren (vermuteter) Wertschätzung und Dankbarkeit. Wahrgenommen zu werden, ist der Lohn in der Aufmerksamkeitsökonomie (vgl.  Franck 1998; Davenport/Beck 2001).</p>
<p style="text-align: justify;">Damit aber bilden Social Media eine Alternative zu der auf der Geldökonomie aufgebauten Organisationsform „Unternehmen“. Die mittels Social Media geschaffene Wertschöpfung stellt einen gesellschaftlichen Wert dar und entzieht sich – zumindest zu einem großen Teil – der Geldökonomie, d. h. der wirtschaftlichen Verwertung. Gerade hierin liegt die Existenzproblematik vieler Social Media „Geschäftsmodelle“: Sie müssen in der Geldwirtschaft finanziert werden, um ihren gesellschaftlichen Mehrwert leisten zu können. Überdauern Phänomene des Social Webs in der gegenwärtig vorherrschenden Geldökonomie, übersteigt entweder ihr gesellschaftlich geschaffener Mehrwert unweigerlich die finanzökonomische Nutznießung oder es handelt sich um „Liebhaberei“ im weitesten Sinne, wie etwa bei der durch Spendengelder finanzierten Wikipedia.</p>
<h2 style="text-align: left;" align="center">Utopie der Social Media: Nur ein Übergangszustand</h2>
<p style="text-align: justify;">So sehr das Phänomen Social Media auch nach Sozialromantik zu klingen scheint, so hart ist die sich auch auf den Plattformen des Mitmach-Webs bildende soziale Realität.</p>
<p style="text-align: justify;">Zunächst führen Social Networks nicht nennenswert zu mehr bzw. neuer Vernetzung, sondern sind eine Dokumentation bestehender sozialer Netze aus der realen Welt. Man lernt also in der Regel erst Menschen offline kennen, bevor man sich online, z. B. auf Facebook, verbindet (vgl. u. a. Kneidinger 2010:83f) – einige spezifische Fachplattformen und v. a. „Kontaktbörsen“ ausgenommen. Insofern bieten auch unternehmensinterne Social Media, gesetzt den Fall, die Mitarbeiter nutzten diese überhaupt, zunächst vor allem einen Weg, die im Unternehmen bereits herausgebildete (informelle) Hierarchie transparenter zu machen und damit zu manifestieren.</p>
<p style="text-align: justify;">Zudem zeigt sich, dass die partizipativen Strukturen, die den besonderen Mehrwert von Social Media Projekten, wie etwa Wikipedia, ausmachen, letztlich nur kreative Übergangszustände in der Herausbildung einer klassischen hierarchischen Ordnung sind. So haben zum Beispiel die aktiven Mitglieder der Wikipedia heute in völlig freier Selbstorganisation eine Struktur herausgebildet, wie sie aus allen sozialen Gruppen entsteht: Die von den Nutzern gewählten Administratoren werden von den Nichtadministratoren als Mitglieder eines Führungskreises angesehen und gleichzeitig sehen sich die Administratoren gegenüber den ‚Normalmitgliedern‘ als herausgehoben an (vgl. u. a. Stegbauer 2009:177ff).</p>
<p style="text-align: justify;">Auch bei anderen Erscheinungsformen des Social Webs, etwa bei den Blogs, entsteht infolge der Mischung aus Vielfalt des Angebots und Wahlfreiheit des Einzelnen nach klassischen sozialen Mechanismen Ungleichheit (vgl. u. a. Shirky 2003): Entgegen den klassischen redaktionellen Massenmedien, die ihre Botschaften vorwiegend als Monolog ihren Teilöffentlichkeiten darbieten, sind Blogs vom Grund her für den Dialog mit den Bloglesern konzipiert. Ist ein Blog jedoch sehr erfolgreich, d. h. findet es viele Kommentatoren, wandelt es sich wieder zu einem Medium 1.0 mit mehrheitlicher „one-way-Kommunikation“, weil es der Autor schlicht nicht schafft, die vielen Kommentare zu beantworten (vgl. Bolz 2007: 130).</p>
<p style="text-align: justify;">Auch in unternehmensinternen Social Media ist zu erwarten (und teilweise zu beobachten), dass  sich mit der Zeit neben der bestehenden Hierarchie konkurrierende neue Einflusssphären infolge interner Aufmerksamkeitsökonomie herausbilden – ungesteuert und mit je nach Unternehmenskultur mehrwertbildendem oder produktivitätssenkendem Effekt.</p>
<h2 style="text-align: left;" align="center">Social Intranet:  Juristisch ein Minenfeld</h2>
<p style="text-align: justify;">Mitarbeiter, die sich in einem Social Intranet engagieren und hier die gewünschten wertschöpfenden Ideen liefern genießen einerseits für ihre Beiträge im Intranet ggf. Urheberrechte, deren Nutzungsübertragung im Einzelfall zu erwägen oder zu vereinbaren ist. Zudem kann das kreative Intranet bestehende Vereinbarungen, etwa Prozesse und Vergütungen im Rahmen des internen Vorschlagswesens unterlaufen und so zu Konflikten mit dem Betriebsrat sowie zu weiteren Rechtsansprüchen führen.</p>
<p style="text-align: justify;">Auch ist zu prüfen, welche Voraussetzungen für die Beschäftigten geschaffen werden müssen (etwa in Schulung, Aufklärung und Vereinbarung), um eine auch hinsichtlich der rechtlichen Folgen belastbare Nutzung unterstellen zu dürfen. Hier sind verschiede Fragestellungen denkbar:</p>
<ul>
<li style="text-align: left;">Wie wird sichergestellt (und ggf. nachgewiesen), dass die Äußerungen eines Mitarbeiters im Intranet – insbesondere zu fach- und aufgabenfremden Themen – keinen negativen Einfluss auf Entscheidungen etwa über Gehaltserhöhungen oder Beförderungen haben?</li>
<li style="text-align: left;">Wie ist mit Beiträgen, Themensträngen oder ganzen Sub-Foren zu verfahren, wenn der verantwortliche Mitarbeiter nicht mehr im Unternehmen ist?</li>
<li style="text-align: left;">Welche Aspekte des Datenschutzes sind zu beachten?</li>
<li style="text-align: left;">Wie wird sichergestellt, dass durch die Nutzung der internen Social Media keine Leistungskontrolle stattfindet, die nicht durch eine Betriebsvereinbarung gedeckt ist?</li>
<li style="text-align: left;">Wer moderiert – mit welchen Befugnissen – etwaige abteilungsübergreifende Intranet-Dispute?</li>
<li style="text-align: left;">Wie werden Beiträge von ehemaligen Mitarbeitern kenntlich gemacht, damit Mitarbeiter nicht versuchen mit „Karteileichen“ virtuelle Dialoge zu beginnen oder fortzuführen?</li>
</ul>
<p>etc.</p>
<p style="text-align: justify;">Zudem stellen Social Media gelernte Schemata der internen Kommunikation infrage: Klassische Kommunikationskaskaden sind in einem Enterprise 2.0 nicht mehr sicher durchzuhalten und erfordern eher eine Stufung in der Tiefe der Information, statt zeitlich nach z. B. Hierarchieebene.</p>
<p style="text-align: justify;">Um solche Fragen zu klären, sind die Rechtsabteilung und die Unternehmenskommunikation frühzeitig in die Ideenfindung einzubinden, um den zum Teil erheblichen potentiellen Schaden für das Unternehmen abzuwenden.</p>
<h2 style="text-align: left;" align="center">Fazit und Empfehlung für Unternehmen</h2>
<p style="text-align: justify;">Grundsätzlich gilt für Unternehmen hinsichtlich Enterprise 2.0: Machen Sie das, was für das Unternehmen langfristig sinnvoll ist. Beginnen sollte der Prozess mit einem Kultur-Check und der Frage, wo im Unternehmen für mehr Wertschöpfung konkrete Verbesserungen erforderlich sind. In diesen Bereichen ist dann zu prüfen, ob ein Social Medium hier ein sinnvolles und wirksames Instrument sein kann.</p>
<p style="text-align: justify;">In jedem Fall sollte ein klassischer Business Plan erstellt werden, aus dem – nach bestem Wissen und Gewissen – hervorgeht, was Social Media hier leisten sollen und werden. Ergibt sich hier, dass Social Media nicht geeignet sind, sollte die betreffende Projektleitung den Mut haben, dies ihrem Vorstand offen mitzuteilen – auch wenn der Vorstand dann beim nächsten Besuch in Davos nicht erzählen kann, sein Unternehmen sei jetzt auch 2.0. Eine begründete Absage an Social Media wird sich in den „fundamentalen Daten“ nicht nachteilig zeigen, im Gegenteil.</p>
<p style="text-align: justify;">Unternehmen, die sich zur Entscheidungsfindung Berater als Sparringspartner ins Haus holen, sollten auf Consultants setzen, deren Geschäftsmodell nicht auf dem Verkauf von Social Software beruht.</p>
<p style="text-align: justify;">Auch sollten Anpreisungen von „Best-Practice“-Beispielen hinterfragt werden: „Wie viele Mitarbeiter des Unternehmens nutzen aktiv das Social Intranet?“, „Geht es dabei ums Business oder auch um andere Themen?“, „Wie viel Produktivität wurde damit gesteigert, d. h. wie viele neue Produkte entwickelt, wie viel mehr Umsatz generiert oder wie viele Arbeitsplätze infolge der Produktivitätssteigerung abgebaut?“ Ausweichende und unpräzise Antworten oder solche, die sich beim Nachfragen als nicht belastbar erweisen, sprechen in der Regel eher gegen Enterprise 2.0.</p>
<p style="text-align: justify;">Finden Sie jedoch ein belastbares Erfolgsbeispiel für ein echtes Enterprise 2.0, freut sich der Autor dieses Beitrags über einen Hinweis – gern direkt per E-Mail (t u @ w e b o s o p h . d e).</p>
<hr size="1" />
<p style="text-align: justify;"><img class="alignleft  wp-image-1416" title="PDF-Bild" alt="" src="http://www.webosoph.de/wp-content/uploads/2012/10/PDF-Bild.jpg" width="32" height="27" />  <a href="http://www.webosoph.de/docs/Ullrich_(2012)_Kein_Enterprise_2_0.pdf" target="_blank">Diesen Beitrag als PDF herunterladen</a> [ca. 1,2 MB]</p>
<hr size="1" />
<h2 style="text-align: left;" align="center">Literaturverweise</h2>
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<p align="left"><strong>Bolz</strong>, Norbert (<strong>2007</strong>): Das ABC der Medien. München: Wilhelm Fink Verlag [<a href="http://www.amazon.de/gp/product/3770545125/ref=as_li_ss_tl?ie=UTF8&amp;camp=1638&amp;creative=19454&amp;creativeASIN=3770545125&amp;linkCode=as2&amp;tag=webosoph-21" target="_blank">➚Amazon Link</a>]</p>
<p align="left"><strong>Buhse</strong>, Willms/<strong>Stamer</strong>, Sören (Hrsg.) (<strong>2008</strong>): Enterprise 2.0 &#8211; Die Kunst Loszulassen. 2te Auflage. Berlin: Rhombos [<a href="http://www.amazon.de/gp/product/3938807687/ref=as_li_ss_tl?ie=UTF8&amp;camp=1638&amp;creative=19454&amp;creativeASIN=3938807687&amp;linkCode=as2&amp;tag=webosoph-21" target="_blank">➚Amazon Link</a>]</p>
<p align="left"><strong>Coase</strong>, R. H. (<strong>1937</strong>): The Nature of the Firm. In: Economica, New Series, Vol. 4, No. 16, S. 386-405.</p>
<p align="left"><strong>Davenport</strong>, T./<strong>Beck</strong>, J (<strong>2001</strong>): The Attention Economy. Boston: Harvard Business School Press [<a href="http://www.amazon.de/gp/product/157851441X/ref=as_li_ss_tl?ie=UTF8&amp;camp=1638&amp;creative=19454&amp;creativeASIN=157851441X&amp;linkCode=as2&amp;tag=webosoph-21" target="_blank">➚Amazon Link</a>]</p>
<p align="left"><strong>Drucker</strong>, Peter F. (<strong>1959</strong>): The Landmarks of Tomorrow. New York: Harper [<a href="http://eu.gallup.com/Berlin/153305/Grafik-Zeitverlauf-zum-Gallup-Engagement-Index-2011.aspx " target="_blank">➚</a><a href="http://www.amazon.de/gp/product/3453069161/ref=as_li_ss_tl?ie=UTF8&amp;camp=1638&amp;creative=19454&amp;creativeASIN=3453069161&amp;linkCode=as2&amp;tag=webosoph-21" target="_blank">Amazon Link</a>]</p>
<p align="left"><strong>Franck</strong>, Georg (<strong>1998</strong>): Ökonomie der Aufmerksamkeit. München: Carl Hanser [<a href="http://www.amazon.de/gp/product/3446193480/ref=as_li_ss_tl?ie=UTF8&amp;camp=1638&amp;creative=19454&amp;creativeASIN=3446193480&amp;linkCode=as2&amp;tag=webosoph-21" target="_blank">➚Amazon Link</a>]</p>
<p align="left"><strong>Gallup Deutschland</strong> (<strong>2012</strong>): Zeitverlauf zum Gallup Engagement Index 2011.  [<a href="http://eu.gallup.com/Berlin/153305/Grafik-Zeitverlauf-zum-Gallup-Engagement-Index-2011.aspx " target="_blank">➚Direktlink</a> Stand:  23-AUG-2012]</p>
<p align="left"><strong>Kneidinger</strong>, Bernadette (<strong>2010</strong>): Facebook und Co. Wiesbaden: Verlag für Sozialwissenschaften [<a href="http://www.amazon.de/gp/product/3531175491/ref=as_li_ss_tl?ie=UTF8&amp;camp=1638&amp;creative=19454&amp;creativeASIN=3531175491&amp;linkCode=as2&amp;tag=webosoph-21" target="_blank">➚Amazon Link</a>]</p>
<p align="left"><strong>McAfee</strong>, Andrew (<strong>2006)</strong>: Enterprise 2.0. The Dawn of Emergent Collaboration. In: MIT Sloan Management Review (47) 3/2006, S. 20-28</p>
<p align="left"><strong>McAfee</strong>, Andrew (<strong>2008</strong>): Eine Definition von Enterprise 2.0. In: Buhse, Willms/Stamer, Sören (Hrsg.) (2008): Enterprise 2.0 &#8211; Die Kunst Loszulassen. 2te Auflage. Berlin: Rhombos, S. 17-35 [<a href="http://www.amazon.de/gp/product/3938807687/ref=as_li_ss_tl?ie=UTF8&amp;camp=1638&amp;creative=19454&amp;creativeASIN=3938807687&amp;linkCode=as2&amp;tag=webosoph-21" target="_blank">➚Amazon Link</a>]</p>
<p align="left"><strong>Semler</strong>, Ricardo (<strong>1993</strong>): Das Semco System. München: Heyne [<a href="http://eu.gallup.com/Berlin/153305/Grafik-Zeitverlauf-zum-Gallup-Engagement-Index-2011.aspx " target="_blank">➚</a><a href="http://www.amazon.de/gp/product/3453069161/ref=as_li_ss_tl?ie=UTF8&amp;camp=1638&amp;creative=19454&amp;creativeASIN=3453069161&amp;linkCode=as2&amp;tag=webosoph-21" target="_blank">Amazon Link</a>]</p>
<p align="left"><strong>Shirky</strong>, Clay (<strong>2003</strong>): Power Laws, Weblogs, and Inequality. [<a href="http://shirky.com/writings/powerlaw_weblog.html " target="_blank">➚Direktlink</a> Stand: 20.09.2012]</p>
<p align="left"><strong>Statistisches Bundesamt</strong> (<strong>2011</strong>): Unternehmen und Arbeitsstätten. Nutzung von Informations- und Kommunikationstechnologien in Unternehmen. Wiesbaden: Statistisches Bundesamt.</p>
<p align="left"><strong>Statistisches Bundesamt</strong> (<strong>2012</strong>):  Informations- und Kommunikationstechnologien. Anteil der Unternehmen mit Computernutzung, Internetzugang und eigener Website. Wiesbaden: Statistisches Bundesamt  [<a href="https://www.destatis.de/DE/ZahlenFakten/GesamtwirtschaftUmwelt/UnternehmenHandwerk/IKTUnternehmen/Tabellen/AnteilUnternehmenComputernutzung.html " target="_blank">➚Direktlink</a> Stand: 23-AUG-2012]</p>
<p align="left"><strong>Stegbauer</strong>, Christian (<strong>2009</strong>): Wikipedia. Das Rätsel der Kooperation. Wiesbaden: VS/GWV [<a href="http://www.amazon.de/gp/product/3531165895/ref=as_li_ss_tl?ie=UTF8&amp;camp=1638&amp;creative=19454&amp;creativeASIN=3531165895&amp;linkCode=as2&amp;tag=webosoph-21" target="_blank">➚Amazon Link</a>]</p>
<p align="left"><strong>Sunstein</strong>, Cass R. (<strong>2009</strong>): Infotopia. Frankfurt am Main: Suhrkamp [<a href="http://www.amazon.de/gp/product/3518585215/ref=as_li_ss_tl?ie=UTF8&amp;camp=1638&amp;creative=19454&amp;creativeASIN=3518585215&amp;linkCode=as2&amp;tag=webosoph-21" target="_blank">➚Amazon Link</a>]</p>
<p align="left"><strong>Surowiecki</strong>, James (<strong>2005</strong>): Die Weisheit der Vielen. München: Bertelsmann [<a href="http://www.amazon.de/gp/product/3570006875/ref=as_li_ss_tl?ie=UTF8&amp;camp=1638&amp;creative=19454&amp;creativeASIN=3570006875&amp;linkCode=as2&amp;tag=webosoph-21" target="_blank">➚Amazon Link</a>]</p>
<p align="left"><strong>Ullrich</strong>, Thomas W. (<strong>2009</strong>): Wie Web 2.0 die Wirtschaft verändert (Teil 1 von 4) – Transaktionskosten. [<a href="http://www.webosoph.de/2009/10/08/wie-web-2-0-die-wirtschaft-verandert-teil-1-von-4-%e2%80%93-transaktionskosten" target="_blank">➚Direklink</a> Stand: 02-OCT-2012]</p>
<p align="left"><strong>Verbraucheranalyse 2012 I</strong>, [<a href="http://www.verbraucheranalyse.de" target="_blank">➚Direklink</a>]</p>
<p align="left"><strong>Wikipedia Deutschland</strong> (<strong>2012</strong>): Statistik. [<a href="http://de.wikipedia.org/wiki/Spezial:Statistik " target="_blank">➚Direklink</a> Stand: 22-AUG-2012)</p>
<hr /><small>Copyright &copy; 2008-2012 | Webosoph.de | Thomas W. Ullrich, Düsseldorf<br /> This feed is for personal, non-commercial use only. <br /> The use of this feed on other websites breaches copyright. If this content is not in your news reader, it makes the page you are viewing an infringement of the copyright. (Digital Fingerprint:<br /> e4218ba0a75a197449097af25497492c)</small>]]></content:encoded>
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		<title>Gute Texte Schreiben – 12 goldene Regeln für verhunzte Texte</title>
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		<pubDate>Fri, 10 Aug 2012 22:57:56 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Thomas W. Ullrich</dc:creator>
				<category><![CDATA[Management]]></category>
		<category><![CDATA[Marketingkommunikation]]></category>
		<category><![CDATA[Gute Texte SChreiben]]></category>
		<category><![CDATA[Texten]]></category>

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		<description><![CDATA[Ganz gleich ob wissenschaftlich, redaktionell oder populär: Ein Text soll seine Leser erreichen. Doch die Kapazität des Gehirns ist begrenzt. Es ist also nicht damit getan, einfach drauf los zu schreiben. Um einen Text richtig zu verhunzen, sind eine Reihe empirisch fundierter Regeln zu beachten. Die 12 wichtigsten dieser Regeln sind im Folgenden dargestellt. Regel 1 &#8211; Schachtelsätze [...]]]></description>
				<content:encoded><![CDATA[<p><strong><img class="alignleft size-full wp-image-1342" title="Artikelbild_Gute_Texte_Schreiben" alt="Bild:: © LoopAll - Fotolia.com" src="http://www.webosoph.de/wp-content/uploads/2012/08/artikelbild_Gute_Texte_Schreiben.jpg" width="160" height="130" /></strong><strong>Ganz gleich ob wissenschaftlich, redaktionell oder populär: Ein Text soll seine Leser erreichen. Doch die Kapazität des Gehirns ist begrenzt. Es ist also nicht damit getan, einfach drauf los zu schreiben. Um einen Text richtig zu verhunzen, sind eine Reihe empirisch fundierter Regeln zu beachten. Die 12 wichtigsten dieser Regeln sind im Folgenden dargestellt.<span id="more-1337"></span></strong></p>
<h2><strong>Regel 1 &#8211; Schachtelsätze</strong></h2>
<p>Halten Sie sich bei der Satzgestaltung an <strong>Schachtelsätze</strong>. Selbst Schopenhauer (1851) zeigt uns, mit eingeschobenem Nebensatz, was er von seiner schönen Regel hält:</p>
<p style="text-align: center;">&#8220;<em>Wenn es eine Impertinenz ist</em>, <em>andere zu unterbrechen</em>, <em>so ist es nicht minder eine solche, sich selbst zu unterbrechen</em>.&#8221;</p>
<p>Nutzen Sie die nach der Rechtschreibreform verbliebenen Kommata, und sorgen Sie durch entsprechend lange Sätze dafür, dass nur der nachhaltig interessierte und konzentrierte Leser in der Lage ist, Ihren Ausführungen zu folgen. Sie schreiben ja nicht für jedermann! Halten Sie es ebenso mit der Verständlichkeit: Ein Leser soll sich ihren Text ja erarbeiten.</p>
<h3><strong>Regel 2 – Negation</strong></h3>
<p>Ersetzen Sie vermeintlich positive Sätze wie: &#8220;<em>Die Räumungsübung entfällt</em>.&#8221;, durch ein klares: &#8220;<em>Die Räumungsübung findet nicht statt!</em>&#8221; Der Leser soll mit jedem Satze daran erinnert werden, dass Deutschland ein Land der Verbotsschilder und Verneinungen ist.</p>
<h3><strong>Regel 3 – Veradjektivierung</strong></h3>
<p>&#8220;<em>L´adjectif est l´ennemi du substantif</em>.&#8221;, sagte Voltaire (zugeschrieben, vgl. u. a. Almanach Littéraire, Ou Étrennes d&#8217;Apollon, 1783 S. <a href="http://books.google.com/books?id=E7cTAAAAQAAJ&amp;pg=PA142&amp;dq=%22l%27adjectif+est+le+plus+grand+ennemi+du+substantif%22&amp;hl=de#v=onepage&amp;q=%22l%27adjectif%20est%20le%20plus%20grand%20ennemi%20du%20substantif%22&amp;f=fal$e" target="_blank">➚142</a>). Aber der hat ja keine Ahnung wie viel Freude Veradjektivierung bereiten kann. Nur Nudeldrücker können bei dem Buchtitel &#8220;<em>Betriebswirtschaftliche Betrachtungen</em>&#8221; bissig mit: &#8220;<em>Wessen Betrachtungen</em>?&#8221;, nachhaken. Klar heißt es &#8220;<em>Betrachtungen zur Betriebswirtschaft</em>&#8221; aber zeigt sich nicht nur derjenige als wahrlich sprachverbeamtet, der künftig auch vom brieflichen Träger, von dem polizeilichen Inspektor und von dem notenden Arzt spricht?</p>
<h3><strong>Regel 4 – Substantivierung</strong></h3>
<p>Ganz ähnlich können wir umgekehrt schlichte Verben durch Substantivierung aufwerten. Läppische Sätze wie: &#8220;<em>Ich verzichte heute auf Alkohol</em>.&#8221;, werden dann zu: &#8220;<em>Was Alkohol betrifft, werde ich heute Verzicht leisten</em>.&#8221; Immerhin: Drei Wörter mehr und dreimal so kompliziert! Dank des wiehernden Amtsschimmels verfügen wir ja bereits über schöne Wendungen wie <em>Bekenntnisse ablegen</em> aus <em>bekennen</em>, <em>Abhilfe schaffen</em> aus <em>abhelfen</em>, <em>in Erwägung ziehen</em> aus <em>erwägen</em>, <em>in Vorschlag bringen</em> aus <em>vorschlagen</em> u.v.a.m. Warum einfach, wenn&#8230;</p>
<h3><strong>Regel 5 – Aktiv</strong></h3>
<p>Das Passiv ist feige oder frech! Es ist nur selten berechtigt. Der Kaugummi hat keine Chance: Er wird gekaut. Auch wenn die handelnde Person völlig uninteressant ist, darf ein unpersönliches Passiv getrost Verwendung finden: &#8220;<em>Das Museum wird um 18 Uhr geschlossen</em>.&#8221; Doch wahres Sprachvergnügen bereitet erst das Aktiv: &#8220;<em>Das Parkhaus schließt um 18:00 Uhr</em>!&#8221;, ist ein schöner aktiver Satz. Nur Hornbrillenträger fragen nach: &#8220;<em>Was macht das Parkhaus</em>?&#8221; Der wirklich Aktive würde selbst ein langweiliges: &#8220;<em>Das Gebäude wird abgerissen</em>&#8220;, in ein handelndes: &#8220;<em>Das Gebäude reißt ab</em>&#8220;, verwandeln.</p>
<h3><strong>Regel 6 – Fremdwörter</strong></h3>
<p>Nutzen Sie artig alle <strong>Fremdwörter</strong>, die Ihnen einfallen: Dies wertet Ihr kompetentes Außenbild signifikant auf! Lesen Sie im Stau das Duden Fremdwörterbuch und steigern Sie täglich Ihren Fremdwortschatz, zum Beispiel mit dem Wort <em>priapisch</em> &#8211; versuchen Sie es heute zu verwenden.</p>
<h3><strong>Regel 7 – Superlative</strong></h3>
<p>Übertreiben Sie, denn das macht Ihren Text aufregender. Wenn die Priorität (lat. prior = der Vordere) unmissverständlich an erster Stelle steht, so gilt dies für die „<em>oberste Priorität</em>“ noch unmissverständlicherer. Dass es dabei vor dem Vorrang nichts gibt, ist Nebensache: Es geht ja um den Effekt, nicht um den Sinn Ihrer Aussagen. Wenn Sie nur stets brav superlativieren, wird Ihr Text sicherer noch bessererer, runder als rund, fertiger als fertig und am noch schnellsteren ein Supererfolg.</p>
<h3><strong>Regel 8 – Verzicht auf semantische Deduktion</strong></h3>
<p>Als wahrer Textstruktur-Profi arbeiten Sie TEIGELERs Forderung nach semantischer Deduktion in arabischer Weise ab, also von rechts nach links. Dann gilt:</p>
<ul>
<li>Das Spezielle vor dem Allgemeinen (statt: &#8220;<em>Das Allgemeine vor dem Speziellen</em>.&#8221;)</li>
<li>Das Komplizierte vor dem Einfachen (statt: &#8220;<em>Das Einfache vor dem Komplizierten</em>.&#8221;)</li>
<li>Das Unbekannte vor dem Bekannten (statt: &#8220;<em>Das Bekannte vor dem Unbekannten</em>.&#8221;)</li>
</ul>
<p>So kennen wir es doch von unzähligen Lehrern, Dozenten und Professoren; die können nicht irren.</p>
<p>Ach ja die Zusatzregel: &#8220;<em>Das Interessante vor dem weniger Interessanten</em>.&#8221;, dürfen Sie auch umkehren oder getrost vergessen &#8211; Ihr Text ist ja kein Werbeslogan.</p>
<h3><strong>Regel 9 &#8211; Literaturverweise</strong></h3>
<p>Verweisen Sie bei allen wichtigen Details auf weiterführende Literatur, statt Ihren Text mit zu vielen Informationen zu belasten. Beachten Sie dabei folgende akademische Regel: Je wichtiger die Information, desto schwerer zugänglich soll die Quelle sein.</p>
<h3><strong>Regel 10 – Urheber u. ä. Kennzeichen</strong></h3>
<p>Verzichten Sie auf unnötige Kennungen, wie Urheber, Version, Datum und Bezugsquelle. Die Leser sollen auf den ersten Blick erkennen, dass Sie Wichtigeres zu tun haben, als sich weiter mit diesem Text herumzuschlagen: Ein Visionär schaut schließlich in die Zukunft und verliert sich nicht in der Vergangenheit.</p>
<p>&nbsp;</p>
<p>Schreiben Sie Texte für den unternehmensinternen Gebrauch haben sich folgende <strong>Zusatzregeln</strong> als wirksam erwiesen:</p>
<h3><strong>Regel 11 – Kompetenzkompetenz</strong></h3>
<p>Behandeln Sie jene Themen besonders umfassend und im Detail, von denen Sie am wenigsten verstehen. Vergewissern Sie sich zuvor, dass jeder Ihrer Leser noch weniger davon versteht, ausgenommen jener Kollegen, deren Beurteilung Sie zu verfassen haben. Dies fördert ihr Ansehen und verschafft persönliche Befriedigung nach dem Motto: &#8220;<em>Besser mobben, als gemobbt werden</em>!&#8221;</p>
<h3><strong>Regel 12 – Autorenkollektiv</strong></h3>
<p>Soweit Ihre Organisation dies zulässt, verfassen Sie den Text als &#8220;<em>Autorenkollektiv</em>&#8221; oder als „<em>Bericht der Gruppe</em>“. Benennen Sie stets einen anderen Ansprechpartner, als den Autor. Dies belebt die Kommunikation in Ihrem Unternehmen.</p>
<p>&nbsp;</p>
<p>Für die abschließende Bewertung eines Textes forderte Jean Paul (1804): &#8220;<em>Die Probe der Güte ist, dass der Leser nicht zurückzulesen hat</em>.&#8221; Ich aber sage Ihnen: &#8220;<em>Die Probe der Güte ist, dass der Leser nicht zurücklesen will!</em>&#8221;</p>
<p>In diesem Sinne folgt der Verweis auf die wahren Edelfedern und ihre überlieferten Weisheiten, die entgegen aller oben angeführten Regeln zur Nachahmung anempfohlen sind:</p>
<p style="padding-left: 30px;"><strong>Cappon</strong>, R. J. (<strong>2005</strong>): Journalistisches Schreiben. Berlin: Autorenhaus (<a title="Cappon, R. J. (2005): Journalistisches Schreiben. Berlin: Autorenhaus" href="http://www.amazon.de/gp/product/3932909259/ref=as_li_ss_tl?ie=UTF8&amp;camp=1638&amp;creative=19454&amp;creativeASIN=3932909259&amp;linkCode=as2&amp;tag=webosoph-21" target="_blank">➚Amazon Buchlink</a>)</p>
<p style="padding-left: 30px;"><strong>Clark</strong>, R. P./<strong>Winter</strong>, K. (<strong>2008</strong>): Die 50 Werkzeuge für gutes Schreiben. Berlin: Autorenhaus (<a title="Clark, R. P. (2008): Die 50 Werkzeuge für gutes Schreiben. Berlin: Autorenhaus" href="http://www.amazon.de/gp/product/3866710313/ref=as_li_ss_tl?ie=UTF8&amp;camp=1638&amp;creative=19454&amp;creativeASIN=3866710313&amp;linkCode=as2&amp;tag=webosoph-21" target="_blank">➚Amazon Buchlink</a>)</p>
<p style="padding-left: 30px;"><strong>Esselborn-Krumbiegel</strong>, H. <strong>(2008</strong>): Von der Idee zum Text. Eine Anleitung zum wissenschaftlichen Schreiben. 3te Auflage. Stuttgart: UTB  (<a title="Esselborn-Krumbiegel, H. (2008): Von der Idee zum Text. Stuttgart: UTB" href="http://www.amazon.de/gp/product/3825223345/ref=as_li_ss_tl?ie=UTF8&amp;camp=1638&amp;creative=19454&amp;creativeASIN=3825223345&amp;linkCode=as2&amp;tag=webosoph-21" target="_blank">➚Amazon Buchlink</a>)</p>
<p style="padding-left: 30px;"><strong>Schneider</strong>, W. (<strong>1999</strong>): Deutsch für Profis; Wege zu gutem Stil. 2te Auflage. München: Goldmann (<a title="Schneider, W. (1999): Deutsch für Profis. München: Goldmann" href="http://www.amazon.de/gp/product/3442161754/ref=as_li_ss_tl?ie=UTF8&amp;camp=1638&amp;creative=19454&amp;creativeASIN=3442161754&amp;linkCode=as2&amp;tag=webosoph-21" target="_blank">➚Amazon Buchlink</a>)</p>
<p style="padding-left: 30px;"><strong>Schneider</strong>, W. (<strong>2010</strong>): Deutsch für junge Profis. Wie man gut und lebendig schreibt. 3te Auflage. Berlin: Rowohlt (<a title="Schneider, W. (2010): Deutsch für junge Profis. Berlin: Rowohlt" href="http://www.amazon.de/gp/product/3871346721/ref=as_li_ss_tl?ie=UTF8&amp;camp=1638&amp;creative=19454&amp;creativeASIN=3871346721&amp;linkCode=as2&amp;tag=webosoph-21" target="_blank">➚Amazon Buchlink</a>)</p>
<p><sub><strong>Quellen der Zitate:</strong></sub></p>
<p><sub><strong>Paul</strong>, Jean (<strong>1804</strong>): Vorschule der Ästhetik. Kapitel 85</sub></p>
<p><sub><strong>Schopenhauer</strong>, Arthur (<strong>1851</strong>): Über Schriftstellerei und Stil. In: Parerga und Paralipomena</sub></p>
<hr /><small>Copyright &copy; 2008-2012 | Webosoph.de | Thomas W. Ullrich, Düsseldorf<br /> This feed is for personal, non-commercial use only. <br /> The use of this feed on other websites breaches copyright. If this content is not in your news reader, it makes the page you are viewing an infringement of the copyright. (Digital Fingerprint:<br /> e4218ba0a75a197449097af25497492c)</small>]]></content:encoded>
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		<item>
		<title>Internet Nutzertypologien im Überblick &#8211; Serie: Soziologie und Typologien der Web 2.0-Nutzer (Teil 4 von 7)</title>
		<link>http://www.webosoph.de/2011/07/14/uberblick-internet-nutzertypologien-web-2-0-nutzertypologien-serie-soziologie-und-typologien-der-web-2-0-nutzer-teil-4-von-7/</link>
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		<pubDate>Wed, 13 Jul 2011 23:29:15 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Thomas W. Ullrich</dc:creator>
				<category><![CDATA[Social Media]]></category>
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		<category><![CDATA[Communication Networks Onliner Typologie]]></category>
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		<description><![CDATA[Typologien verdichten eine große Anzahl von Personen auf eine überschaubare Anzahl von Typen. Damit reduzieren sie die Entscheidungskomplexität in Marketing und Unternehmenskommunikation. Doch woran erkennt man eine gute Typologie, welche Onliner-Typologien gibt es und was ist von ihnen zu halten? Ein Überblick.  1  Was ist eine Typologie? Das Wort Typologie setzt sich zusammen aus griechisch [...]]]></description>
				<content:encoded><![CDATA[<p><strong><a href="http://www.webosoph.de/wp-content/uploads/2011/06/artikelbild_Segmente_kl.jpg"><img class="alignleft size-full wp-image-1081" title="artikelbild_Segmente_kl" alt="" src="http://www.webosoph.de/wp-content/uploads/2011/06/artikelbild_Segmente_kl.jpg" width="160" height="130" /></a>Typologien verdichten eine große Anzahl von Personen auf eine überschaubare Anzahl von Typen. Damit reduzieren sie die Entscheidungskomplexität in Marketing und Unternehmenskommunikation. Doch woran erkennt man eine gute Typologie, welche Onliner-Typologien gibt es und was ist von ihnen zu halten? Ein Überblick.</strong><strong> <span id="more-1031"></span></strong></p>
<h2>1  Was ist eine Typologie?</h2>
<p>Das Wort Typologie setzt sich zusammen aus griechisch <em>τύπος </em>(<em>typos</em> &#8211; das durch den Schlag Hervorgebrachte, die Gestalt, das Abbild, das Urbild, das Vorbild, das Muster) und <em>λόγος</em> (<em>logos</em> &#8211; die Lehre, die Rede, die Denkweise von etwas).</p>
<p>Eine <strong>Typologie</strong> ist also eine Lehre von Typen: Eine Grundgesamtheit wird durch Zusammenfassen wiederkehrender Merkmale (Gemeinsamkeiten) in voneinander unterscheidbare Abbilder unterteilt (segmentiert). In <strong>Marketing</strong> und <strong>Unternehmenskommunikation</strong> wird mittels Typologien versucht <strong>plakative,</strong> <strong>vorstellbare Menschentypen</strong> zu entwickeln – in der Regel unter Zuhilfenahme nicht nur demographischer und sozio-ökonomischer sondern vor allem auch <strong>psychologischer</strong> und <strong>(kauf)verhaltensbezogener</strong> Kriterien. Damit wird Entscheidungskomplexität reduziert: Eine große Anzahl von Einzelpersonen wird auf eine überschaubare Anzahl von Typen verdichtet, für die sich dann spezifische Maßnahmen entwickeln lassen.</p>
<h2>2  Wie beurteilt man die Qualität einer Typologie?</h2>
<p>Grundsätzlich lässt sich zwischen qualitativen und quantitativen Typologien unterscheiden. <strong>Qualitative Typologien</strong> basieren auf der intensiven Beschäftigung mit einer sehr kleinen Stichprobe und stellen eine Art Vortypisierung dar. Diese wird für das Marketing und die Unternehmenskommunikation jedoch erst als <strong>quantitative Typologie</strong> handhabbar: Mittels einer hinreichend großen und für die Grundgesamtheit repräsentativen Stichprobe wird die Typologie validiert und quantifiziert.</p>
<p>Ein Indikator für die <strong>Aussagekraft</strong> bzw. Erkenntnissicherheit einer Typologie ist aus ihren <strong>wissenschaftlichen Rahmendaten </strong>ableitbar, die als &#8220;Methodensteckbrief&#8221; dargestellt werden. Sie sollten mindestens umfassen: die <strong>Grundgesamtheit</strong> (z. B. „<em>deutsche Wohnbevölkerung ab 14 Jahren</em>“), die <strong>Größe der Stichprobe</strong> (z. B. „<em>n = 2.500</em>“), die <strong>Erbebungsmethode</strong> (z. B. „<em>CAPI – Computer-assisted personal interviewing</em>“, „<em>CATI – Computer-assisted telephone interviewing</em>“, „<em>CAWI – Computer aided web interviewing</em>“) und den <strong>Zeitraum </strong>(z. B. „<em>06-JAN-2010 bis 15-JUN-2010</em>“). Fehlen diese Angaben teilweise oder vollständig, oder werden gar auf Nachfrage nicht herausgegeben, ist die betreffende Untersuchung wohl eher von zweifelhaftem Charakter.<br />
Die Folgerungen und Aussagen der entwickelten Typologie sollen zudem durch die <strong>verfügbare</strong> <strong>Datenbasis </strong>jederzeit für Dritte <strong>nachvollziehbar</strong> bzw. <strong>nachrechenbar</strong> sein.</p>
<p>Die <strong>Relevanz</strong> für Marketing und Unternehmenskommunikation entsteht dann, wenn die identifizierten Typen auch <strong>(a) stabil</strong> sind, d. h.  über einen längeren Zeitraum absehbar vorhanden; <strong>(b)</strong> <strong>verhaltensrelevant</strong> sind, d. h. ein direkter Bezug zum (Kauf)Verhalten besteht; <strong>(c) zugänglich</strong> sind, d. h. über bekannte und nutzbare Wege in Kommunikation und Absatz erreichbar und in verkaufsorientierter Betrachtung zudem <strong>(d) wirtschaftlich relevant</strong>, d. h. hinreichend groß sind.</p>
<h2>3  Was nutzen Typologien der Online-Nutzung?</h2>
<p>Mit der Etablierung des Internets in Deutschland Mitte der 1990er Jahre, wurden erste quantitative Typologien von Internetnutzern entwickelt (vgl. <a title="Scheidt, Uwe (1999): Chattende Spieler, surfende Infosucher und shoppende Profis. Diplomarbeit." href="http://home.arcor.de/uwe.scheid/diplomarbeit/Nutzertypologie.pdf" target="_blank">➚Scheid 1999: 24ff</a>). Mittlerweile gibt es eine große Zahl solcher Modelle. In  Marketing und Unternehmenskommunikation sind vor allem Typologien gefragt, die sich auf die jeweils schon etablierten Segmente von Zielgruppen bzw. Anspruchsgruppen anwenden lassen. Bestehende Segmente werden also durch die Online-Nutzertypologie weiter segmentiert (vgl. Abbildung 1) und so geeignete Online-Strategien ableitbar.</p>
<p style="text-align: center;"><img class="aligncenter size-full wp-image-1046" title="Online Nutzertypologien zur Segmentierung bestehender Zielgruppen / Anspruchsgruppen" alt="" src="http://www.webosoph.de/wp-content/uploads/2011/06/Segmentierungsmatrix_webosoph_2011.jpg" width="511" height="343" /><br />
<sup><br />
<strong>Abb.1</strong>: Segmentierung von Zielgruppensegmenten mittels Onliner-Nutzertypen (Schema)</sup></p>
<p>Dafür jedoch müssen neben der Art der Internetnutzung auch weitere demographische, sozioökonomische, psychologische und (kauf)verhaltensbezogene Daten für die einzelnen Online-Nutzertypen verfügbar sein. Eine Anforderung, die nur wenige, aufwändige Studien erfüllen. Zudem ist eine hohe Aktualität gefordert, da sich das Internet und seine Nutzung rasant entwickeln.</p>
<h2>4  Ausgewählte Typologien der Internetnutzer (Onliner-Typologien)</h2>
<p>Im Folgenden sind einige quantitative Typologien zur Internetnutzung ausgewählt, die o. g. Qualitätskriterien hinreichend entsprechen und Aussagen über die deutsche Wohnbevölkerung bzw. die Internetnutzer der deutschen Wohnbevölkerung insgesamt erlauben. Typologien einzelner Plattformen (z. B. Typologie der facebook-Nutzer, Twitter-Typen, Typologie der Wikipedianer o. ä.) wurden hier bewusst nicht berücksichtigt. In diese Auswahl aufgenommen wurden:</p>
<p style="padding-left: 30px;"><a href="#4.1">4.1 Social Technographic Profiles (Li/Bernoff bzw. Forrester Research)</a></p>
<p style="padding-left: 30px;"><a href="#4.2">4.2 Web 2.0 Nutzertypologie (Ullrich, Webosoph.de)</a></p>
<p style="padding-left: 30px;"><a href="#4.3">4.3 OnlineNutzerTypologie (ARD/ZDF)</a></p>
<p style="padding-left: 30px;"><a href="#4.4">4.4 Web 2.0 offensiv! (PBS AG)</a></p>
<p style="padding-left: 30px;"><a href="#4.5">4.5 @facts extra &#8211; Online-Nutzertypen (SevenOne Media GmbH)</a></p>
<p style="padding-left: 30px;"><a href="#4.6">4.6 Communication Networks Onliner Typologie (FOCUS Magazin Verlag)</a></p>
<p style="padding-left: 30px;"><a href="#4.7">4.7 Digitale Gesellschaft (Initiative D21)</a></p>
<p style="padding-left: 30px;">
<p><a name="4.1"></a></p>
<h3>4.1       Social Technographic Profiles</h3>
<p><strong>Existiert seit</strong>:  2007</p>
<p><strong>Aktuelle Fassung</strong>:  2010</p>
<p><strong>Grundgesamtheit:</strong> deutsche Wohnbevölkerung ab 16 Jahren</p>
<p><strong>Stichprobengröße:</strong> ca. 4.000</p>
<p><strong>Befragungsart: </strong>Online-Befragung</p>
<p><strong>Editor(en):</strong> Darlene Li; Josh Bernoff/Forrester Research</p>
<p><strong>Deatilinfo:</strong> <a title="Forrester Research - Social Technographics Profile" href="http://www.forrester.com/rb/Research/european_social_technographics%26%23174%3B_2010/q/id/57642/t/2" target="_blank">➚forrester.com/…</a></p>
<p><strong>Kommentar: </strong>Die Typologie der Social Technographics Profiles® wird regelmäßig von Forrester Research aktualisiert. Die Daten müssen kostenpflichtig bezogen werden. 2010 wurde der Typus der „Conversationalists“ ergänzt, der aktive Joiner beschreibt, die Statusmeldungen in online Social Networks und/oder Tweets auf Twitter posten und zwischen Creators und Critics eingeordnet werden (vgl. <a title="Bernoff, Josh (2010): Social Technographics: Conversationalists get onto the ladder (Blog: Forrester Research/Groundswell)" href="http://forrester.typepad.com/groundswell/2010/01/conversationalists-get-onto-the-ladder.html" target="_blank">➚Bernoff 2010</a>). Da für Deutschland keine Daten verfügbar waren, wird dieser Typus untenstehend nicht gelistet. Die untenstehenden Nutzergruppen sind nicht exklusiv, d. h. jemand der z. B. Spectator ist, kann gleichzeitig Collector sein (ohne auch Joiner sein zu müssen).</p>
<p><strong>Nutzertypen:</strong></p>
<p style="padding-left: 30px;"><strong>(1) Inactives (52 %): </strong>Internetnutzer, die nicht am Web 2.0 teilnehmen</p>
<p style="padding-left: 30px;"><strong>(2) Spectators (38 %):</strong> Lesen Blogs, schauen sich Videos an, hören Podcasts, lesen Beiträge auf Online-Foren und Erfahrungsberichte.</p>
<p style="padding-left: 30px;"><strong>(3) Joiners (21 %):</strong> Haben und Pflegen ein Profil auf einem online Social Netowork.<br />
<strong> </strong></p>
<p style="padding-left: 30px;"><strong>(4) Collectors (4 %): </strong>Abonnieren die Inhalte des Web 2.0 (z. B. RSS feed), bewerten und strukturieren Online-Inhalte – etwa durch Verschlagwortung (tagging).<br />
<strong> </strong></p>
<p style="padding-left: 30px;"><strong>(5) Critics (12 %): </strong>Verfassen Erfahrungsberichte über Produkte/Services, kommentieren Blogs, engagieren sich in online Foren oder Wikis.<br />
<strong> </strong></p>
<p style="padding-left: 30px;"><strong>(6) Creators (9 %):</strong> Pflegen einen eigenen Blog oder eine eigene Webseite, veröffentlichen eigene Videos, Bilder, Podcasts, Musik o. ä.</p>
<p><a name="4.2"></a></p>
<h3>4.2  Web 2.0 Nutzertypologie</h3>
<p><strong>Existiert seit:</strong> 2010</p>
<p><strong>Aktuelle Fassung:</strong> 2011</p>
<p><strong>Grundgesamtheit:</strong> Internetnutzer der Bundesrepublik Deutschland ab 14 Jahren</p>
<p><strong>Stichprobengröße:</strong> 19.339</p>
<p><strong>Befragungsart:</strong> persönlich/schriftlich (Daten der Verbraucheranalyse)</p>
<p><strong>Editor(en):</strong> Thomas W. Ullrich (webosoph.de)</p>
<p><strong>Detailinfo:</strong> <a title="Ullrich (2011): Web 2.0 Nutzertypologie: Macher, Partizipative, Soziale und passive Zuschauer. Ein Update." href="http://www.webosoph.de/2011/06/26/web-2-0-nutzertypologie-macher-partizipative-soziale-und-passive-zuschauer-ein-update/" target="_blank">➚webosoph.de/…</a></p>
<p><strong>Kommentar: </strong>Die Web 2.0 Nutzertypologie ist eine vereinfachte Adaption der Social Technographics Ladder (vgl. 4.1): Die Specators und Inactives werden zu den <em>Passiven Zuschauern</em> zusammengefasst und die Nutzertypen der Sammler sowie der Conversationalists aus der Betrachtung ausgenommen. Mit vier Nutzertypen eine eher pragmatische Online-Typologie. Vorteilhaft dabei ist, dass die Typenbildung auf Basis der Verbraucheranalyse erfolgt, was die direkte Anwendung auf vielfältige Zielgruppen sehr einfach macht.</p>
<p><strong>Nutzertypen:</strong></p>
<p style="padding-left: 30px;"><strong>(1) Die Macher</strong> (12,1 % der Internetnutzer; 5,3 Mio.): Die <em>Macher</em> erstellen und veröffentlichen initiativ Inhalte im Social Web. Für sie stehen expressive bis exhibitionistische Motive im Vordergrund, etwa sich selbst auszudrücken und mitzuteilen bzw. sich und ihrer Sicht der Dinge ein Forum zu schaffen. Sie betreiben Blogs,  stellen Bildern in einer Bilder-Sharing Community ein oder posten selbst erstellte Videos etc.</p>
<p style="padding-left: 30px;"><strong>(2) Die Partizipativen</strong> (11,2 % der Internetnutzer; 4,9 Mio.: Sie erstellen reaktiv und partizipativ Inhalte im Web 2.0. Sie wollen im Internet vor allem an etwas Großem teilhaben, mit ihrem Beitrag dazugehören oder zu einem bestimmten Thema ihre Meinung bzw. Erfahrung teilen. Sie lesen Blogs und kommentieren diese, arbeiten an Nachschlagewerken wie Wikipedia mit oder engagieren sich in Online-Foren zu für sie wichtigen Themen.</p>
<p style="padding-left: 30px;"><strong>(3) Die Sozialen </strong>(19,6 % der Internetnutzer; 8,5 Mio.: Sie sind in online Social Networks (oSN) aktiv, d. h. pflegen mindestens in einem online Social Network ein Profil. Für sie steht der soziale Kontakt mit anderen im Vordergrund der Internetnutzung. Im Schnitt nutzt ein <em>Sozialer</em> 2,2 (<a title="PDF: Bader et al. (2008): Ergebnisse des Studienprojektes. Der Einsatz von Social Networking Services im Unternehmenskontext." href="http://www.kooperationssysteme.de/wp-content/uploads/technischer-bericht_2008-3.pdf" target="_blank">➚Bader et al. 2008</a>) bis 2,4 (<a title="PDF: Berg (2011): Soziale Netzwerke in Deutschland. Bitkom Präsentation zur Pressekonferenz" href="http://www.bitkom.org/files/documents/PK_Praesentation_Social_media.pdf" target="_blank">➚Berg 2011</a>) online Soziale Netzwerke.</p>
<p style="padding-left: 30px;"><strong>(4) Die passiven Zuschauer </strong>(67,7 % der Internetnutzer; 29,4 Mio.: Sie konsumieren die Inhalte des Web 2.0 großteils eher zufällig und beteiligen sich in keiner Weise am Social Web. Ihre Internetnutzung ist dominiert von organisatorischen, informationsgerichteten und teilweise auch voyeuristischen Motiven.</p>
<p><a name="4.3"></a></p>
<h3>4.3  OnlineNutzerTypologie (ONT)</h3>
<p><strong>Existiert seit:</strong> 2004</p>
<p><strong>Aktuelle Fassung:</strong> 2008</p>
<p><strong>Grundgesamtheit:</strong> deutsche Wohnbevölkerung ab 14 Jahren (mit Telefon im Haushalt)</p>
<p><strong>Stichprobengröße:</strong> 1.186</p>
<p><strong>Befragungsart:</strong> CATI</p>
<p><strong>Editor(en):</strong> Projektgruppe ARD/ZDF-Multimedia</p>
<p><strong>Detailinfo:</strong> (1) <a title="ARD-ZDF-Onlinestudie OnlineNutzerTypologie ONT Daten 2008" href="http://www.ard-zdf-onlinestudie.de/index.php?id=234" target="_blank">➚ard-zdf-onlinestudie.de/…</a> (2) <a title="ARD/ZDF-Onlinestudie - OnlineNutzerTypologie  2004 - Media Perspektiven" href="http://www.ard-zdf-onlinestudie.de/fileadmin/Online04/Online04_ONT.pdf" target="_blank">➚ard-zdf-onlinestudie.de/fileadmin/…</a></p>
<p><strong>Kommentar:</strong> Eine fundierte Typologie, mit wenigen weiteren, schwerer zugänglichen, jedoch frei verfügbaren demografischen und Mediennutzungsdaten, die eine gewisse Segmentierung bestehender Zielgruppenmodelle ermöglichen. Die Stichprobe ist relativ gering und leider sind die Daten seit 2008 nicht weiter aktualisiert worden, was die konkrete Nutzbarkeit deutlich einschränkt.</p>
<p><strong>Nutzertypen:</strong></p>
<p style="padding-left: 30px;"><strong>(1)  Junge Hyperaktive (10 %; 4,3 Mio.): </strong>Sie sind mehrheitlich (74 %) unter 30 Jahre alt, überwiegend männlich (72 %) und sind Digital Natives, die mit dem Internet  aufgewachsen sind. Sie nutzen fast alle Online-Anwendungen intensiver als andere Nutzer. Das Internet ist ihr virtueller Lebensraum in dem vor allem der Online-Austausch mit anderen im Zentrum steht. Klassische Medien werden immer weniger genutzt. Sehr hoch ist das Interesse an Nachrichten, Sport, regionalen Informationen, Browserspielen, besonderen Angeboten für Jugendliche und Onlineauktionen. Sie sind experimentierfreudig, neugierig und bereit neue Angebote und Anwendung auszuprobieren.</p>
<p style="padding-left: 30px;"><strong>(2)  Junge Flaneure (14 %; 6 Mio.): </strong>Sie sind eher unter 30 Jahren alt (65 %) und eher weiblich und können ebenfalls zu den Digital Natives gezählt werden. Sie sind vor allem an Freizeitthemen interessiert. Sie nutzen das Netz eher pragmatisch und überwiegend für Kommunikationszwecke, haben jedoch beim Surfen recht langen Atem, wenn sie nach etwa suchen. Neuen Angeboten und Anwendungen stehen sie durchaus offen gegenüber.</p>
<p style="padding-left: 30px;"><strong>(3)  E-Consumer (15 %; 6,4 Mio.): </strong>Sie sind schwerpunktmäßig zwischen 30 und 39 Jahre alt und eher männlich (62 %). Bei ihnen dreht sich fast alles um  Produktinformationen, den Kauf und Verkauf von Waren auf Shopping- und Auktionsplattformen. Entsprechend haben sie eine ausgeprägte Affinität zu elektronischem Zahlungsverkehr und zum Online-Banking. Zur Schnäppchenjagd nutzen sie diverse Preissuchmaschinen und auch ihre übrigen Interessen drehen um den Konsum: Produkttestseiten, Automarkt, Versicherungen und Börsennachrichten. Auch die E-Consumer lassen sich gern auf neue Seiten und Angebote im Internet ein.</p>
<p style="padding-left: 30px;"><strong>(4)  Routinierte Infonutzer (14 %; 4,3 Mio.): </strong>Sie sind vorwiegend zwischen 20 und 59 Jahren alt und eher männlich (58 %). Für sie dient das Web beruflich wie privat eher als Informationsquelle für Wirtschaftsthemen, Wissenschaft, Kultur, Politik, Zeitgeschehen oder auch Serviceinformationen. Die Informationssuche orientiert sich hierbei an der Nutzung klassischer Medien. Möglichkeiten der Online-Kommunikation, des Online-Shopping und Downloads sind weniger wichtig.</p>
<p style="padding-left: 30px;"><strong>(5)  Selektivnutzer (20 %; 13,4 Mio.): </strong>Etwa gleichverteilt über alle Altersgruppen und eher männlich. Das Internet hat für sie keinen hohen Stellenwert. Vorwiegend wird das Netz zur Kommunikation genutzt – vor allem E-Mails und die Portalseiten der jeweiligen Provider. Ihre Webkompetenz ist ebenso, wie die Motivation sich intensiver mit dem Web zu befassen gering ausgeprägt. Die klassischen Medien haben die dominante Bedeutung.</p>
<p style="padding-left: 30px;"><strong>(6)  Randnutzer (26 %; 17,4 Mio.): </strong>Eher älter als 30 Jahre und überwiegend weiblich. Sie nutzen das Internet nur gelegentlich, wenn sie eine bestimmte Information oder Auskunft benötigen und stehen dem Web im Übrigen eher desinteressiert gegenüber. Sie ziehen die Alltagsinformation im Wesentlichen aus den klassischen Medien.</p>
<p><a name="4.4"></a></p>
<h3>4.4  Web 2.0 offensiv!</h3>
<p><strong>Existiert seit: </strong>2007</p>
<p><strong>Aktuelle Fassung:</strong> 2007</p>
<p><strong>Grundgesamtheit:</strong> Internetnutzer der deutschen Wohnbevölkerung ab 14 Jahren</p>
<p><strong>Stichprobengröße:</strong> 2.000</p>
<p><strong>Befragungsart:</strong> Online-Befragung</p>
<p><strong>Editor(en):</strong> PBS AG (2008 Fusion mit  facit Marketing-Forschung)</p>
<p><strong>Deatilinfo:</strong> (1) <a title="PbS AG (2007) - Web 2.0 offensiv! (Presseinformation)" href="http://www.facit-mafo.de/de/aktuelles/news/Studie-web2.0/" target="_blank">➚facit-mafo.de/…</a> (2) <a title="PbS AG (2007): Webstudie. PDF-Detaildokument auf absatzwirtschaft.de" href="http://www.absatzwirtschaft.de/pdf/webstudie.pdf" target="_blank">➚absatzwirtschaft.de/… </a></p>
<p><strong>Kommentar:</strong> Interessanter Segmentierungsansatz. Die Datenbasis erscheint heute jedoch weniger aktuell und die geringen verfügbaren Daten lassen eine Anwendung dieser Typologie auf bestehende Zielgruppenmodelle praktisch nicht zu.</p>
<p><strong>Nutzertypen:</strong></p>
<p style="padding-left: 30px;"><strong>(1)  Die Sehnsüchtigen (10 %; 4 Mio.): </strong>Kontaktsuchende Mitläufer. Sie suchen nach tiefen Beziehungen, sind eher tiefgründig und schüchtern. Mittels Internet möchten sie mehr und bessere Kontakte zu interessanten Menschen gewinnen und suchen oft schlicht nach einem Date bzw. einem geeigneten Partner.</p>
<p style="padding-left: 30px;"><strong>(2)  Die Denkenden (7 %; 3 Mio.): </strong>Anspruchsvolle Strategen. Planende und analytische Kopfmenschen mit vielseitigen Interessen. Sie wollen vor allem auch durch nutzergenerierte Inhalte tiefes Wissen erhalten.</p>
<p style="padding-left: 30px;"><strong>(3)  Die Fühlenden (5 %; 2 Mio.): </strong>Emotionale Optimisten. Bauchmenschen mit großem Interessen am sozialen Leben, die an Kontakten, Schöngeistigem und am Online-Shopping interessiert sind und deren Web 2.0 Nutzung vor allem durch ihre Lebensgefühle geprägt ist.</p>
<p style="padding-left: 30px;"><strong>(4)  Die Freien (20 %; 8 Mio.): </strong>Konsumorientierte Individualisten. Sie wollen dabei aber vor allem flexibel und ungebunden sein und übernehmen daher auch selten Verantwortung. Am Web 2.0 schätzen sie den Austausch mit anderen, jedoch noch weit mehr den Konsum, d. h. Online-Shopping.</p>
<p style="padding-left: 30px;"><strong>(5)  Die Getriebenen (16 % 6 Mio.): </strong>Informierte Realisten. Sie sind sachlich-analytische und haben hohe Ansprüche an die persönlichen Ziele und Ideale. Sie sind realitätsnah, wenig sentimental, diszipliniert bescheiden. Sport und Ernährung haben eine hohe Bedeutung. Bei der Nutzung des Web 2.0 geht es vor allem um den Gewinn nutzbarer Informationen.</p>
<p style="padding-left: 30px;"><strong>(6)  Die Relaxten (23%; 9 Mio.): </strong>Schlichte Unterhaltungsorientierte. Sie haben kaum  persönliche Ziele oder Ideale und wenige Interessen. „Dabei sein, aber eher passiv“, ohne intensive Beziehungen zu Familie und Freunden bestimmen ihr Lebensgefühl. Sie sind  vernünftig, prinzipientreu und wenig genussorientiert. Sie suchen im Internet vor allem Entspannung, Unterhaltung und Spiele.</p>
<p style="padding-left: 30px;"><strong>(7)  Die Ruhenden (10 %; 4 Mio.): </strong>Konservative Beobachter. Sie sind anspruchsvoll, leistungsorientiert, gebildet, introvertiert und souverän.  Ethische Werte sind für sie von hoher Bedeutung. Im Internet sind sie reiner Zuschauer. Sie sind an Wissen bzw. Information interessiert und zeigen ein eher traditionelles Einkaufs- und Informationsverhalten.</p>
<p style="padding-left: 30px;"><strong>(8)  Die Skeptiker (9 %; 4 Mio.): </strong>Bodenständige Passanten. Traditionelles Werte- und Persönlichkeitsprofil. Sie sind klar, praktisch, fair und objektiv, bodenständig und haben eher Interesse an passivem Freizeitverhalten – etwa Fernsehen. Sie sind die webfernste Zielgruppe mit geringer Internetaffinität und nur sporadischer Nutzung zur Information oder Unterhaltung.</p>
<p><a name="4.5"></a></p>
<h3>4.5  @facts extra &#8211; Online-Nutzertypen</h3>
<p><strong>Existiert seit:</strong> 2002</p>
<p><strong>Aktuelle Fassung:</strong> 2007</p>
<p><strong>Grundgesamtheit:</strong> Internetnutzer der deutschen Wohnbevölkerung ab 14 Jahren (mit Telefon im Haushalt)</p>
<p><strong>Stichprobengröße:</strong> 1.500</p>
<p><strong>Befragungsart:</strong> CATI</p>
<p><strong>Editor(en):</strong> SevenOne Media GmbH</p>
<p><strong>Deatilinfo:</strong> <a title="@facts extra Online Nutzertypen 2007 - Studie als PDF" href="http://blog.podcast.de/files/070723__Final_at-facts-extra_NEU-ges.pdf" target="_blank">➚blog.podcast.de/files/…</a></p>
<p><strong>Kommentar: </strong>Eine ordentliche und in den erhobenen Daten eher umfangreiche Untersuchung, die jedoch zwei Schwachstellen hat: eine relativ kleine Stichprobe und vor allem eine sehr unstetige Aktualisierung. Die Fassung von 2007 erscheint heute quantitativ eher weniger aktuell.</p>
<p><strong>Nutzertypen:</strong></p>
<p style="padding-left: 30px;"><strong>(1)  Multi-Interest &amp; User generated Content (15,7 %; 5,7 Mio.): </strong>Vorwiegend  männlich, im Schnitt 40,4 Jahre alt, gut gebildet, mit gehobenem Einkommen und einem hohen Interesse an Nachrichten, Politik, Wirtschaft, Börse aber auch an nutzergenerierten Inhalten. 41,8 Prozent dieser Nutzergruppe stellen selbst Inhalte ins Netz bzw. haben dies schon einmal getan. Durchschnittliche Internetnutzung: an Werktagen 126 Minuten, am Wochenende 109 Minuten.</p>
<p style="padding-left: 30px;"><strong>(2)  Entertainment &amp; Communication (12 %; 4,4 Mio.): </strong>Mit einem Frauenanteil von 63,2 Prozent eher weiblich, im Schnitt 28,8 Jahre alt, gut gebildet und sehr kommunikativ (Chat, Messaging, Foren) und in Communities engagiert. Sehr interessiert an Kino, Entertainment, Comedy, Mode &amp; Styling sowie an Beiträgen zu Menschen, Prominenten, Stars, Zeitgeist &amp; Lifestyle. Durchschnittliche Internetnutzung: 147 Minuten an Werktagen, 175 Minuten am Wochenende.</p>
<p style="padding-left: 30px;"><strong>(3)  Fun &amp; Games (18,1 %; 6,6 Mio.): </strong>Eher männlich (68,6 %), im Schnitt 27,7 Jahre alt, unterdurchschnittlich gebildet und mit unterdurchschnittlichem Einkommen. Vor allem interessiert an Unterhaltung (Kino, Comedy, Entertainment), Sport, Auto und Online-Games. Durchschnittliche Internetnutzung: 144 Minuten an Werktagen,  171 Minuten am Wochenende – knapp über 40 % davon mit Online-Games.<strong> </strong></p>
<p style="padding-left: 30px;"><strong>(4)  Music &amp; Video (4,3 %; 1,6 Mio.): </strong>Eher männlich, im Schnitt 37 Jahre alt, mit durchschnittlichem Bildungsstand und Einkommen. Nutzt das Internet fast ausschließlich zum Ansehen, Anhören und Herunterladen von Videos, Musik und Software (v. a. Shareware bzw. Freeware).<strong> </strong>Sehr aufgeschlossen gegenüber<strong> </strong>E-Commerce-Angeboten: Gekauft werden hauptsächlich Bücher sowie CDs und DVDs. Durchschnittliche Internetnutzung: 94 Minuten an Werktagen, 84 Minuten am Wochenende.</p>
<p style="padding-left: 30px;"><strong>(5)  Free Time Planning (10,5 %; 3,9 Mio.): </strong>Im Schnitt 44,3 Jahre alt, gut gebildeten und besser verdienend, mit besonderem Interesse an Urlaub &amp; Reisen, Veranstaltungen, Wetter- und Verkehrsinformationen sowie Online-Banking. Nutzt gelegentlich Online-Shopping – vor allem Bücher und Produkte zur Freizeitgestaltung (Reisen, Tickets, Hotelbuchungen). Durchschnittliche Internetnutzung: 59 Minuten an Werktagen, 43 Minuten am Wochenende.</p>
<p style="padding-left: 30px;"><strong>(6)  Service, Shopping &amp; Lifestyle (17,2 %; 6,3 Mio.): </strong>Im Schnitt 42,9 Jahre alt, etwas besser verdienend und etwas weniger gebildet. Interesse an Mode &amp; Styling, Beauty &amp; Wellness und Lifestyle.  Nutzt das Internet vor allem für Online-Shopping – von Büchern über Kleidung, Schuhe, Schmuck, Uhren, Spielzeug bis hin zur Pauschalreise. Doch auch Auktionen, Online-Banking, Buchungen und Reservierungen werden gern genutzt. Durchschnittliche Internetnutzung: 78 Minuten an Werktagen, 74 Minuten am Wochenende.<strong> </strong></p>
<p style="padding-left: 30px;"><strong>(7) Low Interest (22,1 %; 8,1 Mio.): </strong>Im Schnitt 45,4 Jahre alt und in Bildungsstand und Einkommen leicht unterdurchschnittlich. Zeigt keine bestimmten Interessen bei der Internetnutzung. Auch E-Mails werden nur von etwa der Hälfte dieser Gruppe genutzt. Durchschnittliche Internetnutzung: 57 Minuten Werktags, 42 Minuten am Wochenende.</p>
<p><a name="4.6"></a></p>
<h3>4.6  Communication Networks Onliner Typologie</h3>
<p><strong>Existiert seit:</strong> 2008</p>
<p><strong>Aktuelle Fassung:</strong> 2010</p>
<p><strong>Grundgesamtheit:</strong> Internetnutzer der deutschen Wohnbevölkerung zwischen 14 und 69 Jahren</p>
<p><strong>Stichprobengröße:</strong> 16.036</p>
<p><strong>Befragungsart:</strong> CAPI</p>
<p><strong>Editor(en):</strong> FOCUS Magazin Verlag</p>
<p><strong>Deatilinfo:</strong> (1) <a title="Communication Networks Onliner Typologie" href="http://www.medialine.de/deutsch/forschung/communication-networks/zielgruppentypologien/web-typologie.html" target="_blank">➚medialine.de/…</a> (2) Link auf Online Zähltool: <a title="Communication Networks Onliner Typologie Zähltool" href="http://www.medialine.de/deutsch/forschung/communication-networks/cn-zaehlmaschine.html" target="_blank">➚medialine.de/deu…</a></p>
<p><strong>Kommentar:</strong> Die Typologie ist aufwändig erstellt und wird jährlich aktualisiert. Dank des Online Zähltools und der umfassenden Datenbasis der Communication Networks Studien ist die Typologie gut und leicht auf vielfältige Zielgruppensegmentierungen  anwendbar.</p>
<p><strong>Nutzertypen:</strong></p>
<p style="padding-left: 30px;"><strong>(1)  Web Mainstream (42 %; 18,5 Mio.): </strong>Mit durchschnittlichem Alter und  niedrigem bis mittlerem Schulabschluss. Nutzt das Internet unterdurchschnittlich ohne besondere Ausprägung. Hat eher eine skeptische Lebenseinstellung und generell wenig besondere Interessen. Gegenüber Werbung durchschnittlich, gegenüber E-Mails eher gering aufgeschlossen.</p>
<p style="padding-left: 30px;"><strong>(2)  Info Seeker (29 %; 12,6 Mio.): </strong>Eher männlich, etwas älter, höherer Schulabschluss und gehobenes Einkommen. Nutzt das Internet vorwiegend beruflich, privat durchschnittlich und vorwiegend zur Recherche etwa von Reisedaten, Nachrichten, Technik sowie zum Online-Banking. Er ist informationsorientiert, engagiert sich durch Spenden und hat vor allem Interesse an Technik, Finanzen und aktuellen Themen. Seine Offenheit gegenüber Werbung ist eher durchschnittlich.</p>
<p style="padding-left: 30px;"><strong>(3) Generation Fun (11 %; 5 Mio.): </strong>Eher vorwiegend männlich, jung, noch ohne oder mit mittlerem Schulabschluss und mit eher geringerem Einkommen. Nutzt das Internet privat, sehr oft und engagiert: in Chats, Foren, fremden oder dem eigenen Blog. Er lädt gern Klingeltöne, Filme oder Musik herunter, ist interessiert an Unterhaltung, Technik und Ausbildung sowie an Online-Spielen. Er ist ein technikgläubiger, aufgeschlossener Wortführer, der vor allem in  neuen Medien überdurchschnittlich Offen für Werbung ist.</p>
<p style="padding-left: 30px;"><strong>(4)  Lifestyle Network (9 %; 3,88 Mio.): </strong>Demographie: Eher weiblich und jünger,  noch ohne oder mit mittleren Schulabschluss und mit eher geringeres Einkommen. Nutzt das Internet etwas unterdurchschnittlich und vor allem zur Information zu Styling und Design, Partnerschaft, Entertainment, Gesundheit und Ausbildung sowie zum Download von Klingeltönen und zum Austausch via Chat oder Online-Foren. Eher kommunikativ, in der Familie und sozial engagiert mit medienübergreifend überdurchschnittlichen Offenheit gegenüber Werbung.</p>
<p style="padding-left: 30px;"><strong>(5)  Money Community (3 %; 1,26 Mio.): </strong>Eher männlich, höheren Alters, Schulabschlusses und hohen Einkommens. Nutzt das Internet überdurchschnittlich häufig privat und noch stärker beruflich vor allem zum Online-Broking und –Banking. Er ist vor allem an Informationen zu Finanzthemen, Technik und Nachrichten sowie am Download von Filmen, Hörbüchern interessiert. Er interagiert über den eigenen oder über fremde Blogs und in Foren. Er ist  informationsorientierter Wortführer und politisch, sozial oder durch Spenden engagiert und gegenüber  Print- und Internet-Werbung überdurchschnittlich aufgeschlossen.</p>
<p style="padding-left: 30px;"><strong>(6)  Web Experts (3 %; 1,21 Mio.): </strong>Eher männlich, jünger, noch in der Ausbildung oder auf dem Weg zum höheren Schulabschluss. Nutzt das Internet privat und beruflich überdurchschnittlich, jedoch nicht exzessiv. Interagiert über den eigenen und über fremde Blogs, über Foren und Chats und nutzt Online-Spiele sowie Online-Broking. Er ist interessiert an Finanz- und Lifestyle-Themen, an Nachrichten und  Ausbildung. Er lädt gern Filme, Klingeltöne und Hörbücher herunter. Er ist politisch engagiert, aufgeschlossen, sportlich und durchschnittlich offen gegenüber Werbung, etwas mehr gegenüber Werbe-E-Mails.</p>
<p style="padding-left: 30px;"><strong>(7)  Web to go (4 %; 1,6 Mio.): </strong>Eher männlich, jünger und noch in der Ausbildung oder auf dem Weg zum höheren Schulabschluss. Er nutzt das Internet privat wie beruflich überdurchschnittlich häufig und sehr intensiv.  Er lädt gern Filme, Klingeltöne und Hörbücher herunter, interagiert über den eigenen und über fremde Blogs, über Foren und Chat. Er ist vor allem an Unterhaltung, Style, Technik und Online-Spielen interessiert sowie an Online-Kreditvergabe und –Banking. Er ist  ein politisch und sozial engagierter Wortführer mit positiver, aufgeschlossener Lebenseinstellung und auch Werbung gegenüber bei allen Medien überdurchschnittlich aufgeschlossen.</p>
<p><a name="4.7"></a></p>
<h3>4.7  Digitale Gesellschaft</h3>
<p><strong>Existiert seit:</strong> 2009</p>
<p><strong>Aktuelle Fassung:</strong> 2010</p>
<p><strong>Grundgesamtheit:</strong> deutsche Wohnbevölkerung ab 14 Jahren (mit Telefon im Haushalt)</p>
<p><strong>Stichprobengröße:</strong> 1.014</p>
<p><strong>Befragungsart:</strong> CATI</p>
<p><strong>Editor(en):</strong> Initiative D21 e.V.</p>
<p><strong>Detailinfo:</strong> <a title="Digitale Gesellschaft - Typologie der Internetnutzer" href="http://www.digitale-gesellschaft.info" target="_blank">➚digitale-gesellschaft.info</a></p>
<p><strong>Kommentar:</strong> Eine sehr gut ausgearbeitete, aktuelle Onliner-Typologie, die jedoch eine relativ geringe Stichprobe aufweist und kaum weiter differenzierte demographische, sozioökonomische, psychologische oder verhaltensbezogene Daten bietet, was die Anwendung auf bestehende Zielgruppen/Anspruchsgruppen der Marketing-Kommunikation praktisch kaum möglich macht.</p>
<p><strong>Nutzertypen:</strong></p>
<p style="padding-left: 30px;"><strong>(1) Digitale Außenseiter (28 %; 18,8 Mio.)</strong>:  Im Schnitt 64,9 Jahre alt, eher weiblich (65 %), mit eher geringer formaler Bildung, unterdurchschnittlichem Haushaltseinkommen und überwiegend nicht berufstätig (72 %) und mehrheitlich in Zwei-Personen-Haushalten lebend. Zeigen ein stark eingeschränktes digitales Nutzungsmuster mit praktisch keinem Wissen und ohne Kompetenzen hinsichtlich der digitalen Welt.</p>
<p style="padding-left: 30px;"><strong>(2)  Gelegenheitsnutzer (28 %; 18,8 Mio.)</strong>: Im Schnitt 45,4 Jahre alt, mit eher einfacher bis mittlerer formaler Bildung, einem mäßigen Anteil Berufstätiger (55 %) und durchschnittlichem Haushaltseinkommen. Sie leben überwiegend in Partnerschaften oder Familien. Sie Verfügen in der Regel über einen Computer und einen Drucker im Haushalt, nutzen die Möglichkeiten des Internets und von Web 2.0 jedoch nur spärlich – vor allem E-Mail und die allgemeine Internetsuche. Entsprechend sind immerhin Basiskompetenzen in Internetrecherche und Textverarbeitung vorhanden.</p>
<p style="padding-left: 30px;"><strong>(3)  Berufsnutzer (7 %; 4,7 Mio.)</strong>: Im Schnitt 44,8 Jahre alt, eher weiblich (60 %), mit mittlerer und einfacher formaler Bildung, eher beruftätig (75 %) und mit überdurchschnittlichem Haushaltseinkommen. Sie leben überwiegend in Partnerschaften oder Familien. Sie verfügen an ihrem Arbeitsplatz über eine gute digitale Infrastruktur und verbringen zu etwa 80 Prozent aus beruflichen Gründen zwei oder mehr Stunden vor dem Computer. Entsprechend ausgeprägter sind ihre Kompetenzen im Bereich Internet und Computernutzung, beschränken sich jedoch im Wesentlichen auf nützliche Anwendungen wie E-Mail, Textverarbeitung und Internetrecherche.</p>
<p style="padding-left: 30px;"><strong>(4)  Trendnutzer (20 %; 14,4 Mio.)</strong>: Sie sind im Schnitt 36,9 Jahre alt, eher männlich (63 %), mit mittlerer formaler Bildung und einem höheren Schüleranteil (13 %) und haben ein leicht überdurchschnittliches Haushaltseinkommen. Sie leben überwiegend in Familien oder Partnerschaften. Sie sind privat sehr gut mit digitaler Technik ausgestattet und verfügen über einen Internetzugang. Mit 57 Prozent ist die  mobile Internetnutzung stark ausgeprägt. Sie verfügen wenigen Ausnahmen über umfassende Kompetenzen über die digitale Welt.</p>
<p style="padding-left: 30px;"><strong>(5) Digitale Profis (20 %; 14,4 Mio.)</strong>: Ihr Durchschnittsalter liegt bei 38,4 Jahren, sie sind ehe männlich (62 %), haben eine hohe formale Bildung, einen hohen Anteil Berufstätiger (86 %) und ein hohen Haushaltseinkommen. Sie leben überwiegend in Partnerschaften ohne Kind oder sind Single. Sie verfügen sowohl zu Hause als auch im Büro über eine hervorragende digitale Infrastruktur und haben sich umfangreiche Kompetenzen und professionelle Fähigkeiten angeeignet. Sie haben zu beinahe allen Fachbegriffen eine klare Vorstellung und sind daher im Familien- und Bekanntenkreis als Ratgeber in Sachen digitaler Technik gefragt. Sie nutzen Computer und Internet eher rational als zur Unterhaltung.</p>
<p style="padding-left: 30px;"><strong>(6)  Digitale Avantgarde (5 %; 3,4 Mio.)</strong>: Sie ist durchschnittlich 33,8 Jahre alt, mit  hoher formaler Bildung, eher berufstätig (68 %) und verfügt über ein überdurchschnittliches Haushaltseinkommen. Sie hat die beste digitale Infrastruktur und nutzt das Internet vor allem geschäftlich und auch mobil. Hinsichtlich der Kompetenz in der digitalen Technik bildet diese Nutzergruppe die Spitze der Gesellschaft. Eine Position, die sie sich mit rund zehn Stunden täglicher Arbeit mit dem Computer hart erarbeitet hat.</p>
<p>&nbsp;</p>
<p>Wie die obige Auswahl von Typologien zeigt, gibt es sehr verschiedene Perspektiven, aus denen heraus sich die Internetnutzer segmentieren lassen und die jeweils eigene Einblicke und Erkenntnisse ermöglichen. Für die Strategieentwicklung in Marketing und Unternehmenskommunikation sind jeweils insbesondere solche Typologien von praktischem Wert, die sich auf die bestehenden Zielgruppen bzw. Anspruchsgruppen projizieren lassen. Wofür sich ein Unternehmen letztlich entscheidet ist letztlich sehr individuell.</p>
<h3>Serie: Soziologie und Typologien der Web 2.0-Nutzer im Überblick</h3>
<p><sub><strong>→</strong> <a title="Ullrich, Thomas W. (2010): Kenntnis der Web 2.0 Phänomene hilft zwar, nützt aber nichts für Marketing und Public Relations (Serie: Soziologie und Typologien der Web 2.0 Nutzer - Teil 1 von 7). Webosoph.de" href="http://www.webosoph.de/2010/04/17/kenntnis-der-web-2-0-phanomene-hilft-zwar-nutzt-aber-nichts-fur-marketing-und-public-relations-%e2%80%93-serie-soziologie-und-typologien-der-web-2-0-nutzer-teil-1-von-7/">Kenntnis der Web 2.0-Phänomene hilft zwar, nützt aber nichts für Marketing und Public Relations (Teil 1 von 7)</a></sub><br />
<sub><strong>→</strong> <a title="Ullrich, Thomas W. (2010): Das Social Web lebt von einer Minderheit – Serie: Soziologie und Typologien der Web 2.0-Nutzer (Teil 2 von 7). Webosoph.de" href="http://www.webosoph.de/2010/05/02/das-social-web-lebt-von-einer-minderheit-%e2%80%93-serie-soziologie-und-typologien-der-web-2-0-nutzer-teil-2-von-7/">Das Social Web lebt von einer Minderheit (Teil 2 von 7)</a></sub><br />
<sub><strong>→</strong> <a href="http://www.webosoph.de/2010/09/10/wer-bloggt-ist-nicht-unbedingt-in-online-social-networks-aktiv-%e2%80%93-serie-soziologie-und-typologien-der-web-2-0-nutzer-teil-3-von-7/">Nutzertypen im Web 2.0: Wer bloggt ist nicht unbedingt in online Social Networks aktiv (Teil 3 von 7)</a></sub><br />
<sub><strong>→</strong> Überblick: Internet Nutzertypologien / Web 2.0 Nutzertypologien (Teil 4 von 7)</sub><br />
<sub><strong>→</strong> Methode und Datenquellen der Typologie-Entwicklung ( Teil 5 von 7)</sub><br />
<sub><strong>→</strong> Psychologische Motive der Internetnutzung (Teil 6 von 7)</sub><br />
<sub><strong>→</strong> Soziologie und Typologien der Web 2.0-Nutzer – Zusammenfassung und Ergänzungen (Teil 7 von 7)</sub></p>
<h3>Quellenverzeichnis</h3>
<p><sup><strong>Bader</strong>, J./Heck, S./Pflaum, B./Schröder, R./Werner, T./Westhauser, B./Koch, M./Richter, A. (<strong>2008</strong>): Ergebnisse des Studienprojektes: Der Einsatz von Social Networking Services im Unternehmenskontext. Universität der Bundeswehr, Fakultät für Informatik Sept. 2008.  <a title="PDF: Bader et al. (2008): Ergebnisse des Studienprojektes. Der Einsatz von Social Networking Services im Unternehmenskontext." href="http://www.kooperationssysteme.de/wp-content/uploads/technischer-bericht_2008-3.pdf" target="_blank">➚Direktlink</a></sup></p>
<p><sup><strong>Berg</strong>, Achim (<strong>2011</strong>): Soziale Netzwerke in Deutschland. Unterlage zur Biktom Pressekonferenz vom 13. April 2011 in Berlin.  <a title="PDF: Berg (2011): Soziale Netzwerke in Deutschland. Bitkom Präsentation zur Pressekonferenz" href="http://www.bitkom.org/files/documents/PK_Praesentation_Social_media.pdf" target="_blank">➚Direktlink</a></sup></p>
<p><sup><strong>Bernoff</strong>, Josh (<strong>2010</strong>): Social Technographics: Conversationalists get onto the ladder (Blog: Forrester Research/Groundswell; Eintrag vom 19.01.2010)  <a title="Bernoff, Josh (2010): Social Technographics: Conversationalists get onto the ladder (Blog: Forrester Research/Groundswell; Eintrag vom 19.01.2010)" href="http://forrester.typepad.com/groundswell/2010/01/conversationalists-get-onto-the-ladder.html" target="_blank">➚Direktlink</a><strong> </strong></sup></p>
<p><sup><strong>Scheidt</strong>, Uwe (<strong>1999</strong>): Chattende Spieler, surfende Infosucher und shoppende Profis. Diplomarbeit. <a title="Scheidt, Uwe (1999): Chattende Spieler, surfende Infosucher und shoppende Profis. Diplomarbeit." href="http://home.arcor.de/uwe.scheid/diplomarbeit/inhaltsverzeichnis.htm" target="_blank">➚Direktlink</a></sup></p>
<p><sup><strong>Ullrich</strong>, Thomas W. (<strong>2011</strong>): Web 2.0 Nutzertypologie: Macher, Partizipative, Soziale und passive Zuschauer. Ein Update. Webosoph.de Blogbeitrag vom 26.06.2011  <a title="Ullrich, Thomas W. (2011): Web 2.0 Nutzertypologie: Macher, Partizipative, Soziale und passive Zuschauer. Ein Update. Webosoph.de Blogbeitrag vom 26.06.2011" href="http://www.webosoph.de/2011/06/26/web-2-0-nutzertypologie-macher-partizipative-soziale-und-passive-zuschauer-ein-update/" target="_blank">➚Direktlink </a></sup></p>
<hr /><small>Copyright &copy; 2008-2012 | Webosoph.de | Thomas W. Ullrich, Düsseldorf<br /> This feed is for personal, non-commercial use only. <br /> The use of this feed on other websites breaches copyright. If this content is not in your news reader, it makes the page you are viewing an infringement of the copyright. (Digital Fingerprint:<br /> e4218ba0a75a197449097af25497492c)</small>]]></content:encoded>
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		</item>
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		<title>Authentizität – Alles außer authentisch. Betrachtung eines Buzzwords.</title>
		<link>http://www.webosoph.de/2011/07/08/authentizitat-alles-auser-authentisch-betrachtung-eines-buzzwords/</link>
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		<pubDate>Thu, 07 Jul 2011 22:24:48 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Thomas W. Ullrich</dc:creator>
				<category><![CDATA[Marketingkommunikation]]></category>
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		<description><![CDATA[Der Ruf nach Authentizität ist laut &#8211; gerade im Web 2.0. Unternehmen, Marken, Parteien und Personen sollen authentisch sein. Doch was ist &#8216;authentisch&#8217;? Wer kann es sein und warum ist das so wichtig? Dieser Beitrag wagt eine systematische Annäherung an ein viel verwendetes Modewort. 1 Authentisch: Der Anfang der Authentizität Das Wort authentisch stammt von griechisch αυθεντικός (authentikos), [...]]]></description>
				<content:encoded><![CDATA[<p><img class="alignleft size-full wp-image-1194" title="artikelbild_original_authentisch" alt="" src="http://www.webosoph.de/wp-content/uploads/2011/06/artikelbild_original_authentisch.jpg" width="160" height="130" /><strong>Der Ruf nach Authentizität ist laut &#8211; gerade im Web 2.0. Unternehmen, Marken, Parteien und Personen sollen authentisch sein. Doch was ist &#8216;authentisch&#8217;? Wer kann es sein und warum ist das so wichtig? Dieser Beitrag wagt eine systematische Annäherung an ein viel verwendetes Modewort.<span id="more-1193"></span></strong></p>
<h2>1 Authentisch: Der Anfang der Authentizität</h2>
<p>Das Wort authentisch stammt von griechisch αυθεντικός (authentikos), zu deutsch „zuverlässig, verbürgt“. Gemeint war zunächst das Original, nicht die Kopie, einer Urschrift sowie die Echtheit und damit Gültigkeit einer Urkunde. <strong>Authentizität ist stets von Dritten zugebilligt </strong>womit sich gerade der Begriff des Authentischen als widersprüchlich entlarvt: Was echt ist, liegt im Auge des Betrachters.</p>
<h2>2 Personale Authentizität: Der authentische Mensch</h2>
<p>Auch wenn <strong>Jean-Jaques Rousseau </strong>sich nicht auf das Wort ‚authentisch’ bezog, wird dennoch ihm die <strong>Übertragung des Konzeptes der Authentizität auf den Menschen </strong>zugeschrieben (vgl. u. a. <a title="Berger, Johannes (2004): Über den Ursprung der Ungleichheit unter den Menschen. Zeitschrift für Soziologie (33) 5/2004, S. 354-374" href="http://www.zfs-online.org/index.php/zfs/article/view/1171/708" target="_blank">➚Berger 2004</a>; <a title="Saupe, Achim (2010): Authentizität. [V1.0], Docupedia-Zeitgeschichte" href="http://docupedia.de/docupedia/images/c/c3/Authentizit%C3%A4t.pdf" target="_blank">➚Saupe 2010</a>). Denn Rousseau beschreibt und kritisiert in seinen ‚Abhandlungen über den Ursprung und die Grundlagen der Ungleichheit unter den Menschen’, dass in der hochkulturellen Gesellschaft die Menschen nicht sie selbst sind, sondern sich so geben bzw. erscheinen, wie die Gesellschaft es erwartet bzw. prägt:  ,,<em>Der Wilde lebt in sich selbst; der gesellschaftliche Mensch ist immer außerhalb seiner selbst und weiß nur in der Meinung der anderen zu leben</em>.&#8221; (<a title="Rousseau, Jean-Jaques (1775): Discours sur l’origine et les fondements de l’inégalité parmi les hommes." href="http://books.google.com/books?id=DH0HAAAAQAAJ&amp;printsec=frontcover&amp;hl=de" target="_blank">➚Rousseau 1774:181</a>). Er kritisiert diesen Missstand und setzt ihm das Ideal der äußerlichen Verwirklichung des inneren Selbst gegenüber.<br />
Umgangssprachlich wird der Begriff der <strong>Authentizität</strong> auch heute in diesem Sinne verstanden, als <strong>die für Dritte feststellbare Übereinstimmung von innerem Wollen und äußerem Handeln</strong>.</p>
<p>Rousseaus Freund und intellektueller Streitpartner, <strong>Denis Diderot</strong>, stellt in seinem philosophischen Dialog ‚Rameaus Neffe’ (<a title="Diderot, Denis (1774): Le Neveu de Rameau. (Rameaus Neffe)" href="http://gutenberg.spiegel.de/buch/666/1" target="_blank">➚Diderot 1774</a>) hingegen einen Entwurf des Menschen vor, der komplexer ist, als Rousseaus <em>Innen versus Außen</em>: Für Diderot ist das menschliche <em>Ich</em> unstrukturiert, bruchstückhaft und wandelt sich mit der Zeit. In den vielfältigen Situation des Lebens und der Gesellschaft treten dann jeweils andere Facetten dieses <em>Ich</em>s in den Vordergrund. Dennoch bleibe der Einzelne erkennbar an seiner Aufrichtigkeit bzw. an seinem Charakter.</p>
<p>Den amerikanischen Sozialpsychologen Michael H. Kernis und Brian M. Goldman zufolge <strong>erlebt sich der Mensch selbst als authentisch</strong>, wenn <strong>vier Bedingungen </strong>erfüllt sind ( vgl. <a title="Kernis, Michael H./ Goldman, Brian M. (2006): A multicomponent conceptualization of authenticity. Theory and research. In: Zanna, Mar P. (Hrsg.) (2006): Advances in Experimental Social Psychology. New York: Academic Press, S. 283-357" href="http://a-s.clayton.edu/bgoldman/Research/Final_Chapter.pdf" target="_blank">➚Kernis/Goldman 2006</a>):</p>
<p style="padding-left: 30px;"><strong>(1)  Bewusstheit</strong> über die eigenen Stärken und Schwächen, Gefühle und Absichten sowie über tief verwurzelte Persönlichkeitsaspekte</p>
<p style="padding-left: 30px;"><strong>(2)  Unvoreingenommenheit</strong> gegenüber Rückmeldung auf die eigene Person – ganz gleich ob diese aus persönlichem Wissen, innerer Erfahrung oder von außen kommen.</p>
<p style="padding-left: 30px;"><strong>(3)  Übereinstimmung</strong> des Verhaltens mit den eigenen Werten, Vorlieben und Bedürfnissen, unabhängig davon, ob dies anderen gefällt, belohnt oder dadurch Bestrafung vermieden wird.</p>
<p style="padding-left: 30px;"><strong>(4)  Offenheit</strong> und Wahrhaftigkeit in den eigenen engen Beziehungen.</p>
<p>Diese vier Aspekte lesen sich wie ein Katalog für die Zufriedenheit mit sich selbst. Doch darum geht es bei der Authentizität gar nicht. Sie ist keine Eigenschaft eines Menschen, sondern ist ein Urteil Dritter: <strong>Authentizität ist ein Etikett, das einer Person angeheftet wird oder eben nicht.</strong> Man kann es sich nicht selbst anheften; der Versuch macht unauthentisch.</p>
<p>Doch <strong>wie beurteilen Menschen</strong>,<strong> ob jemand </strong>für sie <strong>authentisch ist</strong>? Als Annäherung kann die Theorie der <strong>Verantwortungszuschreibung</strong> des amerikanischen Psychologen Harold H. Kelley dienen (<a title="Kelley, Harold H. (1973): The Processes of Causal Attribution. In: American Psychologist (28) 2, S. 107-128" href="http://psycnet.apa.org/index.cfm?fa=search.displayRecord&amp;uid=1973-24800-001" target="_blank">➚Kelley 1973</a>). Demnach wäre derjenige authentisch, dessen <strong>Meinung und Verhalten</strong></p>
<p style="padding-left: 30px;"><strong>(1)  konsistent</strong> ist, der also schon früher dieselbe Meinung und dasselbe Verhalten offenbart hat,</p>
<p style="padding-left: 30px;"><strong>(2)  nicht distinkt </strong>ist, d. h. er diese Meinung und dieses Verhalten nicht nur gegenüber einer bestimmten Person oder in einer bestimmten Situation zeigt,</p>
<p style="padding-left: 30px;"><strong>(3)  nicht konsensual </strong>ist, seine Meinung also nicht der Mehrheitsmeinung und sein Verhalten nicht dem allgemeinen Verhalten entspricht.</p>
<p>Der dritte Punkt macht deutlich, dass Authentizität erst dann wirklich wird, wenn jemand mit seiner Meinung oder seinem Verhalten auf Widerstand trifft und dennoch &#8216;seine Linie&#8217; beibehält, auch wenn ihm dadurch Nachteile entstehen. <strong>Ohne Widerstand, ohne Zweifel, gibt es keine Authentizität.</strong><sup><a title="Gleichzeitig ist die Grenze der Einschätzung ob jemand noch als authentisch oder bereits als stur oder dumm gilt fließend und von dem Urteil über das Verhältnis von in Kauf genommenem Nachteil und dadurch verteidigter Werthaltung abhängig." href="#1" name="0">1</a></sup> Dennoch: Menschen können ihre Meinung oder ihr Verhalten ändern, ohne gleich als Opportunist zu gelten, wenn sie ihren Wandel für Dritte nachvollziehbar machen können.</p>
<p>Im Alltag wird einer Person in der Regel zunächst unterstellt, sie sei authentisch. Dadurch wird deutlich: <strong>Authentizität wird erst dann relevant, wenn sie in Frage gestellt ist.</strong></p>
<p><strong>Warum </strong>aber<strong> ist Authentizität im menschlichen Miteinander wichtig</strong>? Wer authentisch ist, der ist in gewisser Weise <strong>berechenbar</strong>, damit ist auf ihn Verlass, was <strong>Sicherheit</strong> gibt. Authentizität bildet also eine <strong>Grundlage für Vertrauenswürdigkeit</strong>.<br />
Dennoch ist Authentizität an sich kein sozialer Wert: Wenn jemand sagt, er sei ein Arschloch und sich dann auch wie ein Arschloch verhält, ist er authentisch, aber eben ein Arschloch.</p>
<h2>3 Corporative Authentizität: Authentische Unternehmen</h2>
<p>In der Wahrnehmung der Menschen ist ein <strong>Unternehmen mehr, als die Summe seiner Mitarbeiter</strong>: Es wird <strong>als ein Ganzes, als Persönlichkeit gesehen</strong>, dessen Wesen durch die Handlungen seiner Stellvertreter offenbar wird. Dies zeigt sich auch in der Weise, wie Menschen von Unternehmen sprechen &#8211; als sei es tatsächlich ein Corporate Citizen. Erklärbar wird das durch die <strong>Theorie des Animismus </strong>(<a title="Gilmore, George W. (1919): Animism. Thought Currents of Primitive People." href="http://www.archive.org/stream/cu31924029865858#page/n5/mode/2up" target="_blank">➚Gilmore 1919</a>), nach der Menschen dazu neigen, für sie wichtige Erscheinungen des Alltagslebens zu beseelen.</p>
<p>Werden aber einem Unternehmen Züge einer Person zugestanden, kann es dann auch authentisch sein? Die Antwort folgt aus der &#8216;inneren Natur&#8217; einer jeden Unternehmung: dem <strong>Streben nach Gewinn</strong>. Ein Unternehmen existiert nur deshalb, weil auf diese Weise mehr Gewinn erwirtschaftet werden kann, als wenn der Geschäftszweck durch eine andere Form der Organisation verfolgt würde (vgl. <a title="Coase, Ronald H. (1937): The Nature of the Firm." href="http://www.sonoma.edu/users/e/eyler/426/coase1.pdf" target="_blank">➚Coase 1937</a>). Dadurch aber erscheint ein <strong>Unternehmen per se dem Opportunismus verpflichtet</strong>: Es muss alles in Frage stellen, bis auf das Streben nach Gewinn. Das in Kauf nehmen von (wirtschaftlichen) Nachteilen ist stets nur Teil eines Kalküls, das den Nachteil akzeptiert, weil dadurch letztlich doch mehr Gewinn erwirtschaftet wird. So sollen z. B. Investitionen in soziales Engagement, Umweltorientierung und nachhaltige Produktion die Kaufbereitschaft der Kunden mehren, gesetzliche Reglementierungen abwehren und dienen letztlich der Profitmaximierung. Im Moment der Bewährung, jenem Moment, der Authentizität im eigentlichen Sinne ausmacht, ist ein Unternehmen gezwungen, seine bisherigen (werttreibenden) Werte aufzugeben und sich neu auf den Gewinn hin auszurichten. Allein hierin ist es authentisch.</p>
<p>Wollte ein Unternehmen für seine Zielgruppe wirklich authentisch wirken, müsste es das eigene <strong>Gewinnstreben in seiner Selbstdarstellung </strong>gegenüber der Zielgruppe in hinreichender Prominenz<strong> integrieren</strong>. Mindestens aber müsste die <strong>Kommunikation </strong>eines Unternehmens der <strong>Realität</strong> desselben und diese dem kommunikativ gewollten Image entsprechen. Dies ohne Gewinneinbußen zu realisieren, bleibt eine Managementaufgabe der gegenwärtigen Zukunft.</p>
<h2>4 Marken-Authentizität: Authentische Marken</h2>
<p><strong>Marken </strong>sind <strong>Vehikel zur Erreichung von Marketingzielen</strong>. Im Fokus des Markenmanagements stehen die <strong>Markenbekanntheit</strong> und das der Marke anhaftende <strong>Image</strong>. Im Idealfall schafft dieses <strong>Vertrauen </strong>gegenüber der Marke und den mit ihr assoziierten Produkten, das – als <strong>Vorwegnahme künftigen (Kunden)Verhaltens </strong>– den <strong>Markenwert</strong> bestimmt.</p>
<p>Da eine Marke ein Instrument zur Gewinnerzielung ist, kann sie im eigentlichen Sinne nicht authentisch sein, sondern ist <strong>opportunistisch angelegt</strong>: Sie wird aufgegeben oder verändert, wenn dadurch mehr Gewinn erwirtschaftet werden kann. Für sie gilt im Kern dasselbe, wie für Unternehmen.</p>
<p>Dessen ungeachtet haben Christoph Burmann und Mike Schallehn ein Konzept der <strong>Markenauthentizität </strong>als „aus <em>der Konsumentenperspektive wahrgenommene Wahrhaftigkeit des proklamierten Markennutzenversprechens</em>“ abgeleitet (vgl. <a title="Burmann, Christoph/Schallehn, Mike (2008): Die Bedeutung der Marken-Authentizität für die Markenprofilierung. Arbeitspapier Nr. 31. Universität Bremen." href="http://www.brandauthenticity.org/LiM-AP-31-Marken-Authentizitaet.pdf" target="_blank">➚Burmann/Schallehn 2008:44</a>) und als „<em>Dominanz identitätsbezogener statt umweltbezogener Handlungsverursachung</em>“ operationalisiert (vgl. <a title="Burmann, Christoph/Schallehn, Mike (2010): Konzeptualisierung von Marken-Authentizität. Arbeitspapier Nr. 44. Universität Bremen ." href="http://www.brandauthenticity.org/LiM-AP-44-Konzeptualisierung-von-Markenauthentizitaet.pdf" target="_blank">➚Burmann/Schallehn 2010</a>). Zu Deutsch: Markenauthentizität beschreibt, in wie weit der Einzelne dem Nutzenversprechen einer Marke glaubt. Dieser Glaube hängt davon ab, ob die Mehrheit der im Namen der Marke ausgeführten Handlungen für vereinbar mit ihrem Nutzenversprechen erscheint, d. h. ob die Marke hält, was sie verspricht. Daher spielt die (werbliche) Thematisierung der <strong>Markenherkunft</strong> hier eine bedeutende Rolle. Dasselbe lässt sich auf Unternehmen übertragen.</p>
<p>Betrachtet man die Rolle der Marke für <strong>Konsumenten</strong>, wird deutlich, dass diese eine <strong>Marke für die eigene Authentizitätskonstruktion </strong>nutzen: Als Spiegel von Selbstbild und Sehnsucht der Zielgruppe, für die sie geschaffen wurde, dient eine Marke zur Selbstbestätigung und zur Selbstdarstellung (vgl. <a title="Aaker, David A. (2010): Building String Brands. Sydney (Australia): Simon &amp; Schuster" href="http://www.amazon.de/gp/redirect.html?ie=UTF8&amp;location=http%3A%2F%2Fwww.amazon.de%2FBuilding-Strong-Brands-David-Aaker%2Fdp%2F1849830401%3Fie%3DUTF8%26qid%3D1310072752%26sr%3D1-1-fkmr1&amp;site-redirect=de&amp;tag=webosoph-21&amp;linkCode=ur2&amp;camp=1638&amp;creative=6742" target="_blank">➚Aaker 2010:153ff</a>).</p>
<h2>5  Virtuelle Authentizität: Mehr &#8220;authentisch&#8221; dank Web 2.0</h2>
<p>Das Internet bzw. Web 2.0 fördert die Relevanz des Themas ‚Authentizität’ &#8211; zunächst dadurch, dass es das Fehlen selbiger thematisiert: (Nahezu) Jede Abweichung von Leistungsversprechen und Leistungserleben wird via Web 2.0 öffentlich, beeinflusst Image und Reputation negativ und senkt Umsatz und Attraktivität für Kunden, Mitarbeiter und Geschäftspartner.</p>
<p>Zwar haben schon vor dem Web 2.0 Medien die Diskrepanzen zwischen den geäußerten Positionierungen von Personen, Parteien und Unternehmen und ihrem tatsächlichen Handeln aufgedeckt; durch das &#8216;Mitmach-Web&#8217; wird diese investigative Komponente jedoch potenziert. Jeder Privatmensch, sei er Mitarbeiter, Kunde oder Wettbewerber, kann seine Einblicke und Informationen offen legen - über Erfahrungsberichte oder mittels Enthüllungsportalen, wie wikileaks.org.</p>
<p>Gleichzeitig vermehrt das Web 2.0 für Personen, Parteien und Marken die Möglichkeiten, für ihre Zielgruppen direkt erlebbar zu werden und so ein stabileres Image und den Eindruck von Authentizität zu schaffen.</p>
<h2><strong>6  Zusammenfassung</strong></h2>
<p>Authentizität ist eher eine (unterstellende) Meinung und weniger eine Eigenschaft. Sie wird nur dann zum Thema, wenn sie in Frage gestellt ist.<br />
Menschen wirken authentisch, wenn ihr (erkennbares) inneres Wollen und äußeres Handeln übereinstimmen. Da dies zu erkennen nicht direkt möglich ist, wird auf Authentizität eines Menschen geschlossen, wenn dessen Meinungen bzw. Handlungen konsistent, jedoch nicht distinkt und nicht konsensual erscheinen.<br />
Unternehmen und Marken dienen allein der Gewinnerzielung und können nur hierin authentisch sein. In Phasen hinreichender Stabilität der Gewinne können Marken sich allerdings als authentisch im Urteil ihrer Zielgruppe generieren, solange das Leistungsversprechen der Marke bzw. des Unternehmens mit dem tatsächlichen Nutzen und der tatsächlichen Realität dahinter übereinstimmen: Vorzüge dürfen  kommuniziert werden, jedoch ohne die Mängel zu verschweigen. Das Web 2.0 hilft, mehr als es die klassischen Massenmedien je konnten, diese Forderung durchzusetzen.<br />
Diese Betrachtung sei beschlossen mit einem Gedanken von <a href="http://www.amazon.de/gp/redirect.html?ie=UTF8&amp;location=http%3A%2F%2Fwww.amazon.de%2Fgp%2Fproduct%2F3257238878&amp;site-redirect=de&amp;tag=webosoph-21&amp;linkCode=ur2&amp;camp=1638&amp;creative=6742" target="_blank">➚Oscar Wild</a>: &#8221;<em>Wir sind uns niemals so treu wie in den Augenblicken der Inkonsequenz</em>.&#8221; Wie wahr!</p>
<p>_______________<br />
<strong>Anmerkungen:</strong><br />
<sup><a href="#0" name="1">1</a></sup><sub>Gleichzeitig ist die Grenze der Einschätzung ob jemand noch als authentisch oder bereits als stur oder dumm gilt fließend und von dem Urteil über das Verhältnis von in Kauf genommenem Nachteil und dadurch verteidigter Werthaltung abhängig. <a title="zurück" href="#0">=&gt;ZURÜCK</a></sub></p>
<h3><strong> </strong></h3>
<h3><strong>Quellenverzeichnis</strong></h3>
<p><sub><strong>Aaker</strong>, David A. (<strong>2010</strong>): Building String Brands. Sydney (Australia): Simon &amp; Schuster  <a title="Aaker, David A. (2010): Building String Brands. Sydney (Australia): Simon &amp; Schuster" href="http://www.amazon.de/gp/redirect.html?ie=UTF8&amp;location=http%3A%2F%2Fwww.amazon.de%2FBuilding-Strong-Brands-David-Aaker%2Fdp%2F1849830401%3Fie%3DUTF8%26qid%3D1310072752%26sr%3D1-1-fkmr1&amp;site-redirect=de&amp;tag=webosoph-21&amp;linkCode=ur2&amp;camp=1638&amp;creative=6742" target="_blank">➚Amazon-Link</a></sub></p>
<p><sub><strong>Berger</strong>, Johannes (<strong>2004</strong>): Über den Ursprung der Ungleichheit unter den Menschen. Zeitschrift für Soziologie (33) 5/2004, S. 354-374 <a title="Berger, Johannes (2004): Über den Ursprung der Ungleichheit unter den Menschen. Zeitschrift für Soziologie (33) 5/2004, S. 354-374" href="http://www.zfs-online.org/index.php/zfs/article/view/1171/708" target="_blank">➚Direktlink</a></sub></p>
<p><sub><strong>Burmann</strong>, Christoph/<strong>Schallehn</strong>, Mike (<strong>2008</strong>): Die Bedeutung der Marken-Authentizität für die Markenprofilierung. Arbeitspapier Nr. 31. Universität Bremen. </sub><a title="Burmann, Christoph/Schallehn, Mike (2008): Die Bedeutung der Marken-Authentizität für die Markenprofilierung. Arbeitspapier Nr. 31. Universität Bremen." href="http://www.brandauthenticity.org/LiM-AP-31-Marken-Authentizitaet.pdf" target="_blank"><sub>➚Direktlink</sub></a></p>
<p><sub><strong>Burmann</strong>, Christoph/<strong>Schallehn</strong>, Mike (<strong>2010</strong>): Konzeptualisierung von Marken-Authentizität. Arbeitspapier Nr. 44. Universität Bremen.  <a title="Burmann, Christoph/Schallehn, Mike (2010): Konzeptualisierung von Marken-Authentizität. Arbeitspapier Nr. 44. Universität Bremen ." href="http://www.brandauthenticity.org/LiM-AP-44-Konzeptualisierung-von-Markenauthentizitaet.pdf" target="_blank">➚Direktlink</a></sub></p>
<p><sub><strong>Coase</strong>, Ronald H. (<strong>1937</strong>): The Nature of Firms. Economica. New Series. Vol. 4, No. 16 (Nov., 1937), S. 386-405 <a title="Coase, Ronald H. (1937): The Nature of the Firm." href="http://www.sonoma.edu/users/e/eyler/426/coase1.pdf" target="_blank">➚Direktlink</a></sub></p>
<p><sub><strong>Diderot</strong>, Denis (<strong>1774</strong>): Le Neveu de Rameau. (Übersetzung: von Goethe) <a title="Diderot, Denis (1774): Le Neveu de Rameau. (Rameaus Neffe)" href="http://gutenberg.spiegel.de/buch/666/1" target="_blank">➚Direktlink</a></sub></p>
<p><sub><strong>Gilmore,</strong> George W. (<strong>1919</strong>): Animism. Thought Currents of Primitive People. <a title="Gilmore, George W. (1919): Animism. Thought Currents of Primitive People." href="http://www.archive.org/stream/cu31924029865858#page/n5/mode/2up" target="_blank">➚Direktlink</a></sub></p>
<p><sub><strong>Kelley</strong>, Harold H. (<strong>1973</strong>): The Processes of Causal Attribution. In: American Psychologist (28) 2, S. 107-128 <a title="Kelley, Harold H. (1973): The Processes of Causal Attribution. In: American Psychologist (28) 2, S. 107-128" href="http://psycnet.apa.org/index.cfm?fa=search.displayRecord&amp;uid=1973-24800-001" target="_blank">➚Bestellen via APA PsychNet</a></sub></p>
<p><sub><strong>Kernis</strong>, Michael H./<strong>Goldman</strong>, Brian M. (2006): A multicomponent conceptualization of authenticity. Theory and research. In: Zanna, Mar P. (Hrsg.) (2006): Advances in Experimental Social Psychology. New York: Academic Press, S. 283-357  <a title="Kernis, Michael H./ Goldman, Brian M. (2006): A multicomponent conceptualization of authenticity. Theory and research. In: Zanna, Mar P. (Hrsg.) (2006): Advances in Experimental Social Psychology. New York: Academic Press, S. 283-357" href="http://a-s.clayton.edu/bgoldman/Research/Final_Chapter.pdf" target="_blank">➚Direktlink</a></sub></p>
<p><sub><strong>Rousseau</strong>, Jean-Jaques <strong>(1775</strong>): Discours sur l’origine et les fondements de l’inégalité parmi les hommes.  <a title="Rousseau, Jean-Jaques (1775): Discours sur l’origine et les fondements de l’inégalité parmi les hommes." href="http://books.google.com/books?id=DH0HAAAAQAAJ&amp;printsec=frontcover&amp;hl=de" target="_blank">➚Direktlink (fr.)</a></sub></p>
<p><sub><strong>Saupe</strong>, Achim (<strong>2010</strong>): Authentizität. [V1.0], Docupedia-Zeitgeschichte.  <a title="Saupe, Achim (2010): Authentizität. [V1.0], Docupedia-Zeitgeschichte" href="http://docupedia.de/docupedia/images/c/c3/Authentizit%C3%A4t.pdf" target="_blank">➚Direktlink</a></sub></p>
<p><sub><strong>Wild</strong>, Oscar (<strong>2009</strong>): Denken mit Oscar Wild. Zürich: Diogenes. S. 100  <a href="http://www.amazon.de/gp/redirect.html?ie=UTF8&amp;location=http%3A%2F%2Fwww.amazon.de%2Fgp%2Fproduct%2F3257238878&amp;site-redirect=de&amp;tag=webosoph-21&amp;linkCode=ur2&amp;camp=1638&amp;creative=6742" target="_blank">➚Amazon-Link</a></sub></p>
<p><sub>    </sub></p>
<hr /><small>Copyright &copy; 2008-2012 | Webosoph.de | Thomas W. Ullrich, Düsseldorf<br /> This feed is for personal, non-commercial use only. <br /> The use of this feed on other websites breaches copyright. If this content is not in your news reader, it makes the page you are viewing an infringement of the copyright. (Digital Fingerprint:<br /> e4218ba0a75a197449097af25497492c)</small>]]></content:encoded>
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		</item>
		<item>
		<title>Web 2.0 Nutzertypologie: Macher, Partizipative, Soziale und passive Zuschauer. Ein Update.</title>
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		<pubDate>Sun, 26 Jun 2011 12:46:37 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Thomas W. Ullrich</dc:creator>
				<category><![CDATA[Social Media]]></category>
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		<category><![CDATA[Die passiven Zuschauer]]></category>
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		<category><![CDATA[Social Technographics Ladder]]></category>
		<category><![CDATA[social Web]]></category>
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		<category><![CDATA[Verbraucheranalyse]]></category>
		<category><![CDATA[Web 2.0]]></category>
		<category><![CDATA[Web 2.0 Nutzertypologie]]></category>
		<category><![CDATA[Zielgruppenanalyse]]></category>

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		<description><![CDATA[Der Segmentierungsansatz der Social Technographics Ladder wurde mittels der Verbraucheranalyse erstmals 2009 für Deutschland adaptiert. Nun liegt das erste Update auf Basis der VA 2010 III vor. Dabei erhielten die vier Web 2.0 Nutzertypen neue Namen. Der Vergleich der Jahre 2009 und 2010 zeigt zudem: Die Internetgemeinde ist deutlich gewachsen und aktiver geworden. &#160; 1  [...]]]></description>
				<content:encoded><![CDATA[<p style="text-align: justify;"><strong><img class="alignleft size-full wp-image-1098" title="artikelbild_4-Web2_0-Nutzertypen_kl" alt="Web 2.0 Nutzertypologie - Webosoph.de 2011" src="http://www.webosoph.de/wp-content/uploads/2011/06/artikelbild_4-Web2_0-Nutzertypen_kl.jpg" width="160" height="130" /></strong><strong> </strong><strong>Der Segmentierungsansatz der Social Technographics Ladder wurde mittels der Verbraucheranalyse erstmals 2009 für Deutschland adaptiert. Nun liegt das erste Update auf Basis der VA 2010 III vor. Dabei erhielten die vier Web 2.0 Nutzertypen neue Namen. Der Vergleich der Jahre 2009 und 2010 zeigt zudem: Die Internetgemeinde ist deutlich gewachsen und aktiver geworden. <span id="more-1095"></span></strong></p>
<p>&nbsp;</p>
<h2>1  Web 2.0 Nutzertypologie im Überblick: Vier Online Nutzertypen</h2>
<p>Der Modellansatz unterscheidet vier Arten, wie Menschen das Social Web nutzen und bündelt diese in Web 2.0 Nutzertypen (Zahlen für 2010): <strong>(1) Die Macher </strong>(5,3 Mio.), die initiativ Inhalte erstellen und im Social Web veröffentlichen. Sie wollen selber machen, zeigen und gesehen werden; <strong>(2) Die Partizipativen </strong>(4,9 Mio.), die reaktiv auf bestehenden Projekten bzw. Plattformen aktiv werden – mitreden, mitteilen und mitmachen (teilhaben); <strong>(3) Die Sozialen </strong>(8,5 Mio.), die ein Profil in mindestens einem online Social Network pflegen und für die das Internet vor allem dem sozialen Kontakt zu bestehenden und neuen Freunden und Bekannten dient; <strong>(4)</strong> <strong>Die passiven Zuschauer</strong> (29,4 Mio.), die am Web 2.0 nicht aktiv teilhaben und mehr oder (eher) weniger bewusst Zuschauen, d. h. neben redaktionellen Inhalten auch nutzergenerierte Inhalte konsumieren.</p>
<p>&nbsp;</p>
<p style="text-align: center;"><img class="aligncenter size-full wp-image-1105" title="Die Web 2.0 Nutzertypen" alt="" src="http://www.webosoph.de/wp-content/uploads/2011/06/Webosoph_de_Web_2_0_Nutzertypen.jpg" width="511" height="461" /><sup><br />
<strong>Abb. 1:</strong> Die Web 2.0 Nutzertypen im Überblick</sup></p>
<p>&nbsp;</p>
<p>Der Ansatz ist eine Adaption der Social Technographics Ladder (vgl. <a title="Li/Bernoff (2008): Groundswell." href="http://www.amazon.de/gp/redirect.html?ie=UTF8&amp;location=http%3A%2F%2Fwww.amazon.de%2FGroundswell-Winning-Transformed-Social-Technologies%2Fdp%2F1422125009%3Fie%3DUTF8%26s%3Dbooks-intl-de%26qid%3D1284031816%26sr%3D8-1&amp;site-redirect=de&amp;tag=denkhallecons-21&amp;linkCode=ur2&amp;camp=1638&amp;creative=6742" target="_blank">➚Li/Bernoff 2008</a>) für Deutschland mittels der Verbraucheranalyse (<a title="Ullrich (2010): Wer bloggt ist nicht unbedingt in online Social Networks aktiv." href="http://www.webosoph.de/2010/09/10/wer-bloggt-ist-nicht-unbedingt-in-online-social-networks-aktiv-serie-soziologie-und-typologien-der-web-2-0-nutzer-teil-3-von-7/" target="_blank">➚Ullrich 2010</a>). Dabei sind die einzelnen Typen – entsprechend des Vorbilds – nicht exklusiv angelegt: Ein <em>Macher</em> kann gleichzeitig ein <em>Partizipativer</em> sein, ohne zu den <em>Sozialen</em> gehören zu müssen. Die Typen lassen sich daher besser als <strong>Rollen</strong> verstehen, die Internetnutzer einnehmen.</p>
<p>Tatsächlich aber besitzt jeder dieser Nutzertypen eine Core Group, die ausschließlich diese eine Rolle lebt – so sind z. B. 58,4 Prozent der <em>Sozialen</em> nur in online Social Networks aktiv, ohne sich zudem als <em>Partizipativer</em> oder gar als <em>Mache</em>r zu betätigen.</p>
<p>Durch die Anwendung dieser Typologie auf in Marketing und Unternehmenskommunikation breits bestehende Zielgruppen bzw. Anspruchsgruppen  (Stichwort: „Segmentierung der Segmente“), lässt sich leicht ein erster Zugang für die Ableitung einer wirkungsvollen Web 2.0 Strategie gewinnen.</p>
<h2>2  Netzdynamik: Veränderungen bei den Web 2.0 Nutzertypen</h2>
<p>Zwischen 2009 und 2010 ist die Internetgemeinde insgesamt nicht nur deutlich gewachsen (+17,3%) sondern auch aktiver geworden: Während die Gruppe der<em> passiven Zuschauer</em> um 2,5 Millionen Nutzer wuchs, machte sie dennoch 2010 nur einen Anteil von 67,7 % der Onlinegemeinde aus – knapp fünf Prozentpunkte weniger als im Vorjahr. Knapp ein Drittel der Internetnutzer nimmt also in irgendeiner Weise aktiv am Social Web teil.</p>
<p>Den deutlichsten Zuwachs verzeichnete die Gruppe der <em>Sozialen</em> (+51,4 %). Doch auch die <em>Partizipativen</em> (+36,1 %) und die <em>Macher</em> (+29,2 %) wuchsen deutlich gegenüber dem Vorjahr. Während die <em>Sozialen</em> in der Core Group, d. h. derjenigen, die nur die Rolle der <em>Sozialen</em> wahrnehmen, anteilig leicht wuchs (+3,1 Prozentpunkte), schrumpfte die Core Group der <em>Partizipativen</em> (-2,6 Prozentpunkte) und der <em>Macher</em> (-2,6) leicht. (Daten VA 2009 III/2010 III).</p>
<p>&nbsp;</p>
<p><img class="aligncenter size-full wp-image-1108" title="Web 2.0 Nutzertypen Vergleich der Anteile 2009 - 2010" alt="" src="http://www.webosoph.de/wp-content/uploads/2011/06/Webosoph_de_Web_2_0_Nutzertypen_Daten_2009-2010.jpg" width="592" height="225" /></p>
<p>&nbsp;</p>
<h2>3  Die Web 2.0 Nutzertypen 2010 im Detail</h2>
<p>&nbsp;</p>
<p><strong><img class="alignleft size-full wp-image-1113" title="Die Macher ( Web 2.0 Nutzertypologie)" alt="" src="http://www.webosoph.de/wp-content/uploads/2011/06/Web_2_0_Nutzertyp-Die_Macher.jpg" width="160" height="130" /></strong></p>
<p><strong>(1) Die Macher</strong> (12,1 % der Internetnutzer; 5,3 Mio.)</p>
<p>Die <em>Macher</em> erstellen und veröffentlichen initiativ Inhalte im Social Web. Für sie stehen expressive bis exhibitionistische Motive im Vordergrund, etwa sich selbst auszudrücken und mitzuteilen bzw. sich und ihrer Sicht der Dinge ein Forum zu schaffen. Sie betreiben Blogs,  stellen Bildern in einer Bilder-Sharing Community ein oder posten selbst erstellte Videos etc.</p>
<p>Sie sind eher männlich (68 %), mehrheitlich zwischen 14 und 49 Jahre alt und mehrheitlich ledig, zu einem Drittel verheiratet. Sie haben eine eher höhere Bildung (58,3 % Akademiker), sind überwiegend berufstätig oder noch in der Ausbildung (ein Drittel). Sie haben einen hohen Anteil Selbstständiger mit bis zu fünf Beschäftigten sowie qualifizierter/leitender Angestellter und Angehöriger der freien Berufe. Einkommen und Konsumspielraum sind deutlich gehoben. Die Nutzung von Zeitungen, Zeitschriften und Fernsehen liegt leicht unter Bundesdurchschnitt – die Radionutzung ist durchschnittlich. Sie nutzen das Internet im Schnitt an 6,1 Tagen in der Woche, 1 bis 2 Stunden pro Wochentag und ebenso lange am Wochenende.</p>
<p>Mehr als die Hälfte (59 %) hat bzw. pflegt die eigene Homepage, etwa ein Drittel lädt eigene Videos, ein Fünftel eigene Bilder ins Internet hoch. 14 % betreiben einen eigenen Blog. Weniger als die Hälfte hat in Profil in einem online Social Network und weniger als ein Drittel liest und kommentiert Blogs. Etwa ein Viertel nutzt das Internet auch via Handy. 37,3 % (1,96 Mio.) von ihnen bilden die <em>Core Macher</em>, d. h. jene Internetnutzer, die nur die Rolle der <em>Macher</em> wahrnehmen (nicht gleichzeitig <em>Partizipative</em> oder <em>Soziale</em> sind).</p>
<p>Beispiele geeigneter Instrumente der Online-Kommunikation:</p>
<ul>
<li>Bereitstellung von Material zur Verwendung im eigenen Format;</li>
<li>Option nutzergenerierte Inhalte zu veröffentlichen (Innovationsplattform, Kreations-Wettbewerbe, Call for Papers/Videos/Songs etc.)</li>
</ul>
<p>&nbsp;</p>
<p><strong><img class="alignleft size-full wp-image-1116" title="Die Partizipativen (Web 2.0 Nutzertypologie)" alt="" src="http://www.webosoph.de/wp-content/uploads/2011/06/Web_2_0_Nutzertyp-Die_Partizipativen.jpg" width="160" height="130" />(2) Die Partizipativen</strong> (11,2 % der Internetnutzer; 4,9 Mio.)</p>
<p>Sie erstellen reaktiv und partizipativ Inhalte im Web 2.0. Sie wollen im Internet vor allem an etwas Großem teilhaben, mit ihrem Beitrag dazugehören oder zu einem bestimmten Thema ihre Meinung bzw. Erfahrung teilen. Sie lesen Blogs und kommentieren diese, arbeiten an Nachschlagewerken wie Wikipedia mit oder engagieren sich in Online-Foren zu für sie wichtigen Themen.</p>
<p>Sie sind eher männlich (62,2 %), mehrheitlich zwischen 14 und 39 Jahren alt und mehrheitlich ledig, zu einem Drittel verheiratet. Sie haben eine deutlich höhere Bildung (64,7 % Akademiker). Sie sind mehrheitlich berufstätig (61,1 %) oder in der Schule bzw. Ausbildung (31,1 %). Sie weisen einen hohen Anteil qualifizierter Angestellter, sonstiger Angestellter sowie einen erhöhten Anteil Selbstständiger mit bis zu fünf Beschäftigten auf. Das Einkommen ist hoch, das frei verfügbare Einkommen eher sehr hoch &#8211; bei den Auszubildenden durchschnittlich.</p>
<p>Die Nutzung von Zeitschriften, Zeitungen sowie Radio entspricht dem Bundesdurchschnitt – allein die TV-Nutzung liegt etwas darunter. Sie nutzen das Internet durchschnittlich an 6,1 Tagen in der Woche – Wochentags wie am Wochenende für 1 bis 2 Stunden pro Tag. Etwa ein Viertel nutzt das Internet auch via Handy.</p>
<p>Weniger als die Hälfte hat ein Profil in einem online Social Network, die Mehrheit (63,1 %) liest und kommentiert Weblogs, etwa ein Drittel arbeitet an Wikis oder Internet Foren zu einem bestimmten Thema mit. Knapp ein Fünftel stellt Videos auf Videoplattformen wie YouTube ein, kaum mehr als je ein Zehntel stellt Bilder in einer Fotoplattform ein bzw. unterhält einen Blog. 33,4 % (1,63 Mio.) bilden die <em>Core Partizipativen</em>, d. h. jene Internetnutzer, die nur die Rolle der <em>Partizipativen</em> wahrnehmen (nicht gleichzeitig <em>Macher</em> oder <em>Soziale</em> sind).</p>
<p>Beispiele geeigneter Instrumente der Online-Kommunikation:</p>
<ul>
<li>Einrichtung von einem Online-Forum oder Wiki</li>
<li>Angebot von Feedback-Optionen</li>
<li>Option, Anwender-/Erfahrungsberichte zu veröffentlichen</li>
<li>Option, Bewertungen abzugeben (Votings) – z. B: in der Produkt-, Design- und Kampagnenentwicklung</li>
<li>Tester-/Rezensenten-Programme</li>
</ul>
<p>&nbsp;</p>
<p><strong><img class="alignleft size-full wp-image-1117" title="Die Sozialen (Web 2.0 Nutzertypologie)" alt="" src="http://www.webosoph.de/wp-content/uploads/2011/06/Web_2_0_Nutzertyp-Die_Sozialen.jpg" width="160" height="130" />(3) Die Sozialen </strong>(19,6 % der Internetnutzer; 8,5 Mio.)</p>
<p>Sie sind in online Social Networks (oSN) aktiv, d. h. pflegen mindestens in einem online Social Network ein Profil. Für sie steht der soziale Kontakt mit anderen im Vordergrund der Internetnutzung. Im Schnitt nutzt ein <em>Sozialer</em> 2,2 (<a title="PDF: Bader et al. (2008): Ergebnisse des Studienprojektes. Der Einsatz von Social Networking Services im Unternehmenskontext." href="http://www.kooperationssysteme.de/wp-content/uploads/technischer-bericht_2008-3.pdf" target="_blank">➚Bader et al. 2008</a>) bis 2,4 (<a title="PDF: Berg (2011): Soziale Netzwerke in Deutschland. Bitkom Präsentation zur Pressekonferenz" href="http://www.bitkom.org/files/documents/PK_Praesentation_Social_media.pdf" target="_blank">➚Berg 2011</a>) online Soziale Netzwerke.</p>
<p>Sie sind etwas eher männlich (53,5 %), im Schwerpunkt zwischen 14 und 29 Jahre alt, zum größten Teil ledig, zu knapp einem Fünftel verheiratet. Sie sind insgesamt leicht überdurchschnittlich gebildet (45,3 % Akademiker) jedoch hat etwa ein Fünftel noch keinen Schulabschluss. Zwei Fünftel befinden sich noch in der Ausbildung und etwa die Hälfte ist berufstätig – vor allem als qualifizierte Angestellte und Angehörige der freien Berufe. Knapp ein Drittel hat (noch) kein Einkommen. Der Großteil lebt in mittel bis besser situierten Haushalten, das frei verfügbare Einkommen ist eher durchschnittlich – bei 13,3 % hoch.</p>
<p>Die Nutzung klassischer Medien (Zeitschriften, Zeitungen, Radio, TV) ist gegenüber dem Bundesdurchschnitt unterdurchschnittlich ausgeprägt. Sie nutzen das Internet durchschnittlich an 6,1 Tagen in der Woche – Wochentags wie am Wochenende für 1 bis 2 Stunden pro Tag.</p>
<p>Knapp ein Fünftel liest und kommentiert Weblogs, 14,3 % stellen Videos ins Internet ein, knapp 12 % haben eine eigene Webseite. Ein Fünftel nutzt das Internet auch über das Mobiltelefon. 58,4 % (5 Mio.) bilden die <em>Core Sozialen</em>, d. h. jene Internetnutzer, die nur die Rolle der <em>Sozialen</em> wahrnehmen (nicht gleichzeitig <em>Macher</em> oder <em>Partizipative</em> sind).</p>
<p>Beispiele geeigneter Instrumente der Online-Kommunikation:</p>
<ul>
<li>Einrichtung eines eigenen online Social Networks (zu einem für die Organisation und die Zielgruppen bzw. Anspruchsgruppen gleichsam interessanten/relevanten Thema)</li>
<li>Aktive(!) Mitgliedschaft/Repräsentanz auf einen fremden online Social Network</li>
<li>Aktionen mit/auf online Social Networks</li>
</ul>
<p>&nbsp;</p>
<p><strong><img class="alignleft size-full wp-image-1118" title="DIe passiven Zuschauer (Web 2.0 Nutzertypologie)" alt="" src="http://www.webosoph.de/wp-content/uploads/2011/06/Web_2_0_Nutzertyp-Die_passiven_Zuschauer.jpg" width="160" height="130" />(4) Die passiven Zuschauer </strong>(67,7 % der Internetnutzer; 29,4 Mio.)</p>
<p>Sie konsumieren die Inhalte des Web 2.0 großteils eher zufällig und beteiligen sich in keiner Weise am Social Web. Ihre Internetnutzung ist dominiert von organisatorischen, informationsgerichteten und teilweise auch voyeuristischen Motiven.</p>
<p>Das Geschlechterverhältnis ist in etwa ausgeglichen, das Alter liegt im Schwerpunkt zwischen 30 und 59 Jahren. Sie sind größtenteils verheiratet (62 %) zu knapp einem Drittel ledig und haben eine eher mittlere Bildung (39 % Akademiker). Sie sind größtenteils berufstätig (71,5 %) und haben ein mittleres bis gehobenes Einkommen mit mittlerem bis gehobenem Konsumspielraum. Sie arbeiten mehrheitlich als qualifizierte, mittlere und einfache Angestellte oder als Beamte und weisen einen erhöhten Anteil von Selbstständigen mit bis zu 49 Beschäftigten auf.</p>
<p>Mit Ausnahme des Radios nutzen sie klassische Medien (Zeitungen, Zeitschriften, TV) im Vergleich zum Bundesdurchschnitt leicht unterdurchschnittlich. Sie nutzen das Internet an durchschnittlich 4,8 Tagen in der Woche – Wochentags wie am Wochenende für eine halbe bis eine Stunde pro Tag.</p>
<p>Sie nutzen vor allem E-Mail (56,8 %), die Online Recherche via Suchmaschinen, Verzeichnissen und Nachschlagewerken (40,8 %) sowie online Banking/-Broking (20 %). Im Vergleich zu den anderen drei Web 2.0 Nutzertypen surfen sie am wenigsten ziellos umher. Nur etwa ein Zehntel nutzt das Internet auch via Mobiltelefon.</p>
<p>Beispiele geeigneter Instrumente der Online-Kommunikation:</p>
<ul>
<li>Einrichtung eines Corporate Blogs</li>
<li>Einrichtung eines Accounts auf Twitter u. ä.</li>
<li>Einrichtung eines Kanals auf youtube u. ä.</li>
<li>Inhalte bereitstellen, die für die Zielgruppe aktuell, relevant und nützlich sind – in ansprechender und immer wieder überraschender/unterhaltsamer Form</li>
<li>Klassische Online-PR</li>
<li>Klassisches Marketing auf von der Zielgruppe besuchten Online Plattformen (Bannerwerbung etc.)</li>
<li>SEO/SEM</li>
</ul>
<p>&nbsp;</p>
<h3>4  Web 2.0 Nutzertypologie: Hintergrund, Methode und Einschränkungen</h3>
<p>Die Web 2.0 Nutzertypologie basiert auf einem von Charlene Li und Josh Bernoff vorgestellten (<a title="Li/Bernoff (2008): Groundswell." href="http://www.amazon.de/gp/redirect.html?ie=UTF8&amp;location=http%3A%2F%2Fwww.amazon.de%2FGroundswell-Winning-Transformed-Social-Technologies%2Fdp%2F1422125009%3Fie%3DUTF8%26s%3Dbooks-intl-de%26qid%3D1284031816%26sr%3D8-1&amp;site-redirect=de&amp;tag=denkhallecons-21&amp;linkCode=ur2&amp;camp=1638&amp;creative=6742" target="_blank">➚Li/Bernoff 2008</a>)  und im Jahr 2010 erweiterten (<a title="Bernoff (2010): Social Technographics. Conversationalists get onto the Ladder" href="http://forrester.typepad.com/groundswell/2010/01/conversationalists-get-onto-the-ladder.html" target="_blank">➚Bernoff 2010</a>) Segmentierungsansatz, der von dem Marktforschungsunternehmen <a title="Forrester Research - Social Technographics Profile (R)" href="http://www.forrester.com/Products/MarketResearch/Consumer/European" target="_blank">➚Forrester Research</a> verwendet wird.</p>
<p>Sie unterscheiden derzeit sieben Internetnutzertypen: (1) <strong>Creators</strong> (betreiben einen Blog, eine Webseite, laden eigene Videos, Hörstücke und/oder Musik ins Netz hoch oder schreiben und veröffentlichen Artikel/Geschichten), (2) <strong>Conversationalists</strong> (veröffentlichen Statusmeldungen in online Social Networks oder auf Twitter), (3) <strong>Critics</strong> (veröffentlichen Kritiken zu Produkten oder Dienstleistungen, kommentieren Blogs, engagieren sich in online Foren/Wikis), (4) <strong>Collectors</strong> (nutzen RSS-Feeds, beteiligen sich an Onlineabstimmungen und/oder vergeben Tags), (5) <strong>Joiners</strong> (pflegen ein Profil auf einem online Social Network und besuchen dieses), (6) <strong>Spectators</strong> (lesen Blogs, hören Podcasts, schauen online Videos von anderen Nutzern, lesen online Foren/Kundenbewertungen/Tweets), (7) <strong>Inactives</strong> (machen nichts von dem zuvor genannten). Die Nutzertypen sind nicht exklusiv oder zwangsweise integrativ: Ein Joiner kann auch Critic sein, ohne gleichzeitig Collector sein zu müssen.</p>
<p>Mittels der Verbraucheranalyse 2009 III konnten einige dieser Typen näherungsweise nachgebildet werden (<a title="Ullrich (2010): Wer bloggt ist nicht unbedingt in online Social Networks aktiv." href="../2010/09/10/wer-bloggt-ist-nicht-unbedingt-in-online-social-networks-aktiv-%E2%80%93-serie-soziologie-und-typologien-der-web-2-0-nutzer-teil-3-von-7/" target="_blank">➚Ullrich 2010</a>): <strong>(1) Schöpfer</strong> (Creators), <strong>(2) Kritiker </strong>(Critics), <strong>(3) Mitglieder</strong> (Joiners) sowie <strong>(4) Zuschauer und Passive</strong> (Spectators + Inactives) als Mischgruppe. Die Gruppe der <strong>Sammler</strong> (<strong>Collectors</strong>) ließ sich aufgrund der verfügbaren Items in der VA nicht nachbilden. Allerdings erscheinen Collectors aus Sicht der Marketing-Kommunikation auch von eher untergeordneter Bedeutung: Da es relativ einfach machbar ist, sollten schlicht alle Webangebote mit Social Bookmarks ausgestattet sein.</p>
<p>Die Gruppe der <strong>Conversationalists</strong> wurde in der Social Techographics Ladder erst im Januar 2010 eingeführt (<a title="Bernoff (2010): Social Technographics. Conversationalists get onto the Ladder" href="http://forrester.typepad.com/groundswell/2010/01/conversationalists-get-onto-the-ladder.html" target="_blank">➚Bernoff 2010</a>), weil es in der bisherigen Typologie keine klare Verortung für Twitter gab – einem Zwitter aus Microblog und online Social Network. Die entsprechende Funktion der Statusmeldungen in bestehenden online social Networks, wie Facebook, wurde dieser Nutzungsart zugerordnet. Darüber hinaus scheint es kein gänzlich anderes Nutzungsmotiv als bei den bestehenden Typen zu geben. Aus Sicht der Marketing-Kommunikation scheint dieses Segment daher nur bedingt relevant: Über Social Bookmarks wird die Weiterverbreitung von Onlineinhalten auf Twitter, Facebook etc. bereits unterstützt.</p>
<p>Auf Basis der Verbraucheranalyse 2010 III wurden die Daten dieser vier Web 2.0 Nutzertypen aktualisiert. Die Konstruktion der Typen blieb unverändert und ist <a title="VA Items und die Web 2.0 Nutzertypologie" href="http://www.webosoph.de/docs/VA-Items_und_Typologie.pdf" target="_blank">➚hier</a> dokumentiert. Die <a title="Verbraucheranalyse" href="http://www.verbraucheranalyse.de" target="_blank">➚Verbraucheranalyse</a> (2010 III) bietet mit 19.339 befragten Internetnutzern der deutschen Wohnbevölkerung ab 14 Jahren und zahlreichen erhobenen demographischen, sozioökonomischen, einstellungs- und verhaltensbezogenen Daten eine umfangreiche Basis für die vielseitige Anwendung dieses Modells auf den deutschen Markt.</p>
<p>Mit der Aktualisierung der Daten erhielten die Web 2.0 Nutzertypen neue, griffigere Namen: <strong>(1) Die Macher</strong> statt <em>Schöpfer</em>, <strong>(2) Die Partizipativen</strong> statt <em>Kritiker</em>, <strong>(3) Die Sozialen</strong> statt <em>Mitglieder</em> und <strong>(4)  Die passiven Zuschauer</strong> statt <em>Zuschauer/Passive</em>. Zudem wurden mittels der Verbraucheranalyse 2010 III ausgewählte Charakteristika des jeweiligen Typs ermittelt und im Sinne einer Typbeschreibung zugeordnet.</p>
<p>Da die Nutzertypen jedoch nicht exklusiv oder zwangsweise integrativ sind, d.h. keine vollständige Segmentierung der Internetnutzer darstellen, bleiben sie auch weiterhin vorrangig ein Hilfsmittel, um bestehende Zielgruppen bzw. Anspruchsgruppen von Unternehmen/Organisationen hinsichtlich der jeweils präferierten Webnutzung zu analysieren und  geeignete Strategien der Online-Kommunikation zu entwickeln.</p>
<p>&nbsp;</p>
<p><strong>Quellenverweise:</strong></p>
<p><sup><strong>Bader</strong>, Johannes/Heck, Sascha/Pflaum, Bennet/Schröder, Ronny/Werner, Tobias/Westhauser, Bastian/Koch, Michael Koch/Richter, Alexander (<strong>2008</strong>): Ergebnisse des Studienprojektes. Der Einsatz von Social Networking Services im Unternehmenskontext. Technical Report Nr. 2008-03. Fakultät für Informatik/Universität der Bundeswehr München (<a title="PDF: Bader et al. (2008): Ergebnisse des Studienprojektes. Der Einsatz von Social Networking Services im Unternehmenskontext." href="http://www.kooperationssysteme.de/wp-content/uploads/technischer-bericht_2008-3.pdf" target="_blank">➚Direktlink PDF</a>)</sup></p>
<p><sup><strong>Berg</strong>, Achim (<strong>2011</strong>): Soziale Netzwerke in Deutschland. Präsentation zur BITKOM Pressekonferenz 13.04.2011 (<a title="PDF: Berg (2011): Soziale Netzwerke in Deutschland. Bitkom Präsentation zur Pressekonferenz" href="http://www.bitkom.org/files/documents/PK_Praesentation_Social_media.pdf" target="_blank">➚Direktlink PDF</a>)</sup></p>
<p><sup><strong>Bernoff</strong>, Josh (<strong>2010</strong>): Social Technographics: Conversationalists get onto the ladder (Blog: Forrester Research/Groundswell) (<a title="Bernoff (2010): Social Technographics. Conversationalists get onto the Ladder" href="http://forrester.typepad.com/groundswell/2010/01/conversationalists-get-onto-the-ladder.html" target="_blank">➚Direktlink</a>)</sup></p>
<p><sup><strong>Li</strong>, Charlene/<strong>Bernoff</strong>, Josh (<strong>2008</strong>): Groundswell. Winning in a world transformed by social technologies. Boston/Massachusetts: Harvard Business School Publishing. (<a title="Li/Bernoff (2008): Groundswell." href="http://www.amazon.de/gp/redirect.html?ie=UTF8&amp;location=http%3A%2F%2Fwww.amazon.de%2FGroundswell-Winning-Transformed-Social-Technologies%2Fdp%2F1422125009%3Fie%3DUTF8%26s%3Dbooks-intl-de%26qid%3D1284031816%26sr%3D8-1&amp;site-redirect=de&amp;tag=denkhallecons-21&amp;linkCode=ur2&amp;camp=1638&amp;creative=6742" target="_blank">➚Amazon Buchlink</a>)</sup></p>
<p><sup><strong>Ullrich</strong>, Tomas W. (<strong>2010</strong>): Wer bloggt ist nicht unbedingt in online Social Networks aktiv – Serie: Soziologie und Typologien der Web 2.0-Nutzer (Teil 3 von 7 ) (<a title="Ullrich (2010): Wer bloggt ist nicht unbedingt in online Social Networks aktiv." href="http://www.webosoph.de/2010/09/10/wer-bloggt-ist-nicht-unbedingt-in-online-social-networks-aktiv-serie-soziologie-und-typologien-der-web-2-0-nutzer-teil-3-von-7/" target="_blank">➚Direktlink</a>)</sup></p>
<p><sup>Verbraucheranalyse 2009 III/2010 III (<a title="Verbraucheranalyse" href="http://www.verbraucheranalyse.de" target="_blank">➚verbraucheranalyse.de</a>)</sup></p>
<p>&nbsp;</p>
<hr /><small>Copyright &copy; 2008-2012 | Webosoph.de | Thomas W. Ullrich, Düsseldorf<br /> This feed is for personal, non-commercial use only. <br /> The use of this feed on other websites breaches copyright. If this content is not in your news reader, it makes the page you are viewing an infringement of the copyright. (Digital Fingerprint:<br /> e4218ba0a75a197449097af25497492c)</small>]]></content:encoded>
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		<title>online Social Networks: Marketing nicht nur auf die &#8220;Großen&#8221; fokussieren</title>
		<link>http://www.webosoph.de/2011/04/27/online-social-networks-marekting-nicht-nur-auf-die-grosen-fokussieren/</link>
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		<pubDate>Tue, 26 Apr 2011 23:48:52 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Thomas W. Ullrich</dc:creator>
				<category><![CDATA[Marketingkommunikation]]></category>
		<category><![CDATA[Social Media]]></category>
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		<description><![CDATA[Online Social Networks sind relevant für die Marketingkommunikation &#8211; umso mehr, je selbstverständlicher sie für immer weitere Teile der Gesellschaft werden. Doch der Fokus auf die wenigen großen Networks, wie facebook, Xing und die VZ Netzwerke, verschenkt wertvolle Potenziale. Ein online Social Network (soziales Online-Netz) ist eine Internet-Plattform, auf der sich Nutzer unter Preisgabe persönlicher [...]]]></description>
				<content:encoded><![CDATA[<p><strong><a href="http://www.webosoph.de/wp-content/uploads/2011/04/like.jpg"><img class="alignleft size-full wp-image-1560" alt="like" src="http://www.webosoph.de/wp-content/uploads/2011/04/like.jpg" width="160" height="130" /></a>Online Social Networks sind relevant für die Marketingkommunikation &#8211; umso mehr, je selbstverständlicher sie für immer weitere Teile der Gesellschaft werden. Doch der Fokus auf die wenigen großen Networks, wie facebook, Xing und die VZ Netzwerke, verschenkt wertvolle Potenziale.</strong></p>
<p>Ein <strong>online Social Network </strong>(soziales Online-Netz) ist eine Internet-Plattform, auf der sich Nutzer unter Preisgabe persönlicher Daten (Profil) registrieren und sich mit Freunden und Bekannten verlinken. Im Zentrum stehen das Finden und Pflegen von Kontakten mit Freunden und Bekannten: Das Profil ist die stets aktuelle Visitenkarte und durch Statusmeldungen, aktuelle Fotos etc. kann der verlinkte Freundes- und Bekanntenkreis virtuell am eigenen Leben teilhaben. Ein zweites Motiv für die Nutzung von online Social Networks ist das Finden von Menschen, die ähnliche Interessen haben, um sich mit diesen zu organisieren und intensiv über ein spezifisches Themenfeld auszutauschen &#8211; ggf. in Form von Gruppen, d. h. online Themenforen.</p>
<p>In der öffentlichen Diskussion und in der Folge auch in der Praxis der Marketingkommunikation stehen zumeist nur sehr wenige online Social Networks, etwa die Schwergewichte facebook, die VZ Netzwerke, stayfriends, wer-kennt-wen und xing. In der folgenden Übersicht sind ausgewählte große Netzwerke mit aktueller Mitgliederzahl, Altersverteilung und Geschlechterverteiltung der Mitglieder in Deutschland dargestellt.</p>
<p><span style="color: #ffffff;">.</span></p>
<p style="text-align: center;"><img class="aligncenter size-full wp-image-1010" title="ullrich_2011_onlineSocialNetworks2011_webosoph" alt="" src="http://www.webosoph.de/wp-content/uploads/2011/04/ullrich_2011_onlineSocialNetworks2011_webosoph.gif" width="480" height="482" /></p>
<p><span style="color: #ffffff;">.</span></p>
<p>Für die interessierten Kreise finden sich zu obiger Tabelle <a title="Webosoph.de: online Social Networks: Ausgewählte Kennzahlen für Deutschland 2011" href="http://www.webosoph.de/docs/factsheet_onlineSocialNetworks2011_webosoph.xls" target="_blank">➚hier</a> die hinterlegten Daten inklusive detaillierter Listung der verwendeten Quellen.</p>
<p>Betrachtet man die online Social Networks aus der Perspektive der Marketingkommunikation, ist weniger die <strong>Reichweite</strong> als abstrakte, absolute Kennzahl, sondern vielmehr die <strong>Reichweite innerhalb der Zielgruppe</strong> die relevante Größe – zumindest, wenn das Ziel in der Steigerung von <strong>Bekanntheit</strong> liegt.</p>
<p>Bereits für die Beeinflussung von <strong>Images</strong> und <strong>E</strong><strong>instellungen</strong> ist jedoch auch dies nicht mehr hinreichend: Hier wird zudem der <strong>Affinitätsindex</strong>, d. h. die inhaltliche Nähe der zu vermarktenden Botschaft, Leistung bzw. des Produkts zu dem Themenfeld, um das sich das online Social Network spinnt, dominanter Faktor für eine hohe Conversion.<br />
Die aktive Suche nach kleineren, inhaltlich jedoch genau passenden online Social Networks lohnt also.</p>
<p>Für die Zielgruppe der Senioren wäre z. B. <a title="http://www.feierabend.de" href="http://www.feierabend.de" target="_blank">➚feierabend.de</a> zu nennen, ein hochaktives und dem ersten Eindruck nach gut gemanagtes online Social Network, dass zwar &#8220;nur&#8221; ca. 150.000 Mitglieder hat, jedoch vollständig auf Menschen ab 50, v. a. auf Senioren, ausgerichtet ist. Letztere machen mehr als die Hälfte der Mitglieder aus, was auch unter Reichweite-Gesichtspunkten dieser spezifischen Zielgruppe attraktiv ist.</p>
<p>Noch interessanter als sozidemographisch oder regional spezifische Netzwerke sind <strong>themenspezifische online Social Networks</strong>. In der Praxis für Marketer und Kommunikatoren scheint es erschwerend, dass es &#8211; anders als z. B. für Blogs &#8211; bislang keine etablierten Suchmaschinen oder Kataloge für online Social Networks zu existieren scheinen.</p>
<p>Immerhin finden sich erste Zusammenstellungen ausgewählter online Networks auf den Blogs <a title="Mehr als 100 Social Networks in Deutschland" href="http://www.zweinull.cc/?page_id=2" target="_blank">➚Zweinull</a> und <a title="175 Internet-Communitys" href="http://fudder.de/artikel/2008/04/09/175-internet-communitys" target="_blank">➚Fudder</a>. Darüber hinaus bieten nur wenige Anbieter (u. a. <a title="http://www.linqia.com/" href="http://www.linqia.com" target="_blank">➚linqia.com</a>) einen Zugang zu interessenspezifischen online Social Networks bzw. themenspezifischen Gruppen in den großen Networks.</p>
<p>Natürlich können Unternehmen und Organisationen hier auch selbst tätig werden, und unter bestimmten Bedingungen eigens ein erfolgreiches online Social Network für ihre Zielgruppe etablieren, wie die Beispiele <a title="Rezeptwiese - Gutes gemeinsam genießen" href="http://www.rezeptwiese.de/" target="_blank">➚rezeptwiese.de</a>, <a title="http://mygreatrides.com/" href="http://mygreatrides.com/" target="_blank">➚MyGreatRides.com</a> oder <a title="http://www.sagazone.co.uk/" href="http://www.sagazone.co.uk/" target="_blank">➚sagazone.co.uk</a> eindrucksvoll zeigen.</p>
<p><span style="color: #ffffff;">.</span></p>
<hr /><small>Copyright &copy; 2008-2012 | Webosoph.de | Thomas W. Ullrich, Düsseldorf<br /> This feed is for personal, non-commercial use only. <br /> The use of this feed on other websites breaches copyright. If this content is not in your news reader, it makes the page you are viewing an infringement of the copyright. (Digital Fingerprint:<br /> e4218ba0a75a197449097af25497492c)</small>]]></content:encoded>
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		<item>
		<title>Wer bloggt ist nicht unbedingt in online Social Networks aktiv – Serie: Soziologie und Typologien der Web 2.0-Nutzer (Teil 3 von 7)</title>
		<link>http://www.webosoph.de/2010/09/10/wer-bloggt-ist-nicht-unbedingt-in-online-social-networks-aktiv-serie-soziologie-und-typologien-der-web-2-0-nutzer-teil-3-von-7/</link>
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		<pubDate>Thu, 09 Sep 2010 23:20:46 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Thomas W. Ullrich</dc:creator>
				<category><![CDATA[Social Media]]></category>
		<category><![CDATA[Internetnutzer Deutschland]]></category>
		<category><![CDATA[Marketing]]></category>
		<category><![CDATA[social Web]]></category>
		<category><![CDATA[Verbraucheranalyse]]></category>
		<category><![CDATA[Web 2.0]]></category>
		<category><![CDATA[Zielgruppenanalyse]]></category>

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		<description><![CDATA[Internetnutzer unterscheiden sich nicht nur in dem Ausmaß ihrer Aktivität – sie nutzen das Social Web auch auf unterschiedliche Weise: So haben 57 Prozent der Blogger kein Profil auf einem online Social Network (➚Verbraucheranalyse, 2009 III). Marketing und Unternehmenskommunikation sollten für die Entwicklung ihrer Social Web Strategie bzw.  Web 2.0 Strategie ihre Zielgruppe nach dem [...]]]></description>
				<content:encoded><![CDATA[<p><strong>Internetnutzer unterscheiden sich nicht nur in dem Ausmaß ihrer Aktivität – sie nutzen das Social Web auch auf unterschiedliche Weise: So haben 57 Prozent der Blogger kein Profil auf einem online Social Network (<a href="http://www.verbraucheranalyse.de" target="_blank">➚Verbraucheranalyse, 2009 III</a>).<br />
</strong><strong>Marketing und Unternehmenskommunikation sollten für die Entwicklung ihrer Social Web Strategie bzw.  Web 2.0 Strategie ihre Zielgruppe nach dem Online-Nutzerverhalten segmentieren, um die richtigen Schwerpunkte bei ihren Online-Projekten zu setzen.</strong></p>
<p>Die Autoren Gerhards, Klingler und Trump differenzieren bei den Internetnutzern zwischen <strong>Produzierenden Nutzern</strong>, die auf Social Web bzw. Web 2.0 Plattformen mehr als einmal im Monat eigene Beiträge veröffentlichen, <strong>Kommunizierenden Nutzern</strong>, die mehr als fünfmal im Monat Kommentare oder Diskussionsbeiträge abgeben und <strong>Passiv Partizipierenden Nutzern</strong>, die seltener oder nie den genannten Aktivitäten nachgehen (vgl. <a href="http://www.amazon.de/gp/redirect.html?ie=UTF8&amp;location=http%3A%2F%2Fwww.amazon.de%2FGroundswell-Winning-Transformed-Social-Technologies%2Fdp%2F1422125009%3Fie%3DUTF8%26s%3Dbooks-intl-de%26qid%3D1284031816%26sr%3D8-1&amp;site-redirect=de&amp;tag=denkhallecons-21&amp;linkCode=ur2&amp;camp=1638&amp;creative=6742" target="_blank">➚Gerhards/Klingler/Trump, 2008:136</a>).</p>
<p>Etwas detaillierter unterscheiden Li und Bernoff die Onliner entsprechend ihres Nutzungsverhaltens in sechs „Social Technographics Profiles“ (vgl. <a href="http://www.amazon.de/gp/redirect.html?ie=UTF8&amp;location=http%3A%2F%2Fwww.amazon.de%2FGroundswell-Winning-Transformed-Social-Technologies%2Fdp%2F1422125009%3Fie%3DUTF8%26s%3Dbooks-intl-de%26qid%3D1284031816%26sr%3D8-1&amp;site-redirect=de&amp;tag=denkhallecons-21&amp;linkCode=ur2&amp;camp=1638&amp;creative=6742" target="_blank">➚Li/Bernoff, 2008:41ff</a>):</p>
<ol>
<li><strong>Schöpfer</strong> (Creators), die initiativ Inhalte erstellen und veröffentlichen</li>
<li><strong>Kritiker</strong> (Critics), die reaktiv und partizipativ Inhalte erstellen und veröffentlichen</li>
<li><strong>Sammler</strong> (Collectors), die Inhalte abonnieren, bewerten und strukturieren</li>
<li><strong>Mitglieder</strong> (Joiners), die Mitglied in online Social Networks sind</li>
<li><strong>Zuschauer</strong> (Spectators), die die Inhalte des Web 2.0 lediglich konsumieren, ohne aktiv etwas beizutragen</li>
<li><strong>Passive</strong> (Inactives), die nicht am Social Web bzw. Web 2.0 teilnehmen.</li>
</ol>
<p>Diese Typologie stellen Li und Bernoff anhand einer Leiter dar (Social Technograpics ladder), die untenstehend übersetzt nachgebildet ist.<br />
  </p>
<p style="text-align: center;"><a href="http://www.webosoph.de/wp-content/uploads/2010/09/Technographics-Profile-Leiter.jpg"></a><a href="http://www.webosoph.de/wp-content/uploads/2010/09/sozialtechnografisches_Profil_nach_LiBernoff.jpg" target="_blank"><img class="aligncenter size-full wp-image-931" src="http://www.webosoph.de/wp-content/uploads/2010/09/sozialtechnografisches_Profil_nach_LiBernoff.jpg" alt="" width="447" height="528" /></a></p>
<p>  <br />
Einen ersten Eindruck zu den <strong>quantitativen Anteilen</strong> dieser Nutzertypen liefert das folgende <strong>Tool</strong>. Da eine Person mehrere der genannten Rollen einnehmen kann – ein „Joiner“ könnte z. B. gleichzeitig auch „Creator“ sein – addieren sich die Prozentangaben nicht zu 100. </p>
<p style="text-align: center;"><div class="iframe-wrapper">
  <iframe src="http://www.forrester.com/groundswell/b2c_profile_tool/b2c" frameborder="0" style="height:400px;width:550px;">Please upgrade your browser</iframe>
</div>
<p><span style="color: #ffffff;"> </span></p>
<h1>Social Web Nutzertypologie &#8211; Praktische Bedeutung für Markenführung und Unternehmenskommunikation</h1>
<p>Nimmt man die Nutzertypologie von Li und Bernoff ernst, muss man die eigene Zielgruppe nach dem Anteil der <strong>verschiedenen Nutzertypen</strong> untersuchen und daraufhin die <strong>Social Web Strategie</strong> bzw. <strong>Web 2.0 Strategie</strong> in den Maßnahmen <strong>entsprechend gewichten</strong>, wie <strong>Tabelle 1</strong> exemplarisch verdeutlicht.</p>
<p><span style="color: #ffffff;">_</span></p>
<p style="text-align: center;"><a href="http://www.webosoph.de/wp-content/uploads/2010/09/Nutzertypenspezifische_Maßnahmen.jpg" target="_blank"></a></p>
<p style="text-align: center;"><sup><strong><a href="http://www.webosoph.de/wp-content/uploads/2010/09/Nutzertypenspezifische_Maßnahmen.jpg" target="_blank"><img class="aligncenter size-full wp-image-965" src="http://www.webosoph.de/wp-content/uploads/2010/09/Nutzertypenspezifische_Maßnahmen.jpg" alt="" width="546" height="761" /></a>            Tabelle 1:</strong> Beispiele für passende Online-Angebote für verschiedene Nutzertypen der<br />
                                   &#8220;Social Technographic ladder&#8221;  (eigene Darstellung)<br />
   </sup></p>
<p>Allerdings liegt ein wesentlicher Reiz des Internets gerade im Zusammenwirken der verschiedenen Nutzertypen, etwa den Schöpfern, Kritikern und Zuschauern, was im Mix und in der Ausgestaltung der Online-Maßnahmen zusätzlich zu berücksichtigen ist.<br />
<span style="color: #ffffff;">_</span></p>
<h2>Social Technographic Profiles in Deutschland &#8211; Eine Untersuchung</h2>
<p>Zur Prüfung des Modells der Social Technographic Profiles hat der Autor dieses Beitrags auf Basis der <strong>Verbraucheranalyse 2009 III</strong> die Nutzertypen <strong>Schöpfer</strong> (Creators), <strong>Kritiker</strong> (Critics) und <strong>Mitglieder</strong> (Joiners) nachgebildet. Die <strong>Zuschauer</strong> (Spectators) und <strong>Passiven</strong> (Inactives) können lediglich als gemischte Gruppe abgebildet werden. Die Sammler (Collectors) lassen sich auf Basis der verfügbaren Items nicht abgrenzen. Die Details der Nachbildung sind <a href="http://www.webosoph.de/docs/VA-Items_und_Typologie.pdf" target="_blank">➚hier</a>  als Nachweis hinterlegt.</p>
<p><strong>Das Ergebnis der Untersuchung:</strong></p>
<p>Etwa <strong>11 Prozent der deutschen Internetnutzer sind</strong> <strong>Schöpfer</strong> (Creators), ca. <strong>10 Prozent Kritiker</strong> (Critics) und etwa <strong>15 Prozent Mitglieder</strong> (Joiners). Mit knapp <strong>73 Prozent</strong> sind die Mehrzahl der Internetnutzer <strong>Zuschauer</strong> im Social Web bzw. <strong>Passive</strong>, d. h. nehmen an diesem gar nicht Teil (Spectators/Inactvies).</p>
<p>Das Social Technographic Profile grenzt die Nutzertypen nicht scharf voneinander ab, d. h. eine Person kann mehrere der Nutzerrollen parallel einnehmen. Dennoch zeigt sich ein <strong>erheblicher Anteil</strong> der Onliner <strong>als spezifischer Nutzertyp</strong>: <strong>55,3 Prozent</strong> <strong>der Mitglieder (Joiner) nehmen keine der anderen Möglichkeiten des Social Web wahr.</strong> Bei den <strong>Schöpfern</strong> (Creators) sind dies <strong>39,9 Prozent</strong> und bei den <strong>Kritikern</strong> (Critics)<strong> 36,0 Prozent</strong>.</p>
<p><strong>Schöpfer</strong> (Creators) und <strong>Kritiker</strong> (Critics) sind <strong>eher Männer</strong> (66 Prozent bzw. 62 Prozent Männer), während das Geschlechterverhältnis bei <strong>Mitgliedern</strong> (Joiners) in etwa <strong>ausgeglichen</strong> ist (52 Prozent Männer zu 48 Prozent Frauen).</p>
<p><strong>Mitglieder</strong> (Joiners) <strong>sind eher jung</strong>: Während 48,3 Prozent der Schöpfer (Creators) und 51,5 der Kritiker (Critics) unter 30 Jahren alt sind, sind dies bei den Mitgliedern (Joiners) 71 Prozent.<br />
<span style="color: #ffffff;">_</span></p>
<h2>Praktische Anwendung der Typologie für Entscheidungen in Marketing und Unternehmenskommunikation</h2>
<p>Die praktische Anwendung illustrieren Vergleiche von je zwei willkürlich gewählten Marken in drei sehr verschiedenen und ebenfalls willkürlich gewählten Märkten: Automobil, pflegende Kosmetik und Schokolade. Sämtliche der dargestellten Nutzertypen Verteilungsdaten basieren auf der <a href="http://www.verbraucheranalyse.de" target="_blank">➚Verbraucheranalyse 2009 III</a>. Die Rohdatentabellen aus denen die Vergleichsdaten gebildet wurden, sind <a href="http://www.webosoph.de/docs/Web_2_0_Nutzertypenanalyse_Beispiele.xls" target="_blank">➚hier </a>als Nachweis als XLS-File hinterlegt.<br />
<span style="color: #ffffff;">_</span></p>
<h4>Beispiel 1: Automobil | Vergleich Audi versus Fiat</h4>
<p>70,4 Prozent der ca. 2,4 Millionen Audi Fahrer sind online. Bei den Fiat Fahrern sind es 67,6 Prozent von 1,11 Millionen.</p>
<p>Aus Anschauungsgründen verwenden wir für den Vergleich einen <strong>Index</strong>. Er wird gebildet, indem man den Anteil einer Nutzertyps einer Teilgruppe zum Anteil dieses Typs an der Gesamtgruppe in Bezug setzt: In Falle der Internetnutzer z. B. den Anteil der Schöpfer (Creators) unter den Audi Fahrern bezogen auf den Anteil der Schöpfer unter allen Internetnutzern – multipliziert mit 100. Der Index ist also ein Verhältniswert.<br />
<span style="color: #ffffff;">_</span></p>
<p style="text-align: center;"><a href="http://www.webosoph.de/wp-content/uploads/2010/09/Nutzertypen_Indices_Automobil.jpg" target="_blank"><img class="aligncenter size-full wp-image-943" src="http://www.webosoph.de/wp-content/uploads/2010/09/Nutzertypen_Indices_Automobil.jpg" alt="" width="573" height="356" /></a></p>
<p> </p>
<p>Ein Index von 118 der Schöpfer (Creators) bei den Audi Fahrern bedeutet, dass hier eine höhere Dichte an Schöpfern (Creators) zu finden ist, als im Durchschnitt aller Internetnutzer. Der Index von 59 bei den Mitgliedern (Joiners) sagt, dass unter den Audi Fahrern eine deutlich geringere Dichte von Mitgliedern (Joiners) vorliegt als im Durchschnitt aller Internetnutzer. Oder einfacher: Unter den Audi-Fahrern finden sich 18 Prozent mehr Schöpfer (Creators) und 41 Prozent weniger Mitglieder (Joiners) als im Durchschnitt aller Internetnutzer.</p>
<p>In der Konsequenz erscheint ein Engagement in online Social Networks oder gar die Einrichtung eines eigenen online Social Networks für Audi weniger erfolgversprechend zu sein. Auch Angebote, die auf Kritiker (Critics) ausgerichtet sind, erscheinen weniger aussichtsreich, als Maßnahmen, die auf Schöpfer (Creators) abzielen, da diese unter den Audi Fahrern überdurchschnittlich vertreten sind.</p>
<p>Hingegen erscheint es für Fiat als aussichtsreich, einen Schwerpunkt der Web 2.0 Strategie auf online Social Networks zu legen &#8211; ggf. sogar selbst eines zu etablieren: Immerhin finden sich in der Gruppe der Fiat Fahrer ca. ein Drittel mehr Mitglieder (Joiners) als im Durchschnitt aller Internetnutzer. Aber auch auf Kritiker (Critics) und Schöpfer (Creators) ausgerichtete Maßnahmen erscheinen für Fiat erfolgversprechend, da auch diese unter den Fiat Fahrern überdurchschnittlich vertreten sind.<br />
<span style="color: #ffffff;">_</span></p>
<h4>Beispiel 2: Pflegende Kosmetik | Vergleich Aok versus bebe Young Care</h4>
<p>  </p>
<p style="text-align: center;"><a href="http://www.webosoph.de/wp-content/uploads/2010/09/Nutzertypen_Indices_Kosmetik.jpg" target="_blank"><img class="aligncenter size-full wp-image-944" src="http://www.webosoph.de/wp-content/uploads/2010/09/Nutzertypen_Indices_Kosmetik.jpg" alt="" width="582" height="353" /></a></p>
<p> </p>
<p>Sowohl unter den Aok Verwendern als auch unter den bebe Young Care Verwendern findet sich ein überdurchschnittlicher Anteil von Mitgliedern (Joiners) – bei bebe Young Care sogar außerordentlich signifikant. Dies spricht bei beiden Marken für einen Schwerpunkt im Bereich online Social Networks in der jeweiligen Web 2.0 Strategie.</p>
<p>Während die Gruppe der Kritiker (Critics) bei den Aok Verwendern leicht unterdurchschnittlich vertreten ist, liegt sie bei den bebe Young Care Verwendern 32 Punkte über dem Durchschnitt. So sollte bebe Young Care reaktive und partizipative Elemente für in die Social Media Strategie integrieren, was hingegen für Aok weniger erfolgversprechend erscheint.<br />
<span style="color: #ffffff;">_</span></p>
<h4>Beispiel 3: Schokolade | Vergleich Yogurette versus Sarotti</h4>
<p> </p>
<p style="text-align: center;"><a href="http://www.webosoph.de/wp-content/uploads/2010/09/Nutzertypen_Indices_Schokolade.jpg" target="_blank"><img class="aligncenter size-full wp-image-945" src="http://www.webosoph.de/wp-content/uploads/2010/09/Nutzertypen_Indices_Schokolade.jpg" alt="" width="572" height="357" /></a></p>
<p> </p>
<p>Während Yogurette überdurchschnittlich viele Mitglieder (Joiners) aufweist, liegt Sarotti hier leicht unter dem Durchschnitt. Die Konsequenz: Aktivitäten im Bereich online Social Networks sind für Yogurette ein &#8220;muss&#8221;, für Sarotti nicht unbedingt Priorität.</p>
<p>Genau umgekehrt ist es im Fall der Schöpfer, die bei Sarotti mit 22 Punkten über dem Durchschnitt und bei Yogurette 12 Punkte unter dem Durchschnitt der Internetnutzer liegen. Auch im Feld der reaktiven und partizipativen Maßnahmen, die sich an Kritiker (Critics) wenden, dürfte es Sarotti etwas leichter haben als Yogurette.<br />
<span style="color: #ffffff;">_</span></p>
<h2>Zusammenfassung und Diskussion &#8211; Typologie der Web 2.0-Nutzer bietet strategischen Mehrwert</h2>
<p>Die Internetnutzer lassen sich in verschiedene, mehr oder weniger stark abgegrenzte Nutzertypen gliedern: (1) <strong>Schöpfer</strong> (Creators), die initiativ Inhalte erstellen und veröffentlichen; (2) <strong>Kritiker</strong> (Critics), die reaktiv und partizipativ Inhalte erstellen und veröffentlichen; (3) <strong>Sammler</strong> (Collectors), die Inhalte abonnieren, bewerten und strukturieren; (4) <strong>Mitglieder</strong> (Joiners), die Mitglied in online Social Networks sind; (5) <strong>Zuschauer</strong> (Spectators), die die Inhalte des Web 2.0 lediglich konsumieren, ohne aktiv etwas beizutragen und (6) <strong>Passive</strong> (Inactives), also Internetnutzer, die nicht am Social Web bzw. Web 2.0 teilnehmen.</p>
<p>Die gewählten Beispiele im Bereich Automobil (Audi vs. Fiat), pflegende Kosmetik (Aok vs. Bebe Young Care) und Schokolade (Yogurette vs. Sarotti) illustrieren eindringlich: <strong>Eine Analyse der eigenen Zielgruppe hinsichtlich dieser Nutzertypen gibt wertvolle Hinweise für die Web 2.0 Strategie </strong>(vgl. Tabelle 1).</p>
<p>Ergäbe sich in der Zielgruppe zum Beispiel ein unterdurchschnittlicher Index bei den Mitgliedern (Joiners), wäre es für das Unternehmen wenig ratsam die Web 2.0 Strategie im Schwerpunkt auf online Social Networks zu richten oder gar ein eigenes online Social Network aufzubauen.</p>
<p>Liegt der Wert der Mitglieder (Joiners) hingegen überdurchschnittlich hoch, erscheinen Maßnahmen, im Bereich online Social Networks oder gar der Aufbau eines eigenen online Social Networks erfolgversprechend. Im letzteren Fall muss zudem auch die absolute Anzahl der Mitglieder (Joiners) in der Zielgruppe eine kritische Masse erreichen, damit sich der Aufwand auch lohnt. Zwar können online Social Networks bereits ab etwa 70 Mitgliedern funktionieren und erreichen mit ca. 3.000 Mitgliedern ihr Produktionsoptimum (<a href="http://www.brain-injection.com/Studien/community-monitor-2008/Menu-ID-54.html" target="_blank">➚Skibicki/Mühlenbeck, 2008:16</a>), jedoch ist fraglich, ob dies für das jeweilige Ziel des Unternehmens und hinsichtlich des Aufwand-Nutzen-Verhältnisses hinreichend ist. Durch die Typologie ist man also in der strategischen Weichenstellung einen Schritt weiter, in der Frage, durch welches Web 2.0 Format man seine Zielgruppe erreichen kann.</p>
<p>Natürlich wären weitere Aspekte zu prüfen, etwa welchen inhaltlichen Mehrwert (Themenfeld) das online Social Network bieten kann und ob solche Angebote schon existieren. Zwar sind Mitglieder (Joiners) in Deutschland durchaus in mehreren online Social Networks aktiv, im Durchschnitt in 2,2 <a href="http://www.kooperationssysteme.de/wp-content/uploads/technischer-bericht_2008-3.pdf" target="_blank">(➚Bader et al., 2008:6</a>), doch könnte es sich dennoch als sinnvoller erweisen auf bestehenden Netzwerken präsent zu sein, statt Energie in den Aufbau eines eigenen zu investieren. Doch insgesamt würde man im diesem Beispielfall Überlegungen im Bereich online Social Network anstellen und nicht etwa über die Etablierung eines Wiki sinnieren.</p>
<p>Die vorgestellte <strong>Web 2.0 Nutzertypologie</strong> erweist sich damit als wichtiger Baustein in der <strong>Entwicklung wirkungsvoller Web 2.0 Strategien</strong>. Mit ihr lassen sich erfolgversprechende Aktivitäten ebenso einschätzen, wie das Erfolgspotential von <strong>Online Word-of-Mouth Kampagnen</strong> oder von <strong>Affiliate Programmen auf C2C-Basis</strong> (Consumer-to-Consumer).</p>
<p>Gleichwohl ist die Analyse anhand des Index <strong>nur ein Indiz</strong> für die Potentiale und Erfolgsaussichten von Aktivitäten im Social Web. Weitere Faktoren, wie die genannte absolute Zielgruppengröße, die vorliegende Problemstellung, die inhaltliche Aufladung etc. sind ebenfalls zu berücksichtigen.<br />
Für die Typologie ergibt sich jeweils ein individueller Aufwand in der Marktforschung. Wie dieser Beitrag zeigt, ein Aufwand, der sich lohnt.</p>
<p><span style="color: #ffffff;">__</span></p>
<h1>Serie: Soziologie und Typologien der Web 2.0-Nutzer im Überblick</h1>
<p><sub><strong>→</strong> <a title="Ullrich, Thomas W. (2010): Kenntnis der Web 2.0 Phänomene hilft zwar, nützt aber nichts für Marketing und Public Relations (Serie: Soziologie und Typologien der Web 2.0 Nutzer - Teil 1 von 7). Webosoph.de" href="http://www.webosoph.de/2010/04/17/kenntnis-der-web-2-0-phanomene-hilft-zwar-nutzt-aber-nichts-fur-marketing-und-public-relations-%e2%80%93-serie-soziologie-und-typologien-der-web-2-0-nutzer-teil-1-von-7/">Kenntnis der Web 2.0-Phänomene hilft zwar, nützt aber nichts für Marketing und Public Relations (Teil 1 von 7)</a></sub><br />
<sub><strong>→</strong> <a title="Ullrich, Thomas W. (2010): Das Social Web lebt von einer Minderheit – Serie: Soziologie und Typologien der Web 2.0-Nutzer (Teil 2 von 7). Webosoph.de" href="http://www.webosoph.de/2010/05/02/das-social-web-lebt-von-einer-minderheit-%e2%80%93-serie-soziologie-und-typologien-der-web-2-0-nutzer-teil-2-von-7/">Das Social Web lebt von einer Minderheit  (Teil 2 von 7)</a></sub><br />
<sub><strong>→</strong> <a href="http://www.webosoph.de/2010/09/10/wer-bloggt-ist-nicht-unbedingt-in-online-social-networks-aktiv-%e2%80%93-serie-soziologie-und-typologien-der-web-2-0-nutzer-teil-3-von-7/">Nutzertypen im Web 2.0: Wer bloggt ist nicht unbedingt in online Social Networks aktiv (Teil 3 von 7)</a></sub><br />
<sub><strong>→</strong> Ausgewählte Onliner-Typologien (Teil 4 von 7)</sub><br />
<sub><strong>→</strong> Methode und Datenquellen der Typologie-Entwicklung ( Teil 5 von 7)</sub><br />
<sub><strong>→</strong> Psychologische Motive der Internetnutzung (Teil 6 von 7)</sub><br />
<sub><strong>→</strong> Soziologie und Typologien der Web 2.0-Nutzer – Zusammenfassung und Ergänzungen (Teil 7 von 7)</sub></p>
<h1>Quellenverzeichnis</h1>
<p><sup><strong>Bader</strong>, Johannes/Heck, Sascha/Pflaum, Bennet/Schröder, Ronny/Werner, Tobias/Westhauser, Bastian/Koch, Michael/Richter, Alexander (<strong>2008</strong>): Ergebnisse des Studienprojektes: Der Einsatz von Social Networking Services im Unternehmenskontext. München: Universität der Bundeswehr/Fakultät für Informatik<br />
URL: <a href="http://www.kooperationssysteme.de/wp-content/uploads/technischer-bericht_2008-3.pdf" target="_blank">➚http://www.kooperationssysteme.de/wp-content/uploads/technischer-bericht_2008-3.pdf</a> [Stand: 09-SEP-2010] </sup></p>
<p><sup><strong>Gerhards</strong>, Maria/<strong>Klingler</strong>, Walter/<strong>Trump</strong>, Thilo (<strong>2008</strong>): Das Social Web aus Rezipientensicht: Motivation, Nutzung und Nutzertypen. In: Zerfaß, Ansgar/Welker, Martin/Schmidt, Jan (Hrsg.) (2008): Kommunikation, Partizipation und Wirkungen im Social Web. S.129-148. Köln: Herbert von Halem<br />
<a href="http://www.amazon.de/gp/redirect.html?ie=UTF8&amp;location=http%3A%2F%2Fwww.amazon.de%2FKommunikation-Partizipation-Wirkungen-Social-Web%2Fdp%2F3938258667&amp;site-redirect=de&amp;tag=webosoph-21&amp;linkCode=ur2&amp;camp=1638&amp;creative=6742" target="_blank">➚Bei Amazon bestellen</a><br />
vgl. auch: Gerhards, Maria/Klingler, Walter/Trump, Thilo (2007): „Web 2.0“. Begriffsdefinition und eine Analyse der Auswirkungen auf das allgemeine Mediennutzungsverhalten. Köln: result GmbH<br />
URL: <a href="http://www.result.de/wp-content/uploads/2009/10/web-2.0-studie_result_swr_februar_2007.pdf" target="_blank">➚http://www.result.de/wp-content/uploads/2009/10/web-2.0-studie_result_swr_februar_2007.pdf</a> [Stand: 09-SEP-2010]</sup></p>
<p><sup><strong>Li</strong>, Charlene/<strong>Bernoff</strong>, Josh (<strong>2008</strong>): Groundswell. Winning in a world transformed by social technologies. Boston/Massachusetts: Harvard Business School Publishing.<br />
<a href="http://www.amazon.de/gp/redirect.html?ie=UTF8&amp;location=http%3A%2F%2Fwww.amazon.de%2FGroundswell-Winning-Transformed-Social-Technologies%2Fdp%2F1422125009%3Fie%3DUTF8%26s%3Dbooks-intl-de%26qid%3D1284031816%26sr%3D8-1&amp;site-redirect=de&amp;tag=denkhallecons-21&amp;linkCode=ur2&amp;camp=1638&amp;creative=6742" target="_blank">➚Bestellen bei Amazon</a><br />
Website zum Buch: <a href="http://www.forrester.com/groundswell/book.html" target="_blank">➚http://www.forrester.com/groundswell/book.html</a></sup></p>
<p><sup><strong>Skibicki</strong>, Klemens/<strong>Mühlenbeck</strong>, Frank (<strong>2008</strong>): Community‐Monitor 2008. Köln: Brain Injection/Cologne Business School<br />
URL: <a href="http://www.brain-injection.com/Studien/community-monitor-2008/Menu-ID-54.html" target="_blank">➚http://www.brain-injection.com/Studien/community-monitor-2008/Menu-ID-54.html</a> [Stand: 09-SEP-2010]</sup></p>
<hr /><small>Copyright &copy; 2008-2012 | Webosoph.de | Thomas W. Ullrich, Düsseldorf<br /> This feed is for personal, non-commercial use only. <br /> The use of this feed on other websites breaches copyright. If this content is not in your news reader, it makes the page you are viewing an infringement of the copyright. (Digital Fingerprint:<br /> e4218ba0a75a197449097af25497492c)</small>]]></content:encoded>
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		<slash:comments>9</slash:comments>
		</item>
		<item>
		<title>Das Social Web lebt von einer Minderheit – Serie: Soziologie und Typologien der Web 2.0-Nutzer (Teil 2 von 7)</title>
		<link>http://www.webosoph.de/2010/05/02/das-social-web-lebt-von-einer-minderheit-serie-soziologie-und-typologien-der-web-2-0-nutzer-teil-2-von-7/</link>
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		<pubDate>Sun, 02 May 2010 10:18:58 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Thomas W. Ullrich</dc:creator>
				<category><![CDATA[Social Media]]></category>
		<category><![CDATA[1-9-90-Regel]]></category>
		<category><![CDATA[Long Tail]]></category>
		<category><![CDATA[Nutzeraktivität]]></category>
		<category><![CDATA[Pareto-Verteilung]]></category>
		<category><![CDATA[social Web]]></category>
		<category><![CDATA[Statistik]]></category>
		<category><![CDATA[Web 2.0]]></category>

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		<description><![CDATA[Das schöne am Web 2.0? Ganz einfach: Jeder kann mitmachen. Doch nur eine Minderheit beteiligt sich aktiv an der Erstellung der Inhalte des Social Webs. Auch diese aktiven Produser (Producer &#38; User) leisten einen sehr unterschiedlichen Beitrag: Die Verteilung ihrer Aktivität folgt einer einfachen mathematischen Formel. Diese Zusammenhänge sollten in die Planung von Web 2.0 [...]]]></description>
				<content:encoded><![CDATA[<p style="text-align: left;"><strong>Das schöne am Web 2.0? Ganz einfach: Jeder kann mitmachen. Doch nur eine Minderheit beteiligt sich aktiv an der Erstellung der Inhalte des Social Webs. Auch diese aktiven Produser (<em>Prod</em>ucer &amp; <em>User</em>) leisten einen sehr unterschiedlichen Beitrag: Die Verteilung ihrer Aktivität folgt einer einfachen mathematischen Formel. Diese Zusammenhänge sollten in die Planung von Web 2.0 Aktivitäten von Unternehmen und Organisationen einfließen. </strong></p>
<p>  </p>
<h2>Nur die Minderheit der Internetnutzer ist wirklich Produser</h2>
<p>In sozialen Gruppen sind nicht alle Mitglieder gleich aktiv, d. h. sie beteiligen sich in sehr unterschiedlichem Maße an dem, was die Gruppe hervorbringt. Diese Erfahrung machen wir in Schulklassen, im Studium, in Arbeitsgruppen, im Verein, in der Politik und im Beruf.<br />
Demgegenüber klingt es beeindruckend, dass täglich mehrere hundettausend Videos weltweit hochgeladen werden(<a title="youtube fact sheet" href="http://www.youtube.com/t/fact_sheet" target="_blank">➚youtube, 2010</a>), wikipedia Deutschland mehr als eine Million Artikel verzeichnet (<a title="Über Wikipedia" href="http://de.wikipedia.org/wiki/Wikipedia:%C3%9Cber_Wikipedia" target="_blank">➚Wikipedia, 2010</a>) und twitter mehr als 200.000 deutschsprachige Mitglieder aufweist (<a title="web evangelisten: Twitter Nutzerzahlen übersteigen 200.000 in Deutschland, Österreich und der Schweiz" href="http://webevangelisten.de/twitter-nutzerzahlen-ubersteigen-200-000-deutschland/" target="_blank">➚web evangelisten, 2010</a>). Und doch gilt auch im Web 2.0:<br />
 </p>
<blockquote><p>Auf einer Web 2.0 Plattform erstellt nur eine Minderheit der Nutzer aktiv die Inhalte dieser Plattform. Die Mehrheit konsumiert passiv.</p></blockquote>
<p> <br />
<strong>Gerade einmal 15,8 Prozent der deutschen Internet-Nutzer geben an, Inhalte im Web 2.0 zu produzieren</strong>, so zeigt die Zählung der aktuellen <a title="Verbraucheranalyse" href="http://www.verbraucheranalyse.de" target="_blank">➚Verbraucheranalyse (2009)</a> – 84,2 Prozent nutzen das Internet also nur passiv.<br />
Auf Videoplattformen, wie youtube, laden gerade einmal 11 Prozent der Nutzer Videos hoch – bezogen auf alle Internetnutzer sind das 3,2 Prozent (<a title="Verbraucheranalyse" href="http://www.verbraucheranalyse.de" target="_blank">➚VA 2009 Klassik III</a>).<br />
 </p>
<p style="text-align: center;"><img class="aligncenter size-full wp-image-869" title="Produser_kl" src="http://www.webosoph.de/wp-content/uploads/2010/05/Produser_kl1.jpg" alt="" width="462" height="331" /></p>
<p style="text-align: center;"><sup><strong>Abb. 1:</strong> Anteil der Internetnutzer, die in ausgewählten Formen des Web 2.0 Inhalte einbringen. Eigene Darstellung, Datenquelle: VA 2009 Klassik III (Basis: 17.775 bevölkerungsrepräsentativ befragte Internetnutzer)</sup></p>
<p>   </p>
<h2>Die 1-9-90-Regel oder Nielsens-Gesetz</h2>
<p>Ganz ähnliche Verhältnisse fand<strong> Jakob Nielsen</strong> bei seiner Untersuchung der Aktivität der Nutzer von Web 2.0 Plattformen. Seine Ergebnisse stellte er in Form der <strong>1-9-90-Regel</strong> – auch Nielsen-Regel genannt – vor (<a title="Nielsen, Jakob (2006): Participation Inequality: Encouraging More Users to Contribute. Jakob Nielsen's Alertbox, October 9, 2006" href="http://www.useit.com/alertbox/participation_inequality.html" target="_blank">➚Nielsen, 2006</a>):<br />
 </p>
<blockquote><p>Auf der Mehrheit der Web 2.0 Plattformen sind 90 Prozent der Nutzer passiv und leisten keinen Beitrag, 9 Prozent leisten einen kleinen Beitrag und 1 Prozent der Nutzer ist für nahezu die gesamten Beiträge verantwortlich.</p></blockquote>
<p> <br />
Damit erweitert Nielsen die oben dargestellte Unterteilung der Web 2.0 Nutzer in „aktiv“ und „passiv“ zu folgender Dreiteilung:<br />
 </p>
<ul>
<li><strong>Schweraktive Mitglieder</strong> (Heavy Contributors)<br />
Die besonders aktiven 1 Prozent der Mitglieder. Sie erstellen etwa 90 Prozent der Beiträge einer Community.</li>
<li><strong>Semiaktive Mitglieder</strong> (Intermittent Contributors)<br />
Weitere aktive 9 Prozent der Mitglieder, die jedoch nur etwa 10 Prozent der Inhalte erstellen.</li>
<li><strong>Passive Mitglieder</strong> (Lurkers)<br />
Die restlichen 90 Prozent der Mitglieder, lesen Beiträge, erstellen jedoch selbst keine.</li>
</ul>
<p> <br />
Nielsen fand diese Verteilung u. a. bestätigt für <strong>Newsgroups</strong>, <strong>Mailing-Lists</strong>, <strong>Diskussionsforen</strong>, <strong>Wikipedia</strong>, <strong>Blogs</strong> und <strong>Amazon-Rezensionen</strong>.</p>
<p>Die Prozentwerte sind dabei als grobe Richtwerte zu verstehen. Nielsen fand auch Web 2.0 Plattformen, bei denen der Anteil der Heavy Contributors bei 0,1 Prozent lag.</p>
<p>Demgegenüber zeichnet eine etwas jüngere Studie (<a title="Gerhards, Maria/Klinger, Walter/Trump, Thilo (2008): Das Social Web aus Rezipientensicht: Motivation, Nutzung und Nutzertypen. In: Zerfaß, Ansgar/Welker, Martin/Schmidt, Jan (Hrsg.) (2008): Kommunikation, Partizipation und Wirkungen im Social Web. S.129-148. Köln: Herbert von Halem" href="http://www.amazon.de/gp/redirect.html?ie=UTF8&amp;location=http%3A%2F%2Fwww.amazon.de%2FKommunikation-Partizipation-Wirkungen-Social-Web%2Fdp%2F3938258667&amp;site-redirect=de&amp;tag=webosoph-21&amp;linkCode=ur2&amp;camp=1638&amp;creative=6742" target="_blank">➚Gerhards et al., 2008:137</a>) ein sehr viel aktiveres Bilder der Internetnutzer: Hier macht die Gruppe der <strong>produzierenden Nutzer</strong>, definiert als solche Nutzer, die mindestens einen Beitrag pro Monat erstellen, einen Anteil zwischen 17 und 41 Prozent aus (vgl. Abb 2). Ferner unterscheiden die Autoren zwischen <strong>kommunizierenden Nutzern</strong>, die häufiger als fünfmal im Monat Kommentare oder Diskussionsbeiträge abgeben und <strong>passiv partizipierenden Nutzern</strong>, die sich selten oder nie beteiligen.  <br />
Zur Aussagekraft der Untersuchung von Gerhards et al. muss jedoch einschränkend berücksichtigt werden, dass für die überschaubare Stichprobe von 501 Befragten nur solche Personen ausgewählt wurden, die angeben, „eine dieser Anwendungen häufiger als zweimal pro Woche zu besuchen“.<br />
 </p>
<p style="text-align: center;"><img class="aligncenter size-full wp-image-865" title="Gerhards" src="http://www.webosoph.de/wp-content/uploads/2010/05/Gerhards.jpg" alt="" width="465" height="308" /></p>
<p><sup><strong>Abb. 2:</strong> Aktivitätstypen auf ausgewählten Web 2.0 Plattformen; eigene Darstellung in enger Anlehnung an Gerhards et al., 2008:137</sup></p>
<p><sup>   </sup></p>
<h2>Abweichungen von der Nielsen-Regel bei Web 2.0 Plattformen in Unternehmen?</h2>
<p>Unternehmensinterne Web 2.0 Anwendungen, so wird verschiedentlich diskutiert, können  einen weit höheren Anteil von Nutzern aufweisen, die selbst Beiträge erstellen. Begründet wird dies durch die auch offline gegebene Arbeitsbeziehung und den somit sozialen und professionellen Erwartungsdruck. Eine hinreichende empirische Stützung dieser Thesen steht jedoch nach meiner Kenntnis aus.</p>
<p>Im Gegenteil deuten meine eigene Erfahrung und verschiedene Praxisberichte (vgl. u. a. <a title="Buhse, Willms/Stamer, Sören (Hrsg.) (2008): Die Kunst, Loszulassen. Enterprise 2.0.Berlin: Rhombos" href="http://www.amazon.de/gp/redirect.html?ie=UTF8&amp;location=http%3A%2F%2Fwww.amazon.de%2FEnterprise-2-0-Die-Kunst-loszulassen%2Fdp%2F3938807687%3Fie%3DUTF8%26s%3Dbooks%26qid%3D1272790324%26sr%3D1-1&amp;site-redirect=de&amp;tag=webosoph-21&amp;linkCode=ur2&amp;camp=1638&amp;creative=6742" target="_blank">➚Buhse/Stamer, 2008</a>; <a title="Richter, Alexander/Warta, Alexander (2008): Medienvielfalt als Barriere für den erfolgreichen Einsatz von Wikis im Unternehmen: Fallbeispiel Bosch. In: Zerfaß, Ansgar/Welker, Martin/Schmidt, Jan (Hrsg.) (2008): Kommunikation, Partizipation und Wirkungen im Social Web. Band 2. S.427-443. Köln: Herbert von Halem " href="http://www.amazon.de/gp/redirect.html?ie=UTF8&amp;location=http%3A%2F%2Fwww.amazon.de%2FKommunikation-Partizipation-Wirkungen-Strategien-Anwendungen%2Fdp%2F3938258683%3Fie%3DUTF8%26s%3Dbooks%26qid%3D1272789726%26sr%3D8-3&amp;site-redirect=de&amp;tag=webosoph-21&amp;linkCode=ur2&amp;camp=1638&amp;creative=6742" target="_blank">➚Richter/Warta, 2008:427ff</a>) darauf hin, dass unternehmensinterne Web 2.0 Initiativen die gesetzten Ziele häufig verfehlen. Ursachen liegen, meiner Beobachtung nach, in den strukturellen Grenzen und kulturellen Rahmenbedingungen von Unternehmen: Der <strong>Grad kollaborativer Reife</strong> – meist gekoppelt mit dem Grad der Flachheit der Hierarchie sowie den Bonusstrukturen des Unternehmens – <strong>beeinflusst Akzeptanz, Aktivität und den Erfolg kollaborativer Softwareangebote erheblich.</strong> Eine detaillierte Auseinandersetzung mit diesem Thema erfolgt in einem späteren Beitrag.<br />
  </p>
<h2>Die Aktivität der Nutzer folgt einer einfachen Formel, der „Pareto-Verteilung“</h2>
<p>Bei genauerer Betrachtung erweist sich auch die Dreiteilung, wie sie Nielsen vorgenommen hat, als zu einfach. Die Aktivität der Mitglieder auf Web 2.0 Plattformen (Social Media, online Social Communities) lässt sich genauer wie folgt beschrieben:<br />
 </p>
<blockquote><p>Ordnet man die Nuzter einer Web 2.0 Plattform anhand ihrer Aktivitätsgrade, erhält man eine stetige Kurve der Form  </p>
<p style="text-align: center;"><a href="http://www.webosoph.de/wp-content/uploads/2010/05/Formel_012.gif"><img class="aligncenter size-full wp-image-831" title="Formel_01" src="http://www.webosoph.de/wp-content/uploads/2010/05/Formel_01.gif" alt="" width="160" height="74" /></a><a href="http://www.webosoph.de/wp-content/uploads/2010/05/Formel_011.gif"></a></p>
<p><a href="http://www.webosoph.de/wp-content/uploads/2010/05/Formel_011.gif"></a></p></blockquote>
<p>    <br />
Wobei <strong><em>A</em></strong> die Aktivität eines Nutzers bezeichnet, gemessen z. B. in der Anzahl seiner Beiträge, Rezensionen oder hochgeladenen Videos. <strong><em>A<sub>max.</sub></em></strong> ist dann die Aktivität des aktivsten Nutzers und  <strong><em>A<sub>x</sub></em></strong> die Aktivität des <em>x</em>-ten Nutzers. <strong><em>n</em></strong> ist eine plattformspezifische „Konstante“, die beschreibt, wie steil die Aktivitätskurve abfällt. Je größer <em>n</em> ist, desto größer ist der Unterscheid der Aktivität der Nutzer, je kleiner <em>n</em> ist, desto gleicher ist die Aktivität, bis – zumindest mathematisch betrachtet – bei <em>n</em> = 0 alle Mitglieder dieselbe Aktivität, nämlich <em>A<sub>max</sub></em><sub>.</sub>, hätten.<br />
 </p>
<p style="text-align: center;"><img class="aligncenter size-full wp-image-834" title="Pareto-Kurve_onl" src="http://www.webosoph.de/wp-content/uploads/2010/05/Pareto-Kurve_onl.jpg" alt="" width="330" height="165" /></p>
<p style="text-align: center;"><strong><sup>Abb. 3:</sup></strong><sup> Idealtypischer Verlauf der Aktivitätskurve der Nutzer einer Web 2.0-Anwendung</sup></p>
<p>  </p>
<p>In Abb. 4 sind die <strong>Aktivitätskurven ausgewählter Web 2.0 Plattformen</strong> (Wikipedia, youtube, digg, twitter, Amazon, ebay) auf Basis der tatsächlichen Nutzerdaten – Stand April 2010 – dargestellt. Die zugehörigen, für die Auswertung aufbereiteten Daten können für Forschungszwecke <a href="http://www.webosoph.de/wp-content/uploads/2010/05/Verteilung_all.xls">➚hier</a> als XLS-Datei herunter geladen werden. <br />
 </p>
<p style="text-align: center;"><img class="aligncenter size-full wp-image-880" title="Pareto-Kurve_Beispiele_Web_2_0" src="http://www.webosoph.de/wp-content/uploads/2010/05/Pareto-Kurve_Beispiele_Web_2_01.jpg" alt="" width="516" height="796" /></p>
<p><strong><sup>Abb. 4</sup></strong><sup>: Die Aktivitätsverteilungskurven der Nutzer verschiedener Web 2.0-Plattformen, eigene Darstellung, Quellen der Daten siehe [1] bis [5] im Quellenverweis.</sup></p>
<p> <br />
Auch aus dieser Betrachtung wird deutlich: Eine kleine Anzahl von Mitgliedern trägt durch ihre Menge von Beiträgen mehr zum Gesamtinhalt einer Plattform bei, als die große Mehrheit der Mitglieder mit ihren jeweils verhältnismäßig wenig Beiträgen.</p>
<p>Kurven dieser Art lassen sich bei allen offenen Web 2.0 Anwendungen beobachten, also solchen,  in denen jeder so viel oder wenig beitragen kann, wie er möchte.</p>
<p>Aus den Kurven der Abb. 4 lässt sich <em><strong>n</strong></em> mathematisch gut bestimmen. In grober Näherung zeigen sich für die ausgewählten Web 2.0 Plattformen sehr unterschiedliche Werte für<em> n</em> (vgl. Tab. 1). Insofern kann <em>n</em> gut zur <strong>Charakterisierung von Web 2.0 Plattformen</strong> herangezogen werden – etwa als einer von mehreren Faktoren zur Wertermittlung. Für letztere ist jedoch die Vergleichbarkeit der Metrik zu prüfen: Ist ein Wikipedia Edit so viel wert, wie ein Tweet oder eine Amazon Rezension etc.?<br />
  </p>
<table border="0" width="32%" align="center">
<tbody>
<tr>
<td width="77%"><strong>Web 2.0 Plattform </strong></td>
<td width="23%">
<div style="text-align: center;"><em><strong>n</strong></em></div>
</td>
</tr>
<tr>
<td colspan="2">
<hr /></td>
</tr>
<tr>
<td>Wikipedia</td>
<td>
<div>0,0082</div>
</td>
</tr>
<tr>
<td>digg</td>
<td>
<div>0,9789</div>
</td>
</tr>
<tr>
<td>twitter</td>
<td>
<div>0,4505</div>
</td>
</tr>
<tr>
<td>Amazon</td>
<td>
<div>0,7385</div>
</td>
</tr>
<tr>
<td colspan="2">
<hr /></td>
</tr>
</tbody>
</table>
<p style="text-align: center;"><strong><sup>Tab. 1:</sup></strong><sup> n für die Aktivitätskurve verschiedener Web 2.0 Plattformen, ermittelt aus der<br />
Stichprobe der jeweils aktivsten 1.000 Nutzer zur Illustration </sup></p>
<p>  <br />
Verteilungskurven der oben gezeigten Form wurden bereits durch den italienischen Ingenieur, Soziologen und Ökonomen <strong>Vilfredo Pareto</strong> bei der Untersuchung der Verteilung des Volkseinkommens (vgl. u. a. <a title="Pareto, Vilfredo (1897): Cours d'Économie Politique.The ANNALS of the American Academy of Political and Social Science.1897; 9: S.128-131" href="http://ann.sagepub.com/cgi/reprint/9/3/128.pdf" target="_blank">➚Pareto, 1897:501</a>), von dem US-amerikanischen Linguisten <strong>George Kingsley Zipf</strong> bei der Untersuchung der Häufigkeit, mit der die Wörter einer Sprache benutzt werden (➚Zipf, 1949) und von dem US-amerikanischen Journalist <strong>Chris Anderson</strong> bei der Untersuchung der Verteilung von Kaufhäufigkeiten von Produkten (<a title="Anderson, Chris (2006): The Long Tail. Why the Future of Business Is Selling Less of More. New York: Hyperion" href="href=&quot;http://www.amazon.de/gp/redirect.html?ie=UTF8&amp;location=http%3A%2F%2Fwww.amazon.de%2FLong-Tail-Future-Business-Selling%2Fdp%2F1401302378%3Fie%3DUTF8%26s%3Dbooks-intl-de%26qid%3D1272757520%26sr%3D8-5&amp;site-redirect=de&amp;tag=webosoph-21&amp;linkCode=ur2&amp;camp=1638&amp;creative=6742" target="_blank">➚Anderson, 2006</a>) beschrieben. Daher spricht man bei solchen Kurven oft von Pareto-Verteilung, Zipf-Verteilung oder auch dem Long Tail. Zur weiteren Vertiefung über die Vielfalt von Erscheinungen, die durch solche Kurven beschreiben werden sei u. a. auf <a title="Wentian, Li (2003): Zipf's Law Everywhere. Glottometrics. Vol. 5, S.14-21" href="http://www.nslij-genetics.org/wli/pub/glottometrics02.doc" target="_blank">➚Wentian (2003)</a> verwiesen.<br />
 </p>
<h2>Zusammenfassung und Reflexion zur Praxisrelevanz</h2>
<p>Verdichtet können wir also feststellen: Nur ein kleiner Teil der Nutzer von Web 2.0 Plattformen (online Social Media, online Social Networks) produziert aktiv die darauf zu findenden Inhalte. Die produzierenden Nutzer gliedern sich in einen eher kleinen aktiven Teil und einen in der Regel größeren weniger aktiven Teil oder genauer: Die Aktivität folgt einer „Pareto-Verteilung“.</p>
<p>Neben dem Erkenntnisgewinn für Soziologie und Volkswirtschaft, liefern diese Zusammenhänge ganz praktische Hilfe. So können z. B.</p>
<ol>
<li>Unternehmen/Organisationen, die eine Web 2.0-Plattform errichten wollen mit den gegebenen Zusammenhängen die für einen Erfolg <strong>kritische Masse</strong> von Nutzern abschätzen und damit prüfen, in wie weit ein Vorhaben realistisch und lohnend sein kann.<br />
 </li>
<li>bestehende Web 2.0 Plattformen aus den Zusammenhängen Ansatzpunkte der <strong>Steuerung der Nutzeraktivität</strong> ableiten.<br />
 </li>
<li>die plattformspezifischen Konstanten <em>A<sub>max</sub></em><sub>.</sub> (insbesondere, wenn periodisch betrachtet) und <em>n</em> zur <strong>Charakterisierung</strong>, zum <strong>Vergleich</strong> und als ein Faktor in der <strong>Wertermittlung</strong> von Web 2.0 Plattformen herangezogen werden.<br />
   <br />
etc.</li>
</ol>
<p>Dennoch: Der Forschungsbedarf ist hoch. Zwar wurde bereits vor vielen Jahren qualitativ gezeigt, das zum Beispiel „<strong>Game Mechanics</strong>“ generell die Nutzeranzahl und die Aktivität der Nutzer von Web 2.0 Plattformen positiv beeinflussen (<a title="Kim, Amy Jo (2001): Community Building - Strategien für den Aufbau erfolgreicher Web-Communities. Bonn: Galileo Press" href="http://www.amazon.de/gp/redirect.html?ie=UTF8&amp;location=http%3A%2F%2Fwww.amazon.de%2FCommunity-Building-Strategien-erfolgreicher-Web-Communities%2Fdp%2F3898421155%3Fie%3DUTF8%26s%3Dbooks%26qid%3D1272790916%26sr%3D1-1&amp;site-redirect=de&amp;tag=webosoph-21&amp;linkCode=ur2&amp;camp=1638&amp;creative=6742" target="_blank">➚Kim, 2001</a>), jedoch ist bis heute ungeklärt, welche der Game Mechanics in welchem Umfang auf <em>n </em>wirkt.<br />
 </p>
<h1>Serie: Soziologie und Typologien der Web 2.0-Nutzer im Überblick</h1>
<p><sub><strong>→</strong> <a title="Ullrich, Thomas W. (2010): Kenntnis der Web 2.0 Phänomene hilft zwar, nützt aber nichts für Marketing und Public Relations (Serie: Soziologie und Typologien der Web 2.0 Nutzer - Teil 1 von 7). Webosoph.de" href="http://www.webosoph.de/2010/04/17/kenntnis-der-web-2-0-phanomene-hilft-zwar-nutzt-aber-nichts-fur-marketing-und-public-relations-%e2%80%93-serie-soziologie-und-typologien-der-web-2-0-nutzer-teil-1-von-7/">Kenntnis der Web 2.0-Phänomene hilft zwar, nützt aber nichts für Marketing und Public Relations (Teil 1 von 7)</a></sub><br />
<sub><strong>→</strong> <a title="Ullrich, Thomas W. (2010): Das Social Web lebt von einer Minderheit – Serie: Soziologie und Typologien der Web 2.0-Nutzer (Teil 2 von 7). Webosoph.de" href="http://www.webosoph.de/2010/05/02/das-social-web-lebt-von-einer-minderheit-%e2%80%93-serie-soziologie-und-typologien-der-web-2-0-nutzer-teil-2-von-7/">Das Social Web lebt von einer Minderheit  (Teil 2 von 7)</a></sub><br />
<sub><strong>→</strong> <a href="http://www.webosoph.de/2010/09/10/wer-bloggt-ist-nicht-unbedingt-in-online-social-networks-aktiv-%e2%80%93-serie-soziologie-und-typologien-der-web-2-0-nutzer-teil-3-von-7/">Nutzertypen im Web 2.0: Wer bloggt ist nicht unbedingt in online Social Networks aktiv (Teil 3 von 7)</a><br />
</sub><sub><strong>→</strong> Ausgewählte Onliner-Typologien (Teil 4 von 7)</sub><br />
<sub><strong>→</strong> Methode und Datenquellen der Typologie-Entwicklung ( Teil 5 von 7)</sub><br />
<sub><strong>→</strong> Psychologische Motive der Internetnutzung (Teil 6 von 7)</sub><br />
<sub><strong>→</strong> Soziologie und Typologien der Web 2.0-Nutzer – Zusammenfassung und Ergänzungen (Teil 7 von 7)</sub></p>
<p><sub>   </sub></p>
<h1>Quellenverzeichnis</h1>
<p><sup>Quellen der Daten für Abb. 4:<br />
       [1] twitter: <a href="http://twitterholic.com" target="_blank">➚http://twitterholic.com</a>  [Stand: 24-APR-2010; 21:20 Uhr; aktualisiert: 03-MAI-2010; 08:15 Uhr]<br />
       [2] Wikipedia: <a href="http://de.wikipedia.org/wiki/Wikipedia:Beitragszahlen/Artikel-Bearbeitunge" target="_blank">➚http://de.wikipedia.org/wiki/Wikipedia:Beitragszahlen/Artikel-Bearbeitunge</a>n [Stand: 25-APR-2010]<br />
       [3] digg: <a href="http://socialblade.com/digg/top1000users.html" target="_blank">➚http://socialblade.com/digg/top1000users.html<br />
</a>       [4] Amazon: Liste der Top Rezensenten bei Amazon (klassische Liste) <a href="http://www.amazon.de/review/top-reviewers-classic " target="_blank">➚http://www.amazon.de/review/top-reviewers-classic </a>[Stand Sa. 24-APR-2010, 20:04]<br />
       [5] ebay: Topseller Liste <a href="http://www.wortfilter.de/topseller.php" target="_blank">➚http://www.wortfilter.de/topseller.php</a> [Stand 10-MAR-2010; 01:11 Uhr]</sup></p>
<p><sup><strong>Anderson</strong>, Chris (<strong>2006</strong>): The Long Tail. Why the Future of Business Is Selling Less of More. New York: Hyperion<br />
<a href="http://www.amazon.de/gp/redirect.html?ie=UTF8&amp;location=http%3A%2F%2Fwww.amazon.de%2FLong-Tail-Future-Business-Selling%2Fdp%2F1401302378%3Fie%3DUTF8%26s%3Dbooks-intl-de%26qid%3D1272757520%26sr%3D8-5&amp;site-redirect=de&amp;tag=webosoph-21&amp;linkCode=ur2&amp;camp=1638&amp;creative=6742" target="_blank">➚Bestellen bei Amazon</a></sup></p>
<p><sup><strong>Buhse</strong>, Willms/<strong>Stamer</strong>, Sören (Hrsg.) (2008): Die Kunst, Loszulassen. Enterprise 2.0.Berlin: Rhombos<br />
<a href="http://www.amazon.de/gp/redirect.html?ie=UTF8&amp;location=http%3A%2F%2Fwww.amazon.de%2FEnterprise-2-0-Die-Kunst-loszulassen%2Fdp%2F3938807687%3Fie%3DUTF8%26s%3Dbooks%26qid%3D1272790324%26sr%3D1-1&amp;site-redirect=de&amp;tag=webosoph-21&amp;linkCode=ur2&amp;camp=1638&amp;creative=6742" target="_blank">➚Bestellen bei Amazon</a></sup></p>
<p><sup><strong>Gerhards</strong>, Maria/<strong>Klinger</strong>, Walter/<strong>Trump</strong>, Thilo (<strong>2008</strong>): Das Social Web aus Rezipientensicht: Motivation, Nutzung und Nutzertypen. In: Zerfaß, Ansgar/Welker, Martin/Schmidt, Jan (Hrsg.) (2008): Kommunikation, Partizipation und Wirkungen im Social Web. S.129-148. Köln: Herbert von Halem<br />
<a href="http://www.amazon.de/gp/redirect.html?ie=UTF8&amp;location=http%3A%2F%2Fwww.amazon.de%2FKommunikation-Partizipation-Wirkungen-Social-Web%2Fdp%2F3938258667&amp;site-redirect=de&amp;tag=webosoph-21&amp;linkCode=ur2&amp;camp=1638&amp;creative=6742" target="_blank">➚Bei Amazon bestellen</a><br />
vgl. auch: <strong>Gerhards</strong>, Maria/<strong>Klingler</strong>, Walter/<strong>Trump</strong>, Thilo (<strong>2007</strong>): „Web 2.0“. Begriffsdefinition und eine Analyse der Auswirkungen auf das allgemeine Mediennutzungsverhalten. Köln: result GmbH<br />
URL: ➚<a href="http://www.result.de/wp-content/uploads/2009/10/web-2.0-studie_result_swr_februar_2007.pdf">http://www.result.de/wp-content/uploads/2009/10/web-2.0-studie_result_swr_februar_2007.pdf</a> [24-APR-2010]</sup></p>
<p><sup><strong>Kim</strong>, Amy Jo (<strong>2001</strong>): Community Building &#8211; Strategien für den Aufbau erfolgreicher Web-Communities. Bonn: Galileo Press<br />
<a href="http://www.amazon.de/gp/redirect.html?ie=UTF8&amp;location=http%3A%2F%2Fwww.amazon.de%2FCommunity-Building-Strategien-erfolgreicher-Web-Communities%2Fdp%2F3898421155%3Fie%3DUTF8%26s%3Dbooks%26qid%3D1272790916%26sr%3D1-1&amp;site-redirect=de&amp;tag=webosoph-21&amp;linkCode=ur2&amp;camp=1638&amp;creative=6742" target="_blank">➚Bestellen bei Amazon</a></sup></p>
<p><sup><strong>Nielsen</strong>, Jakob (<strong>2006</strong>): Participation Inequality: Encouraging More Users to Contribute. Jakob Nielsen&#8217;s Alertbox, October 9, 2006<br />
URL: <a href="http://www.useit.com/alertbox/participation_inequality.html" target="_blank">➚http://www.useit.com/alertbox/participation_inequality.html</a>  [Stand: 24-APR-2010]</sup></p>
<p><sup><strong>Pareto</strong>, Vilfredo (<strong>1897</strong>): Cours d&#8217;Économie Politique.The ANNALS of the American Academy of Political and Social Science.1897; 9: S.128-131<br />
URL: <a href="http://ann.sagepub.com/cgi/reprint/9/3/128.pdf" target="_blank">➚http://ann.sagepub.com/cgi/reprint/9/3/128.pdf</a> [Stand: 26-APR-2010]</sup></p>
<p><sup><strong>Richter</strong>, Alexander/<strong>Warta</strong>, Alexander (<strong>2008</strong>): Medienvielfalt als Barriere für den erfolgreichen Einsatz von Wikis im Unternehmen: Fallbeispiel Bosch. In: Zerfaß, Ansgar/Welker, Martin/Schmidt, Jan (Hrsg.) (2008): Kommunikation, Partizipation und Wirkungen im Social Web. Band 2. S.427-443. Köln: Herbert von Halem<br />
<a href="http://www.amazon.de/gp/redirect.html?ie=UTF8&amp;location=http%3A%2F%2Fwww.amazon.de%2FKommunikation-Partizipation-Wirkungen-Strategien-Anwendungen%2Fdp%2F3938258683%3Fie%3DUTF8%26s%3Dbooks%26qid%3D1272789726%26sr%3D8-3&amp;site-redirect=de&amp;tag=webosoph-21&amp;linkCode=ur2&amp;camp=1638&amp;creative=6742" target="_blank">➚Bestellen bei Amazon</a></sup></p>
<p><sup><strong>web evangelisten</strong> (<strong>2010</strong>): Twitter Nutzerzahlen übersteigen 200.000 in Deutschland, Österreich und der Schweiz. URL: <a href="http://webevangelisten.de/twitter-nutzerzahlen-ubersteigen-200-000-deutschland/" target="_blank">➚http://webevangelisten.de/twitter-nutzerzahlen-ubersteigen-200-000-deutschland/</a> [Stand: 02-MAI-2010]</sup></p>
<p><sup><strong>Wentian</strong>, Li (<strong>2003</strong>): Zipf&#8217;s Law Everywhere. Glottometrics. Vol. 5, S.14-21<br />
URL: <a href="http://www.nslij-genetics.org/wli/pub/glottometrics02.doc" target="_blank">➚http://www.nslij-genetics.org/wli/pub/glottometrics02.doc</a>  [Stand: 28-APR-2010]</sup></p>
<p><sup><strong>Wikipedia</strong> (<strong>2010</strong>): Über Wikipedia. URL: <a href="http://de.wikipedia.org/wiki/Wikipedia:%C3%9Cber_Wikipedia" target="_blank">➚http://de.wikipedia.org/wiki/Wikipedia:%C3%9Cber_Wikipedia</a> [Stand: 02-MAI-2010]</sup></p>
<p><sup><strong>Youtube</strong> (<strong>2010</strong>): Über Youtube. URL: <a href="http://www.youtube.com/t/fact_sheet" target="_blank">➚http://www.youtube.com/t/fact_sheet</a> [Stand: 02-MAI-2010]</sup></p>
<p><sup><strong>Zipf</strong>, George Kingsley (<strong>1949</strong>): Human Behaviour and the Principle of Least Effort. An Intriduction to Human Ecology. Cambridge (Massachusetts): Addison-Wesley Press<br />
   </sup></p>
<hr /><small>Copyright &copy; 2008-2012 | Webosoph.de | Thomas W. Ullrich, Düsseldorf<br /> This feed is for personal, non-commercial use only. <br /> The use of this feed on other websites breaches copyright. If this content is not in your news reader, it makes the page you are viewing an infringement of the copyright. (Digital Fingerprint:<br /> e4218ba0a75a197449097af25497492c)</small>]]></content:encoded>
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		</item>
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		<title>Kenntnis der Web 2.0-Phänomene hilft zwar, nützt aber nichts für Marketing und Public Relations – Serie: Soziologie und Typologien der Web 2.0-Nutzer (Teil 1 von 7)</title>
		<link>http://www.webosoph.de/2010/04/17/kenntnis-der-web-2-0-phanomene-hilft-zwar-nutzt-aber-nichts-fur-marketing-und-public-relations-serie-soziologie-und-typologien-der-web-2-0-nutzer-teil-1-von-7/</link>
		<comments>http://www.webosoph.de/2010/04/17/kenntnis-der-web-2-0-phanomene-hilft-zwar-nutzt-aber-nichts-fur-marketing-und-public-relations-serie-soziologie-und-typologien-der-web-2-0-nutzer-teil-1-von-7/#comments</comments>
		<pubDate>Sat, 17 Apr 2010 18:59:25 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Thomas W. Ullrich</dc:creator>
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		<description><![CDATA[Web 2.0-Phänomene wie Twitter und online social Networks zu kennen und diese zu verstehen, ist &#8220;in&#8221;, doch für Managemententscheidungen der Marketing-Kommunikation bzw. Public Relations allein weitgehend nutzlos. Auch künftig &#8211; und mehr denn je &#8211; ist die relevante Größe eine andere: Die Zielgruppe. Ihre Beschreibung muss um die Nutzungssoziologie von Web 2.0 bzw. online social [...]]]></description>
				<content:encoded><![CDATA[<div><strong>Web 2.0-Phänomene wie Twitter und online social Networks zu kennen und diese zu verstehen, ist &#8220;in&#8221;, doch für Managemententscheidungen der Marketing-Kommunikation bzw. Public Relations allein weitgehend nutzlos. Auch künftig &#8211; und mehr denn je &#8211; ist die relevante Größe eine andere: Die Zielgruppe. Ihre Beschreibung muss um die Nutzungssoziologie von Web 2.0 bzw. online social Media erweitert werden.</strong></div>
<div><strong>     </strong></div>
<div>In der Fach- und Sachliteratur zum Web 2.0 und online social Media dominiert die <strong>phänomenologische Betrachtung</strong> von <strong>Plattformen</strong>: Im Zentrum stehen Wikipedia bzw. Wikis, Facebook bzw. online social Networks, Twitter bzw. Microblogs etc..</div>
<p>Mal dominieren dabei technische Aspekte (vgl. z. B. <a title="Kantel, Jörg (2009): Per Anhalter durch das Mitmach-Web. Heidelberg: mitp" href="http://www.amazon.de/gp/redirect.html?ie=UTF8&amp;location=http%3A%2F%2Fwww.amazon.de%2FAnhalter-durch-Mitmach-Web-Publizieren-Internet-Fernsehsender%2Fdp%2F3826617932%3Fie%3DUTF8%26s%3Dbooks%26qid%3D1271360149%26sr%3D8-2&amp;site-redirect=de&amp;tag=webosoph-21&amp;linkCode=ur2&amp;camp=1638&amp;creative=6742" target="_blank">➚Kantel, 2009</a>) und mal werden Sinnkontexte wie „Ideagoras“, „neue Alexandriner“ und „partizipative Plattformen“ konstruiert (<a title="Tapscott, Don/Williams, Anthony (2007): Wikinomics. Die Revolution im Netz. München: Hanser" href="http://www.amazon.de/gp/redirect.html?ie=UTF8&amp;location=http%3A%2F%2Fwww.amazon.de%2FWikinomics-Die-Revolution-im-Netz%2Fdp%2F3446412190%3Fie%3DUTF8%26s%3Dbooks%26qid%3D1271362123%26sr%3D1-2&amp;site-redirect=de&amp;tag=webosoph-21&amp;linkCode=ur2&amp;camp=1638&amp;creative=6742" target="_blank">➚Tapscott/Williams, 2006</a>).</p>
<p>Mit ihrem „<strong>Conversationprism</strong>“ ordnen Brian Solis und Jess Thomas vermeintlich das gesamte Web:  Die „großen Marken“ des Internets werden anhand ihrer <strong>technischen Formate</strong> (Bilder, Video, Musik, SMS, Stimme etc.) oder nach <strong>sozial-funktionalen Kategorien</strong> (kollaborieren, kommentieren, bewerten etc.) gebündelt (<a title="Solis, Brian/Thomas, Jess (2009): The Conversations Prism. The art of listening, learning and sharing. " href="http://theconversationprism.com/" target="_blank">➚Solis/Thomas, 2009</a>). Für das <strong>deutsche Web</strong> wurde das Conversationprism (siehe Abb. 1) von ethority angepasst (<a title="ethority (2010): Social Media Prisma Version 2.0." href="http://www.ethority.de/weblog/social-media-prisma/" target="_blank">➚ethority, 2010</a>).</p>
<p style="text-align: center;"><img class="aligncenter size-full wp-image-672" title="ethority_conversationprism_V2" src="http://www.webosoph.de/wp-content/uploads/2010/04/ethority_conversationprism_V21.jpg" alt="" width="442" height="440" /></p>
<p style="text-align: center;"><sub><strong>Abb. 1: Social Media Prisma V 2.0 von ethority (2010) in enger Anlehnung an Thomas/Solis (2009)<br />
[</strong><a title="ethority (2010): Social Media Prisma V 2.0 - Großbild: 1920x1200_300dpi" href="http://www.webosoph.de/photos/smprism2_1920x1200_300dpi.jpg" target="_blank"><strong>➚Großbild</strong></a><strong>]</strong></sub></p>
<p>Zwar helfen solche Beiträge, um das Internet, Web 2.0 und online social Media zu verstehen, nützen jedoch nichts für die Beantwortung aktueller Managementfragen – etwa der Marketing-Kommunikation. Der Grund: Sie haben den falschen Fokus.<br />
 </p>
<h1>Nicht online social Media sondern Zielgruppen und Anspruchsgruppen analysieren</h1>
<p>„Sind online social Networks wichtig? Und falls ja: Bauen wir als Unternehmen selbst eines oder versuchen wir auf Facebook, den VZs und XING vorzukommen?“ – Fragen wie diese sind zwar nachvollziehbar, greifen jedoch zu kurz.</p>
<p>Weit bedeutender für den Kommunikationserfolg bleibt ein genaues Verständnis der <strong>Zielgruppen</strong> (target groups) und <strong>Anspruchsgruppen </strong>(stakeholder) – nicht eine Diskussion von Hypes, Tools und Plattformen. Doch die Sach- und Ratgeberliteratur enttäuscht in diesem Punkt: In den Registern der Mehrheit der zahlreichen <a href="http://astore.amazon.de/webosoph-21" target="_blank">Web 2.0-, Interactive-, Online-Marketing- und Online-PR-Bücher</a> tauchen die Begriffe Zielgruppe oder Anspruchsgruppe nicht einmal auf.</p>
<p>Und auch die Marketing-Kommunikation vieler Unternehmen zeigt sich aktionistisch und ohne Plan. Es „jagen viele Marketers hinter jeder Technik, Taktik und Metrik hinterher, die ihnen über den Weg läuft“, um es in den Worten Geoff Ramseys, CEO von eMarketer, zu formulieren (<a title="Perspektive Mittelstand (2010): Social Media Marketing erfolgt oft ohne Plan. (Beitrag vom 15.02.2010)" href="http://www.perspektive-mittelstand.de/Web-20-Strategie-Social-Media-Marketing-erfolgt-oft-ohne-Plan/management-wissen/3216.html" target="_blank">➚perspektive mittelstand, 2010</a>). Die Konsequenz: kurzfristig ist mindestens <strong>Geldverschwendung</strong> beobachtbar und mittel bis langfristig sind zudem erhebliche <strong>Reputationsschäden</strong> zu erwarten.</p>
<p>Will ein Unternehmen im „social Web“ Erfolg haben, muss es seine Zielgruppe und seine Anspruchsgruppen ins Zentrum der Betrachtung stellen und folgende Fragen beantworten:</p>
<p><span style="color: #000000;"> </span></p>
<ol>
<blockquote>
<li>Was sind die Ziele unseres Unternehmens und was ist unsere Positionierung?</li>
<p> </p>
<li>Wer ist unsere Zielgruppe und wer sind unsere relevanten Anspruchsgruppen? Was denken diese über uns?</li>
<p> </p>
<li>Welche konkreten Ziele sowie Differenzen bzw. Probleme leiten sich daraus ab?</li>
<p> </p>
<li>In welcher Weise nutzen unsere Zielgruppen und Anspruchsgruppen bereits heute die Möglichkeiten des Web 2.0?</li>
<p> </p>
<li>Welchen kurz-, mittel- und langfristig abverkaufsfördernden Mehrwert können wir unserer Zielgruppe unter diesen Voraussetzungen über das Internet/Web 2.0 bieten?</li>
<p> </p>
<li>Welche Mehrwerte können wir unseren relevanten Anspruchsgruppen bieten? Zu welchem Zweck?</li>
<p> </p>
<li>Welche Anforderungen und Konsequenzen ergeben sich daraus für uns, d. h. für unser Geschäftsmodell, für unsere Organisation, für unsere Unternehmenskultur und für unsere klassische Kommunikation?</li>
<p> </p>
<li>Wie und in welchen zeitlichen Abständen kontrollieren wir den Erfolg dieser Maßnahmen?<br />
 </li>
<p>u. s. w.</p></blockquote>
</ol>
<p> <br />
Um diese Überlegungen zu unterstützen, werden in den folgenden Teilen dieser Serie <strong>soziologische</strong> und <strong>psychologische Aspekte</strong> zum <strong>Online-Verhalten</strong> von Menschen sowie ausgewählte <strong>Nutzertypologien</strong> vorgestellt und <strong>Handlungsempfehlungen </strong>für die Entwicklung von Web 2.0/online social Media-Projekten abgeleitet.</p>
<p><span style="color: #000000;">   </span></p>
<h1>Serie: Soziologie und Typologien der Web 2.0-Nutzer im Überblick</h1>
<p><sub><strong>→</strong> <a title="Ullrich, Thomas W. (2010): Kenntnis der Web 2.0 Phänomene hilft zwar, nützt aber nichts für Marketing und Public Relations (Serie: Soziologie und Typologien der Web 2.0 Nutzer - Teil 1 von 7). Webosoph.de" href="http://www.webosoph.de/2010/04/17/kenntnis-der-web-2-0-phanomene-hilft-zwar-nutzt-aber-nichts-fur-marketing-und-public-relations-%e2%80%93-serie-soziologie-und-typologien-der-web-2-0-nutzer-teil-1-von-7/">Kenntnis der Web 2.0-Phänomene hilft zwar, nützt aber nichts für Marketing und Public Relations (Teil 1 von 7)</a></sub><br />
<sub><strong>→</strong> <a title="Ullrich, Thomas W. (2010): Das Social Web lebt von einer Minderheit – Serie: Soziologie und Typologien der Web 2.0-Nutzer (Teil 2 von 7). Webosoph.de" href="http://www.webosoph.de/2010/05/02/das-social-web-lebt-von-einer-minderheit-%e2%80%93-serie-soziologie-und-typologien-der-web-2-0-nutzer-teil-2-von-7/">Das Social Web lebt von einer Minderheit  (Teil 2 von 7)</a></sub><br />
<sub><strong>→</strong> <a href="http://www.webosoph.de/2010/09/10/wer-bloggt-ist-nicht-unbedingt-in-online-social-networks-aktiv-%e2%80%93-serie-soziologie-und-typologien-der-web-2-0-nutzer-teil-3-von-7/">Nutzertypen im Web 2.0: Wer bloggt ist nicht unbedingt in online Social Networks aktiv (Teil 3 von 7)</a></sub><br />
<sub><strong>→</strong> Ausgewählte Onliner-Typologien (Teil 4 von 7)</sub><br />
<sub><strong>→</strong> Methode und Datenquellen der Typologie-Entwicklung ( Teil 5 von 7)</sub><br />
<sub><strong>→</strong> Psychologische Motive der Internetnutzung (Teil 6 von 7)</sub><br />
<sub><strong>→</strong> Soziologie und Typologien der Web 2.0-Nutzer – Zusammenfassung und Ergänzungen (Teil 7 von 7)</sub></p>
<p><span style="color: #000000;"> </span></p>
<h1>Quellenverzeichnis</h1>
<p><sub><strong>ethority</strong> (<strong>2010</strong>): Social Media Prisma – Version 2.0.<br />
URL: <a href="http://www.ethority.de/weblog/social-media-prisma/">➚http://www.ethority.de/weblog/social-media-prisma</a> [Stand: 04-MAR-2010]</sub></p>
<p><sub><strong>Kantel</strong>, Jörg (<strong>2009</strong>): Per Anhalter durch das Mitmach-Web. Heidelberg : mitp <a title="Kantel, Jörg (2009): Per Anhalter durch das Mitmach-Web. Heidelberg : mitp   bei Amazon bestellen" href="http://www.amazon.de/gp/redirect.html?ie=UTF8&amp;location=http%3A%2F%2Fwww.amazon.de%2FAnhalter-durch-Mitmach-Web-Publizieren-Internet-Fernsehsender%2Fdp%2F3826617932%3Fie%3DUTF8%26s%3Dbooks%26qid%3D1271360149%26sr%3D8-2&amp;site-redirect=de&amp;tag=webosoph-21&amp;linkCode=ur2&amp;camp=1638&amp;creative=6742" target="_blank">➚Bei Amazon bestellen</a></sub></p>
<p><sub><strong>Perspektive Mittelstand</strong> (<strong>2010</strong>): Social Media Marketing erfolgt oft ohne Plan. (Beitrag vom 15.02.2010)<br />
URL: <a href="http://www.perspektive-mittelstand.de/Web-20-Strategie-Social-Media-Marketing-erfolgt-oft-ohne-Plan/management-wissen/3216.html">➚http://www.perspektive-mittelstand.de/Web-20-Strategie-Social-Media-Marketing-erfolgt-oft-ohne-Plan/management-wissen/3216.html</a> [Stand: 16-APR-2010]</sub></p>
<p><sub><strong>Tapscott</strong>, Don/<strong>Williams</strong>, Anthony (<strong>2007</strong>): Wikinomics. Die Revolution im Netz. München: Hanser <a title="Tapscott, Don/Williams, Anthony (2007): Wikinomics. Die Revolution im Netz. München: Hanser   bei Amazon bestellen" href="http://www.amazon.de/gp/redirect.html?ie=UTF8&amp;location=http%3A%2F%2Fwww.amazon.de%2FWikinomics-Die-Revolution-im-Netz%2Fdp%2F3446412190%3Fie%3DUTF8%26s%3Dbooks%26qid%3D1271362123%26sr%3D1-2&amp;site-redirect=de&amp;tag=webosoph-21&amp;linkCode=ur2&amp;camp=1638&amp;creative=6742" target="_blank">➚Bei Amazon bestellen</a></sub></p>
<p><sub><strong>Solis</strong>, Brian/<strong>Thomas</strong>, Jess (<strong>2009</strong>): The Conversations Prism. The art of listening, learning and sharing.<br />
URL: <a href="http://theconversationprism.com/" target="_blank">➚http://theconversationprism.com</a> [Stand: 04-MAR-2010]</sub></p>
<hr /><small>Copyright &copy; 2008-2012 | Webosoph.de | Thomas W. Ullrich, Düsseldorf<br /> This feed is for personal, non-commercial use only. <br /> The use of this feed on other websites breaches copyright. If this content is not in your news reader, it makes the page you are viewing an infringement of the copyright. (Digital Fingerprint:<br /> e4218ba0a75a197449097af25497492c)</small>]]></content:encoded>
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