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	<title>Webosoph.de &#187; Marketing</title>
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	<description>Web 2.0 und Kommunikation, PR, Marketing und Gesellschaft - Gedanken und Anregungen von Thomas W. Ullrich</description>
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		<title>Internet Nutzertypologien im Überblick &#8211; Serie: Soziologie und Typologien der Web 2.0-Nutzer (Teil 4 von 7)</title>
		<link>http://www.webosoph.de/2011/07/14/uberblick-internet-nutzertypologien-web-2-0-nutzertypologien-serie-soziologie-und-typologien-der-web-2-0-nutzer-teil-4-von-7/</link>
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		<pubDate>Wed, 13 Jul 2011 23:29:15 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Thomas W. Ullrich</dc:creator>
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		<description><![CDATA[Typologien verdichten eine große Anzahl von Personen auf eine überschaubare Anzahl von Typen. Damit reduzieren sie die Entscheidungskomplexität in Marketing und Unternehmenskommunikation. Doch woran erkennt man eine gute Typologie, welche Onliner-Typologien gibt es und was ist von ihnen zu halten? Ein Überblick.  1  Was ist eine Typologie? Das Wort Typologie setzt sich zusammen aus griechisch [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p><strong><a href="http://www.webosoph.de/wp-content/uploads/2011/06/artikelbild_Segmente_kl.jpg"><img class="alignleft size-full wp-image-1081" title="artikelbild_Segmente_kl" src="http://www.webosoph.de/wp-content/uploads/2011/06/artikelbild_Segmente_kl.jpg" alt="" width="160" height="130" /></a>Typologien verdichten eine große Anzahl von Personen auf eine überschaubare Anzahl von Typen. Damit reduzieren sie die Entscheidungskomplexität in Marketing und Unternehmenskommunikation. Doch woran erkennt man eine gute Typologie, welche Onliner-Typologien gibt es und was ist von ihnen zu halten? Ein Überblick.</strong><strong> </strong></p>
<h2>1  Was ist eine Typologie?</h2>
<p>Das Wort Typologie setzt sich zusammen aus griechisch <em>τύπος </em>(<em>typos</em> &#8211; das durch den Schlag Hervorgebrachte, die Gestalt, das Abbild, das Urbild, das Vorbild, das Muster) und <em>λόγος</em> (<em>logos</em> &#8211; die Lehre, die Rede, die Denkweise von etwas).</p>
<p>Eine <strong>Typologie</strong> ist also eine Lehre von Typen: Eine Grundgesamtheit wird durch Zusammenfassen wiederkehrender Merkmale (Gemeinsamkeiten) in voneinander unterscheidbare Abbilder unterteilt (segmentiert). In <strong>Marketing</strong> und <strong>Unternehmenskommunikation</strong> wird mittels Typologien versucht <strong>plakative,</strong> <strong>vorstellbare Menschentypen</strong> zu entwickeln – in der Regel unter Zuhilfenahme nicht nur demographischer und sozio-ökonomischer sondern vor allem auch <strong>psychologischer</strong> und <strong>(kauf)verhaltensbezogener</strong> Kriterien. Damit wird Entscheidungskomplexität reduziert: Eine große Anzahl von Einzelpersonen wird auf eine überschaubare Anzahl von Typen verdichtet, für die sich dann spezifische Maßnahmen entwickeln lassen.</p>
<h2>2  Wie beurteilt man die Qualität einer Typologie?</h2>
<p>Grundsätzlich lässt sich zwischen qualitativen und quantitativen Typologien unterscheiden. <strong>Qualitative Typologien</strong> basieren auf der intensiven Beschäftigung mit einer sehr kleinen Stichprobe und stellen eine Art Vortypisierung dar. Diese wird für das Marketing und die Unternehmenskommunikation jedoch erst als <strong>quantitative Typologie</strong> handhabbar: Mittels einer hinreichend großen und für die Grundgesamtheit repräsentativen Stichprobe wird die Typologie validiert und quantifiziert.</p>
<p>Ein Indikator für die <strong>Aussagekraft</strong> bzw. Erkenntnissicherheit einer Typologie ist aus ihren <strong>wissenschaftlichen Rahmendaten </strong>ableitbar, die als &#8220;Methodensteckbrief&#8221; dargestellt werden. Sie sollten mindestens umfassen: die <strong>Grundgesamtheit</strong> (z. B. „<em>deutsche Wohnbevölkerung ab 14 Jahren</em>“), die <strong>Größe der Stichprobe</strong> (z. B. „<em>n = 2.500</em>“), die <strong>Erbebungsmethode</strong> (z. B. „<em>CAPI – Computer-assisted personal interviewing</em>“, „<em>CATI – Computer-assisted telephone interviewing</em>“, „<em>CAWI – Computer aided web interviewing</em>“) und den <strong>Zeitraum </strong>(z. B. „<em>06-JAN-2010 bis 15-JUN-2010</em>“). Fehlen diese Angaben teilweise oder vollständig, oder werden gar auf Nachfrage nicht herausgegeben, ist die betreffende Untersuchung wohl eher von zweifelhaftem Charakter.  <br />
Die Folgerungen und Aussagen der entwickelten Typologie sollen zudem durch die <strong>verfügbare</strong> <strong>Datenbasis </strong>jederzeit für Dritte <strong>nachvollziehbar</strong> bzw. <strong>nachrechenbar</strong> sein.</p>
<p>Die <strong>Relevanz</strong> für Marketing und Unternehmenskommunikation entsteht dann, wenn die identifizierten Typen auch <strong>(a) stabil</strong> sind, d. h.  über einen längeren Zeitraum absehbar vorhanden; <strong>(b)</strong> <strong>verhaltensrelevant</strong> sind, d. h. ein direkter Bezug zum (Kauf)Verhalten besteht; <strong>(c) zugänglich</strong> sind, d. h. über bekannte und nutzbare Wege in Kommunikation und Absatz erreichbar und in verkaufsorientierter Betrachtung zudem <strong>(d) wirtschaftlich relevant</strong>, d. h. hinreichend groß sind.</p>
<h2>3  Was nutzen Typologien der Online-Nutzung?</h2>
<p>Mit der Etablierung des Internets in Deutschland Mitte der 1990er Jahre, wurden erste quantitative Typologien von Internetnutzern entwickelt (vgl. <a title="Scheidt, Uwe (1999): Chattende Spieler, surfende Infosucher und shoppende Profis. Diplomarbeit." href="http://home.arcor.de/uwe.scheid/diplomarbeit/Nutzertypologie.pdf" target="_blank">➚Scheid 1999: 24ff</a>). Mittlerweile gibt es eine große Zahl solcher Modelle. In  Marketing und Unternehmenskommunikation sind vor allem Typologien gefragt, die sich auf die jeweils schon etablierten Segmente von Zielgruppen bzw. Anspruchsgruppen anwenden lassen. Bestehende Segmente werden also durch die Online-Nutzertypologie weiter segmentiert (vgl. Abbildung 1) und so geeignete Online-Strategien ableitbar.</p>
<p style="text-align: center;"><img class="aligncenter size-full wp-image-1046" title="Online Nutzertypologien zur Segmentierung bestehender Zielgruppen / Anspruchsgruppen" src="http://www.webosoph.de/wp-content/uploads/2011/06/Segmentierungsmatrix_webosoph_2011.jpg" alt="" width="511" height="343" /><br />
<sup><br />
<strong>Abb.1</strong>: Segmentierung von Zielgruppensegmenten mittels Onliner-Nutzertypen (Schema)</sup></p>
<p>Dafür jedoch müssen neben der Art der Internetnutzung auch weitere demographische, sozioökonomische, psychologische und (kauf)verhaltensbezogene Daten für die einzelnen Online-Nutzertypen verfügbar sein. Eine Anforderung, die nur wenige, aufwändige Studien erfüllen. Zudem ist eine hohe Aktualität gefordert, da sich das Internet und seine Nutzung rasant entwickeln.</p>
<h2>4  Ausgewählte Typologien der Internetnutzer (Onliner-Typologien)</h2>
<p>Im Folgenden sind einige quantitative Typologien zur Internetnutzung ausgewählt, die o. g. Qualitätskriterien hinreichend entsprechen und Aussagen über die deutsche Wohnbevölkerung bzw. die Internetnutzer der deutschen Wohnbevölkerung insgesamt erlauben. Typologien einzelner Plattformen (z. B. Typologie der facebook-Nutzer, Twitter-Typen, Typologie der Wikipedianer o. ä.) wurden hier bewusst nicht berücksichtigt. In diese Auswahl aufgenommen wurden:</p>
<p style="padding-left: 30px;"><a href="#4.1">4.1 Social Technographic Profiles (Li/Bernoff bzw. Forrester Research)</a></p>
<p style="padding-left: 30px;"><a href="#4.2">4.2 Web 2.0 Nutzertypologie (Ullrich, Webosoph.de)</a></p>
<p style="padding-left: 30px;"><a href="#4.3">4.3 OnlineNutzerTypologie (ARD/ZDF)</a></p>
<p style="padding-left: 30px;"><a href="#4.4">4.4 Web 2.0 offensiv! (PBS AG)</a></p>
<p style="padding-left: 30px;"><a href="#4.5">4.5 @facts extra &#8211; Online-Nutzertypen (SevenOne Media GmbH)</a></p>
<p style="padding-left: 30px;"><a href="#4.6">4.6 Communication Networks Onliner Typologie (FOCUS Magazin Verlag)</a></p>
<p style="padding-left: 30px;"><a href="#4.7">4.7 Digitale Gesellschaft (Initiative D21)</a></p>
<p style="padding-left: 30px;"> </p>
<p><a name="4.1"></a></p>
<h3>4.1       Social Technographic Profiles</h3>
<p><strong>Existiert seit</strong>:  2007</p>
<p><strong>Aktuelle Fassung</strong>:  2010</p>
<p><strong>Grundgesamtheit:</strong> deutsche Wohnbevölkerung ab 16 Jahren</p>
<p><strong>Stichprobengröße:</strong> ca. 4.000</p>
<p><strong>Befragungsart: </strong>Online-Befragung</p>
<p><strong>Editor(en):</strong> Darlene Li; Josh Bernoff/Forrester Research</p>
<p><strong>Deatilinfo:</strong> <a title="Forrester Research - Social Technographics Profile" href="http://www.forrester.com/rb/Research/european_social_technographics%26%23174%3B_2010/q/id/57642/t/2" target="_blank">➚forrester.com/…</a></p>
<p><strong>Kommentar: </strong>Die Typologie der Social Technographics Profiles® wird regelmäßig von Forrester Research aktualisiert. Die Daten müssen kostenpflichtig bezogen werden. 2010 wurde der Typus der „Conversationalists“ ergänzt, der aktive Joiner beschreibt, die Statusmeldungen in online Social Networks und/oder Tweets auf Twitter posten und zwischen Creators und Critics eingeordnet werden (vgl. <a title="Bernoff, Josh (2010): Social Technographics: Conversationalists get onto the ladder (Blog: Forrester Research/Groundswell)" href="http://forrester.typepad.com/groundswell/2010/01/conversationalists-get-onto-the-ladder.html" target="_blank">➚Bernoff 2010</a>). Da für Deutschland keine Daten verfügbar waren, wird dieser Typus untenstehend nicht gelistet. Die untenstehenden Nutzergruppen sind nicht exklusiv, d. h. jemand der z. B. Spectator ist, kann gleichzeitig Collector sein (ohne auch Joiner sein zu müssen).</p>
<p><strong>Nutzertypen:</strong></p>
<p style="padding-left: 30px;"><strong>(1) Inactives (52 %): </strong>Internetnutzer, die nicht am Web 2.0 teilnehmen</p>
<p style="padding-left: 30px;"><strong>(2) Spectators (38 %):</strong> Lesen Blogs, schauen sich Videos an, hören Podcasts, lesen Beiträge auf Online-Foren und Erfahrungsberichte.</p>
<p style="padding-left: 30px;"><strong>(3) Joiners (21 %):</strong> Haben und Pflegen ein Profil auf einem online Social Netowork.<br />
<strong> </strong></p>
<p style="padding-left: 30px;"><strong>(4) Collectors (4 %): </strong>Abonnieren die Inhalte des Web 2.0 (z. B. RSS feed), bewerten und strukturieren Online-Inhalte – etwa durch Verschlagwortung (tagging).<br />
<strong> </strong></p>
<p style="padding-left: 30px;"><strong>(5) Critics (12 %): </strong>Verfassen Erfahrungsberichte über Produkte/Services, kommentieren Blogs, engagieren sich in online Foren oder Wikis.<br />
<strong> </strong></p>
<p style="padding-left: 30px;"><strong>(6) Creators (9 %):</strong> Pflegen einen eigenen Blog oder eine eigene Webseite, veröffentlichen eigene Videos, Bilder, Podcasts, Musik o. ä.</p>
<p><a name="4.2"></a></p>
<h3>4.2  Web 2.0 Nutzertypologie</h3>
<p><strong>Existiert seit:</strong> 2010</p>
<p><strong>Aktuelle Fassung:</strong> 2011</p>
<p><strong>Grundgesamtheit:</strong> Internetnutzer der Bundesrepublik Deutschland ab 14 Jahren</p>
<p><strong>Stichprobengröße:</strong> 19.339</p>
<p><strong>Befragungsart:</strong> persönlich/schriftlich (Daten der Verbraucheranalyse)</p>
<p><strong>Editor(en):</strong> Thomas W. Ullrich (webosoph.de)</p>
<p><strong>Detailinfo:</strong> <a title="Ullrich (2011): Web 2.0 Nutzertypologie: Macher, Partizipative, Soziale und passive Zuschauer. Ein Update." href="http://www.webosoph.de/2011/06/26/web-2-0-nutzertypologie-macher-partizipative-soziale-und-passive-zuschauer-ein-update/" target="_blank">➚webosoph.de/…</a></p>
<p><strong>Kommentar: </strong>Die Web 2.0 Nutzertypologie ist eine vereinfachte Adaption der Social Technographics Ladder (vgl. 4.1): Die Specators und Inactives werden zu den <em>Passiven Zuschauern</em> zusammengefasst und die Nutzertypen der Sammler sowie der Conversationalists aus der Betrachtung ausgenommen. Mit vier Nutzertypen eine eher pragmatische Online-Typologie. Vorteilhaft dabei ist, dass die Typenbildung auf Basis der Verbraucheranalyse erfolgt, was die direkte Anwendung auf vielfältige Zielgruppen sehr einfach macht.</p>
<p><strong>Nutzertypen:</strong></p>
<p style="padding-left: 30px;"><strong>(1) Die Macher</strong> (12,1 % der Internetnutzer; 5,3 Mio.): Die <em>Macher</em> erstellen und veröffentlichen initiativ Inhalte im Social Web. Für sie stehen expressive bis exhibitionistische Motive im Vordergrund, etwa sich selbst auszudrücken und mitzuteilen bzw. sich und ihrer Sicht der Dinge ein Forum zu schaffen. Sie betreiben Blogs,  stellen Bildern in einer Bilder-Sharing Community ein oder posten selbst erstellte Videos etc.</p>
<p style="padding-left: 30px;"><strong>(2) Die Partizipativen</strong> (11,2 % der Internetnutzer; 4,9 Mio.: Sie erstellen reaktiv und partizipativ Inhalte im Web 2.0. Sie wollen im Internet vor allem an etwas Großem teilhaben, mit ihrem Beitrag dazugehören oder zu einem bestimmten Thema ihre Meinung bzw. Erfahrung teilen. Sie lesen Blogs und kommentieren diese, arbeiten an Nachschlagewerken wie Wikipedia mit oder engagieren sich in Online-Foren zu für sie wichtigen Themen.</p>
<p style="padding-left: 30px;"><strong>(3) Die Sozialen </strong>(19,6 % der Internetnutzer; 8,5 Mio.: Sie sind in online Social Networks (oSN) aktiv, d. h. pflegen mindestens in einem online Social Network ein Profil. Für sie steht der soziale Kontakt mit anderen im Vordergrund der Internetnutzung. Im Schnitt nutzt ein <em>Sozialer</em> 2,2 (<a title="PDF: Bader et al. (2008): Ergebnisse des Studienprojektes. Der Einsatz von Social Networking Services im Unternehmenskontext." href="http://www.kooperationssysteme.de/wp-content/uploads/technischer-bericht_2008-3.pdf" target="_blank">➚Bader et al. 2008</a>) bis 2,4 (<a title="PDF: Berg (2011): Soziale Netzwerke in Deutschland. Bitkom Präsentation zur Pressekonferenz" href="http://www.bitkom.org/files/documents/PK_Praesentation_Social_media.pdf" target="_blank">➚Berg 2011</a>) online Soziale Netzwerke.</p>
<p style="padding-left: 30px;"><strong>(4) Die passiven Zuschauer </strong>(67,7 % der Internetnutzer; 29,4 Mio.: Sie konsumieren die Inhalte des Web 2.0 großteils eher zufällig und beteiligen sich in keiner Weise am Social Web. Ihre Internetnutzung ist dominiert von organisatorischen, informationsgerichteten und teilweise auch voyeuristischen Motiven.</p>
<p><a name="4.3"></a></p>
<h3>4.3  OnlineNutzerTypologie (ONT)</h3>
<p><strong>Existiert seit:</strong> 2004</p>
<p><strong>Aktuelle Fassung:</strong> 2008</p>
<p><strong>Grundgesamtheit:</strong> deutsche Wohnbevölkerung ab 14 Jahren (mit Telefon im Haushalt)</p>
<p><strong>Stichprobengröße:</strong> 1.186</p>
<p><strong>Befragungsart:</strong> CATI</p>
<p><strong>Editor(en):</strong> Projektgruppe ARD/ZDF-Multimedia</p>
<p><strong>Detailinfo:</strong> (1) <a title="ARD-ZDF-Onlinestudie OnlineNutzerTypologie ONT Daten 2008" href="http://www.ard-zdf-onlinestudie.de/index.php?id=234" target="_blank">➚ard-zdf-onlinestudie.de/…</a> (2) <a title="ARD/ZDF-Onlinestudie - OnlineNutzerTypologie  2004 - Media Perspektiven" href="http://www.ard-zdf-onlinestudie.de/fileadmin/Online04/Online04_ONT.pdf" target="_blank">➚ard-zdf-onlinestudie.de/fileadmin/…</a></p>
<p><strong>Kommentar:</strong> Eine fundierte Typologie, mit wenigen weiteren, schwerer zugänglichen, jedoch frei verfügbaren demografischen und Mediennutzungsdaten, die eine gewisse Segmentierung bestehender Zielgruppenmodelle ermöglichen. Die Stichprobe ist relativ gering und leider sind die Daten seit 2008 nicht weiter aktualisiert worden, was die konkrete Nutzbarkeit deutlich einschränkt.</p>
<p><strong>Nutzertypen:</strong></p>
<p style="padding-left: 30px;"><strong>(1)  Junge Hyperaktive (10 %; 4,3 Mio.): </strong>Sie sind mehrheitlich (74 %) unter 30 Jahre alt, überwiegend männlich (72 %) und sind Digital Natives, die mit dem Internet  aufgewachsen sind. Sie nutzen fast alle Online-Anwendungen intensiver als andere Nutzer. Das Internet ist ihr virtueller Lebensraum in dem vor allem der Online-Austausch mit anderen im Zentrum steht. Klassische Medien werden immer weniger genutzt. Sehr hoch ist das Interesse an Nachrichten, Sport, regionalen Informationen, Browserspielen, besonderen Angeboten für Jugendliche und Onlineauktionen. Sie sind experimentierfreudig, neugierig und bereit neue Angebote und Anwendung auszuprobieren.</p>
<p style="padding-left: 30px;"><strong>(2)  Junge Flaneure (14 %; 6 Mio.): </strong>Sie sind eher unter 30 Jahren alt (65 %) und eher weiblich und können ebenfalls zu den Digital Natives gezählt werden. Sie sind vor allem an Freizeitthemen interessiert. Sie nutzen das Netz eher pragmatisch und überwiegend für Kommunikationszwecke, haben jedoch beim Surfen recht langen Atem, wenn sie nach etwa suchen. Neuen Angeboten und Anwendungen stehen sie durchaus offen gegenüber.</p>
<p style="padding-left: 30px;"><strong>(3)  E-Consumer (15 %; 6,4 Mio.): </strong>Sie sind schwerpunktmäßig zwischen 30 und 39 Jahre alt und eher männlich (62 %). Bei ihnen dreht sich fast alles um  Produktinformationen, den Kauf und Verkauf von Waren auf Shopping- und Auktionsplattformen. Entsprechend haben sie eine ausgeprägte Affinität zu elektronischem Zahlungsverkehr und zum Online-Banking. Zur Schnäppchenjagd nutzen sie diverse Preissuchmaschinen und auch ihre übrigen Interessen drehen um den Konsum: Produkttestseiten, Automarkt, Versicherungen und Börsennachrichten. Auch die E-Consumer lassen sich gern auf neue Seiten und Angebote im Internet ein.</p>
<p style="padding-left: 30px;"><strong>(4)  Routinierte Infonutzer (14 %; 4,3 Mio.): </strong>Sie sind vorwiegend zwischen 20 und 59 Jahren alt und eher männlich (58 %). Für sie dient das Web beruflich wie privat eher als Informationsquelle für Wirtschaftsthemen, Wissenschaft, Kultur, Politik, Zeitgeschehen oder auch Serviceinformationen. Die Informationssuche orientiert sich hierbei an der Nutzung klassischer Medien. Möglichkeiten der Online-Kommunikation, des Online-Shopping und Downloads sind weniger wichtig.</p>
<p style="padding-left: 30px;"><strong>(5)  Selektivnutzer (20 %; 13,4 Mio.): </strong>Etwa gleichverteilt über alle Altersgruppen und eher männlich. Das Internet hat für sie keinen hohen Stellenwert. Vorwiegend wird das Netz zur Kommunikation genutzt – vor allem E-Mails und die Portalseiten der jeweiligen Provider. Ihre Webkompetenz ist ebenso, wie die Motivation sich intensiver mit dem Web zu befassen gering ausgeprägt. Die klassischen Medien haben die dominante Bedeutung.</p>
<p style="padding-left: 30px;"><strong>(6)  Randnutzer (26 %; 17,4 Mio.): </strong>Eher älter als 30 Jahre und überwiegend weiblich. Sie nutzen das Internet nur gelegentlich, wenn sie eine bestimmte Information oder Auskunft benötigen und stehen dem Web im Übrigen eher desinteressiert gegenüber. Sie ziehen die Alltagsinformation im Wesentlichen aus den klassischen Medien.</p>
<p><a name="4.4"></a></p>
<h3>4.4  Web 2.0 offensiv!</h3>
<p><strong>Existiert seit: </strong>2007</p>
<p><strong>Aktuelle Fassung:</strong> 2007</p>
<p><strong>Grundgesamtheit:</strong> Internetnutzer der deutschen Wohnbevölkerung ab 14 Jahren</p>
<p><strong>Stichprobengröße:</strong> 2.000</p>
<p><strong>Befragungsart:</strong> Online-Befragung</p>
<p><strong>Editor(en):</strong> PBS AG (2008 Fusion mit  facit Marketing-Forschung)</p>
<p><strong>Deatilinfo:</strong> (1) <a title="PbS AG (2007) - Web 2.0 offensiv! (Presseinformation)" href="http://www.facit-mafo.de/de/aktuelles/news/Studie-web2.0/" target="_blank">➚facit-mafo.de/…</a> (2) <a title="PbS AG (2007): Webstudie. PDF-Detaildokument auf absatzwirtschaft.de" href="http://www.absatzwirtschaft.de/pdf/webstudie.pdf" target="_blank">➚absatzwirtschaft.de/… </a></p>
<p><strong>Kommentar:</strong> Interessanter Segmentierungsansatz. Die Datenbasis erscheint heute jedoch weniger aktuell und die geringen verfügbaren Daten lassen eine Anwendung dieser Typologie auf bestehende Zielgruppenmodelle praktisch nicht zu.</p>
<p><strong>Nutzertypen:</strong></p>
<p style="padding-left: 30px;"><strong>(1)  Die Sehnsüchtigen (10 %; 4 Mio.): </strong>Kontaktsuchende Mitläufer. Sie suchen nach tiefen Beziehungen, sind eher tiefgründig und schüchtern. Mittels Internet möchten sie mehr und bessere Kontakte zu interessanten Menschen gewinnen und suchen oft schlicht nach einem Date bzw. einem geeigneten Partner.</p>
<p style="padding-left: 30px;"><strong>(2)  Die Denkenden (7 %; 3 Mio.): </strong>Anspruchsvolle Strategen. Planende und analytische Kopfmenschen mit vielseitigen Interessen. Sie wollen vor allem auch durch nutzergenerierte Inhalte tiefes Wissen erhalten.</p>
<p style="padding-left: 30px;"><strong>(3)  Die Fühlenden (5 %; 2 Mio.): </strong>Emotionale Optimisten. Bauchmenschen mit großem Interessen am sozialen Leben, die an Kontakten, Schöngeistigem und am Online-Shopping interessiert sind und deren Web 2.0 Nutzung vor allem durch ihre Lebensgefühle geprägt ist.</p>
<p style="padding-left: 30px;"><strong>(4)  Die Freien (20 %; 8 Mio.): </strong>Konsumorientierte Individualisten. Sie wollen dabei aber vor allem flexibel und ungebunden sein und übernehmen daher auch selten Verantwortung. Am Web 2.0 schätzen sie den Austausch mit anderen, jedoch noch weit mehr den Konsum, d. h. Online-Shopping.</p>
<p style="padding-left: 30px;"><strong>(5)  Die Getriebenen (16 % 6 Mio.): </strong>Informierte Realisten. Sie sind sachlich-analytische und haben hohe Ansprüche an die persönlichen Ziele und Ideale. Sie sind realitätsnah, wenig sentimental, diszipliniert bescheiden. Sport und Ernährung haben eine hohe Bedeutung. Bei der Nutzung des Web 2.0 geht es vor allem um den Gewinn nutzbarer Informationen.</p>
<p style="padding-left: 30px;"><strong>(6)  Die Relaxten (23%; 9 Mio.): </strong>Schlichte Unterhaltungsorientierte. Sie haben kaum  persönliche Ziele oder Ideale und wenige Interessen. „Dabei sein, aber eher passiv“, ohne intensive Beziehungen zu Familie und Freunden bestimmen ihr Lebensgefühl. Sie sind  vernünftig, prinzipientreu und wenig genussorientiert. Sie suchen im Internet vor allem Entspannung, Unterhaltung und Spiele.</p>
<p style="padding-left: 30px;"><strong>(7)  Die Ruhenden (10 %; 4 Mio.): </strong>Konservative Beobachter. Sie sind anspruchsvoll, leistungsorientiert, gebildet, introvertiert und souverän.  Ethische Werte sind für sie von hoher Bedeutung. Im Internet sind sie reiner Zuschauer. Sie sind an Wissen bzw. Information interessiert und zeigen ein eher traditionelles Einkaufs- und Informationsverhalten.</p>
<p style="padding-left: 30px;"><strong>(8)  Die Skeptiker (9 %; 4 Mio.): </strong>Bodenständige Passanten. Traditionelles Werte- und Persönlichkeitsprofil. Sie sind klar, praktisch, fair und objektiv, bodenständig und haben eher Interesse an passivem Freizeitverhalten – etwa Fernsehen. Sie sind die webfernste Zielgruppe mit geringer Internetaffinität und nur sporadischer Nutzung zur Information oder Unterhaltung.</p>
<p><a name="4.5"></a></p>
<h3>4.5  @facts extra &#8211; Online-Nutzertypen</h3>
<p><strong>Existiert seit:</strong> 2002</p>
<p><strong>Aktuelle Fassung:</strong> 2007</p>
<p><strong>Grundgesamtheit:</strong> Internetnutzer der deutschen Wohnbevölkerung ab 14 Jahren (mit Telefon im Haushalt)</p>
<p><strong>Stichprobengröße:</strong> 1.500</p>
<p><strong>Befragungsart:</strong> CATI</p>
<p><strong>Editor(en):</strong> SevenOne Media GmbH</p>
<p><strong>Deatilinfo:</strong> <a title="@facts extra Online Nutzertypen 2007 - Studie als PDF" href="http://blog.podcast.de/files/070723__Final_at-facts-extra_NEU-ges.pdf" target="_blank">➚blog.podcast.de/files/…</a></p>
<p><strong>Kommentar: </strong>Eine ordentliche und in den erhobenen Daten eher umfangreiche Untersuchung, die jedoch zwei Schwachstellen hat: eine relativ kleine Stichprobe und vor allem eine sehr unstetige Aktualisierung. Die Fassung von 2007 erscheint heute quantitativ eher weniger aktuell.</p>
<p><strong>Nutzertypen:</strong></p>
<p style="padding-left: 30px;"><strong>(1)  Multi-Interest &amp; User generated Content (15,7 %; 5,7 Mio.): </strong>Vorwiegend  männlich, im Schnitt 40,4 Jahre alt, gut gebildet, mit gehobenem Einkommen und einem hohen Interesse an Nachrichten, Politik, Wirtschaft, Börse aber auch an nutzergenerierten Inhalten. 41,8 Prozent dieser Nutzergruppe stellen selbst Inhalte ins Netz bzw. haben dies schon einmal getan. Durchschnittliche Internetnutzung: an Werktagen 126 Minuten, am Wochenende 109 Minuten.</p>
<p style="padding-left: 30px;"><strong>(2)  Entertainment &amp; Communication (12 %; 4,4 Mio.): </strong>Mit einem Frauenanteil von 63,2 Prozent eher weiblich, im Schnitt 28,8 Jahre alt, gut gebildet und sehr kommunikativ (Chat, Messaging, Foren) und in Communities engagiert. Sehr interessiert an Kino, Entertainment, Comedy, Mode &amp; Styling sowie an Beiträgen zu Menschen, Prominenten, Stars, Zeitgeist &amp; Lifestyle. Durchschnittliche Internetnutzung: 147 Minuten an Werktagen, 175 Minuten am Wochenende.</p>
<p style="padding-left: 30px;"><strong>(3)  Fun &amp; Games (18,1 %; 6,6 Mio.): </strong>Eher männlich (68,6 %), im Schnitt 27,7 Jahre alt, unterdurchschnittlich gebildet und mit unterdurchschnittlichem Einkommen. Vor allem interessiert an Unterhaltung (Kino, Comedy, Entertainment), Sport, Auto und Online-Games. Durchschnittliche Internetnutzung: 144 Minuten an Werktagen,  171 Minuten am Wochenende – knapp über 40 % davon mit Online-Games.<strong> </strong></p>
<p style="padding-left: 30px;"><strong>(4)  Music &amp; Video (4,3 %; 1,6 Mio.): </strong>Eher männlich, im Schnitt 37 Jahre alt, mit durchschnittlichem Bildungsstand und Einkommen. Nutzt das Internet fast ausschließlich zum Ansehen, Anhören und Herunterladen von Videos, Musik und Software (v. a. Shareware bzw. Freeware).<strong> </strong>Sehr aufgeschlossen gegenüber<strong> </strong>E-Commerce-Angeboten: Gekauft werden hauptsächlich Bücher sowie CDs und DVDs. Durchschnittliche Internetnutzung: 94 Minuten an Werktagen, 84 Minuten am Wochenende.</p>
<p style="padding-left: 30px;"><strong>(5)  Free Time Planning (10,5 %; 3,9 Mio.): </strong>Im Schnitt 44,3 Jahre alt, gut gebildeten und besser verdienend, mit besonderem Interesse an Urlaub &amp; Reisen, Veranstaltungen, Wetter- und Verkehrsinformationen sowie Online-Banking. Nutzt gelegentlich Online-Shopping – vor allem Bücher und Produkte zur Freizeitgestaltung (Reisen, Tickets, Hotelbuchungen). Durchschnittliche Internetnutzung: 59 Minuten an Werktagen, 43 Minuten am Wochenende.</p>
<p style="padding-left: 30px;"><strong>(6)  Service, Shopping &amp; Lifestyle (17,2 %; 6,3 Mio.): </strong>Im Schnitt 42,9 Jahre alt, etwas besser verdienend und etwas weniger gebildet. Interesse an Mode &amp; Styling, Beauty &amp; Wellness und Lifestyle.  Nutzt das Internet vor allem für Online-Shopping – von Büchern über Kleidung, Schuhe, Schmuck, Uhren, Spielzeug bis hin zur Pauschalreise. Doch auch Auktionen, Online-Banking, Buchungen und Reservierungen werden gern genutzt. Durchschnittliche Internetnutzung: 78 Minuten an Werktagen, 74 Minuten am Wochenende.<strong> </strong></p>
<p style="padding-left: 30px;"><strong>(7) Low Interest (22,1 %; 8,1 Mio.): </strong>Im Schnitt 45,4 Jahre alt und in Bildungsstand und Einkommen leicht unterdurchschnittlich. Zeigt keine bestimmten Interessen bei der Internetnutzung. Auch E-Mails werden nur von etwa der Hälfte dieser Gruppe genutzt. Durchschnittliche Internetnutzung: 57 Minuten Werktags, 42 Minuten am Wochenende.</p>
<p><a name="4.6"></a></p>
<h3>4.6  Communication Networks Onliner Typologie</h3>
<p><strong>Existiert seit:</strong> 2008</p>
<p><strong>Aktuelle Fassung:</strong> 2010</p>
<p><strong>Grundgesamtheit:</strong> Internetnutzer der deutschen Wohnbevölkerung zwischen 14 und 69 Jahren</p>
<p><strong>Stichprobengröße:</strong> 16.036</p>
<p><strong>Befragungsart:</strong> CAPI</p>
<p><strong>Editor(en):</strong> FOCUS Magazin Verlag</p>
<p><strong>Deatilinfo:</strong> (1) <a title="Communication Networks Onliner Typologie" href="http://www.medialine.de/deutsch/forschung/communication-networks/zielgruppentypologien/web-typologie.html" target="_blank">➚medialine.de/…</a> (2) Link auf Online Zähltool: <a title="Communication Networks Onliner Typologie Zähltool" href="http://www.medialine.de/deutsch/forschung/communication-networks/cn-zaehlmaschine.html" target="_blank">➚medialine.de/deu…</a></p>
<p><strong>Kommentar:</strong> Die Typologie ist aufwändig erstellt und wird jährlich aktualisiert. Dank des Online Zähltools und der umfassenden Datenbasis der Communication Networks Studien ist die Typologie gut und leicht auf vielfältige Zielgruppensegmentierungen  anwendbar.</p>
<p><strong>Nutzertypen:</strong></p>
<p style="padding-left: 30px;"><strong>(1)  Web Mainstream (42 %; 18,5 Mio.): </strong>Mit durchschnittlichem Alter und  niedrigem bis mittlerem Schulabschluss. Nutzt das Internet unterdurchschnittlich ohne besondere Ausprägung. Hat eher eine skeptische Lebenseinstellung und generell wenig besondere Interessen. Gegenüber Werbung durchschnittlich, gegenüber E-Mails eher gering aufgeschlossen.</p>
<p style="padding-left: 30px;"><strong>(2)  Info Seeker (29 %; 12,6 Mio.): </strong>Eher männlich, etwas älter, höherer Schulabschluss und gehobenes Einkommen. Nutzt das Internet vorwiegend beruflich, privat durchschnittlich und vorwiegend zur Recherche etwa von Reisedaten, Nachrichten, Technik sowie zum Online-Banking. Er ist informationsorientiert, engagiert sich durch Spenden und hat vor allem Interesse an Technik, Finanzen und aktuellen Themen. Seine Offenheit gegenüber Werbung ist eher durchschnittlich.</p>
<p style="padding-left: 30px;"><strong>(3) Generation Fun (11 %; 5 Mio.): </strong>Eher vorwiegend männlich, jung, noch ohne oder mit mittlerem Schulabschluss und mit eher geringerem Einkommen. Nutzt das Internet privat, sehr oft und engagiert: in Chats, Foren, fremden oder dem eigenen Blog. Er lädt gern Klingeltöne, Filme oder Musik herunter, ist interessiert an Unterhaltung, Technik und Ausbildung sowie an Online-Spielen. Er ist ein technikgläubiger, aufgeschlossener Wortführer, der vor allem in  neuen Medien überdurchschnittlich Offen für Werbung ist.</p>
<p style="padding-left: 30px;"><strong>(4)  Lifestyle Network (9 %; 3,88 Mio.): </strong>Demographie: Eher weiblich und jünger,  noch ohne oder mit mittleren Schulabschluss und mit eher geringeres Einkommen. Nutzt das Internet etwas unterdurchschnittlich und vor allem zur Information zu Styling und Design, Partnerschaft, Entertainment, Gesundheit und Ausbildung sowie zum Download von Klingeltönen und zum Austausch via Chat oder Online-Foren. Eher kommunikativ, in der Familie und sozial engagiert mit medienübergreifend überdurchschnittlichen Offenheit gegenüber Werbung.</p>
<p style="padding-left: 30px;"><strong>(5)  Money Community (3 %; 1,26 Mio.): </strong>Eher männlich, höheren Alters, Schulabschlusses und hohen Einkommens. Nutzt das Internet überdurchschnittlich häufig privat und noch stärker beruflich vor allem zum Online-Broking und –Banking. Er ist vor allem an Informationen zu Finanzthemen, Technik und Nachrichten sowie am Download von Filmen, Hörbüchern interessiert. Er interagiert über den eigenen oder über fremde Blogs und in Foren. Er ist  informationsorientierter Wortführer und politisch, sozial oder durch Spenden engagiert und gegenüber  Print- und Internet-Werbung überdurchschnittlich aufgeschlossen.</p>
<p style="padding-left: 30px;"><strong>(6)  Web Experts (3 %; 1,21 Mio.): </strong>Eher männlich, jünger, noch in der Ausbildung oder auf dem Weg zum höheren Schulabschluss. Nutzt das Internet privat und beruflich überdurchschnittlich, jedoch nicht exzessiv. Interagiert über den eigenen und über fremde Blogs, über Foren und Chats und nutzt Online-Spiele sowie Online-Broking. Er ist interessiert an Finanz- und Lifestyle-Themen, an Nachrichten und  Ausbildung. Er lädt gern Filme, Klingeltöne und Hörbücher herunter. Er ist politisch engagiert, aufgeschlossen, sportlich und durchschnittlich offen gegenüber Werbung, etwas mehr gegenüber Werbe-E-Mails.</p>
<p style="padding-left: 30px;"><strong>(7)  Web to go (4 %; 1,6 Mio.): </strong>Eher männlich, jünger und noch in der Ausbildung oder auf dem Weg zum höheren Schulabschluss. Er nutzt das Internet privat wie beruflich überdurchschnittlich häufig und sehr intensiv.  Er lädt gern Filme, Klingeltöne und Hörbücher herunter, interagiert über den eigenen und über fremde Blogs, über Foren und Chat. Er ist vor allem an Unterhaltung, Style, Technik und Online-Spielen interessiert sowie an Online-Kreditvergabe und –Banking. Er ist  ein politisch und sozial engagierter Wortführer mit positiver, aufgeschlossener Lebenseinstellung und auch Werbung gegenüber bei allen Medien überdurchschnittlich aufgeschlossen.</p>
<p><a name="4.7"></a></p>
<h3>4.7  Digitale Gesellschaft</h3>
<p><strong>Existiert seit:</strong> 2009</p>
<p><strong>Aktuelle Fassung:</strong> 2010</p>
<p><strong>Grundgesamtheit:</strong> deutsche Wohnbevölkerung ab 14 Jahren (mit Telefon im Haushalt)</p>
<p><strong>Stichprobengröße:</strong> 1.014</p>
<p><strong>Befragungsart:</strong> CATI</p>
<p><strong>Editor(en):</strong> Initiative D21 e.V.</p>
<p><strong>Detailinfo:</strong> <a title="Digitale Gesellschaft - Typologie der Internetnutzer" href="http://www.digitale-gesellschaft.info" target="_blank">➚digitale-gesellschaft.info</a></p>
<p><strong>Kommentar:</strong> Eine sehr gut ausgearbeitete, aktuelle Onliner-Typologie, die jedoch eine relativ geringe Stichprobe aufweist und kaum weiter differenzierte demographische, sozioökonomische, psychologische oder verhaltensbezogene Daten bietet, was die Anwendung auf bestehende Zielgruppen/Anspruchsgruppen der Marketing-Kommunikation praktisch kaum möglich macht.</p>
<p><strong>Nutzertypen:</strong></p>
<p style="padding-left: 30px;"><strong>(1) Digitale Außenseiter (28 %; 18,8 Mio.)</strong>:  Im Schnitt 64,9 Jahre alt, eher weiblich (65 %), mit eher geringer formaler Bildung, unterdurchschnittlichem Haushaltseinkommen und überwiegend nicht berufstätig (72 %) und mehrheitlich in Zwei-Personen-Haushalten lebend. Zeigen ein stark eingeschränktes digitales Nutzungsmuster mit praktisch keinem Wissen und ohne Kompetenzen hinsichtlich der digitalen Welt.</p>
<p style="padding-left: 30px;"><strong>(2)  Gelegenheitsnutzer (28 %; 18,8 Mio.)</strong>: Im Schnitt 45,4 Jahre alt, mit eher einfacher bis mittlerer formaler Bildung, einem mäßigen Anteil Berufstätiger (55 %) und durchschnittlichem Haushaltseinkommen. Sie leben überwiegend in Partnerschaften oder Familien. Sie Verfügen in der Regel über einen Computer und einen Drucker im Haushalt, nutzen die Möglichkeiten des Internets und von Web 2.0 jedoch nur spärlich – vor allem E-Mail und die allgemeine Internetsuche. Entsprechend sind immerhin Basiskompetenzen in Internetrecherche und Textverarbeitung vorhanden.</p>
<p style="padding-left: 30px;"><strong>(3)  Berufsnutzer (7 %; 4,7 Mio.)</strong>: Im Schnitt 44,8 Jahre alt, eher weiblich (60 %), mit mittlerer und einfacher formaler Bildung, eher beruftätig (75 %) und mit überdurchschnittlichem Haushaltseinkommen. Sie leben überwiegend in Partnerschaften oder Familien. Sie verfügen an ihrem Arbeitsplatz über eine gute digitale Infrastruktur und verbringen zu etwa 80 Prozent aus beruflichen Gründen zwei oder mehr Stunden vor dem Computer. Entsprechend ausgeprägter sind ihre Kompetenzen im Bereich Internet und Computernutzung, beschränken sich jedoch im Wesentlichen auf nützliche Anwendungen wie E-Mail, Textverarbeitung und Internetrecherche.</p>
<p style="padding-left: 30px;"><strong>(4)  Trendnutzer (20 %; 14,4 Mio.)</strong>: Sie sind im Schnitt 36,9 Jahre alt, eher männlich (63 %), mit mittlerer formaler Bildung und einem höheren Schüleranteil (13 %) und haben ein leicht überdurchschnittliches Haushaltseinkommen. Sie leben überwiegend in Familien oder Partnerschaften. Sie sind privat sehr gut mit digitaler Technik ausgestattet und verfügen über einen Internetzugang. Mit 57 Prozent ist die  mobile Internetnutzung stark ausgeprägt. Sie verfügen wenigen Ausnahmen über umfassende Kompetenzen über die digitale Welt.</p>
<p style="padding-left: 30px;"><strong>(5) Digitale Profis (20 %; 14,4 Mio.)</strong>: Ihr Durchschnittsalter liegt bei 38,4 Jahren, sie sind ehe männlich (62 %), haben eine hohe formale Bildung, einen hohen Anteil Berufstätiger (86 %) und ein hohen Haushaltseinkommen. Sie leben überwiegend in Partnerschaften ohne Kind oder sind Single. Sie verfügen sowohl zu Hause als auch im Büro über eine hervorragende digitale Infrastruktur und haben sich umfangreiche Kompetenzen und professionelle Fähigkeiten angeeignet. Sie haben zu beinahe allen Fachbegriffen eine klare Vorstellung und sind daher im Familien- und Bekanntenkreis als Ratgeber in Sachen digitaler Technik gefragt. Sie nutzen Computer und Internet eher rational als zur Unterhaltung.</p>
<p style="padding-left: 30px;"><strong>(6)  Digitale Avantgarde (5 %; 3,4 Mio.)</strong>: Sie ist durchschnittlich 33,8 Jahre alt, mit  hoher formaler Bildung, eher berufstätig (68 %) und verfügt über ein überdurchschnittliches Haushaltseinkommen. Sie hat die beste digitale Infrastruktur und nutzt das Internet vor allem geschäftlich und auch mobil. Hinsichtlich der Kompetenz in der digitalen Technik bildet diese Nutzergruppe die Spitze der Gesellschaft. Eine Position, die sie sich mit rund zehn Stunden täglicher Arbeit mit dem Computer hart erarbeitet hat.</p>
<p> </p>
<p>Wie die obige Auswahl von Typologien zeigt, gibt es sehr verschiedene Perspektiven, aus denen heraus sich die Internetnutzer segmentieren lassen und die jeweils eigene Einblicke und Erkenntnisse ermöglichen. Für die Strategieentwicklung in Marketing und Unternehmenskommunikation sind jeweils insbesondere solche Typologien von praktischem Wert, die sich auf die bestehenden Zielgruppen bzw. Anspruchsgruppen projizieren lassen. Wofür sich ein Unternehmen letztlich entscheidet ist letztlich sehr individuell.</p>
<h3>Serie: Soziologie und Typologien der Web 2.0-Nutzer im Überblick</h3>
<p><sub><strong>→</strong> <a title="Ullrich, Thomas W. (2010): Kenntnis der Web 2.0 Phänomene hilft zwar, nützt aber nichts für Marketing und Public Relations (Serie: Soziologie und Typologien der Web 2.0 Nutzer - Teil 1 von 7). Webosoph.de" href="http://www.webosoph.de/2010/04/17/kenntnis-der-web-2-0-phanomene-hilft-zwar-nutzt-aber-nichts-fur-marketing-und-public-relations-%e2%80%93-serie-soziologie-und-typologien-der-web-2-0-nutzer-teil-1-von-7/">Kenntnis der Web 2.0-Phänomene hilft zwar, nützt aber nichts für Marketing und Public Relations (Teil 1 von 7)</a></sub><br />
<sub><strong>→</strong> <a title="Ullrich, Thomas W. (2010): Das Social Web lebt von einer Minderheit – Serie: Soziologie und Typologien der Web 2.0-Nutzer (Teil 2 von 7). Webosoph.de" href="http://www.webosoph.de/2010/05/02/das-social-web-lebt-von-einer-minderheit-%e2%80%93-serie-soziologie-und-typologien-der-web-2-0-nutzer-teil-2-von-7/">Das Social Web lebt von einer Minderheit (Teil 2 von 7)</a></sub><br />
<sub><strong>→</strong> <a href="http://www.webosoph.de/2010/09/10/wer-bloggt-ist-nicht-unbedingt-in-online-social-networks-aktiv-%e2%80%93-serie-soziologie-und-typologien-der-web-2-0-nutzer-teil-3-von-7/">Nutzertypen im Web 2.0: Wer bloggt ist nicht unbedingt in online Social Networks aktiv (Teil 3 von 7)</a></sub><br />
<sub><strong>→</strong> Überblick: Internet Nutzertypologien / Web 2.0 Nutzertypologien (Teil 4 von 7)</sub><br />
<sub><strong>→</strong> Methode und Datenquellen der Typologie-Entwicklung ( Teil 5 von 7)</sub><br />
<sub><strong>→</strong> Psychologische Motive der Internetnutzung (Teil 6 von 7)</sub><br />
<sub><strong>→</strong> Soziologie und Typologien der Web 2.0-Nutzer – Zusammenfassung und Ergänzungen (Teil 7 von 7)</sub></p>
<h3>Quellenverzeichnis</h3>
<p><sup><strong>Bader</strong>, J./Heck, S./Pflaum, B./Schröder, R./Werner, T./Westhauser, B./Koch, M./Richter, A. (<strong>2008</strong>): Ergebnisse des Studienprojektes: Der Einsatz von Social Networking Services im Unternehmenskontext. Universität der Bundeswehr, Fakultät für Informatik Sept. 2008.  <a title="PDF: Bader et al. (2008): Ergebnisse des Studienprojektes. Der Einsatz von Social Networking Services im Unternehmenskontext." href="http://www.kooperationssysteme.de/wp-content/uploads/technischer-bericht_2008-3.pdf" target="_blank">➚Direktlink</a></sup></p>
<p><sup><strong>Berg</strong>, Achim (<strong>2011</strong>): Soziale Netzwerke in Deutschland. Unterlage zur Biktom Pressekonferenz vom 13. April 2011 in Berlin.  <a title="PDF: Berg (2011): Soziale Netzwerke in Deutschland. Bitkom Präsentation zur Pressekonferenz" href="http://www.bitkom.org/files/documents/PK_Praesentation_Social_media.pdf" target="_blank">➚Direktlink</a></sup></p>
<p><sup><strong>Bernoff</strong>, Josh (<strong>2010</strong>): Social Technographics: Conversationalists get onto the ladder (Blog: Forrester Research/Groundswell; Eintrag vom 19.01.2010)  <a title="Bernoff, Josh (2010): Social Technographics: Conversationalists get onto the ladder (Blog: Forrester Research/Groundswell; Eintrag vom 19.01.2010)" href="http://forrester.typepad.com/groundswell/2010/01/conversationalists-get-onto-the-ladder.html" target="_blank">➚Direktlink</a><strong> </strong></sup></p>
<p><sup><strong>Scheidt</strong>, Uwe (<strong>1999</strong>): Chattende Spieler, surfende Infosucher und shoppende Profis. Diplomarbeit. <a title="Scheidt, Uwe (1999): Chattende Spieler, surfende Infosucher und shoppende Profis. Diplomarbeit." href="http://home.arcor.de/uwe.scheid/diplomarbeit/inhaltsverzeichnis.htm" target="_blank">➚Direktlink</a></sup></p>
<p><sup><strong>Ullrich</strong>, Thomas W. (<strong>2011</strong>): Web 2.0 Nutzertypologie: Macher, Partizipative, Soziale und passive Zuschauer. Ein Update. Webosoph.de Blogbeitrag vom 26.06.2011  <a title="Ullrich, Thomas W. (2011): Web 2.0 Nutzertypologie: Macher, Partizipative, Soziale und passive Zuschauer. Ein Update. Webosoph.de Blogbeitrag vom 26.06.2011" href="http://www.webosoph.de/2011/06/26/web-2-0-nutzertypologie-macher-partizipative-soziale-und-passive-zuschauer-ein-update/" target="_blank">➚Direktlink </a></sup></p>
<hr /><small>Copyright &copy; 2008<br /> This feed is for personal, non-commercial use only. <br /> The use of this feed on other websites breaches copyright. If this content is not in your news reader, it makes the page you are viewing an infringement of the copyright. (Digital Fingerprint:<br /> )</small>
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	<li><a rel="nofollow"  target="_blank" href="http://www.webnews.de/einstellen?url=http%3A%2F%2Fwww.webosoph.de%2F2011%2F07%2F14%2Fuberblick-internet-nutzertypologien-web-2-0-nutzertypologien-serie-soziologie-und-typologien-der-web-2-0-nutzer-teil-4-von-7%2F&amp;title=Internet%20Nutzertypologien%20im%20%C3%9Cberblick%20-%20Serie%3A%20Soziologie%20und%20Typologien%20der%20Web%202.0-Nutzer%20%28Teil%204%20von%207%29" title="Webnews.de"><img src="http://www.webosoph.de/wp-content/plugins/sociable/images/webnews.png" title="Webnews.de" alt="Webnews.de" class="sociable-hovers" /></a></li>
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	<li><a rel="nofollow"  target="_blank" href="http://technorati.com/faves?add=http%3A%2F%2Fwww.webosoph.de%2F2011%2F07%2F14%2Fuberblick-internet-nutzertypologien-web-2-0-nutzertypologien-serie-soziologie-und-typologien-der-web-2-0-nutzer-teil-4-von-7%2F" title="Technorati"><img src="http://www.webosoph.de/wp-content/plugins/sociable/images/technorati.png" title="Technorati" alt="Technorati" class="sociable-hovers" /></a></li>
	<li><a rel="nofollow"  target="_blank" href="http://yigg.de/neu?exturl=http%3A%2F%2Fwww.webosoph.de%2F2011%2F07%2F14%2Fuberblick-internet-nutzertypologien-web-2-0-nutzertypologien-serie-soziologie-und-typologien-der-web-2-0-nutzer-teil-4-von-7%2F&amp;exttitle=Internet%20Nutzertypologien%20im%20%C3%9Cberblick%20-%20Serie%3A%20Soziologie%20und%20Typologien%20der%20Web%202.0-Nutzer%20%28Teil%204%20von%207%29" title="Yigg"><img src="http://www.webosoph.de/wp-content/plugins/sociable/images/yiggit.png" title="Yigg" alt="Yigg" class="sociable-hovers" /></a></li>
	<li class="sociablelast"><a rel="nofollow"  target="_blank" href="mailto:?subject=Internet%20Nutzertypologien%20im%20%C3%9Cberblick%20-%20Serie%3A%20Soziologie%20und%20Typologien%20der%20Web%202.0-Nutzer%20%28Teil%204%20von%207%29&amp;body=http%3A%2F%2Fwww.webosoph.de%2F2011%2F07%2F14%2Fuberblick-internet-nutzertypologien-web-2-0-nutzertypologien-serie-soziologie-und-typologien-der-web-2-0-nutzer-teil-4-von-7%2F" title="email"><img src="http://www.webosoph.de/wp-content/plugins/sociable/images/email_link.png" title="email" alt="email" class="sociable-hovers" /></a></li>
</ul>
</div>
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		<title>Web 2.0 Nutzertypologie: Macher, Partizipative, Soziale und passive Zuschauer. Ein Update.</title>
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		<pubDate>Sun, 26 Jun 2011 12:46:37 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Thomas W. Ullrich</dc:creator>
				<category><![CDATA[Marketing]]></category>
		<category><![CDATA[Web 2.0]]></category>
		<category><![CDATA[Die Macher]]></category>
		<category><![CDATA[Die Partizipativen]]></category>
		<category><![CDATA[Die passiven Zuschauer]]></category>
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		<category><![CDATA[Social Technographics Ladder]]></category>
		<category><![CDATA[social Web]]></category>
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		<category><![CDATA[Verbraucheranalyse]]></category>
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		<category><![CDATA[Zielgruppenanalyse]]></category>

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		<description><![CDATA[Der Segmentierungsansatz der Social Technographics Ladder wurde mittels der Verbraucheranalyse erstmals 2009 für Deutschland adaptiert. Nun liegt das erste Update auf Basis der VA 2010 III vor. Dabei erhielten die vier Web 2.0 Nutzertypen neue Namen. Der Vergleich der Jahre 2009 und 2010 zeigt zudem: Die Internetgemeinde ist deutlich gewachsen und aktiver geworden. &#160; 1  [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p style="text-align: justify;"><strong><img class="alignleft size-full wp-image-1098" title="artikelbild_4-Web2_0-Nutzertypen_kl" src="http://www.webosoph.de/wp-content/uploads/2011/06/artikelbild_4-Web2_0-Nutzertypen_kl.jpg" alt="Web 2.0 Nutzertypologie - Webosoph.de 2011" width="160" height="130" /></strong><strong> </strong><strong>Der Segmentierungsansatz der Social Technographics Ladder wurde mittels der Verbraucheranalyse erstmals 2009 für Deutschland adaptiert. Nun liegt das erste Update auf Basis der VA 2010 III vor. Dabei erhielten die vier Web 2.0 Nutzertypen neue Namen. Der Vergleich der Jahre 2009 und 2010 zeigt zudem: Die Internetgemeinde ist deutlich gewachsen und aktiver geworden. </strong></p>
<p>&nbsp;</p>
<h2>1  Web 2.0 Nutzertypologie im Überblick: Vier Online Nutzertypen</h2>
<p>Der Modellansatz unterscheidet vier Arten, wie Menschen das Social Web nutzen und bündelt diese in Web 2.0 Nutzertypen (Zahlen für 2010): <strong>(1) Die Macher </strong>(5,3 Mio.), die initiativ Inhalte erstellen und im Social Web veröffentlichen. Sie wollen selber machen, zeigen und gesehen werden; <strong>(2) Die Partizipativen </strong>(4,9 Mio.), die reaktiv auf bestehenden Projekten bzw. Plattformen aktiv werden – mitreden, mitteilen und mitmachen (teilhaben); <strong>(3) Die Sozialen </strong>(8,5 Mio.), die ein Profil in mindestens einem online Social Network pflegen und für die das Internet vor allem dem sozialen Kontakt zu bestehenden und neuen Freunden und Bekannten dient; <strong>(4)</strong> <strong>Die passiven Zuschauer</strong> (29,4 Mio.), die am Web 2.0 nicht aktiv teilhaben und mehr oder (eher) weniger bewusst Zuschauen, d. h. neben redaktionellen Inhalten auch nutzergenerierte Inhalte konsumieren.</p>
<p>&nbsp;</p>
<p style="text-align: center;"><img class="aligncenter size-full wp-image-1105" title="Die Web 2.0 Nutzertypen" src="http://www.webosoph.de/wp-content/uploads/2011/06/Webosoph_de_Web_2_0_Nutzertypen.jpg" alt="" width="511" height="461" /><sup><br />
<strong>Abb. 1:</strong> Die Web 2.0 Nutzertypen im Überblick</sup></p>
<p>&nbsp;</p>
<p>Der Ansatz ist eine Adaption der Social Technographics Ladder (vgl. <a title="Li/Bernoff (2008): Groundswell." href="http://www.amazon.de/gp/redirect.html?ie=UTF8&amp;location=http%3A%2F%2Fwww.amazon.de%2FGroundswell-Winning-Transformed-Social-Technologies%2Fdp%2F1422125009%3Fie%3DUTF8%26s%3Dbooks-intl-de%26qid%3D1284031816%26sr%3D8-1&amp;site-redirect=de&amp;tag=denkhallecons-21&amp;linkCode=ur2&amp;camp=1638&amp;creative=6742" target="_blank">➚Li/Bernoff 2008</a>) für Deutschland mittels der Verbraucheranalyse (<a title="Ullrich (2010): Wer bloggt ist nicht unbedingt in online Social Networks aktiv." href="../2010/09/10/wer-bloggt-ist-nicht-unbedingt-in-online-social-networks-aktiv-%E2%80%93-serie-soziologie-und-typologien-der-web-2-0-nutzer-teil-3-von-7/" target="_blank">➚Ullrich 2010</a>). Dabei sind die einzelnen Typen – entsprechend des Vorbilds – nicht exklusiv angelegt: Ein <em>Macher</em> kann gleichzeitig ein <em>Partizipativer</em> sein, ohne zu den <em>Sozialen</em> gehören zu müssen. Die Typen lassen sich daher besser als <strong>Rollen</strong> verstehen, die Internetnutzer einnehmen.</p>
<p>Tatsächlich aber besitzt jeder dieser Nutzertypen eine Core Group, die ausschließlich diese eine Rolle lebt – so sind z. B. 58,4 Prozent der <em>Sozialen</em> nur in online Social Networks aktiv, ohne sich zudem als <em>Partizipativer</em> oder gar als <em>Mache</em>r zu betätigen.</p>
<p>Durch die Anwendung dieser Typologie auf in Marketing und Unternehmenskommunikation breits bestehende Zielgruppen bzw. Anspruchsgruppen  (Stichwort: „Segmentierung der Segmente“), lässt sich leicht ein erster Zugang für die Ableitung einer wirkungsvollen Web 2.0 Strategie gewinnen.</p>
<h2>2  Netzdynamik: Veränderungen bei den Web 2.0 Nutzertypen</h2>
<p>Zwischen 2009 und 2010 ist die Internetgemeinde insgesamt nicht nur deutlich gewachsen (+17,3%) sondern auch aktiver geworden: Während die Gruppe der<em> passiven Zuschauer</em> um 2,5 Millionen Nutzer wuchs, machte sie dennoch 2010 nur einen Anteil von 67,7 % der Onlinegemeinde aus – knapp fünf Prozentpunkte weniger als im Vorjahr. Knapp ein Drittel der Internetnutzer nimmt also in irgendeiner Weise aktiv am Social Web teil.</p>
<p>Den deutlichsten Zuwachs verzeichnete die Gruppe der <em>Sozialen</em> (+51,4 %). Doch auch die <em>Partizipativen</em> (+36,1 %) und die <em>Macher</em> (+29,2 %) wuchsen deutlich gegenüber dem Vorjahr. Während die <em>Sozialen</em> in der Core Group, d. h. derjenigen, die nur die Rolle der <em>Sozialen</em> wahrnehmen, anteilig leicht wuchs (+3,1 Prozentpunkte), schrumpfte die Core Group der <em>Partizipativen</em> (-2,6 Prozentpunkte) und der <em>Macher</em> (-2,6) leicht. (Daten VA 2009 III/2010 III).</p>
<p>&nbsp;</p>
<p><img class="aligncenter size-full wp-image-1108" title="Web 2.0 Nutzertypen Vergleich der Anteile 2009 - 2010" src="http://www.webosoph.de/wp-content/uploads/2011/06/Webosoph_de_Web_2_0_Nutzertypen_Daten_2009-2010.jpg" alt="" width="592" height="225" /></p>
<p>&nbsp;</p>
<h2>3  Die Web 2.0 Nutzertypen 2010 im Detail</h2>
<p>&nbsp;</p>
<p><strong><img class="alignleft size-full wp-image-1113" title="Die Macher ( Web 2.0 Nutzertypologie)" src="http://www.webosoph.de/wp-content/uploads/2011/06/Web_2_0_Nutzertyp-Die_Macher.jpg" alt="" width="160" height="130" /></strong></p>
<p><strong>(1) Die Macher</strong> (12,1 % der Internetnutzer; 5,3 Mio.)</p>
<p>Die <em>Macher</em> erstellen und veröffentlichen initiativ Inhalte im Social Web. Für sie stehen expressive bis exhibitionistische Motive im Vordergrund, etwa sich selbst auszudrücken und mitzuteilen bzw. sich und ihrer Sicht der Dinge ein Forum zu schaffen. Sie betreiben Blogs,  stellen Bildern in einer Bilder-Sharing Community ein oder posten selbst erstellte Videos etc.</p>
<p>Sie sind eher männlich (68 %), mehrheitlich zwischen 14 und 49 Jahre alt und mehrheitlich ledig, zu einem Drittel verheiratet. Sie haben eine eher höhere Bildung (58,3 % Akademiker), sind überwiegend berufstätig oder noch in der Ausbildung (ein Drittel). Sie haben einen hohen Anteil Selbstständiger mit bis zu fünf Beschäftigten sowie qualifizierter/leitender Angestellter und Angehöriger der freien Berufe. Einkommen und Konsumspielraum sind deutlich gehoben. Die Nutzung von Zeitungen, Zeitschriften und Fernsehen liegt leicht unter Bundesdurchschnitt – die Radionutzung ist durchschnittlich. Sie nutzen das Internet im Schnitt an 6,1 Tagen in der Woche, 1 bis 2 Stunden pro Wochentag und ebenso lange am Wochenende.</p>
<p>Mehr als die Hälfte (59 %) hat bzw. pflegt die eigene Homepage, etwa ein Drittel lädt eigene Videos, ein Fünftel eigene Bilder ins Internet hoch. 14 % betreiben einen eigenen Blog. Weniger als die Hälfte hat in Profil in einem online Social Network und weniger als ein Drittel liest und kommentiert Blogs. Etwa ein Viertel nutzt das Internet auch via Handy. 37,3 % (1,96 Mio.) von ihnen bilden die <em>Core Macher</em>, d. h. jene Internetnutzer, die nur die Rolle der <em>Macher</em> wahrnehmen (nicht gleichzeitig <em>Partizipative</em> oder <em>Soziale</em> sind).</p>
<p>Beispiele geeigneter Instrumente der Online-Kommunikation:</p>
<ul>
<li>Bereitstellung      von Material zur Verwendung im eigenen Format;</li>
<li>Option      nutzergenerierte Inhalte zu veröffentlichen (Innovationsplattform,      Kreations-Wettbewerbe, Call for Papers/Videos/Songs etc.)</li>
</ul>
<p>&nbsp;</p>
<p><strong><img class="alignleft size-full wp-image-1116" title="Die Partizipativen (Web 2.0 Nutzertypologie)" src="http://www.webosoph.de/wp-content/uploads/2011/06/Web_2_0_Nutzertyp-Die_Partizipativen.jpg" alt="" width="160" height="130" />(2) Die Partizipativen</strong> (11,2 % der Internetnutzer; 4,9 Mio.)</p>
<p>Sie erstellen reaktiv und partizipativ Inhalte im Web 2.0. Sie wollen im Internet vor allem an etwas Großem teilhaben, mit ihrem Beitrag dazugehören oder zu einem bestimmten Thema ihre Meinung bzw. Erfahrung teilen. Sie lesen Blogs und kommentieren diese, arbeiten an Nachschlagewerken wie Wikipedia mit oder engagieren sich in Online-Foren zu für sie wichtigen Themen.</p>
<p>Sie sind eher männlich (62,2 %), mehrheitlich zwischen 14 und 39 Jahren alt und mehrheitlich ledig, zu einem Drittel verheiratet. Sie haben eine deutlich höhere Bildung (64,7 % Akademiker). Sie sind mehrheitlich berufstätig (61,1 %) oder in der Schule bzw. Ausbildung (31,1 %). Sie weisen einen hohen Anteil qualifizierter Angestellter, sonstiger Angestellter sowie einen erhöhten Anteil Selbstständiger mit bis zu fünf Beschäftigten auf. Das Einkommen ist hoch, das frei verfügbare Einkommen eher sehr hoch &#8211; bei den Auszubildenden durchschnittlich.</p>
<p>Die Nutzung von Zeitschriften, Zeitungen sowie Radio entspricht dem Bundesdurchschnitt – allein die TV-Nutzung liegt etwas darunter. Sie nutzen das Internet durchschnittlich an 6,1 Tagen in der Woche – Wochentags wie am Wochenende für 1 bis 2 Stunden pro Tag. Etwa ein Viertel nutzt das Internet auch via Handy.</p>
<p>Weniger als die Hälfte hat ein Profil in einem online Social Network, die Mehrheit (63,1 %) liest und kommentiert Weblogs, etwa ein Drittel arbeitet an Wikis oder Internet Foren zu einem bestimmten Thema mit. Knapp ein Fünftel stellt Videos auf Videoplattformen wie YouTube ein, kaum mehr als je ein Zehntel stellt Bilder in einer Fotoplattform ein bzw. unterhält einen Blog. 33,4 % (1,63 Mio.) bilden die <em>Core Partizipativen</em>, d. h. jene Internetnutzer, die nur die Rolle der <em>Partizipativen</em> wahrnehmen (nicht gleichzeitig <em>Macher</em> oder <em>Soziale</em> sind).</p>
<p>Beispiele geeigneter Instrumente der Online-Kommunikation:</p>
<ul>
<li>Einrichtung      von einem Online-Forum oder Wiki</li>
<li>Angebot      von Feedback-Optionen</li>
<li>Option,      Anwender-/Erfahrungsberichte zu veröffentlichen</li>
<li>Option,      Bewertungen abzugeben (Votings) – z. B: in der Produkt-, Design- und      Kampagnenentwicklung</li>
<li>Tester-/Rezensenten-Programme</li>
</ul>
<p>&nbsp;</p>
<p><strong><img class="alignleft size-full wp-image-1117" title="Die Sozialen (Web 2.0 Nutzertypologie)" src="http://www.webosoph.de/wp-content/uploads/2011/06/Web_2_0_Nutzertyp-Die_Sozialen.jpg" alt="" width="160" height="130" />(3) Die Sozialen </strong>(19,6 % der Internetnutzer; 8,5 Mio.)</p>
<p>Sie sind in online Social Networks (oSN) aktiv, d. h. pflegen mindestens in einem online Social Network ein Profil. Für sie steht der soziale Kontakt mit anderen im Vordergrund der Internetnutzung. Im Schnitt nutzt ein <em>Sozialer</em> 2,2 (<a title="PDF: Bader et al. (2008): Ergebnisse des Studienprojektes. Der Einsatz von Social Networking Services im Unternehmenskontext." href="http://www.kooperationssysteme.de/wp-content/uploads/technischer-bericht_2008-3.pdf" target="_blank">➚Bader et al. 2008</a>) bis 2,4 (<a title="PDF: Berg (2011): Soziale Netzwerke in Deutschland. Bitkom Präsentation zur Pressekonferenz" href="http://www.bitkom.org/files/documents/PK_Praesentation_Social_media.pdf" target="_blank">➚Berg 2011</a>) online Soziale Netzwerke.</p>
<p>Sie sind etwas eher männlich (53,5 %), im Schwerpunkt zwischen 14 und 29 Jahre alt, zum größten Teil ledig, zu knapp einem Fünftel verheiratet. Sie sind insgesamt leicht überdurchschnittlich gebildet (45,3 % Akademiker) jedoch hat etwa ein Fünftel noch keinen Schulabschluss. Zwei Fünftel befinden sich noch in der Ausbildung und etwa die Hälfte ist berufstätig – vor allem als qualifizierte Angestellte und Angehörige der freien Berufe. Knapp ein Drittel hat (noch) kein Einkommen. Der Großteil lebt in mittel bis besser situierten Haushalten, das frei verfügbare Einkommen ist eher durchschnittlich – bei 13,3 % hoch.</p>
<p>Die Nutzung klassischer Medien (Zeitschriften, Zeitungen, Radio, TV) ist gegenüber dem Bundesdurchschnitt unterdurchschnittlich ausgeprägt. Sie nutzen das Internet durchschnittlich an 6,1 Tagen in der Woche – Wochentags wie am Wochenende für 1 bis 2 Stunden pro Tag.</p>
<p>Knapp ein Fünftel liest und kommentiert Weblogs, 14,3 % stellen Videos ins Internet ein, knapp 12 % haben eine eigene Webseite. Ein Fünftel nutzt das Internet auch über das Mobiltelefon. 58,4 % (5 Mio.) bilden die <em>Core Sozialen</em>, d. h. jene Internetnutzer, die nur die Rolle der <em>Sozialen</em> wahrnehmen (nicht gleichzeitig <em>Macher</em> oder <em>Partizipative</em> sind).</p>
<p>Beispiele geeigneter Instrumente der Online-Kommunikation:</p>
<ul>
<li>Einrichtung      eines eigenen online Social Networks (zu einem für die Organisation und      die Zielgruppen bzw. Anspruchsgruppen gleichsam interessanten/relevanten      Thema)</li>
<li>Aktive(!)      Mitgliedschaft/Repräsentanz auf einen fremden online Social Network</li>
<li>Aktionen      mit/auf online Social Networks</li>
</ul>
<p>&nbsp;</p>
<p><strong><img class="alignleft size-full wp-image-1118" title="DIe passiven Zuschauer (Web 2.0 Nutzertypologie)" src="http://www.webosoph.de/wp-content/uploads/2011/06/Web_2_0_Nutzertyp-Die_passiven_Zuschauer.jpg" alt="" width="160" height="130" />(4) Die passiven Zuschauer </strong>(67,7 % der Internetnutzer; 29,4 Mio.)</p>
<p>Sie konsumieren die Inhalte des Web 2.0 großteils eher zufällig und beteiligen sich in keiner Weise am Social Web. Ihre Internetnutzung ist dominiert von organisatorischen, informationsgerichteten und teilweise auch voyeuristischen Motiven.</p>
<p>Das Geschlechterverhältnis ist in etwa ausgeglichen, das Alter liegt im Schwerpunkt zwischen 30 und 59 Jahren. Sie sind größtenteils verheiratet (62 %) zu knapp einem Drittel ledig und haben eine eher mittlere Bildung (39 % Akademiker). Sie sind größtenteils berufstätig (71,5 %) und haben ein mittleres bis gehobenes Einkommen mit mittlerem bis gehobenem Konsumspielraum. Sie arbeiten mehrheitlich als qualifizierte, mittlere und einfache Angestellte oder als Beamte und weisen einen erhöhten Anteil von Selbstständigen mit bis zu 49 Beschäftigten auf.</p>
<p>Mit Ausnahme des Radios nutzen sie klassische Medien (Zeitungen, Zeitschriften, TV) im Vergleich zum Bundesdurchschnitt leicht unterdurchschnittlich. Sie nutzen das Internet an durchschnittlich 4,8 Tagen in der Woche – Wochentags wie am Wochenende für eine halbe bis eine Stunde pro Tag.</p>
<p>Sie nutzen vor allem E-Mail (56,8 %), die Online Recherche via Suchmaschinen, Verzeichnissen und Nachschlagewerken (40,8 %) sowie online Banking/-Broking (20 %). Im Vergleich zu den anderen drei Web 2.0 Nutzertypen surfen sie am wenigsten ziellos umher. Nur etwa ein Zehntel nutzt das Internet auch via Mobiltelefon.</p>
<p>Beispiele geeigneter Instrumente der Online-Kommunikation:</p>
<ul>
<li>Einrichtung      eines Corporate Blogs</li>
<li>Einrichtung      eines Accounts auf Twitter u. ä.</li>
<li>Einrichtung      eines Kanals auf youtube u. ä.</li>
<li>Inhalte      bereitstellen, die für die Zielgruppe aktuell, relevant und nützlich sind      – in ansprechender und immer wieder überraschender/unterhaltsamer Form</li>
<li>Klassische      Online-PR</li>
<li>Klassisches      Marketing auf von der Zielgruppe besuchten Online Plattformen      (Bannerwerbung etc.)</li>
<li>SEO/SEM</li>
</ul>
<p>&nbsp;</p>
<h3>4  Web 2.0 Nutzertypologie: Hintergrund, Methode und Einschränkungen</h3>
<p>Die Web 2.0 Nutzertypologie basiert auf einem von Charlene Li und Josh Bernoff vorgestellten (<a title="Li/Bernoff (2008): Groundswell." href="http://www.amazon.de/gp/redirect.html?ie=UTF8&amp;location=http%3A%2F%2Fwww.amazon.de%2FGroundswell-Winning-Transformed-Social-Technologies%2Fdp%2F1422125009%3Fie%3DUTF8%26s%3Dbooks-intl-de%26qid%3D1284031816%26sr%3D8-1&amp;site-redirect=de&amp;tag=denkhallecons-21&amp;linkCode=ur2&amp;camp=1638&amp;creative=6742" target="_blank">➚Li/Bernoff 2008</a>)  und im Jahr 2010 erweiterten (<a title="Bernoff (2010): Social Technographics. Conversationalists get onto the Ladder" href="http://forrester.typepad.com/groundswell/2010/01/conversationalists-get-onto-the-ladder.html" target="_blank">➚Bernoff 2010</a>) Segmentierungsansatz, der von dem Marktforschungsunternehmen <a title="Forrester Research - Social Technographics Profile (R)" href="http://www.forrester.com/Products/MarketResearch/Consumer/European" target="_blank">➚Forrester Research</a> verwendet wird.</p>
<p>Sie unterscheiden derzeit sieben Internetnutzertypen: (1) <strong>Creators</strong> (betreiben einen Blog, eine Webseite, laden eigene Videos, Hörstücke und/oder Musik ins Netz hoch oder schreiben und veröffentlichen Artikel/Geschichten), (2) <strong>Conversationalists</strong> (veröffentlichen Statusmeldungen in online Social Networks oder auf Twitter), (3) <strong>Critics</strong> (veröffentlichen Kritiken zu Produkten oder Dienstleistungen, kommentieren Blogs, engagieren sich in online Foren/Wikis), (4) <strong>Collectors</strong> (nutzen RSS-Feeds, beteiligen sich an Onlineabstimmungen und/oder vergeben Tags), (5) <strong>Joiners</strong> (pflegen ein Profil auf einem online Social Network und besuchen dieses), (6) <strong>Spectators</strong> (lesen Blogs, hören Podcasts, schauen online Videos von anderen Nutzern, lesen online Foren/Kundenbewertungen/Tweets), (7) <strong>Inactives</strong> (machen nichts von dem zuvor genannten). Die Nutzertypen sind nicht exklusiv oder zwangsweise integrativ: Ein Joiner kann auch Critic sein, ohne gleichzeitig Collector sein zu müssen.</p>
<p>Mittels der Verbraucheranalyse 2009 III konnten einige dieser Typen näherungsweise nachgebildet werden (<a title="Ullrich (2010): Wer bloggt ist nicht unbedingt in online Social Networks aktiv." href="../2010/09/10/wer-bloggt-ist-nicht-unbedingt-in-online-social-networks-aktiv-%E2%80%93-serie-soziologie-und-typologien-der-web-2-0-nutzer-teil-3-von-7/" target="_blank">➚Ullrich 2010</a>): <strong>(1) Schöpfer</strong> (Creators), <strong>(2) Kritiker </strong>(Critics), <strong>(3) Mitglieder</strong> (Joiners) sowie <strong>(4) Zuschauer und Passive</strong> (Spectators + Inactives) als Mischgruppe. Die Gruppe der <strong>Sammler</strong> (<strong>Collectors</strong>) ließ sich aufgrund der verfügbaren Items in der VA nicht nachbilden. Allerdings erscheinen Collectors aus Sicht der Marketing-Kommunikation auch von eher untergeordneter Bedeutung: Da es relativ einfach machbar ist, sollten schlicht alle Webangebote mit Social Bookmarks ausgestattet sein.</p>
<p>Die Gruppe der <strong>Conversationalists</strong> wurde in der Social Techographics Ladder erst im Januar 2010 eingeführt (<a title="Bernoff (2010): Social Technographics. Conversationalists get onto the Ladder" href="http://forrester.typepad.com/groundswell/2010/01/conversationalists-get-onto-the-ladder.html" target="_blank">➚Bernoff 2010</a>), weil es in der bisherigen Typologie keine klare Verortung für Twitter gab – einem Zwitter aus Microblog und online Social Network. Die entsprechende Funktion der Statusmeldungen in bestehenden online social Networks, wie Facebook, wurde dieser Nutzungsart zugerordnet. Darüber hinaus scheint es kein gänzlich anderes Nutzungsmotiv als bei den bestehenden Typen zu geben. Aus Sicht der Marketing-Kommunikation scheint dieses Segment daher nur bedingt relevant: Über Social Bookmarks wird die Weiterverbreitung von Onlineinhalten auf Twitter, Facebook etc. bereits unterstützt.</p>
<p>Auf Basis der Verbraucheranalyse 2010 III wurden die Daten dieser vier Web 2.0 Nutzertypen aktualisiert. Die Konstruktion der Typen blieb unverändert und ist <a title="VA Items und die Web 2.0 Nutzertypologie" href="http://www.webosoph.de/docs/VA-Items_und_Typologie.pdf" target="_blank">➚hier</a> dokumentiert. Die <a title="Verbraucheranalyse" href="http://www.verbraucheranalyse.de" target="_blank">➚Verbraucheranalyse</a> (2010 III) bietet mit 19.339 befragten Internetnutzern der deutschen Wohnbevölkerung ab 14 Jahren und zahlreichen erhobenen demographischen, sozioökonomischen, einstellungs- und verhaltensbezogenen Daten eine umfangreiche Basis für die vielseitige Anwendung dieses Modells auf den deutschen Markt.</p>
<p>Mit der Aktualisierung der Daten erhielten die Web 2.0 Nutzertypen neue, griffigere Namen: <strong>(1) Die Macher</strong> statt <em>Schöpfer</em>, <strong>(2) Die Partizipativen</strong> statt <em>Kritiker</em>, <strong>(3) Die Sozialen</strong> statt <em>Mitglieder</em> und <strong>(4)  Die passiven Zuschauer</strong> statt <em>Zuschauer/Passive</em>. Zudem wurden mittels der Verbraucheranalyse 2010 III ausgewählte Charakteristika des jeweiligen Typs ermittelt und im Sinne einer Typbeschreibung zugeordnet.</p>
<p>Da die Nutzertypen jedoch nicht exklusiv oder zwangsweise integrativ sind, d.h. keine vollständige Segmentierung der Internetnutzer darstellen, bleiben sie auch weiterhin vorrangig ein Hilfsmittel, um bestehende Zielgruppen bzw. Anspruchsgruppen von Unternehmen/Organisationen hinsichtlich der jeweils präferierten Webnutzung zu analysieren und  geeignete Strategien der Online-Kommunikation zu entwickeln.</p>
<p>&nbsp;</p>
<p><strong>Quellenverweise:</strong></p>
<p><sup><strong>Bader</strong>, Johannes/Heck, Sascha/Pflaum, Bennet/Schröder, Ronny/Werner, Tobias/Westhauser, Bastian/Koch, Michael Koch/Richter, Alexander (<strong>2008</strong>): Ergebnisse des Studienprojektes. Der Einsatz von Social Networking Services im Unternehmenskontext. Technical Report Nr. 2008-03. Fakultät für Informatik/Universität der Bundeswehr München (<a title="PDF: Bader et al. (2008): Ergebnisse des Studienprojektes. Der Einsatz von Social Networking Services im Unternehmenskontext." href="http://www.kooperationssysteme.de/wp-content/uploads/technischer-bericht_2008-3.pdf" target="_blank">➚Direktlink PDF</a>)</sup></p>
<p><sup><strong>Berg</strong>, Achim (<strong>2011</strong>): Soziale Netzwerke in Deutschland. Präsentation zur BITKOM Pressekonferenz 13.04.2011 (<a title="PDF: Berg (2011): Soziale Netzwerke in Deutschland. Bitkom Präsentation zur Pressekonferenz" href="http://www.bitkom.org/files/documents/PK_Praesentation_Social_media.pdf" target="_blank">➚Direktlink PDF</a>)</sup></p>
<p><sup><strong>Bernoff</strong>, Josh (<strong>2010</strong>): Social Technographics: Conversationalists get onto the ladder (Blog: Forrester Research/Groundswell) (<a title="Bernoff (2010): Social Technographics. Conversationalists get onto the Ladder" href="http://forrester.typepad.com/groundswell/2010/01/conversationalists-get-onto-the-ladder.html" target="_blank">➚Direktlink</a>)</sup></p>
<p><sup><strong>Li</strong>, Charlene/<strong>Bernoff</strong>, Josh (<strong>2008</strong>): Groundswell. Winning in a world transformed by social technologies. Boston/Massachusetts: Harvard Business  School Publishing. (<a title="Li/Bernoff (2008): Groundswell." href="http://www.amazon.de/gp/redirect.html?ie=UTF8&amp;location=http%3A%2F%2Fwww.amazon.de%2FGroundswell-Winning-Transformed-Social-Technologies%2Fdp%2F1422125009%3Fie%3DUTF8%26s%3Dbooks-intl-de%26qid%3D1284031816%26sr%3D8-1&amp;site-redirect=de&amp;tag=denkhallecons-21&amp;linkCode=ur2&amp;camp=1638&amp;creative=6742" target="_blank">➚Amazon Buchlink</a>)</sup></p>
<p><sup><strong>Ullrich</strong>, Tomas W. (<strong>2010</strong>): Wer bloggt ist nicht unbedingt in online Social Networks aktiv – Serie: Soziologie und Typologien der Web 2.0-Nutzer (Teil 3 von 7 ) (<a title="Ullrich (2010): Wer bloggt ist nicht unbedingt in online Social Networks aktiv." href="../2010/09/10/wer-bloggt-ist-nicht-unbedingt-in-online-social-networks-aktiv-%E2%80%93-serie-soziologie-und-typologien-der-web-2-0-nutzer-teil-3-von-7/" target="_blank">➚Direktlink</a>)</sup></p>
<p><sup>Verbraucheranalyse 2009 III/2010 III (<a title="Verbraucheranalyse" href="http://www.verbraucheranalyse.de" target="_blank">➚verbraucheranalyse.de</a>)</sup></p>
<p>&nbsp;</p>
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		<title>online Social Networks: Marketing nicht nur auf die &#8220;Großen&#8221; fokussieren</title>
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		<pubDate>Tue, 26 Apr 2011 23:48:52 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Thomas W. Ullrich</dc:creator>
				<category><![CDATA[Kommunikation]]></category>
		<category><![CDATA[Marketing]]></category>
		<category><![CDATA[Web 2.0]]></category>
		<category><![CDATA[social Web]]></category>
		<category><![CDATA[Werbung]]></category>

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		<description><![CDATA[Online Social Networks sind relevant für die Marketingkommunikation &#8211; umso mehr, je selbstverständlicher sie für immer weitere Teile der Gesellschaft werden. Doch der Fokus auf die wenigen großen Networks, wie facebook, Xing und die VZ Netzwerke, verschenkt wertvolle Potenziale. Ein online Social Network (soziales Online-Netz) ist eine Internet-Plattform, auf der sich Nutzer unter Preisgabe persönlicher [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p><strong>Online Social Networks sind relevant für die Marketingkommunikation &#8211; umso mehr, je selbstverständlicher sie für immer weitere Teile der Gesellschaft werden. Doch der Fokus auf die wenigen großen Networks, wie facebook, Xing und die VZ Netzwerke, verschenkt wertvolle Potenziale.</strong></p>
<p>Ein <strong>online Social Network </strong>(soziales Online-Netz) ist eine Internet-Plattform, auf der sich Nutzer unter Preisgabe persönlicher Daten (Profil) registrieren und sich mit Freunden und Bekannten verlinken. Im Zentrum stehen das Finden und Pflegen von Kontakten mit Freunden und Bekannten: Das Profil ist die stets aktuelle Visitenkarte und durch Statusmeldungen, aktuelle Fotos etc. kann der verlinkte Freundes- und Bekanntenkreis virtuell am eigenen Leben teilhaben. Ein zweites Motiv für die Nutzung von online Social Networks ist das Finden von Menschen, die ähnliche Interessen haben, um sich mit diesen zu organisieren und intensiv über ein spezifisches Themenfeld auszutauschen &#8211; ggf. in Form von Gruppen, d. h. online Themenforen.</p>
<p>In der öffentlichen Diskussion und in der Folge auch in der Praxis der Marketingkommunikation stehen zumeist nur sehr wenige online Social Networks, etwa die Schwergewichte facebook, die VZ Netzwerke, stayfriends, wer-kennt-wen und xing. In der folgenden Übersicht sind ausgewählte große Netzwerke mit aktueller Mitgliederzahl, Altersverteilung und Geschlechterverteiltung der Mitglieder in Deutschland dargestellt.</p>
<p><span style="color: #ffffff;">.</span></p>
<p style="text-align: center;"><img class="aligncenter size-full wp-image-1010" title="ullrich_2011_onlineSocialNetworks2011_webosoph" src="http://www.webosoph.de/wp-content/uploads/2011/04/ullrich_2011_onlineSocialNetworks2011_webosoph.gif" alt="" width="480" height="482" /></p>
<p><span style="color: #ffffff;">.</span></p>
<p>Für die interessierten Kreise finden sich zu obiger Tabelle <a title="Webosoph.de: online Social Networks: Ausgewählte Kennzahlen für Deutschland 2011" href="http://www.webosoph.de/docs/factsheet_onlineSocialNetworks2011_webosoph.xls" target="_blank">➚hier</a> die hinterlegten Daten inklusive detaillierter Listung der verwendeten Quellen.</p>
<p>Betrachtet man die online Social Networks aus der Perspektive der Marketingkommunikation, ist weniger die <strong>Reichweite</strong> als abstrakte, absolute Kennzahl, sondern vielmehr die <strong>Reichweite innerhalb der Zielgruppe</strong> die relevante Größe – zumindest, wenn das Ziel in der Steigerung von <strong>Bekanntheit</strong> liegt.</p>
<p>Bereits für die Beeinflussung von <strong>Images</strong> und <strong>E</strong><strong>instellungen</strong> ist jedoch auch dies nicht mehr hinreichend: Hier wird zudem der <strong>Affinitätsindex</strong>, d. h. die inhaltliche Nähe der zu vermarktenden Botschaft, Leistung bzw. des Produkts zu dem Themenfeld, um das sich das online Social Network spinnt, dominanter Faktor für eine hohe Conversion.<br />
Die aktive Suche nach kleineren, inhaltlich jedoch genau passenden online Social Networks lohnt also.</p>
<p>Für die Zielgruppe der Senioren wäre z. B. <a title="http://www.feierabend.de" href="http://www.feierabend.de" target="_blank">➚feierabend.de</a> zu nennen, ein hochaktives und dem ersten Eindruck nach gut gemanagtes online Social Network, dass zwar &#8220;nur&#8221; ca. 150.000 Mitglieder hat, jedoch vollständig auf Menschen ab 50, v. a. auf Senioren, ausgerichtet ist. Letztere machen mehr als die Hälfte der Mitglieder aus, was auch unter Reichweite-Gesichtspunkten dieser spezifischen Zielgruppe attraktiv ist.</p>
<p>Noch interessanter als sozidemographisch oder regional spezifische Netzwerke sind <strong>themenspezifische online Social Networks</strong>. In der Praxis für Marketer und Kommunikatoren scheint es erschwerend, dass es &#8211; anders als z. B. für Blogs &#8211; bislang keine etablierten Suchmaschinen oder Kataloge für online Social Networks zu existieren scheinen.</p>
<p>Immerhin finden sich erste Zusammenstellungen ausgewählter online Networks auf den Blogs <a title="Mehr als 100 Social Networks in Deutschland" href="http://www.zweinull.cc/?page_id=2" target="_blank">➚Zweinull</a> und <a title="175 Internet-Communitys" href="http://fudder.de/artikel/2008/04/09/175-internet-communitys" target="_blank">➚Fudder</a>. Darüber hinaus bieten nur wenige Anbieter (u. a. <a title="http://www.linqia.com/" href="http://www.linqia.com" target="_blank">➚linqia.com</a>) einen Zugang zu interessenspezifischen online Social Networks bzw. themenspezifischen Gruppen in den großen Networks.</p>
<p>Natürlich können Unternehmen und Organisationen hier auch selbst tätig werden, und unter bestimmten Bedingungen eigens ein erfolgreiches online Social Network für ihre Zielgruppe etablieren, wie die Beispiele <a title="Rezeptwiese - Gutes gemeinsam genießen" href="http://www.rezeptwiese.de/" target="_blank">➚rezeptwiese.de</a>, <a title="http://mygreatrides.com/" href="http://mygreatrides.com/" target="_blank">➚MyGreatRides.com</a> oder <a title="http://www.sagazone.co.uk/" href="http://www.sagazone.co.uk/" target="_blank">➚sagazone.co.uk</a> eindrucksvoll zeigen.</p>
<p><span style="color: #ffffff;">.</span></p>
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	<li><a rel="nofollow"  target="_blank" href="http://yigg.de/neu?exturl=http%3A%2F%2Fwww.webosoph.de%2F2011%2F04%2F27%2Fonline-social-networks-marekting-nicht-nur-auf-die-grosen-fokussieren%2F&amp;exttitle=online%20Social%20Networks%3A%20Marketing%20nicht%20nur%20auf%20die%20%22Gro%C3%9Fen%22%20fokussieren" title="Yigg"><img src="http://www.webosoph.de/wp-content/plugins/sociable/images/yiggit.png" title="Yigg" alt="Yigg" class="sociable-hovers" /></a></li>
	<li class="sociablelast"><a rel="nofollow"  target="_blank" href="mailto:?subject=online%20Social%20Networks%3A%20Marketing%20nicht%20nur%20auf%20die%20%22Gro%C3%9Fen%22%20fokussieren&amp;body=http%3A%2F%2Fwww.webosoph.de%2F2011%2F04%2F27%2Fonline-social-networks-marekting-nicht-nur-auf-die-grosen-fokussieren%2F" title="email"><img src="http://www.webosoph.de/wp-content/plugins/sociable/images/email_link.png" title="email" alt="email" class="sociable-hovers" /></a></li>
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		</item>
		<item>
		<title>Wer bloggt ist nicht unbedingt in online Social Networks aktiv – Serie: Soziologie und Typologien der Web 2.0-Nutzer (Teil 3 von 7)</title>
		<link>http://www.webosoph.de/2010/09/10/wer-bloggt-ist-nicht-unbedingt-in-online-social-networks-aktiv-%e2%80%93-serie-soziologie-und-typologien-der-web-2-0-nutzer-teil-3-von-7/</link>
		<comments>http://www.webosoph.de/2010/09/10/wer-bloggt-ist-nicht-unbedingt-in-online-social-networks-aktiv-%e2%80%93-serie-soziologie-und-typologien-der-web-2-0-nutzer-teil-3-von-7/#comments</comments>
		<pubDate>Thu, 09 Sep 2010 23:20:46 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Thomas W. Ullrich</dc:creator>
				<category><![CDATA[Kommunikation]]></category>
		<category><![CDATA[Marketing]]></category>
		<category><![CDATA[Web 2.0]]></category>
		<category><![CDATA[Internetnutzer Deutschland]]></category>
		<category><![CDATA[social Web]]></category>
		<category><![CDATA[Verbraucheranalyse]]></category>
		<category><![CDATA[Zielgruppenanalyse]]></category>

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		<description><![CDATA[Internetnutzer unterscheiden sich nicht nur in dem Ausmaß ihrer Aktivität – sie nutzen das Social Web auch auf unterschiedliche Weise: So haben 57 Prozent der Blogger kein Profil auf einem online Social Network (➚Verbraucheranalyse, 2009 III). Marketing und Unternehmenskommunikation sollten für die Entwicklung ihrer Social Web Strategie bzw.  Web 2.0 Strategie ihre Zielgruppe nach dem [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p><strong>Internetnutzer unterscheiden sich nicht nur in dem Ausmaß ihrer Aktivität – sie nutzen das Social Web auch auf unterschiedliche Weise: So haben 57 Prozent der Blogger kein Profil auf einem online Social Network (<a href="http://www.verbraucheranalyse.de" target="_blank">➚Verbraucheranalyse, 2009 III</a>).<br />
</strong><strong>Marketing und Unternehmenskommunikation sollten für die Entwicklung ihrer Social Web Strategie bzw.  Web 2.0 Strategie ihre Zielgruppe nach dem Online-Nutzerverhalten segmentieren, um die richtigen Schwerpunkte bei ihren Online-Projekten zu setzen.</strong></p>
<p>Die Autoren Gerhards, Klingler und Trump differenzieren bei den Internetnutzern zwischen <strong>Produzierenden Nutzern</strong>, die auf Social Web bzw. Web 2.0 Plattformen mehr als einmal im Monat eigene Beiträge veröffentlichen, <strong>Kommunizierenden Nutzern</strong>, die mehr als fünfmal im Monat Kommentare oder Diskussionsbeiträge abgeben und <strong>Passiv Partizipierenden Nutzern</strong>, die seltener oder nie den genannten Aktivitäten nachgehen (vgl. <a href="http://www.amazon.de/gp/redirect.html?ie=UTF8&amp;location=http%3A%2F%2Fwww.amazon.de%2FGroundswell-Winning-Transformed-Social-Technologies%2Fdp%2F1422125009%3Fie%3DUTF8%26s%3Dbooks-intl-de%26qid%3D1284031816%26sr%3D8-1&amp;site-redirect=de&amp;tag=denkhallecons-21&amp;linkCode=ur2&amp;camp=1638&amp;creative=6742" target="_blank">➚Gerhards/Klingler/Trump, 2008:136</a>).</p>
<p>Etwas detaillierter unterscheiden Li und Bernoff die Onliner entsprechend ihres Nutzungsverhaltens in sechs „Social Technographics Profiles“ (vgl. <a href="http://www.amazon.de/gp/redirect.html?ie=UTF8&amp;location=http%3A%2F%2Fwww.amazon.de%2FGroundswell-Winning-Transformed-Social-Technologies%2Fdp%2F1422125009%3Fie%3DUTF8%26s%3Dbooks-intl-de%26qid%3D1284031816%26sr%3D8-1&amp;site-redirect=de&amp;tag=denkhallecons-21&amp;linkCode=ur2&amp;camp=1638&amp;creative=6742" target="_blank">➚Li/Bernoff, 2008:41ff</a>):</p>
<ol>
<li><strong>Schöpfer</strong> (Creators), die initiativ Inhalte erstellen und veröffentlichen</li>
<li><strong>Kritiker</strong> (Critics), die reaktiv und partizipativ Inhalte erstellen und veröffentlichen</li>
<li><strong>Sammler</strong> (Collectors), die Inhalte abonnieren, bewerten und strukturieren</li>
<li><strong>Mitglieder</strong> (Joiners), die Mitglied in online Social Networks sind</li>
<li><strong>Zuschauer</strong> (Spectators), die die Inhalte des Web 2.0 lediglich konsumieren, ohne aktiv etwas beizutragen</li>
<li><strong>Passive</strong> (Inactives), die nicht am Social Web bzw. Web 2.0 teilnehmen.</li>
</ol>
<p>Diese Typologie stellen Li und Bernoff anhand einer Leiter dar (Social Technograpics ladder), die untenstehend übersetzt nachgebildet ist.<br />
  </p>
<p style="text-align: center;"><a href="http://www.webosoph.de/wp-content/uploads/2010/09/Technographics-Profile-Leiter.jpg"></a><a href="http://www.webosoph.de/wp-content/uploads/2010/09/sozialtechnografisches_Profil_nach_LiBernoff.jpg" target="_blank"><img class="aligncenter size-full wp-image-931" src="http://www.webosoph.de/wp-content/uploads/2010/09/sozialtechnografisches_Profil_nach_LiBernoff.jpg" alt="" width="447" height="528" /></a></p>
<p>  <br />
Einen ersten Eindruck zu den <strong>quantitativen Anteilen</strong> dieser Nutzertypen liefert das folgende <strong>Tool</strong>. Da eine Person mehrere der genannten Rollen einnehmen kann – ein „Joiner“ könnte z. B. gleichzeitig auch „Creator“ sein – addieren sich die Prozentangaben nicht zu 100. </p>
<p style="text-align: center;"><div class="iframe-wrapper">
  <iframe src="http://www.forrester.com/groundswell/b2c_profile_tool/b2c" frameborder="0" style="height:400px;width:550px;">Please upgrade your browser</iframe>
</div>
<p><span style="color: #ffffff;"> </span></p>
<h1>Social Web Nutzertypologie &#8211; Praktische Bedeutung für Markenführung und Unternehmenskommunikation</h1>
<p>Nimmt man die Nutzertypologie von Li und Bernoff ernst, muss man die eigene Zielgruppe nach dem Anteil der <strong>verschiedenen Nutzertypen</strong> untersuchen und daraufhin die <strong>Social Web Strategie</strong> bzw. <strong>Web 2.0 Strategie</strong> in den Maßnahmen <strong>entsprechend gewichten</strong>, wie <strong>Tabelle 1</strong> exemplarisch verdeutlicht.</p>
<p><span style="color: #ffffff;">_</span></p>
<p style="text-align: center;"><a href="http://www.webosoph.de/wp-content/uploads/2010/09/Nutzertypenspezifische_Maßnahmen.jpg" target="_blank"></a></p>
<p style="text-align: center;"><sup><strong><a href="http://www.webosoph.de/wp-content/uploads/2010/09/Nutzertypenspezifische_Maßnahmen.jpg" target="_blank"><img class="aligncenter size-full wp-image-965" src="http://www.webosoph.de/wp-content/uploads/2010/09/Nutzertypenspezifische_Maßnahmen.jpg" alt="" width="546" height="761" /></a>            Tabelle 1:</strong> Beispiele für passende Online-Angebote für verschiedene Nutzertypen der<br />
                                   &#8220;Social Technographic ladder&#8221;  (eigene Darstellung)<br />
   </sup></p>
<p>Allerdings liegt ein wesentlicher Reiz des Internets gerade im Zusammenwirken der verschiedenen Nutzertypen, etwa den Schöpfern, Kritikern und Zuschauern, was im Mix und in der Ausgestaltung der Online-Maßnahmen zusätzlich zu berücksichtigen ist.<br />
<span style="color: #ffffff;">_</span></p>
<h2>Social Technographic Profiles in Deutschland &#8211; Eine Untersuchung</h2>
<p>Zur Prüfung des Modells der Social Technographic Profiles hat der Autor dieses Beitrags auf Basis der <strong>Verbraucheranalyse 2009 III</strong> die Nutzertypen <strong>Schöpfer</strong> (Creators), <strong>Kritiker</strong> (Critics) und <strong>Mitglieder</strong> (Joiners) nachgebildet. Die <strong>Zuschauer</strong> (Spectators) und <strong>Passiven</strong> (Inactives) können lediglich als gemischte Gruppe abgebildet werden. Die Sammler (Collectors) lassen sich auf Basis der verfügbaren Items nicht abgrenzen. Die Details der Nachbildung sind <a href="http://www.webosoph.de/docs/VA-Items_und_Typologie.pdf" target="_blank">➚hier</a>  als Nachweis hinterlegt.</p>
<p><strong>Das Ergebnis der Untersuchung:</strong></p>
<p>Etwa <strong>11 Prozent der deutschen Internetnutzer sind</strong> <strong>Schöpfer</strong> (Creators), ca. <strong>10 Prozent Kritiker</strong> (Critics) und etwa <strong>15 Prozent Mitglieder</strong> (Joiners). Mit knapp <strong>73 Prozent</strong> sind die Mehrzahl der Internetnutzer <strong>Zuschauer</strong> im Social Web bzw. <strong>Passive</strong>, d. h. nehmen an diesem gar nicht Teil (Spectators/Inactvies).</p>
<p>Das Social Technographic Profile grenzt die Nutzertypen nicht scharf voneinander ab, d. h. eine Person kann mehrere der Nutzerrollen parallel einnehmen. Dennoch zeigt sich ein <strong>erheblicher Anteil</strong> der Onliner <strong>als spezifischer Nutzertyp</strong>: <strong>55,3 Prozent</strong> <strong>der Mitglieder (Joiner) nehmen keine der anderen Möglichkeiten des Social Web wahr.</strong> Bei den <strong>Schöpfern</strong> (Creators) sind dies <strong>39,9 Prozent</strong> und bei den <strong>Kritikern</strong> (Critics)<strong> 36,0 Prozent</strong>.</p>
<p><strong>Schöpfer</strong> (Creators) und <strong>Kritiker</strong> (Critics) sind <strong>eher Männer</strong> (66 Prozent bzw. 62 Prozent Männer), während das Geschlechterverhältnis bei <strong>Mitgliedern</strong> (Joiners) in etwa <strong>ausgeglichen</strong> ist (52 Prozent Männer zu 48 Prozent Frauen).</p>
<p><strong>Mitglieder</strong> (Joiners) <strong>sind eher jung</strong>: Während 48,3 Prozent der Schöpfer (Creators) und 51,5 der Kritiker (Critics) unter 30 Jahren alt sind, sind dies bei den Mitgliedern (Joiners) 71 Prozent.<br />
<span style="color: #ffffff;">_</span></p>
<h2>Praktische Anwendung der Typologie für Entscheidungen in Marketing und Unternehmenskommunikation</h2>
<p>Die praktische Anwendung illustrieren Vergleiche von je zwei willkürlich gewählten Marken in drei sehr verschiedenen und ebenfalls willkürlich gewählten Märkten: Automobil, pflegende Kosmetik und Schokolade. Sämtliche der dargestellten Nutzertypen Verteilungsdaten basieren auf der <a href="http://www.verbraucheranalyse.de" target="_blank">➚Verbraucheranalyse 2009 III</a>. Die Rohdatentabellen aus denen die Vergleichsdaten gebildet wurden, sind <a href="http://www.webosoph.de/docs/Web_2_0_Nutzertypenanalyse_Beispiele.xls" target="_blank">➚hier </a>als Nachweis als XLS-File hinterlegt.<br />
<span style="color: #ffffff;">_</span></p>
<h4>Beispiel 1: Automobil | Vergleich Audi versus Fiat</h4>
<p>70,4 Prozent der ca. 2,4 Millionen Audi Fahrer sind online. Bei den Fiat Fahrern sind es 67,6 Prozent von 1,11 Millionen.</p>
<p>Aus Anschauungsgründen verwenden wir für den Vergleich einen <strong>Index</strong>. Er wird gebildet, indem man den Anteil einer Nutzertyps einer Teilgruppe zum Anteil dieses Typs an der Gesamtgruppe in Bezug setzt: In Falle der Internetnutzer z. B. den Anteil der Schöpfer (Creators) unter den Audi Fahrern bezogen auf den Anteil der Schöpfer unter allen Internetnutzern – multipliziert mit 100. Der Index ist also ein Verhältniswert.<br />
<span style="color: #ffffff;">_</span></p>
<p style="text-align: center;"><a href="http://www.webosoph.de/wp-content/uploads/2010/09/Nutzertypen_Indices_Automobil.jpg" target="_blank"><img class="aligncenter size-full wp-image-943" src="http://www.webosoph.de/wp-content/uploads/2010/09/Nutzertypen_Indices_Automobil.jpg" alt="" width="573" height="356" /></a></p>
<p> </p>
<p>Ein Index von 118 der Schöpfer (Creators) bei den Audi Fahrern bedeutet, dass hier eine höhere Dichte an Schöpfern (Creators) zu finden ist, als im Durchschnitt aller Internetnutzer. Der Index von 59 bei den Mitgliedern (Joiners) sagt, dass unter den Audi Fahrern eine deutlich geringere Dichte von Mitgliedern (Joiners) vorliegt als im Durchschnitt aller Internetnutzer. Oder einfacher: Unter den Audi-Fahrern finden sich 18 Prozent mehr Schöpfer (Creators) und 41 Prozent weniger Mitglieder (Joiners) als im Durchschnitt aller Internetnutzer.</p>
<p>In der Konsequenz erscheint ein Engagement in online Social Networks oder gar die Einrichtung eines eigenen online Social Networks für Audi weniger erfolgversprechend zu sein. Auch Angebote, die auf Kritiker (Critics) ausgerichtet sind, erscheinen weniger aussichtsreich, als Maßnahmen, die auf Schöpfer (Creators) abzielen, da diese unter den Audi Fahrern überdurchschnittlich vertreten sind.</p>
<p>Hingegen erscheint es für Fiat als aussichtsreich, einen Schwerpunkt der Web 2.0 Strategie auf online Social Networks zu legen &#8211; ggf. sogar selbst eines zu etablieren: Immerhin finden sich in der Gruppe der Fiat Fahrer ca. ein Drittel mehr Mitglieder (Joiners) als im Durchschnitt aller Internetnutzer. Aber auch auf Kritiker (Critics) und Schöpfer (Creators) ausgerichtete Maßnahmen erscheinen für Fiat erfolgversprechend, da auch diese unter den Fiat Fahrern überdurchschnittlich vertreten sind.<br />
<span style="color: #ffffff;">_</span></p>
<h4>Beispiel 2: Pflegende Kosmetik | Vergleich Aok versus bebe Young Care</h4>
<p>  </p>
<p style="text-align: center;"><a href="http://www.webosoph.de/wp-content/uploads/2010/09/Nutzertypen_Indices_Kosmetik.jpg" target="_blank"><img class="aligncenter size-full wp-image-944" src="http://www.webosoph.de/wp-content/uploads/2010/09/Nutzertypen_Indices_Kosmetik.jpg" alt="" width="582" height="353" /></a></p>
<p> </p>
<p>Sowohl unter den Aok Verwendern als auch unter den bebe Young Care Verwendern findet sich ein überdurchschnittlicher Anteil von Mitgliedern (Joiners) – bei bebe Young Care sogar außerordentlich signifikant. Dies spricht bei beiden Marken für einen Schwerpunkt im Bereich online Social Networks in der jeweiligen Web 2.0 Strategie.</p>
<p>Während die Gruppe der Kritiker (Critics) bei den Aok Verwendern leicht unterdurchschnittlich vertreten ist, liegt sie bei den bebe Young Care Verwendern 32 Punkte über dem Durchschnitt. So sollte bebe Young Care reaktive und partizipative Elemente für in die Social Media Strategie integrieren, was hingegen für Aok weniger erfolgversprechend erscheint.<br />
<span style="color: #ffffff;">_</span></p>
<h4>Beispiel 3: Schokolade | Vergleich Yogurette versus Sarotti</h4>
<p> </p>
<p style="text-align: center;"><a href="http://www.webosoph.de/wp-content/uploads/2010/09/Nutzertypen_Indices_Schokolade.jpg" target="_blank"><img class="aligncenter size-full wp-image-945" src="http://www.webosoph.de/wp-content/uploads/2010/09/Nutzertypen_Indices_Schokolade.jpg" alt="" width="572" height="357" /></a></p>
<p> </p>
<p>Während Yogurette überdurchschnittlich viele Mitglieder (Joiners) aufweist, liegt Sarotti hier leicht unter dem Durchschnitt. Die Konsequenz: Aktivitäten im Bereich online Social Networks sind für Yogurette ein &#8220;muss&#8221;, für Sarotti nicht unbedingt Priorität.</p>
<p>Genau umgekehrt ist es im Fall der Schöpfer, die bei Sarotti mit 22 Punkten über dem Durchschnitt und bei Yogurette 12 Punkte unter dem Durchschnitt der Internetnutzer liegen. Auch im Feld der reaktiven und partizipativen Maßnahmen, die sich an Kritiker (Critics) wenden, dürfte es Sarotti etwas leichter haben als Yogurette.<br />
<span style="color: #ffffff;">_</span></p>
<h2>Zusammenfassung und Diskussion &#8211; Typologie der Web 2.0-Nutzer bietet strategischen Mehrwert</h2>
<p>Die Internetnutzer lassen sich in verschiedene, mehr oder weniger stark abgegrenzte Nutzertypen gliedern: (1) <strong>Schöpfer</strong> (Creators), die initiativ Inhalte erstellen und veröffentlichen; (2) <strong>Kritiker</strong> (Critics), die reaktiv und partizipativ Inhalte erstellen und veröffentlichen; (3) <strong>Sammler</strong> (Collectors), die Inhalte abonnieren, bewerten und strukturieren; (4) <strong>Mitglieder</strong> (Joiners), die Mitglied in online Social Networks sind; (5) <strong>Zuschauer</strong> (Spectators), die die Inhalte des Web 2.0 lediglich konsumieren, ohne aktiv etwas beizutragen und (6) <strong>Passive</strong> (Inactives), also Internetnutzer, die nicht am Social Web bzw. Web 2.0 teilnehmen.</p>
<p>Die gewählten Beispiele im Bereich Automobil (Audi vs. Fiat), pflegende Kosmetik (Aok vs. Bebe Young Care) und Schokolade (Yogurette vs. Sarotti) illustrieren eindringlich: <strong>Eine Analyse der eigenen Zielgruppe hinsichtlich dieser Nutzertypen gibt wertvolle Hinweise für die Web 2.0 Strategie </strong>(vgl. Tabelle 1).</p>
<p>Ergäbe sich in der Zielgruppe zum Beispiel ein unterdurchschnittlicher Index bei den Mitgliedern (Joiners), wäre es für das Unternehmen wenig ratsam die Web 2.0 Strategie im Schwerpunkt auf online Social Networks zu richten oder gar ein eigenes online Social Network aufzubauen.</p>
<p>Liegt der Wert der Mitglieder (Joiners) hingegen überdurchschnittlich hoch, erscheinen Maßnahmen, im Bereich online Social Networks oder gar der Aufbau eines eigenen online Social Networks erfolgversprechend. Im letzteren Fall muss zudem auch die absolute Anzahl der Mitglieder (Joiners) in der Zielgruppe eine kritische Masse erreichen, damit sich der Aufwand auch lohnt. Zwar können online Social Networks bereits ab etwa 70 Mitgliedern funktionieren und erreichen mit ca. 3.000 Mitgliedern ihr Produktionsoptimum (<a href="http://www.brain-injection.com/Studien/community-monitor-2008/Menu-ID-54.html" target="_blank">➚Skibicki/Mühlenbeck, 2008:16</a>), jedoch ist fraglich, ob dies für das jeweilige Ziel des Unternehmens und hinsichtlich des Aufwand-Nutzen-Verhältnisses hinreichend ist. Durch die Typologie ist man also in der strategischen Weichenstellung einen Schritt weiter, in der Frage, durch welches Web 2.0 Format man seine Zielgruppe erreichen kann.</p>
<p>Natürlich wären weitere Aspekte zu prüfen, etwa welchen inhaltlichen Mehrwert (Themenfeld) das online Social Network bieten kann und ob solche Angebote schon existieren. Zwar sind Mitglieder (Joiners) in Deutschland durchaus in mehreren online Social Networks aktiv, im Durchschnitt in 2,2 <a href="http://www.kooperationssysteme.de/wp-content/uploads/technischer-bericht_2008-3.pdf" target="_blank">(➚Bader et al., 2008:6</a>), doch könnte es sich dennoch als sinnvoller erweisen auf bestehenden Netzwerken präsent zu sein, statt Energie in den Aufbau eines eigenen zu investieren. Doch insgesamt würde man im diesem Beispielfall Überlegungen im Bereich online Social Network anstellen und nicht etwa über die Etablierung eines Wiki sinnieren.</p>
<p>Die vorgestellte <strong>Web 2.0 Nutzertypologie</strong> erweist sich damit als wichtiger Baustein in der <strong>Entwicklung wirkungsvoller Web 2.0 Strategien</strong>. Mit ihr lassen sich erfolgversprechende Aktivitäten ebenso einschätzen, wie das Erfolgspotential von <strong>Online Word-of-Mouth Kampagnen</strong> oder von <strong>Affiliate Programmen auf C2C-Basis</strong> (Consumer-to-Consumer).</p>
<p>Gleichwohl ist die Analyse anhand des Index <strong>nur ein Indiz</strong> für die Potentiale und Erfolgsaussichten von Aktivitäten im Social Web. Weitere Faktoren, wie die genannte absolute Zielgruppengröße, die vorliegende Problemstellung, die inhaltliche Aufladung etc. sind ebenfalls zu berücksichtigen.<br />
Für die Typologie ergibt sich jeweils ein individueller Aufwand in der Marktforschung. Wie dieser Beitrag zeigt, ein Aufwand, der sich lohnt.</p>
<p><span style="color: #ffffff;">__</span></p>
<h1>Serie: Soziologie und Typologien der Web 2.0-Nutzer im Überblick</h1>
<p><sub><strong>→</strong> <a title="Ullrich, Thomas W. (2010): Kenntnis der Web 2.0 Phänomene hilft zwar, nützt aber nichts für Marketing und Public Relations (Serie: Soziologie und Typologien der Web 2.0 Nutzer - Teil 1 von 7). Webosoph.de" href="http://www.webosoph.de/2010/04/17/kenntnis-der-web-2-0-phanomene-hilft-zwar-nutzt-aber-nichts-fur-marketing-und-public-relations-%e2%80%93-serie-soziologie-und-typologien-der-web-2-0-nutzer-teil-1-von-7/">Kenntnis der Web 2.0-Phänomene hilft zwar, nützt aber nichts für Marketing und Public Relations (Teil 1 von 7)</a></sub><br />
<sub><strong>→</strong> <a title="Ullrich, Thomas W. (2010): Das Social Web lebt von einer Minderheit – Serie: Soziologie und Typologien der Web 2.0-Nutzer (Teil 2 von 7). Webosoph.de" href="http://www.webosoph.de/2010/05/02/das-social-web-lebt-von-einer-minderheit-%e2%80%93-serie-soziologie-und-typologien-der-web-2-0-nutzer-teil-2-von-7/">Das Social Web lebt von einer Minderheit  (Teil 2 von 7)</a></sub><br />
<sub><strong>→</strong> <a href="http://www.webosoph.de/2010/09/10/wer-bloggt-ist-nicht-unbedingt-in-online-social-networks-aktiv-%e2%80%93-serie-soziologie-und-typologien-der-web-2-0-nutzer-teil-3-von-7/">Nutzertypen im Web 2.0: Wer bloggt ist nicht unbedingt in online Social Networks aktiv (Teil 3 von 7)</a></sub><br />
<sub><strong>→</strong> Ausgewählte Onliner-Typologien (Teil 4 von 7)</sub><br />
<sub><strong>→</strong> Methode und Datenquellen der Typologie-Entwicklung ( Teil 5 von 7)</sub><br />
<sub><strong>→</strong> Psychologische Motive der Internetnutzung (Teil 6 von 7)</sub><br />
<sub><strong>→</strong> Soziologie und Typologien der Web 2.0-Nutzer – Zusammenfassung und Ergänzungen (Teil 7 von 7)</sub></p>
<h1>Quellenverzeichnis</h1>
<p><sup><strong>Bader</strong>, Johannes/Heck, Sascha/Pflaum, Bennet/Schröder, Ronny/Werner, Tobias/Westhauser, Bastian/Koch, Michael/Richter, Alexander (<strong>2008</strong>): Ergebnisse des Studienprojektes: Der Einsatz von Social Networking Services im Unternehmenskontext. München: Universität der Bundeswehr/Fakultät für Informatik<br />
URL: <a href="http://www.kooperationssysteme.de/wp-content/uploads/technischer-bericht_2008-3.pdf" target="_blank">➚http://www.kooperationssysteme.de/wp-content/uploads/technischer-bericht_2008-3.pdf</a> [Stand: 09-SEP-2010] </sup></p>
<p><sup><strong>Gerhards</strong>, Maria/<strong>Klingler</strong>, Walter/<strong>Trump</strong>, Thilo (<strong>2008</strong>): Das Social Web aus Rezipientensicht: Motivation, Nutzung und Nutzertypen. In: Zerfaß, Ansgar/Welker, Martin/Schmidt, Jan (Hrsg.) (2008): Kommunikation, Partizipation und Wirkungen im Social Web. S.129-148. Köln: Herbert von Halem<br />
<a href="http://www.amazon.de/gp/redirect.html?ie=UTF8&amp;location=http%3A%2F%2Fwww.amazon.de%2FKommunikation-Partizipation-Wirkungen-Social-Web%2Fdp%2F3938258667&amp;site-redirect=de&amp;tag=webosoph-21&amp;linkCode=ur2&amp;camp=1638&amp;creative=6742" target="_blank">➚Bei Amazon bestellen</a><br />
vgl. auch: Gerhards, Maria/Klingler, Walter/Trump, Thilo (2007): „Web 2.0“. Begriffsdefinition und eine Analyse der Auswirkungen auf das allgemeine Mediennutzungsverhalten. Köln: result GmbH<br />
URL: <a href="http://www.result.de/wp-content/uploads/2009/10/web-2.0-studie_result_swr_februar_2007.pdf" target="_blank">➚http://www.result.de/wp-content/uploads/2009/10/web-2.0-studie_result_swr_februar_2007.pdf</a> [Stand: 09-SEP-2010]</sup></p>
<p><sup><strong>Li</strong>, Charlene/<strong>Bernoff</strong>, Josh (<strong>2008</strong>): Groundswell. Winning in a world transformed by social technologies. Boston/Massachusetts: Harvard Business School Publishing.<br />
<a href="http://www.amazon.de/gp/redirect.html?ie=UTF8&amp;location=http%3A%2F%2Fwww.amazon.de%2FGroundswell-Winning-Transformed-Social-Technologies%2Fdp%2F1422125009%3Fie%3DUTF8%26s%3Dbooks-intl-de%26qid%3D1284031816%26sr%3D8-1&amp;site-redirect=de&amp;tag=denkhallecons-21&amp;linkCode=ur2&amp;camp=1638&amp;creative=6742" target="_blank">➚Bestellen bei Amazon</a><br />
Website zum Buch: <a href="http://www.forrester.com/groundswell/book.html" target="_blank">➚http://www.forrester.com/groundswell/book.html</a></sup></p>
<p><sup><strong>Skibicki</strong>, Klemens/<strong>Mühlenbeck</strong>, Frank (<strong>2008</strong>): Community‐Monitor 2008. Köln: Brain Injection/Cologne Business School<br />
URL: <a href="http://www.brain-injection.com/Studien/community-monitor-2008/Menu-ID-54.html" target="_blank">➚http://www.brain-injection.com/Studien/community-monitor-2008/Menu-ID-54.html</a> [Stand: 09-SEP-2010]</sup></p>
<hr /><small>Copyright &copy; 2008<br /> This feed is for personal, non-commercial use only. <br /> The use of this feed on other websites breaches copyright. If this content is not in your news reader, it makes the page you are viewing an infringement of the copyright. (Digital Fingerprint:<br /> )</small>
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	<li><a rel="nofollow"  target="_blank" href="http://www.mister-wong.de/addurl/?bm_url=http%3A%2F%2Fwww.webosoph.de%2F2010%2F09%2F10%2Fwer-bloggt-ist-nicht-unbedingt-in-online-social-networks-aktiv-%25e2%2580%2593-serie-soziologie-und-typologien-der-web-2-0-nutzer-teil-3-von-7%2F&amp;bm_description=Wer%20bloggt%20ist%20nicht%20unbedingt%20in%20online%20Social%20Networks%20aktiv%20%E2%80%93%20Serie%3A%20Soziologie%20und%20Typologien%20der%20Web%202.0-Nutzer%20%28Teil%203%20von%207%29&amp;plugin=soc" title="MisterWong.DE"><img src="http://www.webosoph.de/wp-content/plugins/sociable/images/misterwong.png" title="MisterWong.DE" alt="MisterWong.DE" class="sociable-hovers" /></a></li>
	<li><a rel="nofollow"  target="_blank" href="http://www.webnews.de/einstellen?url=http%3A%2F%2Fwww.webosoph.de%2F2010%2F09%2F10%2Fwer-bloggt-ist-nicht-unbedingt-in-online-social-networks-aktiv-%25e2%2580%2593-serie-soziologie-und-typologien-der-web-2-0-nutzer-teil-3-von-7%2F&amp;title=Wer%20bloggt%20ist%20nicht%20unbedingt%20in%20online%20Social%20Networks%20aktiv%20%E2%80%93%20Serie%3A%20Soziologie%20und%20Typologien%20der%20Web%202.0-Nutzer%20%28Teil%203%20von%207%29" title="Webnews.de"><img src="http://www.webosoph.de/wp-content/plugins/sociable/images/webnews.png" title="Webnews.de" alt="Webnews.de" class="sociable-hovers" /></a></li>
	<li><a rel="nofollow"  target="_blank" href="http://blogmarks.net/my/new.php?mini=1&amp;simple=1&amp;url=http%3A%2F%2Fwww.webosoph.de%2F2010%2F09%2F10%2Fwer-bloggt-ist-nicht-unbedingt-in-online-social-networks-aktiv-%25e2%2580%2593-serie-soziologie-und-typologien-der-web-2-0-nutzer-teil-3-von-7%2F&amp;title=Wer%20bloggt%20ist%20nicht%20unbedingt%20in%20online%20Social%20Networks%20aktiv%20%E2%80%93%20Serie%3A%20Soziologie%20und%20Typologien%20der%20Web%202.0-Nutzer%20%28Teil%203%20von%207%29" title="blogmarks"><img src="http://www.webosoph.de/wp-content/plugins/sociable/images/blogmarks.png" title="blogmarks" alt="blogmarks" class="sociable-hovers" /></a></li>
	<li><a rel="nofollow"  target="_blank" href="http://www.blogospherenews.com/submit.php?url=http%3A%2F%2Fwww.webosoph.de%2F2010%2F09%2F10%2Fwer-bloggt-ist-nicht-unbedingt-in-online-social-networks-aktiv-%25e2%2580%2593-serie-soziologie-und-typologien-der-web-2-0-nutzer-teil-3-von-7%2F&amp;title=Wer%20bloggt%20ist%20nicht%20unbedingt%20in%20online%20Social%20Networks%20aktiv%20%E2%80%93%20Serie%3A%20Soziologie%20und%20Typologien%20der%20Web%202.0-Nutzer%20%28Teil%203%20von%207%29" title="Blogosphere News"><img src="http://www.webosoph.de/wp-content/plugins/sociable/images/blogospherenews.png" title="Blogosphere News" alt="Blogosphere News" class="sociable-hovers" /></a></li>
	<li><a rel="nofollow"  target="_blank" href="http://www.myspace.com/Modules/PostTo/Pages/?u=http%3A%2F%2Fwww.webosoph.de%2F2010%2F09%2F10%2Fwer-bloggt-ist-nicht-unbedingt-in-online-social-networks-aktiv-%25e2%2580%2593-serie-soziologie-und-typologien-der-web-2-0-nutzer-teil-3-von-7%2F&amp;t=Wer%20bloggt%20ist%20nicht%20unbedingt%20in%20online%20Social%20Networks%20aktiv%20%E2%80%93%20Serie%3A%20Soziologie%20und%20Typologien%20der%20Web%202.0-Nutzer%20%28Teil%203%20von%207%29" title="MySpace"><img src="http://www.webosoph.de/wp-content/plugins/sociable/images/myspace.png" title="MySpace" alt="MySpace" class="sociable-hovers" /></a></li>
	<li><a rel="nofollow"  target="_blank" href="http://ping.fm/ref/?link=http%3A%2F%2Fwww.webosoph.de%2F2010%2F09%2F10%2Fwer-bloggt-ist-nicht-unbedingt-in-online-social-networks-aktiv-%25e2%2580%2593-serie-soziologie-und-typologien-der-web-2-0-nutzer-teil-3-von-7%2F&amp;title=Wer%20bloggt%20ist%20nicht%20unbedingt%20in%20online%20Social%20Networks%20aktiv%20%E2%80%93%20Serie%3A%20Soziologie%20und%20Typologien%20der%20Web%202.0-Nutzer%20%28Teil%203%20von%207%29&amp;body=Internetnutzer%20unterscheiden%20sich%20nicht%20nur%20in%20dem%20Ausma%C3%9F%20ihrer%20Aktivit%C3%A4t%20%E2%80%93%20sie%20nutzen%20das%20Social%20Web%20auch%20auf%20unterschiedliche%20Weise%3A%20So%20haben%2057%20Prozent%20der%20Blogger%20kein%20Profil%20auf%20einem%20online%20Social%20Network%20%28%E2%9E%9AVerbraucheranalyse%2C%202009%20III%29.%0D" title="Ping.fm"><img src="http://www.webosoph.de/wp-content/plugins/sociable/images/ping.png" title="Ping.fm" alt="Ping.fm" class="sociable-hovers" /></a></li>
	<li><a rel="nofollow"  target="_blank" href="http://technorati.com/faves?add=http%3A%2F%2Fwww.webosoph.de%2F2010%2F09%2F10%2Fwer-bloggt-ist-nicht-unbedingt-in-online-social-networks-aktiv-%25e2%2580%2593-serie-soziologie-und-typologien-der-web-2-0-nutzer-teil-3-von-7%2F" title="Technorati"><img src="http://www.webosoph.de/wp-content/plugins/sociable/images/technorati.png" title="Technorati" alt="Technorati" class="sociable-hovers" /></a></li>
	<li><a rel="nofollow"  target="_blank" href="http://yigg.de/neu?exturl=http%3A%2F%2Fwww.webosoph.de%2F2010%2F09%2F10%2Fwer-bloggt-ist-nicht-unbedingt-in-online-social-networks-aktiv-%25e2%2580%2593-serie-soziologie-und-typologien-der-web-2-0-nutzer-teil-3-von-7%2F&amp;exttitle=Wer%20bloggt%20ist%20nicht%20unbedingt%20in%20online%20Social%20Networks%20aktiv%20%E2%80%93%20Serie%3A%20Soziologie%20und%20Typologien%20der%20Web%202.0-Nutzer%20%28Teil%203%20von%207%29" title="Yigg"><img src="http://www.webosoph.de/wp-content/plugins/sociable/images/yiggit.png" title="Yigg" alt="Yigg" class="sociable-hovers" /></a></li>
	<li class="sociablelast"><a rel="nofollow"  target="_blank" href="mailto:?subject=Wer%20bloggt%20ist%20nicht%20unbedingt%20in%20online%20Social%20Networks%20aktiv%20%E2%80%93%20Serie%3A%20Soziologie%20und%20Typologien%20der%20Web%202.0-Nutzer%20%28Teil%203%20von%207%29&amp;body=http%3A%2F%2Fwww.webosoph.de%2F2010%2F09%2F10%2Fwer-bloggt-ist-nicht-unbedingt-in-online-social-networks-aktiv-%25e2%2580%2593-serie-soziologie-und-typologien-der-web-2-0-nutzer-teil-3-von-7%2F" title="email"><img src="http://www.webosoph.de/wp-content/plugins/sociable/images/email_link.png" title="email" alt="email" class="sociable-hovers" /></a></li>
</ul>
</div>
]]></content:encoded>
			<wfw:commentRss>http://www.webosoph.de/2010/09/10/wer-bloggt-ist-nicht-unbedingt-in-online-social-networks-aktiv-%e2%80%93-serie-soziologie-und-typologien-der-web-2-0-nutzer-teil-3-von-7/feed/</wfw:commentRss>
		<slash:comments>9</slash:comments>
		</item>
		<item>
		<title>Kenntnis der Web 2.0-Phänomene hilft zwar, nützt aber nichts für Marketing und Public Relations – Serie: Soziologie und Typologien der Web 2.0-Nutzer (Teil 1 von 7)</title>
		<link>http://www.webosoph.de/2010/04/17/kenntnis-der-web-2-0-phanomene-hilft-zwar-nutzt-aber-nichts-fur-marketing-und-public-relations-%e2%80%93-serie-soziologie-und-typologien-der-web-2-0-nutzer-teil-1-von-7/</link>
		<comments>http://www.webosoph.de/2010/04/17/kenntnis-der-web-2-0-phanomene-hilft-zwar-nutzt-aber-nichts-fur-marketing-und-public-relations-%e2%80%93-serie-soziologie-und-typologien-der-web-2-0-nutzer-teil-1-von-7/#comments</comments>
		<pubDate>Sat, 17 Apr 2010 18:59:25 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Thomas W. Ullrich</dc:creator>
				<category><![CDATA[Kommunikation]]></category>
		<category><![CDATA[Marketing]]></category>
		<category><![CDATA[Web 2.0]]></category>
		<category><![CDATA[Internet]]></category>
		<category><![CDATA[online Social Media]]></category>
		<category><![CDATA[social Web]]></category>
		<category><![CDATA[Soziologie]]></category>
		<category><![CDATA[Typologie]]></category>
		<category><![CDATA[Unternehmenskommunikation]]></category>
		<category><![CDATA[Wirtschaft]]></category>
		<category><![CDATA[Zielgruppenanalyse]]></category>

		<guid isPermaLink="false">http://www.webosoph.de/?p=664</guid>
		<description><![CDATA[Web 2.0-Phänomene wie Twitter und online social Networks zu kennen und diese zu verstehen, ist &#8220;in&#8221;, doch für Managemententscheidungen der Marketing-Kommunikation bzw. Public Relations allein weitgehend nutzlos. Auch künftig &#8211; und mehr denn je &#8211; ist die relevante Größe eine andere: Die Zielgruppe. Ihre Beschreibung muss um die Nutzungssoziologie von Web 2.0 bzw. online social [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<div><strong>Web 2.0-Phänomene wie Twitter und online social Networks zu kennen und diese zu verstehen, ist &#8220;in&#8221;, doch für Managemententscheidungen der Marketing-Kommunikation bzw. Public Relations allein weitgehend nutzlos. Auch künftig &#8211; und mehr denn je &#8211; ist die relevante Größe eine andere: Die Zielgruppe. Ihre Beschreibung muss um die Nutzungssoziologie von Web 2.0 bzw. online social Media erweitert werden.</strong></div>
<div><strong>     </strong></div>
<div>In der Fach- und Sachliteratur zum Web 2.0 und online social Media dominiert die <strong>phänomenologische Betrachtung</strong> von <strong>Plattformen</strong>: Im Zentrum stehen Wikipedia bzw. Wikis, Facebook bzw. online social Networks, Twitter bzw. Microblogs etc..</div>
<p>Mal dominieren dabei technische Aspekte (vgl. z. B. <a title="Kantel, Jörg (2009): Per Anhalter durch das Mitmach-Web. Heidelberg: mitp" href="http://www.amazon.de/gp/redirect.html?ie=UTF8&amp;location=http%3A%2F%2Fwww.amazon.de%2FAnhalter-durch-Mitmach-Web-Publizieren-Internet-Fernsehsender%2Fdp%2F3826617932%3Fie%3DUTF8%26s%3Dbooks%26qid%3D1271360149%26sr%3D8-2&amp;site-redirect=de&amp;tag=webosoph-21&amp;linkCode=ur2&amp;camp=1638&amp;creative=6742" target="_blank">➚Kantel, 2009</a>) und mal werden Sinnkontexte wie „Ideagoras“, „neue Alexandriner“ und „partizipative Plattformen“ konstruiert (<a title="Tapscott, Don/Williams, Anthony (2007): Wikinomics. Die Revolution im Netz. München: Hanser" href="http://www.amazon.de/gp/redirect.html?ie=UTF8&amp;location=http%3A%2F%2Fwww.amazon.de%2FWikinomics-Die-Revolution-im-Netz%2Fdp%2F3446412190%3Fie%3DUTF8%26s%3Dbooks%26qid%3D1271362123%26sr%3D1-2&amp;site-redirect=de&amp;tag=webosoph-21&amp;linkCode=ur2&amp;camp=1638&amp;creative=6742" target="_blank">➚Tapscott/Williams, 2006</a>).</p>
<p>Mit ihrem „<strong>Conversationprism</strong>“ ordnen Brian Solis und Jess Thomas vermeintlich das gesamte Web:  Die „großen Marken“ des Internets werden anhand ihrer <strong>technischen Formate</strong> (Bilder, Video, Musik, SMS, Stimme etc.) oder nach <strong>sozial-funktionalen Kategorien</strong> (kollaborieren, kommentieren, bewerten etc.) gebündelt (<a title="Solis, Brian/Thomas, Jess (2009): The Conversations Prism. The art of listening, learning and sharing. " href="http://theconversationprism.com/" target="_blank">➚Solis/Thomas, 2009</a>). Für das <strong>deutsche Web</strong> wurde das Conversationprism (siehe Abb. 1) von ethority angepasst (<a title="ethority (2010): Social Media Prisma Version 2.0." href="http://www.ethority.de/weblog/social-media-prisma/" target="_blank">➚ethority, 2010</a>).</p>
<p style="text-align: center;"><img class="aligncenter size-full wp-image-672" title="ethority_conversationprism_V2" src="http://www.webosoph.de/wp-content/uploads/2010/04/ethority_conversationprism_V21.jpg" alt="" width="442" height="440" /></p>
<p style="text-align: center;"><sub><strong>Abb. 1: Social Media Prisma V 2.0 von ethority (2010) in enger Anlehnung an Thomas/Solis (2009)<br />
[</strong><a title="ethority (2010): Social Media Prisma V 2.0 - Großbild: 1920x1200_300dpi" href="http://www.webosoph.de/photos/smprism2_1920x1200_300dpi.jpg" target="_blank"><strong>➚Großbild</strong></a><strong>]</strong></sub></p>
<p>Zwar helfen solche Beiträge, um das Internet, Web 2.0 und online social Media zu verstehen, nützen jedoch nichts für die Beantwortung aktueller Managementfragen – etwa der Marketing-Kommunikation. Der Grund: Sie haben den falschen Fokus.<br />
 </p>
<h1>Nicht online social Media sondern Zielgruppen und Anspruchsgruppen analysieren</h1>
<p>„Sind online social Networks wichtig? Und falls ja: Bauen wir als Unternehmen selbst eines oder versuchen wir auf Facebook, den VZs und XING vorzukommen?“ – Fragen wie diese sind zwar nachvollziehbar, greifen jedoch zu kurz.</p>
<p>Weit bedeutender für den Kommunikationserfolg bleibt ein genaues Verständnis der <strong>Zielgruppen</strong> (target groups) und <strong>Anspruchsgruppen </strong>(stakeholder) – nicht eine Diskussion von Hypes, Tools und Plattformen. Doch die Sach- und Ratgeberliteratur enttäuscht in diesem Punkt: In den Registern der Mehrheit der zahlreichen <a href="http://astore.amazon.de/webosoph-21" target="_blank">Web 2.0-, Interactive-, Online-Marketing- und Online-PR-Bücher</a> tauchen die Begriffe Zielgruppe oder Anspruchsgruppe nicht einmal auf.</p>
<p>Und auch die Marketing-Kommunikation vieler Unternehmen zeigt sich aktionistisch und ohne Plan. Es „jagen viele Marketers hinter jeder Technik, Taktik und Metrik hinterher, die ihnen über den Weg läuft“, um es in den Worten Geoff Ramseys, CEO von eMarketer, zu formulieren (<a title="Perspektive Mittelstand (2010): Social Media Marketing erfolgt oft ohne Plan. (Beitrag vom 15.02.2010)" href="http://www.perspektive-mittelstand.de/Web-20-Strategie-Social-Media-Marketing-erfolgt-oft-ohne-Plan/management-wissen/3216.html" target="_blank">➚perspektive mittelstand, 2010</a>). Die Konsequenz: kurzfristig ist mindestens <strong>Geldverschwendung</strong> beobachtbar und mittel bis langfristig sind zudem erhebliche <strong>Reputationsschäden</strong> zu erwarten.</p>
<p>Will ein Unternehmen im „social Web“ Erfolg haben, muss es seine Zielgruppe und seine Anspruchsgruppen ins Zentrum der Betrachtung stellen und folgende Fragen beantworten:</p>
<p><span style="color: #000000;"> </span></p>
<ol>
<blockquote>
<li>Was sind die Ziele unseres Unternehmens und was ist unsere Positionierung?</li>
<p> </p>
<li>Wer ist unsere Zielgruppe und wer sind unsere relevanten Anspruchsgruppen? Was denken diese über uns?</li>
<p> </p>
<li>Welche konkreten Ziele sowie Differenzen bzw. Probleme leiten sich daraus ab?</li>
<p> </p>
<li>In welcher Weise nutzen unsere Zielgruppen und Anspruchsgruppen bereits heute die Möglichkeiten des Web 2.0?</li>
<p> </p>
<li>Welchen kurz-, mittel- und langfristig abverkaufsfördernden Mehrwert können wir unserer Zielgruppe unter diesen Voraussetzungen über das Internet/Web 2.0 bieten?</li>
<p> </p>
<li>Welche Mehrwerte können wir unseren relevanten Anspruchsgruppen bieten? Zu welchem Zweck?</li>
<p> </p>
<li>Welche Anforderungen und Konsequenzen ergeben sich daraus für uns, d. h. für unser Geschäftsmodell, für unsere Organisation, für unsere Unternehmenskultur und für unsere klassische Kommunikation?</li>
<p> </p>
<li>Wie und in welchen zeitlichen Abständen kontrollieren wir den Erfolg dieser Maßnahmen?<br />
 </li>
<p>u. s. w.</p></blockquote>
</ol>
<p> <br />
Um diese Überlegungen zu unterstützen, werden in den folgenden Teilen dieser Serie <strong>soziologische</strong> und <strong>psychologische Aspekte</strong> zum <strong>Online-Verhalten</strong> von Menschen sowie ausgewählte <strong>Nutzertypologien</strong> vorgestellt und <strong>Handlungsempfehlungen </strong>für die Entwicklung von Web 2.0/online social Media-Projekten abgeleitet.</p>
<p><span style="color: #000000;">   </span></p>
<h1>Serie: Soziologie und Typologien der Web 2.0-Nutzer im Überblick</h1>
<p><sub><strong>→</strong> <a title="Ullrich, Thomas W. (2010): Kenntnis der Web 2.0 Phänomene hilft zwar, nützt aber nichts für Marketing und Public Relations (Serie: Soziologie und Typologien der Web 2.0 Nutzer - Teil 1 von 7). Webosoph.de" href="http://www.webosoph.de/2010/04/17/kenntnis-der-web-2-0-phanomene-hilft-zwar-nutzt-aber-nichts-fur-marketing-und-public-relations-%e2%80%93-serie-soziologie-und-typologien-der-web-2-0-nutzer-teil-1-von-7/">Kenntnis der Web 2.0-Phänomene hilft zwar, nützt aber nichts für Marketing und Public Relations (Teil 1 von 7)</a></sub><br />
<sub><strong>→</strong> <a title="Ullrich, Thomas W. (2010): Das Social Web lebt von einer Minderheit – Serie: Soziologie und Typologien der Web 2.0-Nutzer (Teil 2 von 7). Webosoph.de" href="http://www.webosoph.de/2010/05/02/das-social-web-lebt-von-einer-minderheit-%e2%80%93-serie-soziologie-und-typologien-der-web-2-0-nutzer-teil-2-von-7/">Das Social Web lebt von einer Minderheit  (Teil 2 von 7)</a></sub><br />
<sub><strong>→</strong> <a href="http://www.webosoph.de/2010/09/10/wer-bloggt-ist-nicht-unbedingt-in-online-social-networks-aktiv-%e2%80%93-serie-soziologie-und-typologien-der-web-2-0-nutzer-teil-3-von-7/">Nutzertypen im Web 2.0: Wer bloggt ist nicht unbedingt in online Social Networks aktiv (Teil 3 von 7)</a></sub><br />
<sub><strong>→</strong> Ausgewählte Onliner-Typologien (Teil 4 von 7)</sub><br />
<sub><strong>→</strong> Methode und Datenquellen der Typologie-Entwicklung ( Teil 5 von 7)</sub><br />
<sub><strong>→</strong> Psychologische Motive der Internetnutzung (Teil 6 von 7)</sub><br />
<sub><strong>→</strong> Soziologie und Typologien der Web 2.0-Nutzer – Zusammenfassung und Ergänzungen (Teil 7 von 7)</sub></p>
<p><span style="color: #000000;"> </span></p>
<h1>Quellenverzeichnis</h1>
<p><sub><strong>ethority</strong> (<strong>2010</strong>): Social Media Prisma – Version 2.0.<br />
URL: <a href="http://www.ethority.de/weblog/social-media-prisma/">➚http://www.ethority.de/weblog/social-media-prisma</a> [Stand: 04-MAR-2010]</sub></p>
<p><sub><strong>Kantel</strong>, Jörg (<strong>2009</strong>): Per Anhalter durch das Mitmach-Web. Heidelberg : mitp <a title="Kantel, Jörg (2009): Per Anhalter durch das Mitmach-Web. Heidelberg : mitp   bei Amazon bestellen" href="http://www.amazon.de/gp/redirect.html?ie=UTF8&amp;location=http%3A%2F%2Fwww.amazon.de%2FAnhalter-durch-Mitmach-Web-Publizieren-Internet-Fernsehsender%2Fdp%2F3826617932%3Fie%3DUTF8%26s%3Dbooks%26qid%3D1271360149%26sr%3D8-2&amp;site-redirect=de&amp;tag=webosoph-21&amp;linkCode=ur2&amp;camp=1638&amp;creative=6742" target="_blank">➚Bei Amazon bestellen</a></sub></p>
<p><sub><strong>Perspektive Mittelstand</strong> (<strong>2010</strong>): Social Media Marketing erfolgt oft ohne Plan. (Beitrag vom 15.02.2010)<br />
URL: <a href="http://www.perspektive-mittelstand.de/Web-20-Strategie-Social-Media-Marketing-erfolgt-oft-ohne-Plan/management-wissen/3216.html">➚http://www.perspektive-mittelstand.de/Web-20-Strategie-Social-Media-Marketing-erfolgt-oft-ohne-Plan/management-wissen/3216.html</a> [Stand: 16-APR-2010]</sub></p>
<p><sub><strong>Tapscott</strong>, Don/<strong>Williams</strong>, Anthony (<strong>2007</strong>): Wikinomics. Die Revolution im Netz. München: Hanser <a title="Tapscott, Don/Williams, Anthony (2007): Wikinomics. Die Revolution im Netz. München: Hanser   bei Amazon bestellen" href="http://www.amazon.de/gp/redirect.html?ie=UTF8&amp;location=http%3A%2F%2Fwww.amazon.de%2FWikinomics-Die-Revolution-im-Netz%2Fdp%2F3446412190%3Fie%3DUTF8%26s%3Dbooks%26qid%3D1271362123%26sr%3D1-2&amp;site-redirect=de&amp;tag=webosoph-21&amp;linkCode=ur2&amp;camp=1638&amp;creative=6742" target="_blank">➚Bei Amazon bestellen</a></sub></p>
<p><sub><strong>Solis</strong>, Brian/<strong>Thomas</strong>, Jess (<strong>2009</strong>): The Conversations Prism. The art of listening, learning and sharing.<br />
URL: <a href="http://theconversationprism.com/" target="_blank">➚http://theconversationprism.com</a> [Stand: 04-MAR-2010]</sub></p>
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	<li><a rel="nofollow"  target="_blank" href="http://technorati.com/faves?add=http%3A%2F%2Fwww.webosoph.de%2F2010%2F04%2F17%2Fkenntnis-der-web-2-0-phanomene-hilft-zwar-nutzt-aber-nichts-fur-marketing-und-public-relations-%25e2%2580%2593-serie-soziologie-und-typologien-der-web-2-0-nutzer-teil-1-von-7%2F" title="Technorati"><img src="http://www.webosoph.de/wp-content/plugins/sociable/images/technorati.png" title="Technorati" alt="Technorati" class="sociable-hovers" /></a></li>
	<li><a rel="nofollow"  target="_blank" href="http://yigg.de/neu?exturl=http%3A%2F%2Fwww.webosoph.de%2F2010%2F04%2F17%2Fkenntnis-der-web-2-0-phanomene-hilft-zwar-nutzt-aber-nichts-fur-marketing-und-public-relations-%25e2%2580%2593-serie-soziologie-und-typologien-der-web-2-0-nutzer-teil-1-von-7%2F&amp;exttitle=Kenntnis%20der%20Web%202.0-Ph%C3%A4nomene%20hilft%20zwar%2C%20n%C3%BCtzt%20aber%20nichts%20f%C3%BCr%20Marketing%20und%20Public%20Relations%20%E2%80%93%20Serie%3A%20Soziologie%20und%20Typologien%20der%20Web%202.0-Nutzer%20%28Teil%201%20von%207%29" title="Yigg"><img src="http://www.webosoph.de/wp-content/plugins/sociable/images/yiggit.png" title="Yigg" alt="Yigg" class="sociable-hovers" /></a></li>
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</ul>
</div>
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		</item>
		<item>
		<title>Paradigmenwechsel der Unternehmenskommunikation – Marketing, Public Relations, Web 2.0 oder Leistungsversprechen, Vertrauensbildung, Authentizität</title>
		<link>http://www.webosoph.de/2010/01/30/paradigmenwechsel-der-unternehmenskommunikation-%e2%80%93-marketing-public-relations-web-2-0-oder-leistungsversprechen-vertrauensbildung-authentizitaet/</link>
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		<pubDate>Fri, 29 Jan 2010 22:36:30 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Thomas W. Ullrich</dc:creator>
				<category><![CDATA[Kommunikation]]></category>
		<category><![CDATA[Marketing]]></category>
		<category><![CDATA[Unternehmen]]></category>
		<category><![CDATA[Web 2.0]]></category>
		<category><![CDATA[Authentizität]]></category>
		<category><![CDATA[Interruption]]></category>
		<category><![CDATA[Kontrolle]]></category>
		<category><![CDATA[Leistungsversprechen]]></category>
		<category><![CDATA[Paradigma]]></category>
		<category><![CDATA[Public Relations]]></category>
		<category><![CDATA[Unternehmenskommunikation]]></category>
		<category><![CDATA[Vertrauensbildung]]></category>

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		<description><![CDATA[Auf mehrfachen Wunsch stelle ich folgend meine Darstellung zum Paradigmenwechsel der Unternehmenskommunikation von Marketing, Public Relations und Web 2.0 dar, die ich seit Mitte 2008 in Vorträgen und Workshops diskutiere. Verdichtet als Schaubild, zeigen sich die Paradigmen wie folgt:     Abb.1: Darstellung zum Paradigmenwechsel der Unternehmenskommunikation   Die Ära des Marketings: Leistungsversprechen („believe and buy“) In der Ära [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p><strong>Auf mehrfachen Wunsch stelle ich folgend meine Darstellung zum Paradigmenwechsel der Unternehmenskommunikation von Marketing, Public Relations und Web 2.0 dar, die ich seit Mitte 2008 in Vorträgen und Workshops diskutiere. </strong></p>
<p><strong>Verdichtet als Schaubild, zeigen sich die Paradigmen wie folgt:</strong></p>
<p><strong> </strong></p>
<p><strong><a href="http://www.webosoph.de/wp-content/uploads/2010/01/Paradigmen.jpg"></a><img class="aligncenter size-full wp-image-525" title="Paradigmen" src="http://www.webosoph.de/wp-content/uploads/2010/01/Paradigmen.jpg" alt="" width="589" height="247" />  <sup>Abb.1: Darstellung zum Paradigmenwechsel der Unternehmenskommunikation</sup><br />
  </strong></p>
<h2>Die Ära des Marketings: Leistungsversprechen („<em>believe and buy</em>“)</h2>
<p>In der Ära des Marketings gibt es <strong>Anbieter</strong> und <strong>Käufer</strong>. Kommunikation ist eine <strong>Einbahnstrasse</strong> – vom Anbieter zum Kunden (asymmetrisch, „one way“). Das <strong>Leistungsversprechen</strong> bildet das zentrale Paradigma: Die Kunden müssen den Aussagen der Anbieter mehr oder weniger glauben („<strong>believe and buy</strong>“).</p>
<p>Die Methode des Marketings ist dabei im Wesentlichen durch <strong>drei Charakteristika</strong> beschreibbar:<br />
  </p>
<ol>
<li>
<div style="padding-left: 30px;"><strong>selektive Information</strong>: Allein die Vorzüge der Produkte werden dargestellt und hübsch in Szene gesetzt.  </div>
</li>
<li>
<div style="padding-left: 30px;"><strong>Interruption </strong>(Störung): Potentielle Käufer werden bei jeder Gelegenheit gestört und Kaufbotschaften exponiert: Werbespots unterbrechen Sendungen in Radio und TV, Anzeigen unterbrechen das Lesen interessanter Beiträge und Plakate begleiten nicht nur Spaziergänge sondern verfolgen den potentiellen Käufer bis in die Pissoirs, um die Erledigung des privatesten aller Geschäfte mit Werbebotschaften zu stören. Im Internet schieben sich Banner zwischen Inhalte oder verdecken diese als „Layer“.&#8217;</div>
</li>
<li>
<div style="padding-left: 30px;"><strong>Kontrolle</strong>: Der Marketer ist überzeugt, er bestimme, was die Menschen über seine Marke denken, wie sie sich fühlen und welche von ihm geweckten Bedürfnisse durch seine Marke gestillt werden. Er glaubt, das Image von Produkten und Unternehmen könne weitgehend von der Realität im Unternehmen und der Praxis des unternehmerischen Handelns gelöst werden, da abgesehen von dem engen<br />
Familien- und Freundeskreis der Angestellten kaum jemand etwas aus dem „Inneren“ des Unternehmens oder über mögliche Nachteile von Produkten erführe.<br />
 </div>
</li>
</ol>
<p>Nach dieser Methode arbeitet Marketing unabhängig davon wie man es nennt – ob <strong>Werbung</strong> (ahd. <em>hwerban</em> – durch bemühen bekommen), <strong>Reklame</strong> (frz. <em>réclame</em> – zurückrufen, ins-Gedächtnis-rufen), <strong>Absatzwirtschaft</strong> oder seit 1561 dann auch <strong>Marketing</strong> (vgl. <a href="http://www.luc.edu/jmm/pdfs/12shaw1995thefirstdialogue.pdf" target="_blank">➚ Shaw, 1995: 16</a>). Schon im Altertum verfahren Marktschreier und Herolde bei der Anpreisung von Produkten und Dienstleistungen mit selektiver Information, Interruption und Kontrolle, später, ab der Mitte des 15. Jahrhunderts Plakate und Flugblätter, ab etwa 1660 auch Anzeigen in Büchern und so weiter.<br />
 </p>
<h2>Die Ära der Public Relations: Vertrauensbildung („<em>trust the expert/third party</em>“)</h2>
<p>Obwohl <strong>erste Zeitungen</strong> in Deutschland um <strong>1600</strong> erscheinen, entsteht der <strong>redaktionelle Journalismus</strong>, den wir heute kennen, erst nach <strong>Aufhebung der Zensur</strong> im Jahre <strong>1848</strong>. Fortan wählen Redakteure Nachrichten aus, prüfen, ergänzen, kürzen und stellen diese nach eigenem Ermessen dar.</p>
<p>Redakteure agieren in der Regel nach <strong>ethischen</strong> und <strong>professionellen Grundsätzen</strong> und, in der Tradition der Aufklärung, als <strong>Anwalt des Schwächeren</strong>, der <strong>Wahrheit</strong> und der <strong>Gerechtigkeit</strong>. (vgl. Adelung, 1793; Brockhaus, 1809; <a href="http://www.amazon.de/gp/product/3825223566?ie=UTF8&amp;tag=webosoph-21&amp;linkCode=as2&amp;camp=1638&amp;creative=6742&amp;creativeASIN=3825223566" target="_blank">➚ Pürer, Raabe, 2002</a>)</p>
<p><strong>Der Redakteur beeinflusst die Meinung der Öffentlichkeit, die er durch sein Medium schafft.</strong> Den Marketingaussagen der Unternehmen steht also die Meinung eines Dritten, des Redakteurs, gegenüber – mit hoher Reichweite und damit mit kommunikativer Macht.</p>
<p>Für <strong>Unternehmen</strong> ergeben sich aus dieser Entwicklung <strong>zwei Zielsetzungen</strong>:</p>
<ol>
<li>
<div style="padding-left: 30px;">Das Verhindern einer Verbreitung negativer Meinungen oder kritischer Kommentare zum Unternehmen/Produkt über die Massenmedien  und</div>
</li>
<li>
<div style="padding-left: 30px;">die Verbreitung der eigenen (Marketing)Botschaften über die Massenmedien unter Aufwertung der Glaubwürdigkeit dieser Botschaften durch die Rolle des „neutralen“ Redakteurs. </div>
</li>
</ol>
<p>Die Verfolgung dieser Ziele wird begrifflich seit 1776 im weiteren Sinne mit <strong>Public Relations</strong> (PR, Öffentlichkeitsarbeit) bezeichnet (vgl. <a href="http://www.amazon.de/gp/product/3825222772?ie=UTF8&amp;tag=webosoph-21&amp;linkCode=as2&amp;camp=1638&amp;creative=6742&amp;creativeASIN=3825222772" target="_blank">➚ Kunczik, 2002: 18</a>) und basiert auf dem Paradigma der <strong>Vertrauensbildung </strong>gegenüber den (relevanten) Redakteuren und anderen, sich in den Massenmedien exponierenden Meinungsbildnern:</p>
<ol>
<li>
<div style="padding-left: 30px;"><strong>Vertrauensbildung</strong>: Aufbau einer Vertrauensbeziehung zu den zielgruppenrelevanten Multiplikatoren – oft zunächst Journalisten, aber auch Third Parties („neutrale“, vertrauenswürdige Dritte).</div>
</li>
<li>
<div style="padding-left: 30px;"><strong>Interessen bedienen</strong>: Statt die Menschen zu stören (Interruption), wird im Mantel der Mehrwertinformation versucht, (Werbe)Botschaften an die relevanten Anspruchsgruppen in einer für diese interessanten, redaktionellen Form zu übermitteln.</div>
</li>
<li>
<div style="padding-left: 30px;"><strong>Selektive Information</strong>: Allein die Vorzüge der Produkte werden dargestellt und hübsch in Szene gesetzt.</div>
</li>
<li>
<div style="padding-left: 30px;"><strong>Kontrolle</strong>: PR will ein bestimmtes Image eines Unternehmens transportieren. Da sich die Meinung Dritter nicht immer vorgeben lässt, wird versucht, <strong>Definitionshoheit</strong> zu gewinnen und den <strong>Interpretationsrahmen</strong> festzulegen – meist unter Nutzung eristischer Kunstgriffe.<br />
 </div>
</li>
</ol>
<p>Hierfür richten Staat und Unternehmen eigene Büros ein: 1848 entsteht das Ministerialzeitungsbüro für staatliche Öffentlichkeitsarbeit, 1851 das Krupp&#8217;sche Pressebüro, 1894 Presseoffiziere bei der deutschen Kriegsmarine und seit 1898 „Nachrichtenbüros“ bei Bahlsen, AEG, Henkel und Siemens usw.. (vgl. <a href="http://www.virtualuniversity.ch/management/marketing/14.html" target="_blank">➚ Virtual University</a>, o. J.)</p>
<p>Ab 1929 übernehmen erste amerikanische Werbeagenturen (u. a. Ivy Ledbetter Lee) in Deutschland das Geschäft der Verbreitung von Unternehmensinformationen. (<a href="http://www.grin.com/e-book/71408/struktur-der-pr-agenturlandschaft-in-deutschland" target="_blank">➚ Deck, 2004</a>)<br />
 </p>
<h2>Die Ära des Web 2.0: Authentizität („<em>be part and trust your friends</em>“)</h2>
<p>Seit Mitte der 1990er Jahre beginnt mit den ersten <strong>Blogs </strong>der Siegeszug des Web 2.0, das dem gesetzlich verbrieften Recht der <strong>Meinungsfreiheit</strong> (<a href="http://dejure.org/gesetze/GG/5.html" target="_blank">➚GG Art. 5</a>) nun auch nahezu jedermann die <strong>Möglichkeit der</strong> öffentlichen <strong>Meinungsäußerung</strong> eröffnet: Ohne, dass es großer (Medien)Unternehmen bedarf, ist der Nutzer des Internets nicht nur Konsument der im WWW dargebotenen Informationen, er ist zunehmend auch Produzent der Inhalte.</p>
<p>Damit stehen den in Deutschland etwa <strong>0,048 Mio. professionellen Redakteuren</strong><br />
(<a href="http://www.amazon.de/gp/product/389669586X?ie=UTF8&amp;tag=webosoph-21&amp;linkCode=as2&amp;camp=1638&amp;creative=6742&amp;creativeASIN=389669586X" target="_blank">➚ Weischenberg et al., 2006</a>) etwa <strong>44,38 Mio. </strong>potentielle <strong>deutsche Hobbyredakteure</strong><br />
(<a href="http://www.agof.de/berichtsband-if2009-iii.download.238990b2ed3c14975f6e76aa22bb2075.pdf" target="_blank">➚ AGOF, 2009</a>) gegenüber, die nicht nur publizieren, sondern auch untereinander in regem Dialog stehen.</p>
<p>Statt des von wenigen professionellen Redakteuren betriebenen <strong>Agenda-Settings</strong> (Themensetzung), wählt nun der Einzelne seine Themen selbst, publiziert und dialogisiert sie öffentlich – ungefiltert und frei von redaktioneller Professionalität und journalistischem Ethos. Damit entsteht eine Diversifikation bzw. Fragmentierung der etablierten medialen Öffentlichkeiten.</p>
<p>Damit werden auch Äußerungen über „Interna“ des Unternehmens, bei dem der im Web Publizierende angestellt ist bzw. der Organisation, der er angehört prinzipiell jedem Mitglied der Online-Gemeinde zugänglich. Zu Ende gedacht wird so zum Prinzip, was Kommunikatoren seit langem beschwören: <strong>Intern ist gleich extern</strong>. In der Konsequenz bestimmt das Paradigma der <strong>Authentizität </strong>die Ära des Web 2.0:</p>
<ol>
<li>
<div style="padding-left: 30px;"><strong>Echtheit:</strong> Die Kommunikation eines Unternehmens muss der Realität des Unternehmens bzw. die Unternehmensrealität dem kommunikativ gewollten Image entsprechen. Jede Abweichung von Leistungsversprechen und Leistungserleben wird via Web 2.0 öffentlich, verschlechtert die Reputation und senkt Umsatz und Attraktivität für Kunden und Mitarbeiter.</div>
</li>
<li>
<div style="padding-left: 30px;"><strong>Kollaboration: </strong>Kunden, die<strong> </strong>über das Web 2.0 vernetzt sind, wissen letztlich mehr über ein Produkt, als das Unternehmen, das das Produkt herstellt. Damit hat ein Unternehmen die Kontrolle über die Wahrnehmung seines Produktes an seine Kunden verloren. Bestenfalls hat es in einem Dialog auf Augenhöhe Anteil an der Wahrnehmungsbildung.</div>
</li>
<li>
<div style="padding-left: 30px;"><strong>Erlebbarkeit:</strong> In der post-anonymen Phase des Web 2.0 kann und will sich der Kunde vernetzen – bevorzugt mit echten Menschen, statt mit anonymen Marken. Mitarbeiter, CEO etc. sind also gefordert, das Unternehmen ganz persönlich erlebbar zu machen, indem sie sich selbst erleben lassen.</div>
</li>
</ol>
<p>  </p>
<h2>Paradigmen-Parallelität – nicht „entweder oder“ sondern „sowohl als auch“</h2>
<p>Als <strong>Fazit</strong> ist unübersehbar: Die Methoden des Marketings funktionieren nicht im Paradigma der PR und im Paradigma des Web 2.0 funktionieren weder die Methoden des Marketings noch die der PR.</p>
<p>Doch noch gibt es eine Schonfrist. Wir sind mitten im <strong>Umbruch</strong>: Die <strong>Paradigmen existieren nebeneinander</strong> und werden noch eine Weile nebeneinander existieren. Noch funktioniert Marketing in gewissem Grade. Noch ist PR wichtig und chancenreich. Doch es ist absehbar, dass beide weiter an Bedeutung verlieren: <strong>Ist die Distanz zwischen Unternehmen und Kunden, zwischen Organisationen und ihren Stakeholdern aufgehoben, braucht es die Instrumente der Distanz-Kommunikation nicht länger.</strong> Web 2.0 lässt sich nicht aussitzen. Im Gegenteil: Wer sich dem direkten Dialog entzieht, begeht indirekte Rufschädigung am eigenen Unternehmen.</p>
<p>Allein, es ist nicht abschätzbar wie lange diese Koexistenz der Paradigmen in nennenswertem Maß erhalten bleibt oder ob sich ganz neue Formen entwickeln – einige Schätzungen gehen von etwa fünf Jahren aus. Wir werden sehen&#8230;</p>
<h2>Quellenverweise:</h2>
<p><sup><strong>Adelung</strong>,  Johann Christoph (<strong>1793</strong>): Grammatisch-kritisches Wörterbuch der Hochdeutschen Mundart. Eintrag: „Die Zeitung“ Band 4, S. 1680. Nach: Digitale Bibliothek Band 4, 2004. Elektronische Volltext- und Faksimile-Edition nach der Ausgabe letzter Hand Leipzig 1793–1801. Berlin: Directmedia</sup></p>
<p><sup><strong>AGOF</strong> (<strong>2009</strong>): Berichtsband zur internet facts 2009-III. Frankfurt: AGOF<br />
URL: <a href="http://www.agof.de/berichtsband-if2009-iii.download.238990b2ed3c14975f6e76aa22bb2075.pdf" target="_blank">➚ http://www.agof.de/berichtsband-if2009-iii.download.238990b2ed3c14975f6e76aa22bb2075.pdf</a> [Stand: 29-JAN-2010]</sup></p>
<p><sup><strong>Brockhaus</strong>, Friedrich Arnold (<strong>1809</strong>): Conversations-Lexikon oder kurzgefaßtes Handwörterbuch. Eintrag „Die Zeitungen“ Band 6, S. 465-466. Nach: Digitale Bibliothek Band 131, 2005. Neusatz und Faksimile. Berlin: Directmedia</sup></p>
<p><sup><strong>Deck</strong>, Maria (<strong>2004</strong>): Struktur der PR-Agenturlandschaft in Deutschland. Hausarbeit, Universität Leipzig. München: Grin<br />
URL: <a href="http://www.grin.com/e-book/71408/struktur-der-pr-agenturlandschaft-in-deutschland" target="_blank">➚ http://www.grin.com/e-book/71408/struktur-der-pr-agenturlandschaft-in-deutschland</a>  [Stand: 14-JAN-2010]</sup></p>
<p><sup><strong>Kunczik</strong>, Michael (<strong>2002</strong>): Public Relations. Konzepte und Theorien. 4. Auflage. Köln: Böhlau<br />
<a href="http://www.amazon.de/gp/product/3825222772?ie=UTF8&amp;tag=webosoph-21&amp;linkCode=as2&amp;camp=1638&amp;creative=6742&amp;creativeASIN=3825222772" target="_blank">➚ Bestellen bei Amazon</a></sup></p>
<p><sup><strong>Virtual University</strong> (o. V.; o. J.): Public Relation.<br />
URL:  <a href="http://www.virtualuniversity.ch/management/marketing/14.html" target="_blank">➚ http://www.virtualuniversity.ch/management/marketing/14.html</a> [Stand: 14-JAN-2010]</sup></p>
<p><sup><strong>Pürer</strong>, Heinz; <strong>Raabe</strong>, Johannes (<strong>2002</strong>): Berufsgeschichte des Journalismus. In: Neverla, Irene; Grittmann, Elke; Pater, Monika (2002): Grundlagentexte zur Journalistik. mUKV: Konstanz, S. 408-416 <a href="http://www.amazon.de/gp/product/3825223566?ie=UTF8&amp;tag=webosoph-21&amp;linkCode=as2&amp;camp=1638&amp;creative=6742&amp;creativeASIN=3825223566" target="_blank">➚ Bestellen bei Amazon</a></sup></p>
<p><sup><strong>Shaw</strong>, Eric H. (1995): The First Dialogue on Macromarketing. Journal of Macromarketing. Spring 1995. S. 7-20<br />
URL: <a href="http://www.luc.edu/jmm/pdfs/12shaw1995thefirstdialogue.pdf" target="_blank">➚ http://www.luc.edu/jmm/pdfs/12shaw1995thefirstdialogue.pdf</a> [Stand: 12-JAN-2010]</sup></p>
<p><sup><strong>Sparling</strong>, Samuel E. (<strong>1906</strong>): Introduction to Business Orgzanization. New York: Macmillan &amp; Co.<br />
URL: <a href="http://www.archive.org/stream/introductiontob00spargoog#page/n384/mode/1up" target="_blank">➚ http://www.archive.org/stream/introductiontob00spargoog#page/n384/mode/1up</a> [Stand: 11-JAN-2010]</sup></p>
<p><sup><strong>Weischenberg</strong>, Siegfried; <strong>Scholl</strong>, Armin; <strong>Malik</strong>, Maja (<strong>2006</strong>): Die Souffleure der Mediengesellschaft. Report über die Journalisten in Deutschland. Konstanz: UKV<br />
<a href="http://www.amazon.de/gp/product/389669586X?ie=UTF8&amp;tag=webosoph-21&amp;linkCode=as2&amp;camp=1638&amp;creative=6742&amp;creativeASIN=389669586X" target="_blank">➚ Bestellen bei Amazon</a></sup></p>
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	<li><a rel="nofollow"  target="_blank" href="http://yigg.de/neu?exturl=http%3A%2F%2Fwww.webosoph.de%2F2010%2F01%2F30%2Fparadigmenwechsel-der-unternehmenskommunikation-%25e2%2580%2593-marketing-public-relations-web-2-0-oder-leistungsversprechen-vertrauensbildung-authentizitaet%2F&amp;exttitle=Paradigmenwechsel%20der%20Unternehmenskommunikation%20%E2%80%93%20Marketing%2C%20Public%20Relations%2C%20Web%202.0%20oder%20Leistungsversprechen%2C%20Vertrauensbildung%2C%20Authentizit%C3%A4t" title="Yigg"><img src="http://www.webosoph.de/wp-content/plugins/sociable/images/yiggit.png" title="Yigg" alt="Yigg" class="sociable-hovers" /></a></li>
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</ul>
</div>
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			<wfw:commentRss>http://www.webosoph.de/2010/01/30/paradigmenwechsel-der-unternehmenskommunikation-%e2%80%93-marketing-public-relations-web-2-0-oder-leistungsversprechen-vertrauensbildung-authentizitaet/feed/</wfw:commentRss>
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		</item>
		<item>
		<title>Wie Web 2.0 die Wirtschaft verändert (Teil 4 von 4) – Methode zur Abschätzung des Einflusses von Web 2.0 auf Unternehmen und Organisationen</title>
		<link>http://www.webosoph.de/2010/01/06/wie-web-2-0-die-wirtschaft-verandert-teil-4-von-4-%e2%80%93-methode-zur-abschatzung-des-einflusses-von-web-2-0-auf-unternehmen-und-organisationen/</link>
		<comments>http://www.webosoph.de/2010/01/06/wie-web-2-0-die-wirtschaft-verandert-teil-4-von-4-%e2%80%93-methode-zur-abschatzung-des-einflusses-von-web-2-0-auf-unternehmen-und-organisationen/#comments</comments>
		<pubDate>Tue, 05 Jan 2010 22:46:25 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Thomas W. Ullrich</dc:creator>
				<category><![CDATA[Kommunikation]]></category>
		<category><![CDATA[Marketing]]></category>
		<category><![CDATA[Unternehmen]]></category>
		<category><![CDATA[Web 2.0]]></category>
		<category><![CDATA[5 Kernfaktoren]]></category>
		<category><![CDATA[fünf Kernfaktoren]]></category>
		<category><![CDATA[Involvement]]></category>

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		<description><![CDATA[Mit der Analyse von Wertschöpfungsketten und Transaktionskosten, insbesondere Informationskosten, haben wir wesentliche Faktoren zur Abschätzung des Einflusses von Web 2.0 kennen gelernt. In diesem Beitrag werde ich auf zwei weitere wichtige Aspekte eingehen: das „Involvement“ sowie auf die „Anzahl der Internet/Web 2.0 Nutzer im Unternehmen“. Im Anschluss werden die Erkenntnisse auf ein einfaches Vorgehen verdichtet, [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p><strong>Mit der Analyse von Wertschöpfungsketten und Transaktionskosten, insbesondere Informationskosten, haben wir wesentliche Faktoren zur Abschätzung des Einflusses von Web 2.0 kennen gelernt. In diesem Beitrag werde ich auf zwei weitere wichtige Aspekte eingehen: das „Involvement“ sowie auf die „Anzahl der Internet/Web 2.0 Nutzer im Unternehmen“. </strong><strong>Im Anschluss werden die Erkenntnisse auf ein einfaches Vorgehen verdichtet, mit dem jeder den Einfluss des Internets und vo</strong><strong>n Web 2.0 auf das eigene Unternehmen einschätzen kann.</strong><strong> </strong>  </p>
<h2>1   Involvement</h2>
<p>Wollen wir beurteilen, wie hoch das generelle Interesse Ihrer Stakeholder ist, Ihr Produkt, Ihre Marke oder Ihre Organisation im Web 2.0 zu diskutieren, können wir den Begriff des „<strong>Involvements“</strong> (Krugman 1965) heranziehen.<br />
   </p>
<blockquote><p> „Involvement“ bezeichnet die Ich-Beteiligung eines Kunden gegenüber einem Produkt, einer Marke etc., d. h. den subjektiven Wert und Nutzen für den Kunden.  </p></blockquote>
<p>  <br />
Der Grad des Involvements bestimmt die Aufmerksamkeit und den Grad an (anhaltender) Emotionalität, den ein Kunde einem Produkt oder einer Marke entgegenbringt. Dabei hat jeder Kunde einen anderen Grad des Involvements – abhängig von dessen Zielen, Werten, Emotionen, Erfahrungen und von seinem aktuellen „Bedarf“ an dem Produkt. Involvement kann zudem eher rational oder eher emotional sein, was zu differenzierbaren Produkt-/Markenkategorien führt (vgl. u. a. Ratchford 1987; Claeys 1995).  </p>
<p>Für eine erste Einschätzung gilt die <strong>Hypothese<br />
 </strong>  </p>
<blockquote><p> Je höher das Involvement eines Produktes, einer Marke etc., desto höher das Bedürfnis, sich über das Produkt, die Marke etc. (im Web 2.0) auszutauschen.  </p></blockquote>
<p>  <br />
Für diesen Aspekt genügt die <strong>pragmatische Unterscheidung</strong> nach <strong>High-</strong>, <strong>Medium-</strong> und <strong>Low-Involvement</strong>-Produkten.  </p>
<ul>
<li><strong>High-Involvement-Produkte</strong> sind entweder sehr teuer, haben eine lange Nutzungsdauer oder sind Produkte mit denen sich der Konsument stark identifiziert – etwa Statussymbole, Luxus- und Markenprodukte.<br />
Als <strong>Beispiele</strong> seien genannt ein Haus, ein Neuwagen, Finanzprodukte, hochwertige Möbel, exklusive und teure Marken-Kleidung, teure (Maß-)Schuhe, hochwertige Accessoires, hochwertige Elektronikartikel wie digitale Foto- und Filmkameras, Mobiltelefone, Flachbildfernseher, Hifi-Anlagen etc., höherwertige Kult- und Liebhaberobjekte oder operative Eingriffe der therapeutischen, präventiven oder ästhetischen Medizin. Für den Bereich B2B seien exemplarisch Industrieanlagen/-maschinen genannt.<br />
 </li>
<li> <strong>Low-Involvement-Produkte</strong> hingegen werden vom Kunden nicht als wichtig empfunden und er setzt sich weniger mit ihnen auseinander. Sie sind nicht mit dem Selbstvertrauen und der Selbsteinschätzung des Kunden verknüpft und er sieht die Produkte als austauschbar an. Entsprechend kurz und ohne tiefere Reflexion verläuft der Kaufprozess.<br />
<strong>Beispiele</strong> sind Verbrauchsgüter wie Lebensmittel und Massenprodukte, bei denen keine großen Qualitätsunterschiede feststellbar sind – etwa Milch, Zucker, Obst und Gemüse, Wasch- und Reinigungsmittel. Für den Bereich B2B seien exemplarisch Industriechemikalien genannt.<br />
 </li>
<li> <strong>Medium-Involvement-Produkte</strong> haben einen mittleren Grad des Involvements. Zwar definiert der Kunde sich nicht über die Produkte oder Marken und doch bestätigen diese sein Selbstverständnis. Der Grad der Auseinandersetzung mit dem Produkt ist von mittelmäßiger Intensität. Die Nutzungsdauer der Produkte kann erheblich schwanken. Der Preis muss nicht sehr hoch sein, liegt aber in der Regel höher als die Preise vergleichbarer Produkte.<br />
<strong>Beispiele</strong> sind zahlreiche Markenprodukte des täglichen Bedarfs (z. B. teure Parfums), hochwertiges Werkzeug, Elektronikartikel höherer Preislage (z. B. qualitativ gehobene Computer, Drucker, MP3-Player), hochwertige Weine, teure Zigarren etc..<br />
 </li>
</ul>
<p> Entsprechend dieser Gliederung lässt sich bei einem Produkt mit <strong>hohem Involvement</strong> erwarten, dass <strong>mehr</strong> und differenziertere <strong>Rezensionen, Anwenderberichte, Kritiken und Fanbeiträge im Internet veröffentlicht werden, als bei einem Produkt mit geringem Involvement.</strong> Die Konsequenz: Je höher das Involvement, desto größer die Bedeutung des Internets und Web 2.0 für die Wahrnehmungssteuerung von Produkten, Marken etc.. Die „Kommunikationshoheit“ geht vom Unternehmen – soweit es diese je hatte – auf Kunden, Nutzer und Produktinteressenten und Kritiker über.  </p>
<p>Natürlich spielt für das Ausmaß, in dem dies geschieht, die Internetaffinität Ihrer Kunden und Stakeholder eine große Rolle. Da mittlerweile mehr als drei Viertel aller Berufstätigen und weit mehr als die Hälfte aller Bundesbürger Zugang zum Internet hat, kann man näherungsweise davon ausgehen, dass alle Kundengruppen und Stakeholder am Internet und Web 2.0 partizipieren. Selbst die bisher weniger vertretene Gruppe der 50-64 jährigen holt deutlich auf (Institut für Demoskopie Allensbach 2009). Allein die Rentner bleiben weiterhin unterdurchschnittlich im Internet vertreten.  </p>
<p>Dennoch wird man sich neben dem Grad des Involvements <strong>im zweiten Schritt auch die Struktur seiner Kunden und Stakeholder und deren Internetnutzung und aktive Teilnahme am Web 2.0</strong> näher anschauen müssen, um zu einer differenzierten Einschätzung zu gelangen. </p>
<h2>2   Anzahl Internet-/Web 2.0-Nutzer im Unternehmen</h2>
<p>Grundsätzlich lässt sich formulieren:<br />
   </p>
<blockquote><p>Je mehr Ihrer Mitarbeiter beruflich oder privat Zugang zum Internet haben, desto mehr nehmen aktiv am Dialog auch über Ihr Unternehmen teil und unterwandern damit die Rolle der „offiziellen“ Unternehmenskommunikation.  </p></blockquote>
<p> <br />
Schon vor der Zeit des Web 2.0 haben Menschen sich in ihrem Privatleben und in Fachkreisen über das Unternehmen, Marken und Produkte ausgetauscht und dabei „unautorisierte“ Aussagen getroffen und tiefere Einblicke gewährt. Mit dem Web 2.0 sind solche Äußerungen nun nicht mehr auf einen kleinen Kreis beschränkt, sondern allgemein im Internet öffentlich und jederzeit verfügbar. Ihre Mitarbeiter sind über das Internet direkt miteinander verbunden, ebenso, wie mit Kritikern, Mitarbeitern der Konkurrenz, Journalisten etc..  </p>
<p>Jedermann kann Einzelaussagen verschiedener Mitarbeiter in unterschiedlichen Kontexten leicht abrufen und zu einem neuen Gesamtbild Ihres Unternehmens zusammenfügen. Unternehmensgrenzen und offizielle Freigaben der Unternehmenskommunikation werden auf diese Weise ausgehebelt.  </p>
<p>In welchem Ausmaß dies geschieht, wird vor allem bestimmt durch:<br />
   </p>
<ol>
<li> den <strong>Grad der Internetisierung</strong>, d. h. dem Anteil der Mitarbeiter mit Internetzugang (beruflich oder privat) bezogen auf die Gesamtzahl der Mitarbeiter<br />
 </li>
<li>die <strong>Betriebsgröße</strong>.</li>
</ol>
<p> <br />
Um uns diesen Zusammenhang zu verdeutlichen, nehmen wir als erste Näherung die <strong>1-9-90-Regel</strong> zu Hilfe (Nielson 2006), nach der bestenfalls 1 Prozent der Internetnutzer besonders aktiv am Web 2.0 teilnehmen, 9 Prozent der Nutzer nur gelegentlich Inhalte im Web produzieren und die übrigen 90 Prozent eher Leser bzw. passive Nutzer sind. Diese grobe Verteilung lässt sich auch heute für Deutschland belegen (vgl. z. B. Verbraucheranalyse 2009).  </p>
<p>In Deutschland haben etwa 75 Prozent der Berufstätigen Zugang zum Internet – nahezu alle davon privat und etwa die Hälfte zudem beruflich.  </p>
<p>Daraus lässt sich folgende <strong>Beispielrechnung</strong> ableiten:<br />
  </p>
<table border="0" cellspacing="0" cellpadding="0" width="550">
<tbody>
<tr>
<td width="112" bgcolor="#dddddd">
<div><sub><strong>Betriebsgröße   </strong></sub></div>
</td>
<td width="142" bgcolor="#dddddd">
<div>
<div>
<div><sub><strong>Internetisierungsgrad</strong></sub></div>
</div>
</div>
</td>
<td width="132" bgcolor="#dddddd">
<div><sub><strong>Anzahl „Onliner“   </strong></sub></div>
</td>
<td width="164" bgcolor="#dddddd">
<div><sub><strong>Aktive Web 2.0 Nutzer</strong></sub></div>
</td>
</tr>
<tr>
<td>
<div class="Stil2">
<div>           100</div>
</div>
</td>
<td>
<div class="Stil2">
<div>    75 Prozent</div>
</div>
</td>
<td>
<div class="Stil2">
<p>           75  </p>
</div>
</td>
<td>
<div class="Stil2">
<div>             8,      1 intensiv</div>
</div>
</td>
</tr>
<tr>
<td>
<div class="Stil2">
<div>        1.000</div>
</div>
</td>
<td>
<div class="Stil2">
<div>    75 Prozent</div>
</div>
</td>
<td>
<div class="Stil2">
<div>         750</div>
</div>
</td>
<td>
<div class="Stil2">
<div>           75,      8 intensiv</div>
</div>
</td>
</tr>
<tr>
<td>
<div class="Stil2">
<div>      10.000</div>
</div>
</td>
<td>
<div class="Stil2">
<div>    75 Prozent</div>
</div>
</td>
<td>
<div class="Stil2">
<div>       7.500</div>
</div>
</td>
<td>
<div class="Stil2">
<div>         750,    75 intensiv</div>
</div>
</td>
</tr>
<tr>
<td>
<div class="Stil2">
<div>    100.000 </div>
</div>
</td>
<td>
<div class="Stil2">
<div>    75 Prozent</div>
</div>
</td>
<td>
<div class="Stil2">
<div>     75.000</div>
</div>
</td>
<td>
<div class="Stil2">
<div>      7.500,  750 intensiv</div>
</div>
</td>
</tr>
</tbody>
</table>
<p> <br />
Je größer der Betrieb, desto weniger wird es möglich, die Außenwahrnehmung des Unternehmens und von Produkten allein durch die offizielle Unternehmenskommunikation zu steuern, da zu viele interne Wissensträger Einzelinformationen und Meinungen über das Unternehmen, ihren Arbeitsplatz sowie Produkte mehr oder minder öffentlich machen.  </p>
<p>Die Beispielrechnung verdeutlicht dabei nur das Prinzip. Das Ausmaß, das heißt der Anteil der im Web 2.0 aktiven Mitarbeiter, kann je nach Branche erheblich schwanken: höchst internetaffin sind beispielsweise die Branchen EDV/Multimedia, Personal- und Unternehmensberatung eher weniger internetaffin zeigen sich z. B. die Branchen Transport und Logistik, Reinigung/Entsorgung sowie die Immobilienwirtschaft. (vgl. Typologie der Wünsche 2010 II).  </p>
<p>Neben der externen Kommunikationswirkung beeinflusst Web 2.0 auch die <strong>Erwartungshaltung</strong> <strong>der Mitarbeiter</strong> im Unternehmen: Je <strong>aktive ihrer Mitarbeiter am Web 2.0 partizipieren, desto mehr erwarten sie</strong> auch im Unternehmen einerseits eine vergleichbar funktionale IT-Infrastruktur und stellen andererseits höhere <strong>Anforderungen an die Führungskräfte</strong>, von denen sie <strong>flachere Hierarchien</strong> und einen <strong>kollaborativen, authentischen Führungsstil</strong> erwarten.  </p>
<p>Einige Personalchefs halten bereits heute ein <strong>interaktives Intranet</strong> mit <strong>direkten Kommunikationswegen</strong> zu Kollegen und Top-Führungskräften für einen <strong>entscheidenden Faktor</strong> bei der <strong>Gewinnung</strong> und <strong>Retention</strong> von <strong>High-Potentials</strong>. </p>
<h2>3  Zusammenfassung: Den Einfluss des Internets und Web 2.0 auf das eigene Unternehmen bestimmen</h2>
<p>Wir haben in dieser Serie insgesamt <strong>fünf Kernfaktoren</strong> betrachtet, die den Einfluss des Internets und von Web 2.0 auf die Wirtschaft im Allgemeinen und einzelne Unternehmen im Speziellen bestimmen:  </p>
<p style="text-align: center;"><strong><img class="aligncenter" title="5_factors_web" src="http://www.webosoph.de/wp-content/uploads/2010/01/5_factors_web.jpg" alt="Fünf Kernfaktoren nach Ullrich" width="297" height="280" /></strong>  </p>
<p style="text-align: center;"><sup>© Webosoph.de | Thomas W. Ullrich, Düsseldorf, 2009</sup>  </p>
<p>Um also die bedeutendsten Einflüsse durch das Internet und Web 2.0 auf das eigene Unternehmen abzuschätzen, müssen Sie sich im Wesentlichen <strong>fünf zentralen Fragen</strong> widmen:  </p>
<p>(1)   Sind Ihre Produkte digital/digitalisierbar?  </p>
<p>(2)   Welcher Art von (Informations-)Gütern ist Ihr Produkt am ehesten zuzuordnen?  </p>
<p>(3)   Welchen Grad von Involvement hat Ihre Marke bzw. Ihr Produkt?  </p>
<p>(4)   Wie viele Ihrer Mitarbeiter haben – beruflich und/oder privat – Zugang zum Internet?  </p>
<p>(5)   In wie weit haben Sie Ihre internen Prozesse im Unternehmen digitalisiert?  </p>
<p>Die folgende Übersicht stellt ordnet das Ausmaß der Veränderungen (sehr hoch, hoch, gering)  den Ausprägungen des jeweiligen Kernfaktors zu. <br />
  </p>
<p><img class="alignnone size-full wp-image-464" title="5_Faktoren_Tabelle1" src="http://www.webosoph.de/wp-content/uploads/2010/01/5_Faktoren_Tabelle1.jpg" alt="5 Kernfaktoren nach Ullrich" width="548" height="380" /><br />
<sub>Tabelle 1: Grad der Veränderungen durch Internet/Web 2.0 je nach Ausprägung der Kernfaktoren</sub></p>
<p> <strong> </strong>  </p>
<p>Die <strong>fünf Kernfaktoren</strong> lassen sich dabei <strong>drei Themenfeldern</strong> zuordnen: <strong>(1) Geschäftsmodell</strong>, <strong>(2) Marketing-Kommunikation</strong> und <strong>(3) Interne Prozesse und Kultur</strong>.  </p>
<p>Zwei der Kernfaktoren (b, d) ermöglichen Aussagen zu jeweils zwei der Themenfelder, was die überlappende Darstellung der Tabelle bedingt.  </p>
<p>In der folgenden Übersicht werden den Kernfaktoren exemplarisch ausgewählte Aspekte zugeordnet, zu denen sich u. a. Aussagen/Prognosen ableiten lassen.  </p>
<p><img class="alignnone size-full wp-image-469" title="5_Faktoren_Tabelle2" src="http://www.webosoph.de/wp-content/uploads/2010/01/5_Faktoren_Tabelle21.jpg" alt="5 Kernfaktorten nach Ullrich" width="548" height="718" /> <br />
<sub>Tabelle 2: Exemplarische Zuordnung von Bereichen, zu denen die Betrachtung der Kernfaktoren Aussagen erlaubt</sub><br />
  </p>
<p>Die genaueren Interpretationen wurden im Laufe der Serie diskutiert. Insgesamt ergibt sich aus diesen <strong>fünf Kernfaktoren</strong> und ihren Ausprägungen eine enorme Vielzahl möglicher Kombinationen, die zahlreiche der realen Situationen von Unternehmen abdecken werden. Zur Vereinfachung der individuellen Analyse für Ihr Unternehmen habe ich ein <strong>Online-Tool</strong> entwickelt: den „<strong>Web Influence Analyzer 1.0</strong>“. Mit ihm können Sie die spezifische Situation Ihres Unternehmens anhand der fünf Kernfaktoren analysieren und erhalten so binnen weniger Sekunden wertvolle Hinweise über mögliche Veränderungen, Chancen und Risiken durch das Internet und Web 2.0 für Ihr Unternehmen. Das Tool finden Sie <a href="http://www.webinfluenceanalyzer.webosoph.de" target="_blank">hier</a>. </p>
<h2>4  Grenzen des Modells</h2>
<p>Mit dem in dieser Serie abgeleiteten <strong>Modell der fünf Kernfaktoren</strong> lassen sich zahlreiche der infolge des Internets und des Web 2.0 beobachtbaren <strong>Phänomene beschreiben</strong>. <strong>Hintergründe</strong> und <strong>Kausalitäten</strong> werden deutlich und <strong>Prognosen</strong> für Branchen und einzelne Unternehmen möglich. Damit hat das Modell einen <strong>praktischen Nutzwert</strong> für Unternehmer, Berater und (Wirtschafts)Politiker und in begrenztem Umfang auch für die Wirtschafts- und Sozialwissenschaften. </p>
<p>Gleichzeitig befindet sich das Modell auf einer <strong>qualitativ-kausalen Darstellung</strong> der Einzelfaktoren und damit auf einer Ebene der Plausibilität. Neben der Bewährung in der Praxis und der Weiterentwicklung im Diskurs, zu der diese Art der Veröffentlichung ausdrücklich aufruft, ist eine <strong>Quantifizierung der Faktoren</strong> sowie ihrer <strong>Interdependenz</strong> mittel- bis langfristig <strong>wünschenswert</strong>. </p>
<p>Die von mir der Eingängigkeit wegen gewählten Beschreibungen und Beispiele dieser Serie übergewichten die <strong>Perspektive </strong>der <strong>Business-to-Consumer </strong>Geschäfte (B2C), die leider auch die übrige Diskussion zum Thema Internet und Web 2.0 dominiert. Die fünf Kernfaktoren gelten jedoch ebenso für das Feld der Business-to-Business Geschäfte (B2B). Eine entsprechende Aufarbeitung der B2B-Cases ist daher &#8211; an anderer Stelle &#8211; wünschenswert. </p>
<p>Ich danke den geneigten Lesern dieser Serie und freue mich weiterhin über konstruktives Feedback und die praktische Anwendung der hier vorgestellten Ansätze. </p>
<h2>5  Literaturhinweise</h2>
<p><strong>Claeys</strong>, Christel; <strong>Swinnen</strong>, An; <strong>Vanden Abeele</strong>, Piet (<strong>1995</strong>): Consumers’ means-end chains for „think“ and „feel“ products. International Journal of Research in Marketing <strong>12</strong> (3), S. 193-208 </p>
<p><strong>Institut für Demoskopie Allensbach</strong> (<strong>2009</strong>): Acta 2009 &#8211; Zentrale Trends der Internetnutzung in den Bereichen Information, Kommunikation und E-Commerce.<br />
URL: <a href="http://www.acta-online.de/praesentationen/acta_2009/acta_2009_Trends_Internetnutzung.pdf" target="_blank">http://www.acta-online.de/praesentationen/acta_2009/acta_2009_Trends_Internetnutzung.pdf</a>  [Stand: 28-DEZ-2009] </p>
<p><strong>Krugman</strong> Herbert E. (<strong>1965</strong>): The Impact of Television Advertising – Learning without Involvement. Public Opinion Quarterly, <strong>29</strong> (3), S. 349-356. </p>
<p><strong>Nielsen</strong>, Jakob (<strong>2006</strong>): Participation Inequality. Encouraging More Users to Contribute. Jakob Nielsen&#8217;s Alertbox, October 9, 2006.<br />
URL: <a href="http://www.useit.com/alertbox/participation_inequality.html" target="_blank">http://www.useit.com/alertbox/participation_inequality.html</a>  [Stand: 23-DEZ-2009] </p>
<p><strong>Ratchford</strong>, Brian T. (<strong>1987</strong>): New insights about the FCB grid. Journal of Advertising Research <strong>27</strong> (4), S. 24-38<span id="_marker"> </span></p>
<p><span>   </span></p>
<hr /><small>Copyright &copy; 2008<br /> This feed is for personal, non-commercial use only. <br /> The use of this feed on other websites breaches copyright. If this content is not in your news reader, it makes the page you are viewing an infringement of the copyright. (Digital Fingerprint:<br /> )</small>
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		<item>
		<title>Wie Web 2.0 die Wirtschaft verändert (Teil 3 von 4) – Informationskosten – Nahe Null dank Web 2.0 oder “Haben Werbung und Verbraucherverbände eine Zukunft?”</title>
		<link>http://www.webosoph.de/2009/10/16/wie-web-2-0-die-wirtschaft-verandert-teil-3-von-4-%e2%80%93-informationskosten-%e2%80%93-nahe-null-dank-web-2-0-oder-%e2%80%9chaben-werbung-und-verbraucherverbande-eine-zukunft%e2%80%9d/</link>
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		<pubDate>Fri, 16 Oct 2009 21:31:02 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Thomas W. Ullrich</dc:creator>
				<category><![CDATA[Marketing]]></category>
		<category><![CDATA[Unternehmen]]></category>
		<category><![CDATA[Web 2.0]]></category>
		<category><![CDATA[Erfahrungsgüter]]></category>
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		<category><![CDATA[Werbung]]></category>

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		<description><![CDATA[Diesen Teil der Serie widme ich den Informationskosten. Sie sind nur eine der Transaktionskostenarten und der Grund für die Existenz der Werbeindustrie und von Informationseinrichtungen für Verbraucher wie der Stiftung Warentest. Das Internet und Web 2.0 haben drastischen Einfluss auf die Informationskosten, wie ich in meiner zweiten Hypothese zum Ausdruck bringe:   Hypothese 2 [Bei [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p>Diesen Teil der Serie widme ich den Informationskosten. Sie sind nur eine der Transaktionskostenarten und der Grund für die Existenz der Werbeindustrie und von Informationseinrichtungen für Verbraucher wie der Stiftung Warentest. Das Internet und Web 2.0 haben drastischen Einfluss auf die Informationskosten, wie ich in meiner zweiten Hypothese zum Ausdruck bringe:<br />
 </p>
<p><strong>Hypothese 2</strong></p>
<blockquote><p>[Bei den digitalisierbaren Gütern und auch…] Bei den nicht digitalisierbare Gütern und Dienstleistungen senken Internet und Web 2.0 mindestens die Such-/Informationskosten derart, dass Institutionen, deren Geschäftsmodell in der Senkung von Such-/Informationskosten liegt, ihre Rolle verlieren.</p></blockquote>
<h1> <br />
1  Produktarten und Informationskosten<br />
 </h1>
<blockquote><p>Informationskosten beschreiben, den Aufwand, den ein Käufer treiben muss, um die Qualität eines Produktes beurteilen zu können.</p></blockquote>
<p> <br />
Dabei verfügen Produkte in unterschiedlicher Ausprägung über<strong> Such-</strong> und<strong> Erfahrungseigenschaften</strong> (Nelson, 1970 [1]) sowie über <strong>Vertrauenseigenschaften</strong> (Darby/Karni, 1973 [2]). Überwiegt eine dieser Eigenschaften, spricht man der Einfachheit halber von <strong>Suchgut</strong>, <strong>Erfahrungsgut</strong> bzw. <strong>Vertrauensgut</strong>. Diese Abgrenzungen wurden in verschiedenen Studien untersucht für zahlreiche Güter [3] und Dienstleistungen [4] empirisch belegt.<br />
 </p>
<h2>1.1  Suchgüter (Inspektionsgüter, „Search Goods“)</h2>
<p> <br />
Suchgüter sind Produkte, deren Qualität (Form, Farbe, Leistungsdaten etc.) der Käufer bereits <strong>vor der Transaktion</strong> („Kauf“) ohne nennenswerte Informationskosten, d. h. ohne großen Aufwand, in Erfahrung bringen und <strong>beurteilen </strong>kann. Typischerweise verursacht allein die Ermittlung des besten Preises merkliche Informationskosten. Entsprechend spielt das Vertrauen des Käufers in den Anbieter bei Suchgütern kaum eine Rolle.</p>
<p><strong>Beispiele</strong> für solche Produkte sind Grundnahrungsmittel (z. B. Milch, Mehl, Zucker, Salz), Elektronikartikel (z. B. Fernseher, Videorekorder, Hifi-Anlage, Computer) aber auch Schuhe und Bücher haben dominante Sucheigenschaften. Im Bereich der Dienstleistungen lassen sich beispielhaft Handels-, Verkehrs-, Beherbergungs- und Kurierdienstleistungen als Suchgüter nennen.<br />
 </p>
<h2>1.2  Erfahrungsgüter („Experience Goods“)</h2>
<p> <br />
Erfahrungsgüter sind Produkte, deren Qualität erst <strong>nach dem Kauf beurteilt</strong> werden kann (z. B. der Geschmack). Daher sind Unsicherheit und das Risiko eines Fehlkaufs häufig. Die Beschaffung von entsprechenden Informationen verursacht merklichen Aufwand (hohe Informationskosten). Entsprechend spielt das Vertrauen in den Verkäufer (bzw. die Verkäufermarke) beim Erstkauf eine große Rolle. Der Wiederkauf wird dann stark durch die Erfahrung mit dem Produkt (Lerneffekt) nach dem Erstkauf beeinflusst.</p>
<p><strong>Beispiele</strong> für Erfahrungsgüter sind das Essen in einem Restaurant, Fertiggerichte oder Dienstleistungen wie der Friseurbesuch, der Abenteuerurlaub sowie Dienstleistungen im Bereich Finanzen, Bildung, Wellness und Telekommunikation.<br />
   </p>
<h2>1.3  Vertrauensgüter (Glaubensgüter, „Credence Goods“)</h2>
<p> <br />
Vertrauensgüter sind Produkte, deren Qualität sich <strong>auch nach dem Kauf nicht</strong> oder nur nach dem Konsumieren einer gewissen Menge des Produktes <strong>beurteilen</strong> lässt. Etwa weil sich Eigenschaften und Wirkung nicht oder erst spät zeigen (z. B. Medikamente) oder weil die Qualität Einflussgrößen unterliegt, die der Verkäufer nicht allein kontrollieren kann (z. B. Grad der Kooperation durch Klienten in einem Beratungsprozess). Selbst mit Aufbringen hoher Informationskosten, lässt sich diese Unsicherheit nicht hinreichend ausschalten. Das Vertrauen zum Verkäufer (bzw. der Verkäufermarke) hat großen Einfluss auf die Kaufentscheidung.</p>
<p><strong>Beispiele </strong>für Vertrauensgüter finden sich im Bereich Gesundheit (z. B. Medikamente, Präparaten, Therapien, Ärzte, Krankenhäuser etc.) und in den Dienstleistungssektoren der Beratung (Coaches, Psychotherapeuten, Rechtsanwälte, Unternehmensberater) sowie Makler. Aber auch bei langlebigen Produkten – etwa bei Teppichen – können Vertrauenseigenschaften dominieren.<br />
 </p>
<h1>2  Höhe der Informationskosten führt zu neuen Geschäftsmodellen<br />
 </h1>
<p>Im Alltag besteht bei Kaufinteressenten eine Informationslücke. Diese wollen sowohl Anbieter als auch Kaufinteressenten ausschalten: Die Verkäufer wollen solche Informationen vermitteln, die den Kauf ihrer Produkte stimulieren, während Käufer das für ihre Bedürfnisse passende Produkt zu einem in ihren Augen angemessenen Preis erhalten wollen. Für beide Seiten ist eine Reihe von Geschäftsmodellen entstanden.<br />
 </p>
<h2>2.1  Geschäftsmodelle zum Schließen der Informationslücke aus Anbieterperspektive</h2>
<p> <br />
Anbieter von Waren oder Dienstleistungen wollen den (potentiellen) Kunden die <strong>kaufrelevanten Informationen bzw. vertrauensbildende Botschaften übermitteln</strong> („<strong>Signaling</strong>“). Dieses Bedürfnis ist der Grund für die Existenz von z. B. <strong>Werbung</strong>, <strong>Marketing, Produkt- </strong>und<strong> Corporate PR</strong>.</p>
<p>Während<strong> Suchgüter </strong>mit <strong>Sachinformationen</strong> (Ort, Preis etc.) beworben werden können, ist bei <strong>Erfahrungsgütern</strong> und <strong>Vertrauensgütern</strong> <strong>Vertrauensbildung</strong> wichtig. Dafür werden häufig Testimonials (Privatpersonen, Prominente) und Institutionen (TÜV, Institut Fresenius, Branchenverbände etc.) in die werbliche Kommunikation eingebunden.</p>
<p>Je größer der Anteil der Erfahrungs- und Vertrauenseigenschaften bei einem Produkt oder einer Dienstleistung ist, desto wichtiger wird eine starke <strong>Marke</strong>: Sie bildet ein <strong>Bündel kaufrelevanter Informationen</strong> <strong>und Vertrauensbotschaften</strong> in leicht vermittelbarer Form und wird Ankerpunkt des Signalings der Anbieter. Der einzelne Verbraucher kann die Aussagekraft der „Signals“ oft nicht wirklich hinterfragen – er muss ihnen zunächst glauben.<br />
 </p>
<h2>2.2  Geschäftsmodelle zum Schließen der Informationslücke aus Kundenperspektive</h2>
<p> <br />
Verbraucher wollen sich nicht allein auf die Aussagen eines Anbieters verlassen. Die Suche nach mehr Informationen („<strong>Screening</strong>“) ist umso ausgeprägter, je höher der Anteil von Erfahrungs- oder Vertrauenseigenschaften bei dem Produkt ist.</p>
<p>Die Informationskosten sind für den einzelnen Kaufinteressenten jedoch meist zu hoch. Dies begründet zahlreiche Geschäftsmodelle: Dritte beschaffen die relevanten Informationen durch systematisches Suchen und Vergleichen von Preisen und Leistungsdaten sowie durch Tests und bieten die so gewonnenen Erkenntnisse einer Vielzahl von Kaufinteressenten zu jeweils erschwinglichem Preis an.<br />
<strong>Beispiele</strong> solcher Geschäftsmodelle sind die Stiftung Warentest, Restaurant- und Kulturkritiker sowie Verbraucherschutzverbände. Aber auch Produkttests und Rankings in Zeitschriften finden ihre Daseinsberechtigung in dem erweiterten Informationsbedürfnis der Kaufinteressenten – insbesondere bei Erfahrungs- und Vertrauensgütern.<br />
 </p>
<h2>2.3  Geschäftsmodell der (journalistischen) Medien als Beispiel einer Sonderstellung</h2>
<p> <br />
Die<strong> journalistisch geprägten Medien</strong> nehmen eine spannende <strong>Zwitterrolle</strong> ein. Ihrem Selbstverständnis nach, stehen sie auf der Seite der Schwächeren, in unserem Kontext also auf der Seite der Käufer. Ihre wirtschaftliche Existenzgrundlage beziehen diese Medien jedoch zur Hälfte bis zu zwei Dritteln von Produktanbietern. [5] Letztere nutzen die Medien als Vehikel für ihr Signaling – also zur (Anzeigen-)Platzierung kaufrelevanter Werbebotschaften. Aber auch auf die redaktionellen Inhalte nehmen Unternehmen mittels konstruktiver oder aggressiver PR Einfluss.<br />
 </p>
<h1>3  Einfluss des Web 1.0 auf die Informationskosten</h1>
<p> <br />
Seit der Etablierung des World Wide Web in der breiten Bevölkerung ist ein Unternehmen nicht mehr allein darauf angewiesen, Zielgruppen mit hohen Streuverlusten mittels Werbung in klassischen Medienkanälen zu bespielen: Echte Kaufinteressenten gehen ins Internet und suchen dort nach dem für sie passenden Angebot.</p>
<p><strong>Unternehmen</strong> können auf ihren Webseiten Produktinformationen kostengünstig via Text, Bild, Ton und Video darbieten. Auch direkte (Kauf-)Beratung ist mit der geschäftlichen Internetpräsenz möglich – automatisiert über einen Avatar oder persönlich durch einen Vertriebsmitarbeiter mittels in2site-Dialog oder Chat.</p>
<p>Darüber hinaus können Unternehmen die Kenndaten ihrer Produkte meist kostenfrei auf zahlreichen (Verkaufs)Plattformen einstellen und so dem suchenden Kaufinteressenten darbieten. Allein im Falle des Verkaufs eines Produktes, wird eine sehr kleine Vermittlungsprovision an den Plattformbetreiber fällig.</p>
<p>Dies führt zu einer <strong>Senkung der Informationskosten</strong>, genauer der Signaling-Kosten, <strong>zulasten der klassischen Werbung</strong>. Letztere verliert ihre Bedeutung nicht völlig: Es geht nun vor allem darum, (Produkt)Marken bekannt zu machen, nach denen Kaufinteressenten dann im Internet suchen sollen. Ein Teil des bei der Werbung gesparten Geldes nutzen die Unternehmen für einen neuen Punkt auf ihrer Absatz-Agenda: <strong>Suchmaschinenoptimierung</strong>.</p>
<p>Doch auch <strong>Kaufinteressenten</strong> können Produktinformationen leichter über das Internet abrufen: Sucheigenschaften wie Preise und Leistungskennzahlen verschiedener Produkte lassen sich über die einzelnen Webseiten der Anbieter oder bequemer mittels <strong>Preissuchmaschinen</strong> wie einfachbilliger.com oder preissuchmaschine.de vergleichen – unabhängig von Ort und (Geschäfts-)Zeit. Erfahrungseigenschaften lassen sich über <strong>Testberichte</strong> von Medien und anderen Einrichtungen, wie der Stiftung Warentest, kostenfrei oder gegen kleines Geld interessenspezifisch beziehen. Dabei wird jedoch nur noch ein Beitrag gekauft statt der ganzen Zeitschrift. Insgesamt <strong>sinken auch für die Kaufinteressenten die Informationskosten</strong> deutlich.<br />
 </p>
<h1>4  Einfluss des Web 2.0 auf die Informationskosten</h1>
<p> <br />
Im <strong>Web 2.0</strong>, dem <strong>Mitmach-Web</strong>, ist es nicht mehr allein Medien, Unternehmen und einigen „Nerds“ vorbehalten, ihre Informationen und Meinungen im Internet zu veröffentlichen. Der Mensch im Web 2.0 ist Nutzer (<strong>User</strong>) und Produzent (<strong>Producer</strong>) von Inhalten zugleich – er ist <strong>Produser</strong>.</p>
<p>Eine enorme Vielzahl von Menschen trägt nun emsig ihr Wissen und ihre Erfahrungen auf <strong>virtuellen Topoi</strong> zusammen – den <strong>Internetplattformen</strong> und den <strong>online Sozialnetzen</strong> (online Social Networks).</p>
<p>Diese vermitteln <strong>Dialog</strong>: Sie verbinden die Ratsuchenden mit den Wissenden – weitgehend ungeachtet von sozialer Stellung, Charakter oder Aufenthaltsort des Einzelnen und auch unabhängig von der Zeit. Dieses <strong>Crowdsourcing</strong> – d. h. das Schöpfen von Mehrwert aus der anonymen Masse der Internetnutzer statt aus Institutionen – hat Einfluss auf die Geschäftsmodelle der alten Weltordnung, die bisher diese Aufgaben übernahmen: sie werden überflüssig, zumindest teilweise.</p>
<p><strong>Sucheigenschaften</strong>, wie Preis und Leistungsdaten, sammeln die Menschen auf Plattformen wie preisverlgeich.de oder geizkragen.de. Ihre <strong>Erfahrungen</strong> mit Produkten und Händlern teilen sie auf Plattformen wie ciao.de und idealo.de, ihre Erfahrungen mit Dienstleistern über Portale wie dialo.de, quipe.com oder kennstdueinen.de. Auf diese Weise<strong> werden Erfahrungs- und Vertrauensgüter eher zu Suchgütern</strong>.</p>
<p>Hinzu tritt eine weitere Entwicklung: <strong>Die Menschen vertrauen Aussagen von Bekannten oder Kundenwertungen auf Webportalen mehr, als allen Formaten der Werbung, d. h. der Aussage der Unternehmen.</strong> (vgl. z. B. [6]-[8]) Erhält ein Produkt von Konsumenten im Internet eine schlechte Wertung, wird es von mindestens einem Drittel der potentiellen Käufer allein deshalb nicht gekauft.</p>
<p>Letztlich werden sich angesichts dieser Entwicklung Unternehmen zunehmend fragen, ob und zu welchem Zweck sie  Werbung in klassischen- und Onlinemedien einsetzen wollen. Auch Einrichtungen, die ihre Daseinsberechtigung aus den Senkung der Informationskosten für Verbraucher ziehen, müssen ihren langfristigen Mehrwert hinterfragen und schließlich werden auch redaktionelle Medien gezwungen sein, ihre Geschäftsmodelle von Grund auf zu überdenken, wenn sie sowohl als Werbeträger als auch als Orientierung für Verbraucher ihren Reiz verlieren. Dies gilt zumindest mittel- bis langfristig, denn noch stehen wir am Anfang: Der Umbruch hat erst begonnen.</p>
<p>_______ </p>
<p>Im 4. und letzten Teil dieser Serie, werde ich eine Methode vorstellen, mit der man für die eigene Branche bzw. für das eigene Unternehmen abschätzen kann, in wie weit das Internet und Web 2.0 Veränderungen erwarten lassen.<br />
  </p>
<h1>Die Serie &#8220;Wie Web 2.0 die Wirtschaft verändert&#8221; im Überblick:</h1>
<p> »  <a title="Wie Web 2.0 die Wirtschaft verändert (Teil 1 von 4) - Transakionskosten" href="http://www.webosoph.de/2009/10/08/wie-web-2-0-die-wirtschaft-verandert-teil-1-von-4-%e2%80%93-transaktionskosten/">Teil 1 von 4:  Transaktionskosten</a><br />
 »  <a title="Wie Web 2.0 die Wirtschaft ändert (Teil 2 von 4) - Schrumpfende Wertschöpfungsketten - Beispiel Buchmarkt" href="http://www.webosoph.de/2009/10/09/wie-web-2-0-die-wirtschaft-andert-teil-2-von-4-%e2%80%93-schrumpfende-wertschopfungsketten-%e2%80%93-beispiel-buchmarkt/">Teil 2 von 4:  Schrumpfende Wertschöpfungsketten &#8211; Beispiel Buchmarkt</a><br />
 »  <a title="Wie web 2.0 die Wirtschaft ändert (Teil 3 von 4) - Informationskosten - Nahe Null dank Web 2.0" href="http://www.webosoph.de/2009/10/16/wie-web-2-0-die-wirtschaft-verandert-teil-3-von-4-%e2%80%93-informationskosten-%e2%80%93-nahe-null-dank-web-2-0-oder-%e2%80%9chaben-werbung-und-verbraucherverbande-eine-zukunft%e2%80%9d/">Teil 3 von 4:  Informationskosten – Nahe Null dank Web 2.0</a><br />
 »  Teil 4 von 4:  Methode zur Einschätzung der Situation der eigenen Branche</p>
<h1> <br />
Quellen und weiterführende Literatur</h1>
<p>[1]  Phillip Nelson (1970): Information and consumer behavior. In: Journal of Political<br />
      Economy, 78 (1970), 2, 311-329. [http://www.jstor.org/pss/1830691]</p>
<p>[2]  Darby, Karny (1973): Free Competition and the Optimal Amount of Fraud.<br />
      Journal of Law and Economics, 16 (1973), S. 67-88</p>
<p>[3]  Weiber, Adler (1995): Positionierung von Kaufprozessen im Informations-<br />
      ökonomischen Dreieck, zfbf, 2 (1995), S.99-123</p>
<p>[4]  Ahlert, Blaich, Evanschitzky (2003): Systematisierung von Dienstleistungs-<br />
      netzwerken. in Bruhn (Hrsg.), Stauss (Hrsg.): Dienstleistungs-Netzwerke.<br />
      Dienstleistungsmanagement Jahrbuch 2003. Gabler Verlag, 2003<br />
      → <a href="http://www.amazon.de/gp/product/3409120149?ie=UTF8&amp;tag=webosoph-21&amp;linkCode=as2&amp;camp=1638&amp;creative=6742&amp;creativeASIN=3409120149">Titel beziehen bei Amazon</a><img style="border:none !important; margin:0px !important;" src="http://www.assoc-amazon.de/e/ir?t=webosoph-21&amp;l=as2&amp;o=3&amp;a=3409120149" border="0" alt="" width="1" height="1" /></p>
<p>[5]  vgl. z. B. Pasquay, A. (2009): Zur Lage der Zeitungen in Deutschland 2009. BDZV<br />
      <a href="http://www.bdzv.de/wirtschaftliche_lage+M5073f767ed6.html">http://www.bdzv.de/wirtschaftliche_lage+M5073f767ed6.html</a><br />
      [Stand:16-OCT-2009]<br />
      und G+J Werbetrend:<br />
      URL: <a href="http://www.gujmedia.de/services/werbemarkt/?id=206297">http://www.gujmedia.de/services/werbemarkt/?id=206297</a><br />
      [Stand 16-OCT-2009]</p>
<p>[6]  Richter, Witt (2006): Der Einfluss von Blogs in Europa. Hotwire Ipsos Studie.<br />
      White Paper, 11/2006<br />
      URL: <a href="http://knowledgecenter.ipsos.de/downloads/KnowledgeCenter/3BFE85EF-713A-4358-AD23-16AAE9876879/Ipsos%20White%20Paper%20Blogging.pdf">http://knowledgecenter.ipsos.de/downloads/KnowledgeCenter/3BFE85EF-713A-4358-AD23-16AAE9876879/Ipsos%20White%20Paper%20Blogging.pdf</a><br />
      [Stand: 16-OCT-2009]</p>
<p>[7]  Rolke, Höhn (2008): Mediennutzung in der Webgesellschaft 2018. BoD, 09/2008. S. 90ff.<br />
      → <a href="http://www.amazon.de/gp/product/3837031624?ie=UTF8&amp;tag=webosoph-21&amp;linkCode=as2&amp;camp=1638&amp;creative=6742&amp;creativeASIN=3837031624">Titel beziehen bei Amazon.de</a><img style="border:none !important; margin:0px !important;" src="http://www.assoc-amazon.de/e/ir?t=webosoph-21&amp;l=as2&amp;o=3&amp;a=3837031624" border="0" alt="" width="1" height="1" /></p>
<p>[8]  Nielsen (2009): Consumer Confidence Survey. Vertrauen in Werbung. Nielsen,<br />
      06/2009. URL: <a href="http://de.nielsen.com/pubs/index.shtml">http://de.nielsen.com/pubs/index.shtml</a> [Stand: 16-OCT-2009]<br />
      Pressecharts-URL:<br />
      <a href="http://de.nielsen.com/site/documents/VertraueninWerbung_Presse_Deutschland.pdf">http://de.nielsen.com/site/documents/VertraueninWerbung_Presse_Deutschland.pdf</a><br />
      [Stand: 16-OCT-2009]</p>
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		<item>
		<title>Internetnutzer in Deutschland: Wie viele hätten Sie denn gern? …oder 23 Millionen mehr oder weniger ist auch nicht so wichtig.</title>
		<link>http://www.webosoph.de/2009/08/27/internetnutzer-in-deutschland-wie-viele-hatten-sie-denn-gern-%e2%80%a6oder-23-millionen-mehr-oder-weniger-ist-auch-nicht-so-wichtig/</link>
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		<pubDate>Wed, 26 Aug 2009 23:34:27 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Thomas W. Ullrich</dc:creator>
				<category><![CDATA[Marketing]]></category>
		<category><![CDATA[Web 2.0]]></category>
		<category><![CDATA[ComScore]]></category>
		<category><![CDATA[Internetnutzer Deutschland]]></category>
		<category><![CDATA[Marktforschung]]></category>
		<category><![CDATA[Reproduzierbarkeit]]></category>
		<category><![CDATA[Studie]]></category>
		<category><![CDATA[Wissenschaft]]></category>
		<category><![CDATA[Zielgruppenpotenzial]]></category>

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		<description><![CDATA[Im strategischen Marketing ist das „Zielgruppenpotential“ ein wichtiger Begriff. Gemeint ist damit die Größe der Zielgruppe – z. B. in Millionen Menschen. Gleichzeitig bildet die „Reproduzierbarkeit“ (= Wiederholung des Vorgehens führt zu demselben Ergebnis)  einen wichtigen Grundsatz des wissenschaftlichen Arbeitens. Was beide Begriffe miteinander zu tun haben? Mit der Frage, wie viele Menschen in Deutschland [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p>Im strategischen Marketing ist das „Zielgruppenpotential“ ein wichtiger Begriff. Gemeint ist damit die Größe der Zielgruppe – z. B. in Millionen Menschen. Gleichzeitig bildet die „Reproduzierbarkeit“ (= Wiederholung des Vorgehens führt zu demselben Ergebnis)  einen wichtigen Grundsatz des wissenschaftlichen Arbeitens.<br />
Was beide Begriffe miteinander zu tun haben? Mit der Frage, wie viele Menschen in Deutschland online sind, scheinbar wenig. Diese, für die strategische Marketingplanung wichtige Frage, wird von acht anerkannten Institutionen mit wissenschaftlichen Methoden vie folgt beantwortet: Im Jahre 2008 waren etwa 32 bis 55 Millionen der Bundesdeutschen ab 14 Jahren online. (!?) Diese Antwort weist eine signifikante Schwankung auf: 23 Millionen Menschen.  Übertragen auf den Tacho eines Autos würde dies bedeuten: Bei 100 kmh zeigt der Tacho irgendetwas zwischen 181 und 119 kmh an &#8211; durch den TÜV kommt man damit sicher nicht. Doch die Marktforschung scheint mit diesen Schwankungen leben zu können bzw. zu müssen: </p>
<table border="0" cellspacing="0" cellpadding="0">
<tbody>
<tr>
<td width="223">
<p align="center"><strong>Institution</strong></p>
</td>
<td width="180">
<p align="center"><strong>Bundesdeutsche<br />
Online (i. d. R. ab 14 J.)</strong></td>
</tr>
<tr>
<td width="223" valign="top">Nielsen</td>
<td width="180" valign="top">55,22 Mio.</td>
</tr>
<tr>
<td width="223" valign="top">Statistisches Bundesamt       </td>
<td width="180" valign="top">52,57 Mio. (ab 10 J.)</td>
</tr>
<tr>
<td width="223" valign="top">AGOF</td>
<td width="180" valign="top">42,84 Mio.</td>
</tr>
<tr>
<td width="223" valign="top">Initiative D21/ TNS Infratest   </td>
<td width="180" valign="top">42,20 Mio.</td>
</tr>
<tr>
<td width="223" valign="top">ARD/ZDF                                  </td>
<td width="180" valign="top">42,70 Mio</td>
</tr>
<tr>
<td width="223" valign="top">comScore</td>
<td width="180" valign="top">36,99 Mio.</td>
</tr>
<tr>
<td width="223" valign="top">VerbraucherAnalyse</td>
<td width="180" valign="top">34,30 Mio.</td>
</tr>
<tr>
<td width="223" valign="top">Typologie der Wünsche</td>
<td width="180" valign="top">32,14 Mio.</td>
</tr>
</tbody>
</table>
<p> <br />
Diese Zusammenstellung wirft ein kritisches Licht auf die Aussagekraft einzelner Studien – dienen diese doch Politikern und Unternehmen als Grundlage für wichtige Entscheidungen.<br />
Spannend auf der anderen Seite, dass die o. g. Studien in der anteiligen Betrachtung – etwa nach Alter oder Geschlecht – eher kongruente Daten liefern.</p>
<p>Was man aus den Studien „mitnehmen“ kann ist:<br />
1. Die Mehrheit der Bundesdeutschen (ab 14 Jahren) ist online<br />
2. Eine Studie sollte man nur im Vergleich mit anderen Studien zur Grundlage seiner Meinungs- und Entscheidungsbildung nutzen.</p>
<p>Ganz persönlich gehe ich anhand der Datenlage von etwa 42 Millionen Internetnutzern aus und „aktuelle Studienergebnisse“ sehe ich fortan mit noch mehr Skepsis als in der Vergangenheit…</p>
<p>Weitere Informationen zu den Internetnutzern in Deutschland:<br />
<a href="http://www.webosophie.de/web-20/1-nutzer-des-internets/12-internetnutzung-deutschland.html">http://www.webosophie.de/web-20/1-nutzer-des-internets/12-internetnutzung-deutschland.html</a></p>
<hr /><small>Copyright &copy; 2008<br /> This feed is for personal, non-commercial use only. <br /> The use of this feed on other websites breaches copyright. If this content is not in your news reader, it makes the page you are viewing an infringement of the copyright. (Digital Fingerprint:<br /> )</small>
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		<title>Verbraucheranalyse berücksichtigt jetzt Onlinemedien</title>
		<link>http://www.webosoph.de/2009/08/25/verbraucheranalyse-berucksichtigt-jetzt-onlinemedien/</link>
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		<pubDate>Mon, 24 Aug 2009 23:35:49 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Thomas W. Ullrich</dc:creator>
				<category><![CDATA[Marketing]]></category>
		<category><![CDATA[Mediaplanung]]></category>
		<category><![CDATA[Onlinemedien]]></category>
		<category><![CDATA[Verbraucheranalyse]]></category>
		<category><![CDATA[Zielgruppenanalyse]]></category>

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		<description><![CDATA[Am Montag, dem 24. August, ist die Verbraucheranalyse 2009 erschienen. Mit dieser Aktualisierung integriert die von der Axel Springer AG und der Bauer Media Group seit 1982 herausgegebene Markt-Media-Studie erstmals 81 Onlinemedien – zunächst als Zielgruppenmerkmal (Intensiv-Nutzer, Nicht-Nutzer). Ab November 2009 werden auch Reichweiten (Anzahl der Nutzer bzw. Kontakte im Monatsdurchschnitt) zur Verfügung stehen. Damit [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p>Am Montag, dem 24. August, ist die Verbraucheranalyse 2009 erschienen. Mit dieser Aktualisierung integriert die von der Axel Springer AG und der Bauer Media Group seit 1982 herausgegebene Markt-Media-Studie erstmals 81 Onlinemedien – zunächst als Zielgruppenmerkmal (Intensiv-Nutzer, Nicht-Nutzer). Ab November 2009 werden auch Reichweiten (Anzahl der Nutzer bzw. Kontakte im Monatsdurchschnitt) zur Verfügung stehen.</p>
<p>Damit wertet die Verbraucheranalyse die Onlinemedien auf und stellt diese neben die klassischen Kanäle Print, Fernsehen, Radio, Kino und Plakat.</p>
<p>Durch die so verfügbaren Daten ist sowohl eine bessere crossmediale Mediaplanung möglich, also auch eine aufschlussreiche differenzierte Analyse von Ziel- bzw. Anspruchsgruppen und ihrem Mediennutzungsverhalten im Internet.</p>
<p>Als weitere Ergänzungen hat die Verbraucheranalyse für 2009 unter anderem Apotheken-Kundenzeitschriften, das Kindermagazin Geolino sowie eine weitere regionale Auflösung auf der Ebene von Landkreisen vorgenommen.</p>
<p>Wie bisher auch, ist ein großer Teil der Informationen online kostenfrei verfügbar – jedoch ohne Zugriff auf die medienspezifischen Auswertungen. Für Letztere ist eine Zugangskennung erforderlich, die lediglich Lizenznehmer erhalten.</p>
<p><strong><span style="color: #000080;">Internet-Links:</span></strong><br />
Verbraucheranalyse (2009): VA 2009 I &#8211; Crossmedia! VA aktuell, Nr.7, 24.08.2009.<br />
     URL: <a title="Verbraucheranalyse (2009): VA aktuell Nr. 7, 24.08.2009" href="http://www.verbraucheranalyse.de/downloads/31/VA-Aktuell_7_News.pdf " target="_blank">http://www.verbraucheranalyse.de/downloads/31/VA-Aktuell_7_News.pdf </a><br />
     [Stand: 24.08.2009]<br />
Kurzprofil der Verbraucheranalyse auf Webosophie.de: <br />
     <a title="Profil der Verbraucheranalyse auf Webosophie.de" href="http://www.webosophie.de/quellen/verbraucheranalyse.html" target="_blank">http://www.webosophie.de/quellen/verbraucheranalyse.html</a></p>
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