Lange Zeit war die Welt der Unternehmenskommunikation weitgehend geordnet und ließ sich gut managen. Es gab
- Werbung, die man kaufen (schalten) konnte – etwa TV-Spots, Anzeigen, Radio-Spots,
Kino-Werbung, Poster, Prospekte, Veranstaltungen, irgendwann auch Internet-
Werbebanner etc.
und
- Massenmedien in überschaubarer Anzahl, mit etwa 70.000 redaktionell arbeitenden
Journalisten, die man mit PR und von Zeit zu Zeit auch mit Rechtsanwälten mehr oder
minder erfolgreich bearbeitete.
Das Internet, in seiner Mitmach-Variante des „Web 2.0“, hat diese Ruhe gestört. Es bedingt neue Phänomene, verändert die Art und Weise des Informations- und Kommunikationsverhaltens der Gesellschaft und stürzt – langsam aber merklich – das Paradigma der Massenkommunikation und stellt die damit verbundenen Theorien, Konzepte und Methoden zumindest in Frage.
1.575 Personen fasste die Teilnehmerliste – wer in der Unternehmenskommunikation Rang und Namen hat sowie zahlreiche Agenturkollegen haben sich auch dieses Jahr wieder auf dem Kommunikationskongress in Berlin getroffen, um zu Networken und aktuelle Themen der Branche zu diskutieren.
Wie gewohnt war der Kommunikationskongress auch dieses Jahr hervorragend organisiert.
So wie bei vielen Vorträgen, stand auch vor Ort Web 2.0 im Zentrum vieler Diskussionen. Wer wollte und konnte, konnte vor Ort twittern und über einen großen Monitor aktuelle Tweets zum Kommunikationskongress lesen.
Nach der Eröffnung durch Uwe Dolderer (BdP Präsidenten) stellte Prof. Dr. Bentele den aktuelle Stand der Profession Pressesprecher dar und im Folgenden philosophierte Dr. Dieter Zetsche über „grünere Autos“. Es folgten zwei Mal je sechs parallele Themenveranstaltungen, nach der Mittagspause ein Vortrag von Roland Koch (Ministerpräsident Hessen) und dann noch zwei Mal je sechs parallele Themenveranstaltungen sowie weitere Vorträge am späten Nachmittag/frühen Abend.