Versucht man eine Antwort auf die vermeintlich einfache Frage „Wie viele Internetnutzer gibt es weltweit?“ zu erhalten, schwankt die Antwort um knapp eine halbe Milliarde Menschen – je nachdem, ob man comScore oder Internetworldstats konsultiert.
Die Antwort ist also eher ein Bereich, denn eine Zahl: Irgendwo zwischen 1,008 (comScore) und 1,574 (Internetworldstats) liegt die Wahrheit.
Diese Abweichung ist enorm. Ein Vergleich: Würde ich mit einem Auto mit einer Geschwindigkeit von 100 km/h fahren, und hätte ein Tacho, das eine Messwertabweichung wie die Internetnutzer weltweit hätte, würde das Tacho irgendetwas zwischen 69 km/h und 131 km/h anzeigen. Das ist nicht gerade TÜV-gerecht.
Technik ist nicht das Thema dieses Blogs und gerade eine neue technische Anwendung bildet den Auftakt: „Google Wave“, das Lars Rassmussen und Stephanie Hennon auf der Google I/O Developer Conference, am 28. Mai 2009 im Moscone Center, San Francisco vorstellten.
Aus webosophischer Sicht veranschaulicht Google Wave drei wesentliche Aspekte des Webs:
(1) Konvergenz von Funktionalitäten;
(2) Ermöglichen von instantanem (real-time) Arbeiten;
(3) Ausrichtung auf Peer Production.
(1) Konvergenz von Funktionalitäten
„Google Wave“ integriert Aspekte von E-Mail, Chat, Blog, Forum, Textverarbeitung, Dateiverwaltung, Quick-Poll und Wiki in sich.
Das Internet in seiner Mitmachform, dem Web 2.0, verändert die Gesellschaft radikal und grundlegend: In der Veränderung des Kommunikationsverhaltnes werden Wirtschaft, Medien, Politik, Gesellschaft, Marketing, PR etc. vor neue Paradigmen gestellt, derer wir uns meiner Beobachtung nicht oder nur wenig bewusst sind. Um diese neuen Paradigmen zu verstehen und über sie in einen Dialog zu treten, dafür habe ich diesen Blog eingerichtet.
Ich freue mich auf Leser und den Dialog, um so vielleicht zu einer Theorie des Internets beizutragen und praktische Business- und Lebenskonzepte um das und mit dem Web zu entwickeln.
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